Welches Riesterprodukt hat die wenigsten Kosten?

Hallo, beim vergleichen der Angebote beschleicht mich das Gefühl, dass die Gesellschaften durch Abschluß- und Verwaltungsgebühren kräftig an der Rendite fressen! Wer kennt ein Riesterprodukt bzw. eine Gesellschaft, die eine faire Mindestverzinsung garantiert (sollte um 4 % liegen)und nicht durch allzu hohe Kosten besticht???

Danke! Gruß Gudrun

Guten Tag Gudrun,
nicht ganz leicht ist das, was Sie wünschen.
Wir dürfen hier keine namentlichen Empfehlungen geben für einzelne
Anbieter. Hinzu kommt noch ein Missverständnis Ihrerseits.
Riester-Produkte garantieren nur eines: Das, was eingezahlt wird,
steht mindestens am Ende zur Verrentung bereit.
Die Kostenstruktur bei den Anbietern ist eine gänzlich andere Kiste.
Von den Anbietern grundsätzlich so gehalten, dass Sie im Zweifel
jeweils Nichts mit Nichts vergleichen können, erfüllt sie dennoch ihren Zweck. Der Verbraucher blickt nicht durch und unterschreibt
am Ende meistens dort, wo der Vermittler den besten Eindruck
hinterlässt.
Ich kann Ihnen nur einen allgemeinen Rat geben. Klicken Sie sich bei der Verbraucherberatung ein. Die Zeitung Finanztest versucht ab und an, Licht in den Riester-Wirrwar zu bringen, indem sie das tut, was eigentlich nicht geht. Sie vergleicht. Das liefert aber doch einige Anhaltspunkte für eine solide Auswahl.
Gruß
Günther

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Hallo Gudrun,

zwar sind die Anbieter durch das AltZertG angehalten, die angesetzten Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten auszuweisen, jedoch führt diese Vorgabe noch lange nicht zu einem transparenten Markt. Jeder Anbieter weißt die Kosten nach einem anderen Maßstab aus, weshalb sich diese nicht vergleichen lassen.

Was trotz Nennung von Rendite (Gesamtverzinsung) und Kosten ja letztlich interessant ist, ist die Frage, wieviel Rente sich aus welchem Beitrag erreichen lässt.

Einen Vergleich erreicht man, indem man sich Angebote von unterschiedlichen Anbietern einholt. Wichtig ist es darauf zu achten, dass jeder Anbieter auch gleich rechnet. Durch die Riestertreppe und die Zulagen kann dies schnell zu Abweichungen führen.

Der Anbieter mit der höchsten Gesamtrente muss somit das attraktivste Maß an Kosten und Verzinsung bieten. Wichtig ist die Berücksichtigung, dass die Gesamtleistungen i.d.R. nicht garantiert werden. Somit sollte auf die Seriösität des Anbieters, dessen Geschäftsbericht (Bilanzkennzahlen) und Größe geachtet werden.

Fazit:
Ohne einen Berater ist der Laie bei dem Versuch das bestmögliche am Markt zu finden überfordert. Jedoch hat man mit der Entscheidung, eine private Altersversorgung aufzubauen, die Notrwendigkeit erkannt und den ersten Schritt bereits gemacht.

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Hallo,

der Garantiezins liegt bei allen Lebens-, Renten-, Riester-Versicherer bei 2,25 %.

Vergleiche die Angebote und nimm einfach das beste mit der höchsten garantierten Rente. Da weist Du 100%tig was Du am Ende bekommst.

Nimm nicht das Angebot, was den höchsten Überschuß verspricht. Das sind nur Hochrechnung mit einer angenommen Wertentwicklung.

LG Tamrat

Hallo Tamrat,

das Problem ist, dass der Anbieter eigentlich nur die Leistung garanteiren darf, welche sich aus den Eigenbeiträgen ergibt. Viele Anbieter beziehen jedoch auch die Zulagen in die Garantieberechnungen mit ein. Somit sollten die Einflussgößen in die Berechnung genau überprüft werden, um eine objektive Vergleichbarkeit zu erlangen.

Ferner unterscheiden sich selbst die großen Lebensversicherungsunternehmen in Ihrer Gesamtverzinsung um bis zu über einen Prozentpunkt. Dies kann insbesondere bei langen Laufzeiten zu starken Auswirkungen führen.

Gruß
Marc

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Hallo,

wenn man sich Angebote einholt und dann nur mal die garantierten Rentenleistung vergleicht, dann gibt es oft himmelweite Unterschiede.

Es ist sehr wichtig auf die garantieren Leistungen zu schauen bzw. zu achten - nur da weis man, was man in in zwanig oder mehr Jahren als Zusatzrente bekomt. Jede Überschußberechnung kann schon nächstes Jahr anders aussehen.

Ergo - immer die garantierten Leistungen vergleichen - denn nur die werden ja Vertrag garantiert - der Überschuß nicht.

LG Tamrat

Hallo Tamrat, das ist natürlich völlig falsch! Der Garantiewert ist ein technischer Wert, der nur dann zum Tragen käme, wenn die Versicherungsgesellschaften AB DEM ERSTEN JAHR, ALSO VON BEGINN AB den Garantiezins festgesetzt hätten. In Wirklichkeit haben die Gesellschaften aber Verzinsungen von 4,5 - 5,6 % festgesetzt, d.h., wenn nur EIN EINZIGES JAHR der festgesetzte Zins lief, ist er SAFE und damit ist die GARANTIELEISTUNG SCHON HÖHER! Jedes weitere Jahr mit einem höheren Zins als der GZ erhöht die Garantieleistung.
Was ich immer wieder feststelle, dass einige böswillige oder uniformierte Zeitgenossen ausgerechnet die Garantieverzinsung einer Vers.Rente mit einer völlig willkürlichen unsicheren Wertsteigerung eines Fondssparplan vergleichen. Schon die „Überzinsen“ eines Vers.Rentenproduktes mit einer Fondswertsteigerung zu vergleichen, ist abenteuerlich, da sie ein ungleich höheres Sicherheitspotential siehe Anlagegrundsätze nach §54a Versicherungsaufsichtsgesetz = VAG) beinhaltet!
Ich hoffe, ich konnte dir eine/n hilfreiche Info bzw. einen Denkanstoss geben!

Gruß cooler

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Hallo,

wenn man sich Angebote einholt und dann nur mal die
garantierten Rentenleistung vergleicht, dann gibt es oft
himmelweite Unterschiede.

Absolut korrekt. Wollte nur sagen, dass man die identischen Auszahlformen und die identischen Beiträge berücksichtigt.

Es ist sehr wichtig auf die garantieren Leistungen zu schauen
bzw. zu achten - nur da weis man, was man in in zwanig oder
mehr Jahren als Zusatzrente bekomt. Jede Überschußberechnung
kann schon nächstes Jahr anders aussehen.

Ergo - immer die garantierten Leistungen vergleichen - denn
nur die werden ja Vertrag garantiert - der Überschuß nicht.

Da bin ich anderer Meinung. Was bringt mir eine schlanke Kostenstruktur eines Versicherers, wenn selbiger eine sehr geringe Gesamtverzinsung bietet. Wenn dann sollte man schon beide Faktoren berücksichtigen.

Aber sicher ist die Aussage korrekt, dass die Überschüsse sich in der Zukunft (positiv und auch negativ) ändern können.

Gruß
Marc

Hallo Tamrat, das ist natürlich völlig falsch! Der
Garantiewert ist ein technischer Wert, der nur dann zum Tragen
käme, wenn die Versicherungsgesellschaften AB DEM ERSTEN JAHR,
ALSO VON BEGINN AB den Garantiezins festgesetzt hätten. In
Wirklichkeit haben die Gesellschaften aber Verzinsungen von
4,5 - 5,6 % festgesetzt, d.h., wenn nur EIN EINZIGES JAHR der
festgesetzte Zins lief, ist er SAFE und damit ist die
GARANTIELEISTUNG SCHON HÖHER! Jedes weitere Jahr mit einem
höheren Zins als der GZ erhöht die Garantieleistung.
Was ich immer wieder feststelle, dass einige böswillige oder
uniformierte Zeitgenossen ausgerechnet die Garantieverzinsung
einer Vers.Rente mit einer völlig willkürlichen unsicheren
Wertsteigerung eines Fondssparplan vergleichen. Schon die
„Überzinsen“ eines Vers.Rentenproduktes mit einer
Fondswertsteigerung zu vergleichen, ist abenteuerlich, da sie
ein ungleich höheres Sicherheitspotential siehe
Anlagegrundsätze nach §54a Versicherungsaufsichtsgesetz = VAG)
beinhaltet!
Ich hoffe, ich konnte dir eine/n hilfreiche Info bzw. einen
Denkanstoss geben!

Gruß cooler

Kann die Aussagen von cooler nur unterstreichen!

Gruß
Marc

Hallo, beim vergleichen der Angebote beschleicht mich das
Gefühl, dass die Gesellschaften durch Abschluß- und
Verwaltungsgebühren kräftig an der Rendite fressen!

Selbstverständlich - davon leben die Gesellschaften, Makler und Vertreter.

Wer kennt
ein Riesterprodukt bzw. eine Gesellschaft, die eine faire
Mindestverzinsung garantiert (sollte um 4 % liegen)und nicht
durch allzu hohe Kosten besticht???

Wenn Du eine garantierte Verzinsung möchtest, die über den Beitrags- und Zulagenerhalt hinausgeht (das bietet jeder Riestervertrag), kommt beispielsweise ein Banksparplan in Frage. Allerdings gibt es da enorme Unterschiede, je nachdem woran der Anbieter seinen Zins ausrichtet. Allerdings kommst Du mit einem solchen Vertrag wohl noch am nächsten an Deinen Wunsch heran.

Versicherungsprodukte (Riester-Rentenversicherungen) haben die höchsten Kosten aller Anlageklassen. Die Mindestverzinsung beträgt 2,25 % und bezieht sich nur auf den Betrag Deiner Prämie, die die Versicherung nicht selbst einstreicht. Die garantierte Realverzinsung ist weit niedriger.

Solltest Du Anbieter finden, die Dir eine feste Rente garantieren, kannst Du die Gesamtrendite leicht selbst ausrechnen.

Ansonsten gilt der erste Absatz: Riesterprodukte haben immer eine positive Rendite, da Dir Beitrag plus Zulage garantiert ist. Die Rendite liegt je nach Alter, Familienstand und Zahlungsdauer bei 2-3 %. Und das gilt ganz ohne jegliche weitere Wertsteigerung bei der Anlage.

Benni

OffTopic / nur für Gudrun
Hallo Gudrun,
schickst Du mir bzgl. unserer Kommunikation aus 12/06 und 05/07 bitte eine Mail an [email protected]?
Danke
Frank

Ich danke allen, die geanwortet haben. gruß g.

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