Welches Schloss nötig für Hausratsversicherung?

Hallo!

Laut dem Fragebogen eines Hausratversicherungs-Anbieters müssen alle nach außen führenden Türen eines Einfamilienhauses mindestens wie folgt gesichert sein:

  • Sicherheitsschloß

  • Schließzylinder mit 5 Zuhaltungen, oder Zuhaltungsschloß mit 6 Zuhaltungen

  • Sicherheitsbeschlag und/oder Zylinder außen nicht überstehend

Nun meine eigentliche Frage:
Ein Bekannter von mir hat eine Kellertüre, die nur ca. 3 oder 4 cm tark ist und aus einzelnen Brettern besteht(wohl kurz nach dem Krieg enntstanden). Diese Türe ist von innen nur mit einem kleinen Schubriegel gesichert. Die Tür hat folgende Maße: 175cm x 90cm x 2cm
Diese Tür ist die einzige Tür im Haus, die nicht den Anforderungen der Versicherung entspricht. Wie müssen wir nun vorgehen, um den oben genannten Anforderungen gerecht zu werden, sprich die Türe ausreichend abzusichern? Ein kompletter Austausch von Ramen und Türe würde wohl ziemlich teuer werden…
Würde es reichen, wenn man im Innenbereich der Türe jeweils EisenHalterungen an der Türe und der Wand anbringt, die dann mit einem „sicheren“ Vorhängeschloß (mit 5 Zuhaltungen) gesichert wird?
Vielleicht gibt es da draußen Profis, die uns helfen können…
Ich hoffe auf viele Antworten, die uns weiterbringen…
Schonmal vielen Dank!

Viele Grüße
Stefan

Hallo Stefan,

Laut dem Fragebogen eines Hausratversicherungs-Anbieters
müssen alle nach außen führenden Türen eines Einfamilienhauses
mindestens wie folgt gesichert sein…

Dies sind doch nur die Mindest anforderungen. Darüberhinaus hat der Versicherungsnehmer entsprechend den Allgemeinen Hausratversicherungsbedingungen auch
„alle gesetzlichen, behördlichen oder vereinbarten Sicherheitsvorschriften zu beachten“.

An Außentüren werden heute nunmal höhere Anforderungen als noch vor 60 Jahren gestellt. Und da nützt auch das beste Schloß nichts, wenn sich die Tür z.B. mit einem einfachen Fußtritt zerstören oder vielleicht noch an den Scharnieren ausheben läßt.

Diese Tür ist die einzige Tür im Haus, die nicht den
Anforderungen der Versicherung entspricht.

Macht es denn Sinn, alle Türen und Fenster ordentlich gesichert zu haben und dann selbst unbeholfene Einbrecher mit einer ungesicherten Kellertür förmlich einzuladen?

Ein kompletter Austausch von Ramen und Türe würde wohl ziemlich
teuer werden…

Aber sicherlich nicht teurer als die Folgen eines Einbruchdiebstahls!
Deswegen wundert mich schon, wenn Dein Bekannter die Kellertür gar nicht im eigenen Interesse sichern, sondern nur möglichst einfach die Forderungen der Versicherung erfüllen möchte.

Wenn er die Gefahr von Einruchsdiebstahl und anschließendem Vandalismus nicht sieht, kann er mit der Versicherungsgesellschaft sicherlich auch den Ausschluß dieser Risiken vereinbaren und dann seine Tür im jetzigen Zustand belassen. Aber dann könnte er vielleicht auch ganz auf eine Hausratversicherung verzichten?!

Ansonsten Rahmen und Tür tauschen - oder zumauern! Und nicht wegen der Hausratversicherung, sondern vorrangig im eigenen Interesse!

Viele Grüße

Gerd