Hallo zusammen,
Hi Dana!
ich habe eine etwas umfangreichere Frage, hoffentlich hören
jetzt nicht alle zu Lesen auf… ;o)
Ich bin Ende 20, stehe seit einigen Jahren im Berufsleben und
möchte es jetzt nochmal ‚packen‘ und ein neues Studium
anfangen (und hoffentlich auch zuende bringen).
Nur Mut!
Ich habe Fachhochschulreife (Bayern) im Bereich Gestaltung und
ein abgeschlossenes Studium an einer bayerischen Fachakademie
Damit könntest du eventuell die Allgemeine Hochschulreife erlangt haben. Kommt darauf an, ob die Akademie einer FH gleichgestellt ist (weil Abschluß-Diplom an einer FH = Allgemeine Hochschulreife - in Rheinland-Pfalz), frage bei der Akademie nach!
(kein Diplom sondern Staatsprüfung - Sprachen/Übersetzung).
Jetzt möchte ich mir - nach gut 4 Jahren Berufserfahrung im
Software/Internetbereich (habe im Dienstleistungs- und
konzeptionellen Bereich gearbeitet) endlich meinen Traum
erfüllen und in die gestalterische Richtung gehen.
Bei meinem Background würde sich natürlich etwas mit
Mediendesign/Internet o.ä. anbieten.
Wie wäre es, wenn du mal in den Studienführer Journalistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften (Lexika-Verlag) reinschaust? Der ist relativ aktuell und bietet das gesamte Spektrum an Studiengängen (technisch, gestalterisch, wirtschaftlich) an FHs ebenso wie an Unis. Es gibt noch einen zweiten Studienführer aus dem mvg-Verlag, den ich in der Beratung auch verwende. Überhaupt quillt der Buchhandel zur Zeit über mit Führern und Ratgebern zur Berufstätigkeit im Medienbereich.
Hier also meine Fragen:
1.) kann ich mit diesem Werdegang überhaupt an einer
Hochschule studieren (keine allgemeine Hochschulreife, kein
FH-Diplom)
Ja, an einer FH sowieso, an der Uni (in Rheinland-Pfalz), wenn die Ausbildung mit 2,5 abgeschlossen wurde, mind. drei Jahre im Ausbildungsberuf gearbeitet wurde und - jetzt kommt es - ein originärer Zusammenhang nachweisbar ist, zwischen dem, was du gelernt hast und dem, was du studieren möchtest. Entsprechende konkretere Auskünfte würdest du z.B. bei uns in der Zentralen Studienberatung, Uni Trier, 54286 Trier bekommen.
2.) welche Studiengänge gibt es in dem Bereich (und an welchen
FHs/Unis?)
s.o.
3.) welche Studiengänge sind sinnvoll?
die, die dir Spaß machen, schaue dir am besten die verschiedenen in Frage kommenden an, sprich mit den (Fach)studienberatern dort und entscheide dann.
4.) kann ich irgendeine Art von Förderung (wie BaFög)
bekommen?
Es gibt an jeder Hochschule BaFög-Berater, die genau Auskunft geben können. Achtung: Ob du wirklich (kein) BaFöG bekommst, stellt sich unter Umständen erst heraus, wenn du einen schriftlichen Antrag gestellt hast (so ist es mir mal gegangen, ich habe eine Bafög-Beraterin mündlich gefragt unter Angabe aller relevanten Daten und sie meinte, ich bekäme kein Bafög, Tatsache ist, ich habe den Antrag gestellt und eine Weile immerhin 50,- oder so bekommen!)
Da du schon eine Ausbildung hast, wird es (spätestens) nach dem Grundstudium für dich vermutlich auch (relativ!! leicht) möglich sein, nebenher zu arbeiten (z.B. in den Semesterferien (im Sommer beinahe 3 Monate, falls Prüfungen nicht in die Semesterferien fallen)) oder in der Woche stundenweise (falls ein entsprechend flexibler Arbeitgeber gefunden wird). Im Grundstudium ist das eher schwierig (vor allem, wenn man an einer FH studiert, weil das Studium relativ „verschult“ abläuft, man also oft den ganzen Tag in Veranstaltungen sitzen muß. An der Uni ist das teilweise flexibler handhabbar, vor allem im Hauptstudium.) Sich ihr Studium (zumindest teilweise) selbst verdienen tun im Moment meines Wissens zwei von drei Studierende.
5.) macht Studieren überhaupt noch Sinn? Gibt es andere
Möglichkeiten?
Gibt es, zum Beispiel ca. einjährige Ausbildungen über das Arbeitsamt (da muß man aber in der Regel vorher arbeitslos gewesen sein und das dürfte bei deiner Ausbildung schwierig sein). Auch private Ausbildungen (aber die sind natürlich extrem teuer und man sollte aufpassen, an wen man gerät).
Natürlich macht Studieren Sinn. Und wenn man sich nur die Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit anschaut. Je höher der Bildungsgrad, desto geringer (statistisch gesehen) die Arbeitslosenquote.
In dem Bereich und bei den Vorkenntnissen, die du hast, vermutlich sowieso. Ganz abgesehen davon, daß Medien/Internet z.Zt. absolut Mode ist und laut Bundesanstalt für Arbeit zukunftstweisend.
Und ganz abgesehen davon, du möchtest dich doch entsprechend weiterbilden, also macht das auch für dich Sinn. Sonst kannst du ja alles beim alten lassen.
6.) wie soll ich in Zukunft meine Miete zahlen? ;o)
Wäre schön, wenn mir jemand weiterhelfen könnte!
Wenn ich noch weiter behiflich sein kann, melde dich ([email protected]).
Liebe Grüße
Dana
MfG
Susanne Mensah