Welches Unternehmen zahlt keine Boni?

Hallo zusammen,

kennt jemand ein Großunternehmen (national oder international), dass seine Mitarbeiter aus Prinzip (z.B. aus moralischen Gründen) nicht mit Boni sondern nur mit Fixgehalt vergütet und das auch schon vor der Krise getan hat?
Es geht hier natürlich in erster Linie um Managementvergütung, wo ein variabler Anteil ja generell normal ist. Es muss sich also auch nicht zwingend um eine(n) Bank/Finanzdienstleister handeln, jedoch um eine Branche wo ansonsten variable Gehälter die Regel sind.
Falls jemand eines kennt, würde ich mehr sehr freuen.

VG

Hallo,

kennt jemand ein Großunternehmen (national oder
international), dass seine Mitarbeiter aus Prinzip (z.B. aus
moralischen Gründen) nicht mit Boni sondern nur mit Fixgehalt
vergütet und das auch schon vor der Krise getan hat?

im Zweifel keines, weil das eigentlich so ziemlich das dümmste ist, was man veranstalten könnte. Sofern die Gesellschafter nicht mit der Unternehmensleitung identisch sind, muß man dafür Sorge tragen, daß die Ziele übereinstimmen. Das kann man mit einem festen Gehalt kaum erreichen. Wie man die Vergütungsvereinbarung im einzelnen ausgestaltet, muß sicherlich sorgfältig geprüft werden, aber eine leistungs-/erfolgs un abhängige Vergütung hilft den Gesellschaftern mit Sicherheit nicht.

Anders formuliert: nur weil die variablen Gehaltsbestandteile auf einmal Boni heißen und einige wenige das System mißbrauchten, heißt das nicht, daß leistungs- und/oder erfolgsabhängige Vergütung verwerflich wäre.

Und noch eines, mal ganz unabhängig von der Frage: das, was heute bei „normalen“ Angestellten als Bonus tituliert wird, ist tatsächlich das, was früher als 13. oder 13,5. (teilweise sogar tarifliches) Gehalt gezahlt wurde und bei der Einführung der leistungs-/erfolgsabhängigen Vergütung in einem kaum durchschaubaren Topf landete, aus dem jährlich mal mehr, mal weniger ausgeschüttet wird.

Gruß
C.

im Zweifel keines, weil das eigentlich so ziemlich das dümmste
ist, was man veranstalten könnte. Sofern die Gesellschafter
nicht mit der Unternehmensleitung identisch sind, muß man
dafür Sorge tragen, daß die Ziele übereinstimmen. Das kann man
mit einem festen Gehalt kaum erreichen. Wie man die
Vergütungsvereinbarung im einzelnen ausgestaltet, muß
sicherlich sorgfältig geprüft werden, aber eine
leistungs-/erfolgs un abhängige Vergütung hilft den
Gesellschaftern mit Sicherheit nicht.

Nun ja, es ging mir nur um ein Unternehmen, das lediglich fixe Gehälter zahlt. dm tut dies zum Beispiel auch auf Managementebene und ist dennoch erfolgreich. Nur darum geht es mir. Warum man das i.d.R. doch anders regelt, ist mir bekannt. Jedoch hat ein Unternehmen, das nur fix vergütet sicherlich einen Grund dafür (Stichwort: moralische Gründe).

Allerdings brauche ich noch ein Unternehmen, dass ähnlich wie dm verfährt.

Anders formuliert: nur weil die variablen Gehaltsbestandteile
auf einmal Boni heißen und einige wenige das System
mißbrauchten, heißt das nicht, daß leistungs- und/oder
erfolgsabhängige Vergütung verwerflich wäre.

Sagt auch keiner. :wink:

Nun ja, es ging mir nur um ein Unternehmen, das lediglich fixe
Gehälter zahlt. dm tut dies zum Beispiel auch auf
Managementebene und ist dennoch erfolgreich.

Eigentlich behauptet Werner, es gäbe nur fixe Gehälter:
http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/dm-g…

Dummerweise scheint das in der Realität anders auszusehen:
http://handel.bawue.verdi.de/einzelhandel/betriebe/d…

(unter „weichgespülte Arbeitsbeziehungen“)

Nur darum geht es
mir. Warum man das i.d.R. doch anders regelt, ist mir bekannt.
Jedoch hat ein Unternehmen, das nur fix vergütet sicherlich
einen Grund dafür (Stichwort: moralische Gründe).

Klar: der Inhaber ist ein Wirtschaftsesoteriker.

Anders formuliert: nur weil die variablen Gehaltsbestandteile
auf einmal Boni heißen und einige wenige das System
mißbrauchten, heißt das nicht, daß leistungs- und/oder
erfolgsabhängige Vergütung verwerflich wäre.

Sagt auch keiner. :wink:

Doch, Du, weil Du ständig betonst, daß Unternehmen möglicherweise aus moralischen Gründen nicht erfolgsabhängig bezahlen. Das ist aber Käse.

An Deiner Stelle würde ich hier mal ein bißchen sschmökern:
http://de.wikipedia.org/wiki/Prinzipal-Agent-Theorie

Gruß
C.

Eigentlich behauptet Werner, es gäbe nur fixe Gehälter:
http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/dm-g…

Dummerweise scheint das in der Realität anders auszusehen:
http://handel.bawue.verdi.de/einzelhandel/betriebe/d…

Haha, sehr lustig.

  1. Wirst du mit 750 Euro selbst auf der niedrigsten Angestelltenebene keine Principle-Agent-Probleme lösen können, sollten sie denn ein Thema sein.
  2. Gab es den Betrag für alle. Also auch keine individuelle Performancezahlung.
  3. Es geht schon seit Beginn um Managergehälter. Jemand der 200k Euro im Jahr verdient, wird seine Arbeitsweise nicht wegen 750 Euro „Bonus“ verändern. Aber bei 50 bis 300% Bonus vom Fixum schon eher.

Klar: der Inhaber ist ein Wirtschaftsesoteriker.

Nenn’ es wie du willst. Wenn du den Artikel vom dm-Gründer liest, dann geht daraus klar hervor, dass er deutliche moralische Bedenken äußert ggü. Bonuszahlungen.

Anders formuliert: nur weil die variablen Gehaltsbestandteile
auf einmal Boni heißen und einige wenige das System
mißbrauchten, heißt das nicht, daß leistungs- und/oder
erfolgsabhängige Vergütung verwerflich wäre.

Sagt auch keiner. :wink:

Doch, Du, weil Du ständig betonst, daß Unternehmen
möglicherweise aus moralischen Gründen nicht erfolgsabhängig
bezahlen. Das ist aber Käse.

Ja, also sage nicht ich sowas sondern eben das Unternehmen, das ich suche. Demnach ging es in diesem Thread auch nicht einmal um meine Meinungen über Bonuszahlungen.
Ich brauche lediglich ein weiteres Unternehmen für ein Uni-Projekt und nicht, um mir von dem Unternehmen dann Fan-Shirts drucken zu lassen und Anti-Bonus-Demos zu veranstalten. In diesem Sinne: vielen Dank für haufenweise unnützen Input.

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Haha, sehr lustig.

Wie Du meinst. Ich wollte auf folgendes hinaus:

  1. Wer einmal lügt, dem glaub ich nicht.
  2. Der Verzicht auf leistungs-/erfolgsabhängige Vergütung ist idiotisch.
  3. Ein Unternehmer, der angeblich auf leistungs-/erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile verzichtet und sich auch sonst nicht gerade durch besondere Weisheiten hervortut, ist nicht unbedingt ein Maßstab und erst recht kein Beweis dafür, daß andere auch so handeln oder denken.
  4. Nur weil Bonuskonstruktionen in einigen Bereichen zu Fehlsteuerungen führten, heißt das nicht, daß sie generell dazu führen oder zu verdammen sind.

In diesem Sinne: vielen Dank für haufenweise
unnützen Input.

  1. Aus Sicherheitsgründen wird weiterer Input zukünftig unterlassen.

C.

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