Welches wasser zum mauern

Hallo,
nehmen wir an Familie F baut ein Haus mit Keller (Kalksandstein) auf einem Grundstück wo nach dem ausbaggern Wasser läuft (drainage?)
wie ein Bachlauf. Da das Bauwasser eingeforen ist und die Baufirma kein Wasser zur verfügung hat, nimmt sie dieses Wasser aus der „natürlichen Quelle“. Ist das für einen Neubau schädlich? Können da zwecks evtl organischen oder biologischen Stoffen im Wasser Schäden entstehen?

Moin Dani,

normalerweise kann man das ganz beruhigt nehmen. Es sei denn, es sind in der Nähe chemische oder atomare Altlasten verbuddelt.

Gruß Detlev

Hallo Dani,

größere Sorgen würde mir die Temperaturen machen, bei denen das Haus gerade gebaut wird - lass Dir mal die Produktdatenblätter geben von den Klebstoffen, Putzen, Mörtel.

Gruß,
Alexandra

Ich schließe mich Alexandra an. An deiner Stelle würde ich den Bau sofort stoppen und erst bei deutlichen Plusgraden weitermachen.

Gruß
Kati

Hasubau bei Minusgraden geht

nehmen wir an Familie F baut ein Haus mit Keller
(Kalksandstein) auf einem Grundstück wo nach dem ausbaggern
Wasser läuft (drainage?)
wie ein Bachlauf. Da das Bauwasser eingeforen ist und die
Baufirma kein Wasser zur verfügung hat, nimmt sie dieses
Wasser aus der „natürlichen Quelle“. Ist das für einen Neubau
schädlich? Können da zwecks evtl organischen oder biologischen
Stoffen im Wasser Schäden entstehen?

Hallo Dani,

in einem riesigen beheizten Zelt kann man auch im strengen inter ein Haus hochziehen. natürlich, wegen gefrorenem Boden, Keller und Fundament schon im Herbst.

Hier diese Firma biete an zu garantieren, ein Massivhaus in 3 Monaten hochzuziehen, ich nehme an, nur den Rohbau. Und das zu jeder Jahreszeit.
Mehrkosten für das Zelt würden nicht entstehen.

Naja, wenn sie für den Rohbau 2.Mio Euro nehmen rechnet sich das für sie :smile: Aber ich kenne jetzt da keine Preise.

Hier steht das:

http://www.viebrockhaus.de/vorteile/winterbau/

Soweit ich weiß kann man so Zelte auch mieten. Was die Miete, Auf und -Abbau, Beheizung kostet weiß ich nicht.
Ich weiß nur in Skandinavien o.ä. wird im Winter öfters unterm Zelt gebaut.

Und wenn dann im Herbst die Stadtwerke schon das Grundstück mit dem Wasseranschluß versorgt haben, ist das Wasserproblem vom Tisch.
Wenn nicht, parkt man halt einen tanklaster mit Wasser mit unterm Zelt.

Ansonsten wie schon genannt, schau dir die Produktdatenblätter an, garantiert steht da sowas wie nicht unter +5 Grad verarbeiten.

Also plädiere ich auch für Baustopp bis es wieder wärmer wird und kein Wasser einfriert.

Gruß
Reinhard

Hallo Dani,

Für Beton bzw. dessen Herstellung ist DIN 1045 relevant, welche unter dem Begriff „Zugabewasser“ folgendes festhält:

Sinngemäß gilt für Mörtel, die zur Herstellung von Estrichen oder Mauerwerken dienen, das Gleiche.
-.-.-
Grundsätzlich spreche also nichts dagegen, sauberes Wasser aus einem Bach oder sonstigem Gewässer zu entnehmen. Ungewöhnlich ist es jedoch auf jeden Fall.
Nur störende Bestandteile dürfen nicht darin beinhaltet sein. So wird man beispielsweise Algen (als organische Bestandteile) und auch Schwebstoffe mit bloßem Auge erkennen; gelöster Salze dagegen bereiten da in ihrer Erkennung schon Schwierigkeiten.
Letztendlich entscheidend ist, dass der mit dem entnommenen Wasser hergestellte Mörteln für den Verwendungszweck geeignet ist. Man kann das prüfen, indem man Prismen mit dem Mörtel anfertigt und diese nach 28 Tagen (so verlangt es die Norm) auf Biegezug- und Druckfestigkeit prüfen lässt. Aufwändig, zugegebenermaßen, doch das wäre letztendlich der einzige Weg, den Nachweis anzutreten, dass die Mörtelmischungen entsprachen oder nicht (und das kann das Wasser sein, was störte, denkbar wären aber noch andere Komponenten bzw. Inhaltsstoffe).
-.-.-.-
Gruß: Klaus