Hallo,
seit sechs Wochen haben wir einen Jack Russell Terrier Mix Welpen.
Er ist nun 14 Wochen alt und wir gehen jeden Sonntag regelmäßig zum Welpentreffen. Doch wenn es soweit ist und alle Welpen auf dem Platz lostoben und miteinander spielen , haut unser Toni sofort ab Richtung Zaun oder zu mir . Er mag einfach nicht spielen. Die anderen ob größere Hundearten oder kleinere versuchen ihn immer zu animieren, aber er will einfach nicht.Kann ich Hoffnung haben, dass sich das noch legt ? Oder liegt das einfach nur an seinem Wesen und ich brauche mir keine weiteren Gedanken darüber zu machen?
Wenn ich mit ihm spazieren gehe und es kommt uns ein anderer Hund entgegen , verhält er sich eigentlich ganz normal.
kommt vor (langer Text)
Hi Meikken,
mach Dir keine übertriebene Sorgen.
Ich will Dir eine Geschichte von einem seltsamen Hund erzählen.
Es handelt sich um unseren Hund.
Ich selbst bin mit Hunden aufgewachsen und habe selbst jahrelang wie ein Hund gelebt 
Nun, einer unserer Hunde (wir hatten immer nur einen zur Zeit) war verstorben und wir trauerten noch mächtig.
Wie das Leben so spielt züchtete ein Nachbar zu meinem Betrieb Jagddackel. Der Mann war und ist selbst Jäger (der macht so arme Tiere im Wald tot). Heutzutage werden mit Dackeln (oder auch Teckel oder Dachshunde) natürlich keine Dachse mehr. Zum Einen stehen Dachse inzwischen unter Naturschutz und zum Anderen ist es viel zu gefährlich. Der Dachse kennt sich, wie zu erwarten, in seinem Dachsbau bestens aus - der Dackel nicht. Der Dackel muss den Dachs erst erschnüffeln. Der Dachs merkt natürlich sofort, dass er ungebetenen Besuch erhält und er weiss auch sofort was für ein unangenehmer Zeitgenosse so ein Dackel im Jagdfieber sein kann. Aber der Dachs ist schlau und so wirft er blitzschnell einen ordentlichen Haufen in einem der Gänge auf und dann - während unser Dackel in diesen Gang jagt - schaufelt er hinter dem Dackel eine weiteren riesigen Haufen auf. Der böse böse Dachs hat unseren lieben Dackel wortwörtlich eingemauert. Das merkt der Dackel natürlich aber da ist es schon zu spät. Dackel können zwar auch gut graben aber kein Vergleich zum Dachs. Die Luft wird eng da unten und unser Dackel ruft laut um Hilfe (er bellt ganz fürchterlich und bekommt es auch mit der Angst zu tun). Und nun bekommt der Jäger es mit der Angst zu tun - mit der Angst um seinen treuen Dackel. Und der Jäger beginnt schnell zu graben. Unglücklicherweise lassen sich die DAckelhilferufe aber nicht so gut orten - durch all den Waldboden… Und wenn dann auch noch eine dicke Baumwurzel im Weg ist, dann geht unserem Dackel die Luft aus und er wird immer leiser und immer leiser und schliesslich verstummt er. Und genau deshalb werden heutzutage mit Dackeln keine Dachse mehr gejagt. Aber Wildschweine werden mit ihnen gejagt und es hat sich gezeigt, dass Dackel die idealen Wildschweinjagdhunde sind. Wenn sie erstmal in Jagdlaune sind und das sind sie meistens, dann kennen sie keine Angst und keinen Schmerz mehr - es sind DIE Kampfhunde. Und der Jäger trägt sie in seinem Rucksack zur Jagd und wenn das böse böse wilde Schwein sich in einem Dickicht versteckt hat traut sich der Jäger da nicht mehr rein und dann lässt er seinen Dackel aus dem Rucksack und der hat kene Angst und rennt in das Dickicht und stirbt dort eine Heldentod oder treibt tatsächlich das wilde Schwein da raus. Ich habe das selbst gesehen und auch das japanische Fernsehen war dabei und die haben, unter Begeisterungsrufen, gedreht wie die Irren. Wenn das Wildschwein dann aus dem Dickicht bricht - das Schein hat es dabei ziemlich eilig - folgt der Dackel unmittelbar und manchmal hängt er auch am Wildschwein dran (dann hat er sich festgebissen) und der Jäger schiesst dann das böse böse und chancenlose wilde Schwein tot und manchmal auch seinen Dackel (wenn der eben zu nah am Schwein ist). Dann hat der Dackel eben zum letzten Mal Schwein gehabt.
Nun, wie dem auch sei, ein Nachbar züchtete also Jagddackel und er hatte gerade einen Wurf. Und eines der kleinen Würmchen kam etwas später ans Tageslicht und war nur halb so gross wie seine Geschwister. Wie ein Frühchen oder zumindest hat es im Mutterleib zu wenig abbekommen. Unser Jäger und Hundezüchter hat aber ein gutes Herz (obwohl er arme Tiere totmacht) und so warf er unser Hundebaby nicht einfach auf den Müll (viele rauhe Waldschratts machen das so), sondern gab sich sehr viel Mühe. Er suchte einen Amenhund und fand einen. Er legte das Würmchen vor seinen Geschwistern und vor ihnen zum Säugen an und er päppelte das Würmchen auf. Tatsächlich trug er die Kleine - es war ein Weibchen - auch in der Jackentasche rum. Und er sah unseren Kummer und er wusste, dass wir unsere Hunde immer gut behandeln, dass sie bei uns als Familienmitglieder aufgenommen und integriert werden (dabei aber nicht vermenschlicht werden). Und so kamen wir zu einem weiteren Rauhhaardackel - unserem dritten.
Sie hat einen Farbfehler im Fell und ihr Rücken ist auch viel zu lang. Dafür hat sie eine Zahnschiefstellung und der Kopf ist viel zu klein.
Und dann zeigte sie ungewöhnliches Verhalten.
Sie spielte nie und mit nichts - ausser reine Jagdspiele.
Sie schmuste nie.
Sie kuschelte nie.
Sie wedelte nie mit dem Schwanz.
Sie bellte nie.
Sie schien Angst vor anderen Hunden zu haben.
Sie schien Angst vor fallenden Blättern und Vögeln am Himmel zu haben.
Sie war einfach da und guckte uns immer fragend an, dass uns fast das Herz brach.
Wir machten eine Jagdausbildung mit ihr und es schien ihr Spaß zu machen, denn sie machte alles sehr gerne und freiwillig und eifrig.
Wir gingen in eine Hundeschule und hatten das Glück an eine wirklich qualifizierte Ausbilderin zu geraten.
Aber sie erwies sich als sehr gelehrig und intelligent (im Rahmen der hündischen Möglichkeiten) und hat einen ganz tollen Charakter - sie hat noch nie jemanden gebissen (unsere vorherigen Rauhhaardackel waren mit Vorsicht zu geniessen).
Und heute ist „Fanny“ auch schon acht Jahre alt und sie liebt Kinder und grosse Hunde. Sie hat eine Jagdausbildung genossen und auch in der Hundeschule ist sie eine der Besten. Sie spielt und sie wedelt mit dem Schwanz. Sie bellt und sie kommuniziert mit uns (Mimik, Gestik). Sie hat sich toll entwickelt und ist heute ein fröhlicher ganz normaler Hund.
Habt einfach viel Geduld mit eurem kleinen Hund.
Ih könnt ja mal einen Arzt aufsuchen ob organisch alles o.k. ist.
Und eine gute Hundeschule.
Kann was werden 
Kopf hoch und nie aufgeben.
Gruss
Ray
Hi
Grobe Vermutung keine fixe Aussage da Hund nicht gesehen.
Der Welpe sollte nicht von Anfang an mit zu vielen Hunden zusammen kommen.Viele Welpen sind hierdurch oftmals überfordert.
Stellt sich die Frage ob und wozu es dann Sinn macht dorthin zu gehen.
Evtl. sollte man mit wenigen Hunden anfangen(2 Hunde max) und dann langsam steigern, so man es unbedingt will.
Allerdings frag ich mich was „eigentlich normal“ bei dir bedeutet?
Gruß Steffen
[MOD: Überflüssiges Vollzitat entfernt.]
Hallo,
Welpentreff ist für gewöhnlich eine gute Idee, aber es gibt wie Steffen sagt auch Hundekinder, die mit den vielen anderen quirligen Artgenossen wirklich überfordert sind, und ihr Heil in der Flucht oder bei ihrem Menschen suchen.
Wie hat sich der Hund denn beim Züchter verhalten?
(Geschwister, Besucher,Geräusche…)
Wie wurden die Welpen aufgezogen?
Welchen äußeren Reizen waren sie ausgesetzt?
Sind die Welpen in der Familie aufgewachsen?
Ansonsten tendiere ich zu Steffens Vorschlag, weniger ist oft mehr.
Könnten sich von dort nicht ein zwei ausgesuchte(Größe Charakter Spielverhalten der Hunde) Halter nebst Hunden, privat treffen?
Zwingen würde ich ihn nicht, das kann in der Zukunft nach hinten losgehen.
Gruß
Maja
[MOD: Überflüssiges Vollzitat entfernt.]
Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ich war nur ein wenig verwundert, dass eben alle Welpen sich scheinbar voller Freude austobten und unser Toni eben überhaupt keinen Bock hat, damit zu machen. Aber ich glaube auch, dass er überfordert sein wird. Wenn er nicht mehr will, zwingen wir ihn natürlich nicht , sondern ziehen uns zurück. Zuhause tobt er dafür umso mehr.
Aber ich werde trotzdem dabeibleiben, denn ich halte eine Hundeschule schon für wichtig. Gerade bei einem Terrier… .
Wie hat sich der Hund denn beim Züchter verhalten?
(Geschwister, Besucher,Geräusche…)
Wie wurden die Welpen aufgezogen?
Welchen äußeren Reizen waren sie ausgesetzt?
Sind die Welpen in der Familie aufgewachsen?
Schade, dass Du auf dise Fragen nicht eingegangen bist.
Ich war nur ein wenig verwundert, dass eben alle Welpen sich
scheinbar voller Freude austobten und unser Toni eben
überhaupt keinen Bock hat, damit zu machen. Aber ich glaube
auch, dass er überfordert sein wird. Wenn er nicht mehr will,
zwingen wir ihn natürlich nicht , sondern ziehen uns zurück.
Du könntest früher kommen und den Trainer bitten, Dich zuerst mit Deinem Hund auf den Platz zu lassen. Wenn dann nach und nach die Anderen dazukommen, kannst Du vielleicht besser ausmachen, wann genau es ihm zuviel wird.
Beobachte ihn genau.
Überhaupt kannst Du den Trainer auf diese Problematik ansprechen, er kann sich den Hund in seinem Verhalten näher anschauen, er sieht in ja -im Gegensatz zu uns- und es ist auch seine Aufgabe Dir da mit Rat zur Seite zu stehen.
Zuhause tobt er dafür umso mehr.
Weil er sich da sicher fühlt und seine Umgebung berechenbar ist.
Aber ich werde trotzdem dabeibleiben, denn ich halte eine
Hundeschule schon für wichtig. Gerade bei einem Terrier… .
Ja keine Frage, Hundeschule ist wichtig für Hund und Hundeführer, aber auch das Einfühlungsvermögen darf nicht fehlen, gerade bei einem Terrier. *wink
Gruß
Maja
Hallo!
Ich vermute, er ist zu jung. Manche sind in dem Alter noch nicht so weit.
Grüße
Andreas
hallo ,
seltsame hundeschule - die müsste das problem doch fachgerecht angehen
viele grüße
manfred
Hi,
Ich vermute, er ist zu jung. Manche sind in dem Alter noch
nicht so weit.
Das ist wohl Deine Standard-Antwort? (s. Psychologie-Brett).
Gruß,
Anja
Hi Anja!
Das ist wohl Deine Standard-Antwort?
Nein, ich habe über 30 Jahre Erfahrung mit Hunden. Es ist wirklich so. Aber daß es beim Menschen sehr ähnlich ist, stimmt auch.
Grüße
Andreas
Hallo,
der Hund hat in meinen Augen zu wenig Selbstbewußtsein und sollte zwar nicht unbedingt gezwungen werden, aber schon merken, das er sich selbst behaupten muß. Die Vermutung, das in der Prägungsphase etwas schief gegangen ist, liegt nahe. Nur ist sowas per Ferndiagnose schwer zu sagen, wie sieht denn seine Körpersprache aus??? Augen, Ohren, Schnauze, Rute usw. zudem wurde hier schon erwähnt, „seltsame Hundeschule“ sehe ich genauso, genau deshalb und wegen anderen Gründen gehst Du dorthin, such Dir ne andere die den Hund auch genau beobachten und Dir fachmännische Ratschläge geben!!!
LG Nicci…
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Hallo! Es ist zwar selten, dass ein Welpe nicht mit anderen Hunden spielt, aber deswegen noch lange kein Einzelfall. Manche schauen eben lieber zu, sind nicht Mitspieler, sondern wollen das Spiel führen-sie dominieren die anderen, unterwerfen sie und halten ruhig den Überblick. Wenn Ihr Welpe nicht zu diesen Kandidaten gehört, kann es noch andere Möglichkeiten geben.
Gespielt wird von Natur aus immer dann, wenn die Umgebung absolut sicher -also zum Beispiel auch vertraut- ist, niemals wenn auch nur die kleinste Gefahr droht. Zum Spiel gehört also ein bekannter Ort und manchmal auch bekannte Mitspieler. Vielleicht muss sich Ihr Welpe erst noch an alles gewühnen oder er fühlt sich an diesem Ort unwohl.
Ein Hund ist nicht gleich Hund- mit manchen lässt es sich besser spielen, mit anderen weniger…das finden zumindest die einen, die anderen nämlich sehen es genau andersherum…
Es kann sein, dass Ihr Welpe nicht gerade zu den übermütigsten lebhaften Frohnaturen unter allen Hunden gehört, was aber gar nicht shclimm ist! Es ist dann eben ein zurückhaltender Weltentdecker, der sich lieber alles anschaut und nicht jeden Quatsch mitmachen muss. Darüber entscheiden übrigens auch die Erbanlagen.
Keine Angst, dass ein Hund eher ein Spielmuffel ist, heißt nicht, dass er unintelligent oder anormal ist! Er ist einfach etwas ganz besonderes und kann zum absoluten Traumhund werden.
Carina
Am letzten Sonntag in der Hundeschule , bzw beim Welpentreff hat die Hundetrainerin reagiert und uns solange rausgeschickt, wärend die anderen Welpen tobten. Anschließend sind die anderen Herrchen und Frauchen samt ihren Hunden nach draußen gegangen .Das heißt bis auf einen Welpen.Der konnte bleiben und mein Hund und ich durften wieder reingehen. So war er diesmal nicht überfordert . Er fühlte sich durch aus wohler nur mit einem Hund zusammen.
Anschließend kamen alle wieder rein und es wurden die Kommandos geübt. Das klappt auch schon sehr gut.
Also ich mache mir keine Sorgen mehr. Jeder Hund ist eben anders. Vorher hatten wir einen Bearded Collie, der war ganz anders. Spielte sehr gerne mit anderen Hunden und begrüßte jeden Menschen freundlich, eagl ob klein oder groß. Aber das liegt vielleicht auch an der Rasse.
Unser Toni ist trotzallem ein kleiner Traumhund! Er tobt mit uns oder auch gerne mal alleine herum. Er ist in keinsterweise agressiv .
Mal schauen, wie er sich weiter entwickelt. Aufjedenfall gehen wir weiterhin zur Hundeschule.Denn ich finde es wichtig, das er weiterhin mit anderen Hunden in Kontakt bleibt.Außerdem braucht ein Terrier eine Hundeschule . Bekannte von uns bekommen in zwei Wochen ebenfalls einen kleinen Welpen. Wir wollen sehen, das wir die beiden öfters zusammenbringen. Ich werde dann davon berichten , wie er sich so macht.
Jedenfalls vielen Dank für all die Antworten!
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