Welpe oder Alterchen für die Anfängerfamilie?

Hallo,

nachdem wir uns - im Bemühen uns unserer Verantwortung bewusst zu sein - nun lange mit Vorüberlegungen beschäftigt haben, ob wir uns überhaupt einen Hund anschaffen sollen/können, sind wir inzwischen entschlossen, aber von zuviel Ratgeberlektüre ziemlich erschlagen: Welche Rasse eignet sich nun am besten für eine „Anfängerfamilie“?:smiley:en Büchern nach nur ein Retriever…und die meisten empfehlen ganz klar den Rassehund vom Verbandszüchter, alles andere sei für Hundeunerfahrene viel zu riskant. Dann bekommt man ja aber wohl i.d.Regel nur einen Welpen und von Welpen wird dann auch wiederum abgeraten, weil deren ständige Aufsicht und Erziehung den Anfänger ebenfalls überfordern soll. Also, doch mal im Tierheim fragen: Äußert man die Ängste, die sich nach der Lektüre der Ratgeberliteratur eingeschlichen haben, begegnet einem sofort Misstrauen, ob man überhaupt „einen Hund wolle“ (hätte ich dann so viele Bücher gelesen? Und sämtliche Bekannte mit Hund genervt? Wohl kaum!), dann wird ein Pointer-Mix-Welpe angeboten, noch dazu aus Griechenland! PUH! Ich habe weder was gegen Griechen noch gegen Pointer, aber nach den Infos, die mir bisher so begegnet sind, bin ich mir sehr unsicher, ob Anteile dieser als sehr schwierig beschriebenen Hunderasse für uns das richtige sind…und Horrorstories von ausländischen Tierhilfehunden hört man leider auch viele - ich bin also absolut verunsichert!

Wir haben halt noch keinen Hund gehabt und möchten uns - zugegebenermaßen- weder ständig beißen noch die Möbel komplett demolieren lassen, aber andererseits haben wir auch ein recht eigensinniges Kind bisher gut „bewältigt“ und Hundeschule oder sonstige Hilfen würden wir gerne und selbstverständlich in Anspruch nehmen, wenn es wirklich sooo schwierig werden sollte (bzw. eigentlich haben wir das in jedem Fall vor!)
Trotzdem suchen wir natürlich - vor allem auch im Interesse des Hundes- ein Exemplar, dass „relativ“ leicht zu erziehen und nicht mit zuviel Schutz- und Jagdinstinkt ausgestattet ist, damit es eben zu einer Familie „ohne Jagd“ oder Schafherde passt. Viel Bewegung hätte der Hund bei uns bestimmt, das ist nicht das Thema. Da wir in einer Reihenhaussiedlung auf dem Land mit vielen kleinen Kindern und anderen Tieren, vor allem Katzen in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnen, denke ich eben nur, dass der Hund in diese Umgebung möglichst gut passen müsste, ansonsten wäre mir die Rasse auch völlig wurscht.
Ich empfinde es halt als sehr widersprüchlich, dass einem manchmal zu bestimmten Rassen, möglichst als Welpen (damit man sich „besser aneinander gewöhnt“, „gemeinsam in die neue Lebensgemeinschaft Mensch-Tier“ reinwächst")und nur vom Züchter, empfohlen wird, dann wieder der ältere Hund gepriesen wird, der schon stubenrein ist und Grundgehorsam hat, weil dabei zuviele Anfängerfehler gemacht würden…was also tun? Und wäre so ein vier-Monate-altes Hundekind aus dem Süden zu riskieren?..was meint Ihr?

Hallo,

Hallo,

nachdem wir uns - im Bemühen uns unserer Verantwortung bewusst
zu sein - nun lange mit Vorüberlegungen beschäftigt haben,

schön das Ihr euch das so gründlich überlegt habt.

ob wir uns überhaupt einen Hund anschaffen sollen/können, sind

wir inzwischen entschlossen, aber von zuviel Ratgeberlektüre
ziemlich erschlagen: Welche Rasse eignet sich nun am besten
für eine „Anfängerfamilie“?:smiley:en Büchern nach nur ein
Retriever…und die meisten empfehlen ganz klar den Rassehund
vom Verbandszüchter, alles andere sei für Hundeunerfahrene
viel zu riskant. Dann bekommt man ja aber wohl i.d.Regel nur
einen Welpen und von Welpen wird dann auch wiederum abgeraten,
weil deren ständige Aufsicht und Erziehung den Anfänger
ebenfalls überfordern soll.

Ja ja, die Ratgeberlektüre. Verlasst euch bloss nicht da drauf.
Egal ob vom Züchter oder nicht, der Hund hat rassespezifische Bedürfnisse die Ihr erfüllen können solltet. Da wiederrum ist natürlich jede Rasse verschieden.
Da es wer weiß wieviele Rassen gibt würde ich an eurer Stelle erstmal aufschreiben was Ihr von eurem zukünftigen Familienmitglied erwartet. Soll es nun ein eher gemütlicher oder ein besonders aufgeweckter Charakter sein? Soll er sich mit kurzen Spaziergängen zufriedengeben oder wird er ausgedehnte bekommen. Soll er kurzes oder langes Fell haben? Soll er groß oder eher klein sein? Und so weiter und so fort!

Ich würde mir ein Hundebuch kaufen das so ziemlich alle Rassen mit Beschreibung des Charakters, der Bedürfnisse (kurze oder längeres spazierengehen, leichte oder schwere Erziehung, Pflege etc…) und weiteres beinhaltet. Dann würde ich mir die Rassen rausschreiben die mir am besten gefallen und von denen ich denke das sie zu meinen Lebensumständen passen. Wenn Ihr dann ein paar Rassen beieinander habt könnt Ihr euch bei den entsprechenden Züchtern erkundigen. Ein guter Züchter wird euch gegebenenfalls (sollte diese Rasse seiner Ansicht nach nicht zu euch passen!) von einer Anschaffung abraten.

Solltet Ihr euch für einen Welpen entscheiden der nicht vom Züchter kommt, muss darauf geachtet werden wie der Welpe bis zur Abgabe aufwächst (er sollte unbedingt ständigen Menschenkontakt haben), ob er gepflegt aussieht (auf trübe, tränende Augen achten, oder auf dickes Bäuchlein (evtl. Wurmbefall), kann man auch unter Google gucken was man beim Welpenkauf beachten sollte.
Solltet Ihr euch einen Mischling anschaffen, achtet darauf was für Rassen da drin sind, kann ja sein das eine der Rassen überhaupt nicht zu euch passt und genau diese halt voll durchschlägt.
Auch halte ich grad für etwas unsichere Anfängerhundehalter einen Alphahund (so nennt man den erstgeborenen) nicht für besonders sinnvoll, das sind Hunde für Fortgeschrittene und Kenner!

Klar, ein Welpe kostet Zeit und eine gehörige Portion Nerven.
Pfützen auf dem teuren Wohnzimmerteppich kommen schon mal vor, auch größeres. Bestimmt wird er am Anfang auch mal was zernagen oder sonst irgendwie kaputtmachen.
Dann sollte ein Welpe am Anfang mindestens alle 2 Stunden raus, auch Nachts! Vor allem nach dem Fressen und schlafen. Allerdings sollte man ihn nach dem Fressen nicht herumtollen lassen, zwecks Magendrehung die tödlich enden kann.
Ein Besuch einer Welpengruppe sollte ein unbedingtes Muss sein, aber das habt Ihr ja eh vor.

Solltet Ihr euch für einen älteren Hund entscheiden, solltet Ihr im voraus den Hund kennenlernen (für den Fall das dies möglich ist), denn auch ein älterer Hund kann Probleme machen.
Wenn Ihr euch irrtümlich für einen dominanten Hund entscheidet habt Ihr sehr bald massive Probleme als Neulinge.
Meine Freundin hat leider leider oft genug solche Leute im Hundetraining, bei denen der Hund der Boss ist weil keiner in der Familie es gecheckt hat wann der Hund die Führung übernommen hat.

Also, doch mal im Tierheim fragen:

Äußert man die Ängste, die sich nach der Lektüre der
Ratgeberliteratur eingeschlichen haben, begegnet einem sofort
Misstrauen, ob man überhaupt „einen Hund wolle“ (hätte ich
dann so viele Bücher gelesen? Und sämtliche Bekannte mit Hund
genervt? Wohl kaum!), dann wird ein Pointer-Mix-Welpe
angeboten, noch dazu aus Griechenland! PUH! Ich habe weder was
gegen Griechen noch gegen Pointer, aber nach den Infos, die
mir bisher so begegnet sind, bin ich mir sehr unsicher, ob
Anteile dieser als sehr schwierig beschriebenen Hunderasse für
uns das richtige sind…und Horrorstories von ausländischen
Tierhilfehunden hört man leider auch viele - ich bin also
absolut verunsichert!

Ob ein Hund aus dem Ausland zu euch passt weiß ich auch nicht, glaube aber auch kaum das ein Pointer der richtige Anfängerhund ist.

Wir haben halt noch keinen Hund gehabt und möchten uns -
zugegebenermaßen- weder ständig beißen noch die Möbel komplett
demolieren lassen, aber andererseits haben wir auch ein recht
eigensinniges Kind bisher gut „bewältigt“ und Hundeschule oder
sonstige Hilfen würden wir gerne und selbstverständlich in
Anspruch nehmen, wenn es wirklich sooo schwierig werden sollte
(bzw. eigentlich haben wir das in jedem Fall vor!)
Trotzdem suchen wir natürlich - vor allem auch im Interesse
des Hundes- ein Exemplar, dass „relativ“ leicht zu erziehen
und nicht mit zuviel Schutz- und Jagdinstinkt ausgestattet
ist, damit es eben zu einer Familie „ohne Jagd“ oder
Schafherde passt.

Also auf keinen Fall einen Hütehund oder Jagdhund, wobei ich sowieso finde das letzere eigentlich in Jägerhand gehören.
Beide brauchen viel Beschäftigung und eine Aufgabe, dann kann es auch sein das sie gute Familienhunde werden.

Viel Bewegung hätte der Hund bei uns

bestimmt, das ist nicht das Thema. Da wir in einer
Reihenhaussiedlung auf dem Land mit vielen kleinen Kindern und
anderen Tieren, vor allem Katzen in der unmittelbaren
Nachbarschaft wohnen, denke ich eben nur, dass der Hund in
diese Umgebung möglichst gut passen müsste, ansonsten wäre mir
die Rasse auch völlig wurscht.

Grundsätzlich denke ich das es keine Hunderasse gibt (oder soll ich sagen geben sollte - „Kampfhunde“) die irgendwo nicht hinpasst.

Ich empfinde es halt als sehr widersprüchlich, dass einem
manchmal zu bestimmten Rassen, möglichst als Welpen (damit man
sich „besser aneinander gewöhnt“, „gemeinsam in die neue
Lebensgemeinschaft Mensch-Tier“ reinwächst")und nur vom
Züchter, empfohlen wird, dann wieder der ältere Hund gepriesen
wird, der schon stubenrein ist und Grundgehorsam hat, weil
dabei zuviele Anfängerfehler gemacht würden…was also tun?

Dazu hab ich ja oben schon geschrieben.

Und wäre so ein vier-Monate-altes Hundekind aus dem Süden zu
riskieren?..was meint Ihr?

Das müßt Ihr wissen, ich hatte auch bis Oktober letzten Jahres einen Junghund aus Spanien. Ein Podencomix, sehr liebenswert, sehr verschmust, sehr gelehrig ABER er hat erstens unserem Kind ständig das Essen aus der Hand geklaut, haben wir ihn mit unserem Rüden allein zuhause gelassen hat er öfters was kaputtgemacht (unter anderem die Wohnungstür), wurde etwas dominant unserem Ersthund gegenüber, hat unser Auto angefressen etc…! Wir haben es mit allen möglichen Erziehungsmethoden versucht, meine Freundin ist seit 10 Jahren Hundetrainerin, und hat auch gesagt das da halt ein falscher Hunde zum falschen Herrchen gekommen sei. Von einigen sicherlich gutgemeinten Erziehungsratschlägen haben wir Abstand genommen weil die unter anderem lauteten man sollte doch den Hund in ein Hundebox sperren etc…
Diesen Hund hätte das gebrochen, also habe ich nach nem neuen Herrchen gesucht. Jetzt wohnt er bei einem Bekannten, im Haus, kann täglich 20 km am Fahrrad nebenherlaufen und macht komischerweise nix mehr kaputt oder ähnliches. Die zwei haben sich halt gesucht und gefunden.
Man kann sich halt den Hund nur auf einem Bil angucken und weiß aber außer der Aussagen der Tierschützler nichts über den Charakter des Hundes, was sehr schade ist.
Ich persönlich würde nie wieder einen Hund nur über Foto aussuchen, kann man ganz schön in der Scheiße landen.

Egal für was ich euch entscheidet, ich wünsch euch jede Menge Glück das Ihr den passenden Freund fürs Leben findet.

Viele liebe Grüße
Yvonne

N´Abend!
Wenn ich mir irgendwann nochmal einen Hund anschaffen würde, würde ich es über die Fernsehsendung Tiere suchen ein Zuhause versuchen.
Informiert seid Ihr und gut überlegt habt Ihr ja schon, und in dieser Sendung werden so häufig Hunde „angeboten“, die kinderlieb und für Anfänger geeignet sind.
Bei Euch kommt es ja nun auf einen Tag nicht an und ich finde man sollte, wenn man sich schon für ein Tier entscheidet, den bedauernswerten Kreaturen hinter Gittern ein zweites Leben schenken.
Ich denke das sind sowieso die dankbarsten!

Wie immer Ihr Euch entscheidet,
viel Glück!
Sabine

Hallo
Also meiner Meinung nach seid ihr die Familie die sich jedes Tierheim wuenschen sollte. Leider sind die Leute bei euch im TH wohl nicht nett drauf. Das kann man verstehen wenn man weiss wieviele Familien die sie sehen, die reinkommen, einen suessen Welpen wollen und ihn dann zurueckbringen weil er auf den Teppich macht.
Ich denke dass fuer euch ein Hund im Alter zwischen einem und 4 Jahren ab Besten waere. Dann sind sie meist schon stubenrein, sind aber noch agil und verspielt. Von einem Welpen wuerde ich abraten, weil der ganz sicher auf den Teppich macht. Wenn ihr die Hunde im TH besucht muesst ihr nachfragen ob die Hunde die euch gefallen stubenrein sind, denn das ist vom Hund abhaengig. Die meisten lernens zwar ganz schnell, aber einige Pfuetzchen gibts vielleicht doch.
Auch wenn ihr einen Familienhund sucht koennt ihr im TH nachfragen welche sie euch vorschlagen. Das habt ihr ja gemacht und ihr habt eine ziemlich doofe Antwort gekriegt. Vielleicht geht ihr mal in ein anderes TH. Viele TH haben auch Homepages mit Fotos und Beschreibungen. Da koennt ihr auch sehen was fuer Unterschiede es bei Hundecharakteren gibt (fast wie bei Menschen).
Ich will mich jetzt nicht auf eine einzige Rasse festlegen. Wenn eure Kinder aber noch unter 14 sind wuerde ich zu einem etwas groesseren Hund tendieren. Die Kleinen (Toypudel, Dackel, Spitz…) sind nicht stabil genug um mit einem Kind zu toben. Es muss auch kein Riese sein, aber so Bordercolliegroesse waere schon gut. Das also zum ALter und Groesse. Nun das Temperament.
Viele Menschen denken dass viel Platz, viel Auslauf bedeutet. Bei Hunden ist es aber so dass der Mensch mitgehen oder laufen muss. Als Familienhund wuerde ich einen Hund waehlen der mittelmaessiges Temperament hat. (also weder eine Bulldogge noch ein Bordercollie, sondern eher ein Retriever, Schnauzer, Boxer oder eben ein Mischling von dem man weiss dass er auch mal mit einem kuerzeren Spaziergang zufrieden ist). Wenn Sie und ihr Mann euch aber entschieden habt auch auf den Sportplatz mit dem Hund zu gehen, dann koennt ihr auch einen begeisterten Sportler aufnehmen. Probleme treten erst dann auf, wenn ein Hund fuer seine Ansprueche nicht genug Training bekommt, denn dann knabbert er Moebel an und wird zum Wirbelwind in der Wohnung(regelrecht). Ein ausgeglichener Hund der Kauknochen hat knabbert (fast)keine Moebel an. Wenn euch aber sehr viel an den Moebeln liegt wuerde ich den Hund nicht alleine in das Zimmer lassen bis ihr ihn besser kennt.
Von einigen Rassen wuerde ich absehen:
Herdenschutzhunde wie Kuvasz (die sehen fast aus wie Retriever, sind aber dicker und groesser, heller und haben ein anderes Gesicht)
Terrier: sehr dickkoepfig
Bullterrier, American Staffordshire und andere Anlage 1 Hunde: das Problem sind meist nicht die Hunde, denn die wurden darauf gezuechtet nett zu ihren Familien zu sein und nur im Hundekampf zu beissen. Das Problem sind viel mehr die Vorbesitzer (von denen manche die Hunde auf alles hetzen), Behoerden und die Hundesteuer (die 10 Mal hoeher ist als normal). Ausserdem sind auch diese Terrier und desshalb nicht wirklich was fuer Anfaenger.
Hunde aus dem Sueden: Diese sind ein spezieler Fall. Gegen die Hunde ansich spricht nicht. Die sind meist super sozialisiert und liebe Familienhunde. Das Problem ist dass einige eine bestimmte Krankheit haben die nur in suedlichen Laendern vorkommt. Diese Krankheit ist ansteckend und alte Menschen und Kinder koennen davon schwer krank werden. Um was es sich genau handelt weiss ich nicht mehr, sorry, aber die im TH wissen meist davon. Wenn die Hunde gesund sind spricht aber nicht’s gegen einen griechischen Hund, die sind meist sehr dankbar.
So, ich hoff das was ne Hilfe
Tschuessi

Hallo,

nachdem wir uns … von zuviel Ratgeberlektüre
ziemlich erschlagen:

Ich finde es bewundernswert, daß sich jemand so intensiv vorher damit befasst, wenn das alle tun würden, würde vielen Hunden einiges erspart. deshalb möchte ich aus meiner Erfahrung etwas dazu sagen, in der Hoffnung bei der Entscheidungsfindung helfen zu können. dabei finde ich die Antwort von Yvonne wenig hilfreich, da sie eben wieder die allgemeinen Dinge aus der Fachlektüre zitiert. Sabines Tip würde ich mich aber auch anschließen, wenn Fachleute in den Tierheimen sich schon genau angesehen haben, wie der Hund auf Kinder Katzen, andere Hunde etc. reagiert ist Euch schon viel Arbeit abgenommen.

Welche Rasse eignet sich nun am besten
für eine „Anfängerfamilie“?:smiley:en Büchern nach nur ein
Retriever…und die meisten empfehlen ganz klar den Rassehund
vom Verbandszüchter, alles andere sei für Hundeunerfahrene
viel zu riskant. Dann bekommt man ja aber wohl i.d.Regel nur
einen Welpen …

Ich würde nicht unbedingt den Rassehund bevorzugen (schon gar nicht den zwar gutmütigen und selten aggressiven, aber sehr eigensinnigen Retriever), auch wenn es sicher Vorteile hat, ungefähr zu wissen, was charakterlich auf einen zu kommt. Vom Welpen würde ich eher abraten, aber bedenkt- v.a. auch im Hinblick auf eure Kinder- daß die Lebenserwartung gerade größerer Hunde nicht sehr hoch ist, und daher bei einem älteren Hund schon bald erste Einschränkungen in Bewegungsfreude und -vermögen, e.v. auch erste Gesundheitsprobleme und damit Tierarztbesuche zu erwarten sind.

Äußert man die Ängste, die sich nach der Lektüre der
Ratgeberliteratur eingeschlichen haben, begegnet einem sofort
Misstrauen, ob man überhaupt „einen Hund wolle“ (hätte ich
dann so viele Bücher gelesen? Und sämtliche Bekannte mit Hund
genervt? Wohl kaum!)

Dieses Mißtrauen der meisten Tierheim-Mitarbeiter das sicher aus leidvoller Erfahrung herrührt macht es einem leider immer wieder, und manchmal unnötig schwer, sich für ein Tierheim-Tier zu entscheiden. Moralisch bedenklich ist allerdings das, was meist aus diesen Begegnungen mit Tierheimen resultiert: Wenn es also kein Züchter sein soll und das Tierheim nicht, bleibt die Zeitung mit allen Variationen von meist unbedacht vermehrten oder erworbenen Mischlingen.
Sie sind auf jedenfall fast immer preisgünstiger zu haben, als Rasse, und auch Tierheimhunde. Aber man unterstützt eben wieder ihre sinnlose Vermehrung. (Achtung: hier werden einem die tollsten Geschichten aufgetischt!)

dann wird ein Pointer-Mix-Welpe
angeboten, noch dazu aus Griechenland! PUH! Ich habe weder was
gegen Griechen noch gegen Pointer, aber nach den Infos, die
mir bisher so begegnet sind, bin ich mir sehr unsicher, ob
Anteile dieser als sehr schwierig beschriebenen Hunderasse für
uns das richtige sind…und Horrorstories von ausländischen
Tierhilfehunden hört man leider auch viele - ich bin also
absolut verunsichert!

Dieses Angebot würde ich auch als eher unverschämt betrachten, wenn ihr klar gemacht habt, daß ihr Anfänger seid und eigentlich kein experiment zur Abschreckung vorhattet.

Wir haben halt noch keinen Hund gehabt und möchten uns -
zugegebenermaßen- weder ständig beißen noch die Möbel komplett
demolieren lassen, aber andererseits haben wir auch ein recht
eigensinniges Kind bisher gut „bewältigt“ und Hundeschule oder
sonstige Hilfen würden wir gerne und selbstverständlich in
Anspruch nehmen, wenn es wirklich sooo schwierig werden sollte
(bzw. eigentlich haben wir das in jedem Fall vor!)
Trotzdem suchen wir natürlich - vor allem auch im Interesse
des Hundes- ein Exemplar, dass „relativ“ leicht zu erziehen
und nicht mit zuviel Schutz- und Jagdinstinkt ausgestattet
ist, damit es eben zu einer Familie „ohne Jagd“ oder
Schafherde passt. Viel Bewegung hätte der Hund bei uns
bestimmt, das ist nicht das Thema. Da wir in einer
Reihenhaussiedlung auf dem Land mit vielen kleinen Kindern und
anderen Tieren, vor allem Katzen in der unmittelbaren
Nachbarschaft wohnen, denke ich eben nur, dass der Hund in
diese Umgebung möglichst gut passen müsste, ansonsten wäre mir
die Rasse auch völlig wurscht.

Also dann bin ich der Meinung laßt das Herz entscheiden und vor allem den Hund, ihr müßt euch jetzt halt mal ein paar ansehen. Dazu noch ein paar Ideen von mir: Retriever, Dackel und Terrier sind schwer zu erziehen. Schäferhunde aller Nationen bzw. Hütehunde sind viel gehorsamer aber manchmal recht wachsam.(mein Schäfer-Collie-Terrier-Mix überhaupt nicht) Hunde, die eine wegrennende Katze nicht jagen, sind krank oder blind.(Auf Kommando sollten sie es aber lassen). Wenn jemand sagt, der Hund verträgt sich mit Katzen, heißt das, sie können zusammen wohnen, aber sie bleiben Hund und Katze! Pudel und Dalmatiner jagen kaum und wachen auch nicht extrem, laufen gerne viel und haaren kaum. Beide sind allerdings optisch nicht jedermanns Sache und vermutlich auch nicht billig.
Wichtiger Aspekt, den ich vermisste: Rüde oder Hündin? Kastriert oder nicht? Ich würde in jedem Fall zu einem bereits kastrierten Tier raten, da Rüden sonst oft mit anderen Rüden aneinender geraten, auch wenn eurer eigentlich friedlich ist, aber wenn er kastriert ist erregt er auch bei anderen Rüden weniger Aggressionen. Mit Hündinnen habe ich sehr unterschiedliche Erfahrungen, aber mit dem richtigen Verhalten bei Läufigkeit, falls mehrere Rüden in Eurer Umgebung wohnen ist es auch so eine Sache, außerdem fällt bei Läufigkeit auch der Besuch in der Hundeschule flach, und das ist oft ärgerlich, wenn man dann ev. mehrere (schließlich bezahlte) Termine nicht wahrnehmen kann.

Apropos Hundeschule: Solltet ihr unbedingt machen, aber auch hier ist es mit einem schon erwachsenen Hund manchmal schwierig einen Quereinstieg zu finden. Da ihr selbst zwar Anfänger und damit mit den Gepflogenheiten noch nicht vertraut seid, der Hund aber unter Umständen (wenn ihr Glück hattet) schon Begleithunde-Niveau hat, solltet ihr unbedingt eine möglichst individuelle Betreuung suchen, falls ihr doch keinen Welpen wählt.
Und zur restlichen Hundegesellschaft: Am wichtigsten ist regelmäßiger Sozialkontakt, wobei manche Hunde wie wir Menschen auch recht wählerisch sind und erst nach und nach mit anderen (und beileibe nicht mit allem was bellt) warm werden. Wenn ihr also Bekannte mit Hund habt, und die Möglichkeit, vor dem Erwerb zu testen, ob sich eure Hund vertragen, wäre das ideal, vor allem auch im Hinblick auf eventuell notwendige gegenseitige Urlaubs- oder Krankheitsvretretung.

Ich empfinde es halt als sehr widersprüchlich, dass einem
manchmal zu bestimmten Rassen, möglichst als Welpen (damit man
sich „besser aneinander gewöhnt“, „gemeinsam in die neue
Lebensgemeinschaft Mensch-Tier“ reinwächst")und nur vom
Züchter, empfohlen wird, dann wieder der ältere Hund gepriesen
wird, der schon stubenrein ist und Grundgehorsam hat, weil
dabei zuviele Anfängerfehler gemacht würden…was also tun?
Und wäre so ein vier-Monate-altes Hundekind aus dem Süden zu
riskieren?..was meint Ihr?

Dieser Grieche wäre mir zu riskant und ein Welpe nur zu empfehlen, wenn ihr am Anfang sehr, sehr viel Zeit habt und das/die Kind(er) noch sehr klein oder schon fast in der Pubertät sind. Ein 1-3-jähriger, kastrierter Hund, der ev. Scheidungsopfer ist oder wg. Allergie abgegeben wird aus einer der euren ähnlichen Familie wäre ideal. Aber glaubt nicht alles was man euch erzählt, versucht, eine „Testwoche“ zugestanden zu bekommen, auch wenn es für alle nicht schön ist, sich dann wieder zu trennen, manchmal paßt die Chemie eben wirklich nicht, da gebe ich Yvonne recht.
Viel Erfolg !!!

Hallo

Hallo Carole,

Also meiner Meinung nach seid ihr die Familie die sich jedes
Tierheim wuenschen sollte. Leider sind die Leute bei euch im
TH wohl nicht nett drauf.

Da hast Du wohl recht, sollten wirklich mal ein anderes TH besuchen.

Das kann man verstehen wenn man

weiss wieviele Familien die sie sehen, die reinkommen, einen
suessen Welpen wollen und ihn dann zurueckbringen weil er auf
den Teppich macht.
Ich denke dass fuer euch ein Hund im Alter zwischen einem und
4 Jahren ab Besten waere.

Hunde mit ca. 1 Jahr sind aber meistens auch noch im Flegelalter, wo man noch besonders aufpassen muss da es sein kann das der Hund alles austestet.

Dann sind sie meist schon

stubenrein, sind aber noch agil und verspielt. Von einem
Welpen wuerde ich abraten, weil der ganz sicher auf den
Teppich macht. Wenn ihr die Hunde im TH besucht muesst ihr
nachfragen ob die Hunde die euch gefallen stubenrein sind,
denn das ist vom Hund abhaengig. Die meisten lernens zwar ganz
schnell, aber einige Pfuetzchen gibts vielleicht doch.
Auch wenn ihr einen Familienhund sucht koennt ihr im TH
nachfragen welche sie euch vorschlagen. Das habt ihr ja
gemacht und ihr habt eine ziemlich doofe Antwort gekriegt.
Vielleicht geht ihr mal in ein anderes TH. Viele TH haben auch
Homepages mit Fotos und Beschreibungen. Da koennt ihr auch
sehen was fuer Unterschiede es bei Hundecharakteren gibt (fast
wie bei Menschen).
Ich will mich jetzt nicht auf eine einzige Rasse festlegen.
Wenn eure Kinder aber noch unter 14 sind wuerde ich zu einem
etwas groesseren Hund tendieren. Die Kleinen (Toypudel,
Dackel, Spitz…) sind nicht stabil genug um mit einem Kind zu
toben. Es muss auch kein Riese sein, aber so
Bordercolliegroesse waere schon gut. Das also zum ALter und
Groesse. Nun das Temperament.
Viele Menschen denken dass viel Platz, viel Auslauf bedeutet.
Bei Hunden ist es aber so dass der Mensch mitgehen oder laufen
muss. Als Familienhund wuerde ich einen Hund waehlen der
mittelmaessiges Temperament hat. (also weder eine Bulldogge
noch ein Bordercollie, sondern eher ein Retriever, Schnauzer,
Boxer oder eben ein Mischling von dem man weiss dass er auch
mal mit einem kuerzeren Spaziergang zufrieden ist).

Schnauzer sind aber exzellente Wachhunde, im Normalfall wird der Hund euch, euer Haus und den Garten sehr verteidigen.
Kann euch auch bei ner anderen Rasse passieren, aber bei Schnauzern weiß man es halt. Maine Freundin hat sich vor einiger Zeit nach nem Schnauzer umgehört, hat dann auch tatsächlich einen gefunden, die Familie wollte ihn abgeben weil die Nachbarn gestresst haben weil der Hund immer gebellt hat wenn jemand am Garten vorbeilief.
Manche können das Gebell halt nicht brauchen.
Will euch nicht von Schnauzern abraten, ist vielleicht nicht jeder so, persönlich finde ich das es super Hunde mit super Charakter sind. Die sind ihrer Familie treu ergeben, gut zu erziehen, haben ne gesunde Portion Schutztrieb und sind weitgehend unbestechlich. Aaah, ein Hund für mich! hihi

Wenn Sie und ihr Mann euch aber entschieden habt auch auf den

Sportplatz mit dem Hund zu gehen, dann koennt ihr auch einen
begeisterten Sportler aufnehmen. Probleme treten erst dann
auf, wenn ein Hund fuer seine Ansprueche nicht genug Training
bekommt, denn dann knabbert er Moebel an und wird zum
Wirbelwind in der Wohnung(regelrecht).

Da hast Du recht, auch gibt es ja Agility, was ich persönlich sehr toll finde.

Ein ausgeglichener Hund der Kauknochen hat knabbert (fast)keine Moebel an. Wenn euch

aber sehr viel an den Moebeln liegt wuerde ich den Hund nicht
alleine in das Zimmer lassen bis ihr ihn besser kennt.
Von einigen Rassen wuerde ich absehen:
Herdenschutzhunde wie Kuvasz (die sehen fast aus wie
Retriever, sind aber dicker und groesser, heller und haben ein
anderes Gesicht)

Richtig!!! Auf keinen Fall einen Herdenschutzhund für Anfänger!!! Das muss ich hier nochmal unterstreichen weil die als Welpen echt süß aussehen und deshalb viele Leute den Fehler machen sich so einen auszusuchen ohne Ahnung von der Rasse zu haben. Irgendwann landet der Hund dann im TH weil keiner mit ihm zurecht kommt. Nur für absolute Kenner bitte.

Terrier: sehr dickkoepfig
Bullterrier, American Staffordshire und andere Anlage 1 Hunde:
das Problem sind meist nicht die Hunde, denn die wurden darauf
gezuechtet nett zu ihren Familien zu sein und nur im
Hundekampf zu beissen. Das Problem sind viel mehr die
Vorbesitzer (von denen manche die Hunde auf alles hetzen),
Behoerden und die Hundesteuer (die 10 Mal hoeher ist als
normal). Ausserdem sind auch diese Terrier und desshalb nicht
wirklich was fuer Anfaenger.

HALT! Okay, Terrier sind sehr dickköpfig, damit hast Du recht. Ebenfalls keine Anfängerhunde. Und ja, sind superlieb in der Familie, die richtige Erziehung vorausgesetzt.
Mit den Vorbesitzern hast Du leider Recht - aber nicht immer!
Während der Hetzkampagnen gegen diese Hunderassen gaben auch leider viele Leute ihren Hund im TH ab obwohl sehr lieb, gut erzogen usw. nur weil sie die blöden Bemerkungen und die erhöhte Hundesteuer nicht ertragen konnten. Also gibts auch da im Tierheim liebe Hunde dieser Rassen.
Zur Hundesteuer muss ich sagen, das es von Gemeinde zu Gemeinde verschieden ist. Wir wohnen in einem Ort wo unser Hund genau soviel kostet wie ein „normaler“ Hund. Auch gibt es in unserer Umgebeung mehrere Orte die auch keine erhöhte Hundesteuer haben. Gegebenenfalls im örtlichen Rathaus nachfragen.

Ja, es sind Terrier und nicht leicht zu erziehen. Wenn man aber keinen Hund will der kadavergehorsam ist und ein bisschen eigenen Kopf hat (was in Maßen nicht schlimm ist) kann man sich einen solchen Hund anschaffen.
Wenn Ihr aber in eurer Nachbarschaft Probleme mit so einem Hund bekommen könntet und euch den Stress nicht geben wollt (blöde Bemerkungen etc…) lasst die Finger davon. Da muss man teilweise ein sehr dickes Fell haben. Wäre doch schade wenn der Hund wieder im TH landet.

Hunde aus dem Sueden: Diese sind ein spezieler Fall. Gegen die
Hunde ansich spricht nicht. Die sind meist super sozialisiert
und liebe Familienhunde. Das Problem ist dass einige eine
bestimmte Krankheit haben die nur in suedlichen Laendern
vorkommt. Diese Krankheit ist ansteckend und alte Menschen und
Kinder koennen davon schwer krank werden. Um was es sich genau
handelt weiss ich nicht mehr, sorry, aber die im TH wissen
meist davon. Wenn die Hunde gesund sind spricht aber nicht’s
gegen einen griechischen Hund, die sind meist sehr dankbar.
So, ich hoff das was ne Hilfe

Du meinst sicherlich Leishmanose (oder so ähnlich), die wird durch die Sandfliege übertragen (und nur durch die) die es bei uns nicht gibt. Viele TH in südlichen Ländern lassen die Hunde darauf testen. Würde aber auch keinen Hund aus nem anderen Land nehmen.

Liebe Grüße
Yvonne

Tschuessi

Hallo, wollte auf keinen Fall irgendeine Ratgeberlektüre zitieren, falls ich das unwissend dennoch gemacht hab, sei mir bitte verziehen.
Liebe Grüße Yvonne

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Ich hab da was! :smile:
Hallo
Nur mal kurz: Ich hab da was gefunden! Ich hoff da ist ein Hund bei euch in der Gegend dabei. http://www05.wdr.de/Tiere/servlets/Tiere/Inserat/Lis…
Wenn du’s da nicht findest das ist die wdr Seite fuer mittelgrosse Familienhunde.
Viel Spass

Hallo Carole,

dann drück’ uns mal die Daumen: Wir haben schon Kontakt zu einer Pflegestelle aufgenommen und gucken uns am Sonntag eine junge Collie-Hündin an…nach der Beschreibung der Mitarbeiter scheint sie sehr gut für uns geeignet und verliebt haben wir uns so spontan, dass ich jetzt schon Angst habe sie könnte uns noch weggeschnappt werden bis dahin…soviel zur vernünftigen Entscheidungsfindung :wink:))
Na, mal sehen, ob diese Tierschutzorganisation unsere Offenheit zu schätzen weiß,
Gruß + Dank, Aimee

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