Welpe - wie erziehen

Hallo,

Wir haben zwar Hndeerfahrung sind nun aber überfragt.
Wir haben ein 4 Monate alten Welpen.
Mischling aus dem Tierheim.
Wir sind der Auffassung, dass wir eine schöne und intelligente Hündin haben, aber seit zwei Wochen legt sie ein unschönes Verhalten an den Tag.
Wenn wir das Wohnzimmer verlassen und den offenen Wohntrakt (bestehend aus drei Räumen) räumt die Kleine den Wohnzimmertisch ab und zerfetzt alles was dort drauf war.
Wertvolle Dinge wie Fernbedienung, Uhr etc schleift sie in ihr Körbchen und zernagt es dort. Zeitungen werden auf dem Boden zerfetzt.
Normalerweise verhält sie sich optimal. Sie hört auf Kommandos (Sitz! Platz! Bei Fuß!), „kümmert“ sich um unseren Säugling, läuft im Wald frei etc…

Wir wissen nicht, was wir dort tun sollen.
Wie gesagt, wir verlassen nicht das Haus, sondern nur den Raum.
Jemand einen Tipp?

Grüße famein

Hallo,

Wir haben zwar Hndeerfahrung sind nun aber überfragt.
Wir haben ein 4 Monate alten Welpen.

Das ist dann schon ein Junghund.

Mischling aus dem Tierheim.
Wir sind der Auffassung, dass wir eine schöne und intelligente
Hündin haben, aber seit zwei Wochen legt sie ein unschönes
Verhalten an den Tag.
Wenn wir das Wohnzimmer verlassen und den offenen Wohntrakt
(bestehend aus drei Räumen) räumt die Kleine den
Wohnzimmertisch ab und zerfetzt alles was dort drauf war.
Wertvolle Dinge wie Fernbedienung, Uhr etc schleift sie in ihr
Körbchen und zernagt es dort. Zeitungen werden auf dem Boden
zerfetzt.

Hat sie die Möglichkeit Euch in jedes Zimmer zu folgen?
Was tut sie, wenn Ihr ganz weggeht, habt Ihr das Alleinesein überhaupt schon geübt?

Normalerweise verhält sie sich optimal. Sie hört auf Kommandos
(Sitz! Platz! Bei Fuß!), „kümmert“ sich um unseren Säugling,
läuft im Wald frei etc…

Wir wissen nicht, was wir dort tun sollen.
Wie gesagt, wir verlassen nicht das Haus, sondern nur den
Raum.
Jemand einen Tipp?

So aus der Ferne betrachtet kämen diese Dinge in Betracht, Zerstörungswut aus Verlassensangst oder Unterforderung.
In Betracht käme auch noch der bevorstehende Zahnwechsel. Erzähle mal ein bisschen mehr von dem Hund. Wie sieht denn der Tagesablauf aus? Lässt sich das Verhalten provozieren so dass man sagen könnte, immer wenn man aus dem Zimmer geht macht der Hund dies und das?

Es ist aber vollkommen normal wenn dass auch mal etwas zu Bruch geht.
Besonders gerne wird während des Zahnwechsels genagt. Ochsenziemer, Rindernasen etc. sollten leckere Nagemöglichkeiten bieten.

In der nächsten Zeit würde ich nichts auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen *wink* (das ist bei Kleinkindern nicht anders)

Gruß
Maja

Hallo!

Einen jungen Hund erzieht man genauso wie einen großen Hund. Die Situation provozieren und dann maßregelnd eingreifen.

Eine sehr informative und sachlich korrekte Seite zur Hundeerziehung www.hundeseite.info

Tara

Hallo,

trotz Hundeerfahrung klingt es, als hättet Ihr noch nie einen Welpen/Junghund gehabt. Das Verhalten ist nicht ungewöhnlich. Habt Ihr Euch mal mit entsprechender Literatur zur Hundeaufzucht oder mit einem guten Hundetrainer beschäftigt? Wurde Alleinbleiben geübt? Warum werden wertvolle Sachen nicht weggeräumt?

Ich empfehle ein Buch wie dieses ISBN: 3440077756 Buch anschauen und den Besuch einer guten Hundeschule. Noch ein Link: http://www.dogschool.de/dogschool/home.php

Gruß,

Myriam

Hallo,

der Hund hat die Möglichkeit uns in fast alle Räumen zu folgen.
In der Regel möchte er dies nicht.
Alleinesein wurde geübt.

Bisher haben wir Hunden „Fallen“ gebaut, in dem der Hund sich erschrickt wenn er an den Tisch geht oder wir haben uns versteckt und ihn dann zurechtgewiesen.
Bei unserer neuen Hündin scheint dies nicht zu fruchten, zumal sie es nicht immer macht.
Wenn wir sie zu Probezwecken in einen Weidenkorb sperren, nutzt sie dies zum schlafen und macht kein Theater wenn wir gehen.
Tagesablauf:

8.00 h Spaziergang über 30 min

bis 13.00 h Möglichkeit den Garten zu nutzen.

14.00 h Spaziergang wie morgens

bis 18.00 h Möglichkeit den Garten zu nutzen.

19:00 h Spaziergang über eine Stunde

23.00 h Kurze Runde a 10 min

Zwischendurch liegt die Kleine gerne unterm Ofen.

Hallo,

8.00 h Spaziergang über 30 min
bis 13.00 h Möglichkeit den Garten zu nutzen.
14.00 h Spaziergang wie morgens
bis 18.00 h Möglichkeit den Garten zu nutzen.
19:00 h Spaziergang über eine Stunde
23.00 h Kurze Runde a 10 min
Zwischendurch liegt die Kleine gerne unterm Ofen.

Ist das wirklich der ganze Tagesablauf? Und jeden Tag das Gleiche?
Was macht Ihr denn zusammen mit dem Hund? Wird er in irgendeiner Art und Weise auch geistig gefordert?
es reicht einem Hund nicht wenn Du sagst „Möglichkeit den Garten zu nutzen“. Ein Hund war und ist ein Arbeitstier der eine Aufgabe braucht. Er will nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert sein, sonst suchen sie sich selbst eine Beschäftigung, wie möglicherweise in Deinem Fall „Wie schaffe ich es meine Menschen auszutricksen“ :wink:

Da Du selbst sagst der Hund sei sehr intelligent, wäre es eine Schande dies nicht zu nutzen. Also mach was mit dem Hund!

Hundesport, Fährtensuche, oder gar beim THW (ZBPersonensuchhund), oder einfach Begleithundeschule, es gibt so viel was man mit einem intelligenten Hund anstellen kann :wink:
Im Moment würde wahrscheinlich noch die Welpenstunde auf dem örtlichen Hundeplatz ausreichen, da kann der Hund mit 4 Monaten durchaus noch hin, da werden auch viele Situationen geübt, mit denen Hund im wahren Leben konfrontiert werden kann, das alleine macht schon Spaß.

Was ich noch vermisse sind Kontakte zu anderen Hunden, davon findet sich auch nichts im Tagesablauf, das ist sehr schade und sollte wenn möglich geändert werden.
Gibt es brave Hunde bei Euch? Vielleicht könnt Ihr Gassigeher Euch zusammenschliessen? Das Spiel mit Artgenossen trägt auch zur seelischen Ausgeglichenheit bei.

Gruß
Maja

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Hallo,

das ist vom 4 bis zum 6/7 Monat völlig normal. Unsere Hunde haben in der Zeit:

Die Knöpfe der Autotüren abgekaut
Die Gurte angenagt
Ganze Bücher (Karl May) „gelesen“
Lippenstifte gefressen
Nagellack (!!) „aufgetragen“
Kabel durchgebissen (Gott sei Dank nur ein Antennenkabel)
Tischecken abgekaut
Kleidung zerrissen
Knöpfe abgenagt
Zeitungen und Toilettenpapier zerfetzt bzw. durchs ganze Haus geschleift
etc. etc. etc.

Hier gilt das Kleinkinder-Prinzip: Alles, wirklich alles wegräumen. Beim Erwischen verbieten. Geeignetes eigenes Kauwerkzeug beschaffen (Achtung! Kleinhunde-Zahnwechsel beachten. Nicht dass die neuen Beisserchen gleich auf den Müll gehören).

Und: Durchhalten!!!

Gruß
Nita

Hallo Nita,

das da:

das ist vom 4 bis zum 6/7 Monat völlig normal. Unsere Hunde
haben in der Zeit:

Die Knöpfe der Autotüren abgekaut
Die Gurte angenagt
Ganze Bücher (Karl May) „gelesen“
Lippenstifte gefressen
Nagellack (!!) „aufgetragen“
Kabel durchgebissen (Gott sei Dank nur ein Antennenkabel)
Tischecken abgekaut
Kleidung zerrissen
Knöpfe abgenagt
Zeitungen und Toilettenpapier zerfetzt bzw. durchs ganze Haus
geschleift
etc. etc. etc.

kenne ich nicht…aber:
Wenn sie anderweitig nichts zu tun haben, kommen sie eben auf dumme Gedanken das stimmt, deshalb -> beschäftigen!
Meine Welpen haben nie etwas zerstört…halt doch, ein einziges Mal hat ein RR-Welpe ein kleines Loch in ein Kissen gezerrt und auch nur deshalb, weil ich am anderen Ende dagegen zog…aber ansonsten ist gar nichts zu Bruch gegangen.

Hier gilt das Kleinkinder-Prinzip: Alles, wirklich alles
wegräumen. Beim Erwischen verbieten. Geeignetes eigenes
Kauwerkzeug beschaffen (Achtung! Kleinhunde-Zahnwechsel
beachten. Nicht dass die neuen Beisserchen gleich auf den Müll
gehören).

Hier stimme ich uneingeschränkt zu. Aber Kauzeug sollte eh in jedem Hundehaushalt vorhanden sein, unabhängig des Alters.

LG
Maja

Hallo,

natürlich ist das nicht der einzige Tagesablauf…
Wir gehen zur Hundeschule und Welpenstunde.
Wir nehmen uns Zeit mit den Hund zu spielen.
Der einzige andere Hund in näherer Umgebung ist gerade unterm LKW gelandet und andere Hunde werden in Zwingern gehalten. Mit denen möchte ich meinen Hund nicht spielen lassen.
Ich finde mal sollte einem Welpen nicht zuviel zumuten.
Zumal wenn es ein Tierheimhund ist, der seinem Besitzer weggenommen wurde…
Uns war es wichtig, den Hund spüren zu lassen, dass er ein Familienmitglied ist. Das sie allerdings auch in der Rudelstruktur unten steht.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Auch Hallo,

natürlich ist das nicht der einzige Tagesablauf…
Wir gehen zur Hundeschule und Welpenstunde.
Wir nehmen uns Zeit mit den Hund zu spielen.

Entschuldige bitte, aber wenn ich nach einem Tagesablauf frage, dann erwarten ich schon eine detailreiche Antwort, weil hier hat niemand eine Kristallkugel :wink:
Wenn das so ist, wie Du sagst, dann ist das schon eine gute Voraussetzung und Du hast ein großes Lob verdient.

Der einzige andere Hund in näherer Umgebung ist gerade unterm
LKW gelandet und andere Hunde werden in Zwingern gehalten. Mit
denen möchte ich meinen Hund nicht spielen lassen.

Das sagt auch niemand…wie gesagt ich fragte nach braven Hunden. Wo wohnen die Leute die mit auf den Hundeplatz gehen? Die Hunde aus Welpenstunde und Hundeschule sind ideale Partner, nur Mut…ich bin schon
einige Kilometer gefahren nur um mit einem großen gemischten Rudel unterwegs zu sein.

Ich finde mal sollte einem Welpen nicht zuviel zumuten.

Das ist richtig, aber Unterforderung ist fast noch schlimmer.

Zumal wenn es ein Tierheimhund ist, der seinem Besitzer
weggenommen wurde…

Gerade dann ist es wichtig, schönes zu vermitteln und den Zusammenhalt sowie Rudelstruktur zu stärken, und beim Spielen lernt man das am besten. Es fehlt immehin einiges von dem was ander Hunde in dieser Zeit bereits gelernt hätten, es gibt zumal Junghund enormen Nachholbedarf und gewisse Dinge lernt bei Hunden nur das Hänschen, der Hans nahezu nimmermehr (Ich weiss schon Ausnahmen und so)
Wenn Dein Hund so intelligent ist wie Du ihn einschätzt und auch ich denke, dann fördere ihn.

Uns war es wichtig, den Hund spüren zu lassen, dass er ein
Familienmitglied ist. Das sie allerdings auch in der
Rudelstruktur unten steht.

Aber irgendetwas läuft gerade schief, oder nicht? Sonst würdest Du nicht hier fragen, oder?

Vielleicht hast Du ja auch Lust Clickertraining mit Deinem Hund zu praktizieren, das ist eine optimale Erziehungsmethode gerade für geschundene Tierheimkreaturen, da sie ausschliesslich auf positiver Bestärkung beruht, nicht wie bei herkömmlichen Methoden Verleiden von Negativem. das dürfte Dich interessieren. Suche mal nach „Martin Pietralla“ im Zusammenhang mit Clickertraining, eine Einführung findest DU vielleicht noch hier:
http://www.yorkie.ch/clicker/

Gruß
Maja

PS Es gibt Hunderassen die sind prädestiniert was Zerstörungen im Junghundalter angeht. Ich frage testweise Leute mit Junghunden nach den Dingen die bereits den Hundezähnen zum Opfer fielen…was ich bisher angenommen habe passt da durchaus immer wieder.

Gruß
Maja

PS. Lass auf jeden Fall nichts mehr herumliegen, das in Maulreichweite ist und nicht da hinein soll. Hättest Du Katzen würdest Du noch in ganz anderen Dimensionen auf Dein Zeug aufpassen müssen :wink:
Kleine Kinder sind dann die nächste Stufe…

Hi Maja,

ist ja witzig! Ich sprach hier von drei verschiedenen Hunden, nein sogar vier!

Alle Hunde die ich kenne - ich war im Verein mit vielen Züchtern, kenne also viele - haben in der Zeit gekaut was das Zeug hielt.

Sicherlich kann es natürlich auch ein Zeichen von Langeweile sein, dass ist klar. Aber ich stelle mir das so vor, man langweilt sich und merkt dann erst, dass dieser blöde Backenzahn wieder zwickt, der sich da gerade aus dem Zahnfleisch schiebt. Kauen ist lustig und hilft dagegen, also ran an die Tischbeine!

Gruß
Nita

Hi Nita,

ist ja witzig! Ich sprach hier von drei verschiedenen Hunden,
nein sogar vier!

Ich sprach auch nicht von nur einem…vielleicht waren aber auch die äusseren Umstände anders? Unsere Hunde waren zB. nie alleine und es lag auch eher nichts unbeobachtet in der Gegend herum, das Haus war schon eher tiergercht eingerichtet, also eher unkaputtbare Dinge in den unteren Regalflächen…

Alle Hunde die ich kenne - ich war im Verein mit vielen
Züchtern, kenne also viele - haben in der Zeit gekaut was das
Zeug hielt.

Ja natürlich nagen sie, aber eben nur an Dingen an denen sie nagen dürfen.

Sicherlich kann es natürlich auch ein Zeichen von Langeweile
sein, dass ist klar. Aber ich stelle mir das so vor, man
langweilt sich und merkt dann erst, dass dieser blöde
Backenzahn wieder zwickt, der sich da gerade aus dem
Zahnfleisch schiebt. Kauen ist lustig und hilft dagegen, also
ran an die Tischbeine!

Oder ans eigene Nagegedöns…wie gesagt ich spreche da auch nur von meinen Erfahrungen.

Gruß
Maja