Weltfrieden, blos nur Utopie oder Illusion?

Hallo Leute!
Ich bin aktiv in der Friedensarbeit tätig, aber habe hie und da meine Zweifel, ob das was wir tun nicht doch umsonst ist.
Deshalb möchte ich Eure Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema gerne lesen.
Ich hoffe, daß hieraus eine ernsthaft aber auch kreative Kommunikation entstehen wird.
Gruß Johannes

Hallo Leute!
Ich bin aktiv
tätig, aber habe hie und da meine
Zweifel.

Gruß Johannes

Hallo Johannes!
Wenn Du mit Deiner Gesinnung Frieden bei Deinen Nachbarn und Deiner Arbeitsstelle bzw. Umwelt stiftest, ist es bestimmt nicht umsonst. Wenn die Wurzel allerdings nur Humanismus und nicht der von innen kommende Friede von Jesus Christus ist, hat dieser Friede nur eine menschliche Frucht, die natürlich gut ist, aber ich weiss nicht ob sie zu dem führt der der FRIEDE ist, Jesus. Dann habe ich auch oft beobachtet, dass gerade menschen die Frieden in der gesellschaft haben wollen, eine Wurzel der Rebellion in sich haben. Das will ich Dir oder euch aber keineswegs unterstellen…Aber wenn du schon Zweifel an Deinen Bemühungen hast, würde ich mich auch fragen ob das weiter Sinn macht.
Trotzdem, ich wünsche Dir viel Freude beim Leben!
Christian

Hi Johannes

Meiner Meinung nach ist der Weltfrieden ein Traum.
Ein schöner zwar - aber trotzdem nur ein Traum.

Die Gründe für Kriege sind mannigfaltig.
Haß, Gier, Macht, Religion …

Wie soll da ein weltweiter Frieden entstehen??

Die Bemühung um ebensolchen finde ich allerdings nicht umsonst.
Sicherlich kommen einem persönlich immer wieder Zweifel, aber die werden auch wieder vergehen.
Hoffe ich zumindest für Dich.

Viele Grüße, Micha

Hi Christian

Wenn Du mit Deiner Gesinnung Frieden bei
Deinen Nachbarn und Deiner Arbeitsstelle
bzw. Umwelt stiftest, ist es bestimmt
nicht umsonst.

Dir ist aber sicherlich folgender Spruch bekannt?
„Es kann der liebste nicht in Frieden leben, wenn es der böse Nachbar nicht will“

>Wenn die Wurzel aber nur Humanismus
>und nicht der von innen kommende Friede >von Jesus Christus ist, hat dieser Friede >nur eine menschliche Frucht,die natürlich >gut ist, aber ich weiss nicht ob sie zu >dem führt der der FRIEDE ist, Jesus.
Ich finde Humanismus aber immer noch _wesentlich_ besser, als das zusehen.
Und dieser entsteht doch sehr oft wohl auch aus Nächstenliebe, oder? *hm*

Es ist doch nicht die Frage WARUM etwas in dieser Richtung getan wird, sonder DAS etwas getan wird.
Und - btw - den Menschen, denen humanitäre Hilfe geleistet wird, ist es wahrscheinlich schnurzwurstegal, aus welchem Grunde.
Die haben nämlich sehr viel unmittelbarere Probleme. Hunger, Durst, Krankheiten etc.

Und noch etwas - diesen Menschen ist möglicherweise Jesus noch nicht mal ein Begriff, da sie nämlich einem anderen Glauben anhängen.

>Dann habe ich auch oft beobachtet, dass >gerade menschen die Frieden in der >gesellschaft haben wollen, eine Wurzel der >Rebellion in sich haben.
Und? Wo liegt das Problem?

>Aber wenn du schon Zweifel an Deinen >Bemühungen hast, würde ich mich auch >fragen ob das weiter Sinn macht.
Da stimme ich Dir allerdings zu. :smile:
Das muß wohl jeder für sich selber entscheiden.

Der größte Feind des Weltfriedens ist wohl Fanatismus - und da der religiöse.
Jedes Jahr schlachten sich tausende religiöse Fanatiker gegenseitig ab, um sich gegenseitig vom wahren Glauben zu überzeugen.
Und es stört sie nicht einmal, wenn es auch Unschuldige erwischt.

Gibt es überhaupt einen wahren Glauben?
Und wenn ja - unter welchem Namen?
Welcher Religion?

Gruß, Micha

Gibt es überhaupt einen wahren Glauben?
Und wenn ja - unter welchem Namen?
Welcher Religion?

Ich denke kaum, dass es einen einzigen wahren Glauben gibt. Wie sollte der den auch aussehen?
Der ideale Glaube müsste irgendwie so aussehen, dass er Friedfertigkeit fordert, aber man sich wehren darf, wenn Gefahr droht. Und er sollte so freizügig sein, dass die Menschen nicht darunter leiden, aber auch nicht zu freizügig, um die soziale Struktur nicht zu gefährden. Und idealerweise müssten alle dazugehören.
Das ist wohl kaum möglich.

mfg
Martin

Wird schon noch…
Du und ich werden den Weltfrieden wohl nicht mehr erleben, aber wir sollten nicht aufgeben, auf seine zukünftige Realisierung hinzuarbeiten!

Unter „Weltfrieden“ stelle ich mir allerdings nicht diesen wirklich rein utopischen Zustand vor, in dem Löw’ und Lämmlein Seit’ an Seit’ friedlich weiden. Weltfrieden, wie ich ihn verstehe, wird so etwas wie eine Weltregierung, ein Weltparlament und eine Weltpolizei benötigen.

Die Menschen sind prinzipiell friedensfähig. Es bedarf bestimmter kultureller Rahmensetzungen, um einen Menschen zu einem konfliktfähigen und ausgleichsbereiten Individuum zu machen. Wer Frieden will, muß diese Voraussetzungen schaffen, und ich habe keine Vorstellung davon, wie lang es dauern mag, bis wir einer Realisierung nahekommen. Das Beispiel Europa zeigt, daß - gegeben ein weitgehend akzeptiertes Regelwerk, ein relativ hoher Wohlstand, usw. - langfristiger Frieden möglich ist, und das zwischen Völkern / Staaten, die sich auf das blutigste bekriegt haben.

In diesem Zusammenhang vielleicht von Interesse: Das Manifest III der Internationalen Humanistischen Akademie gibt es hier (http://www.humanismus.de/hvd/selbst/hsv/Manifest%203…) als pdf-Datei.

Mit verhalten optimistischem Gruß
Michael

Du und ich werden den Weltfrieden wohl
nicht mehr erleben, aber wir sollten
nicht aufgeben, auf seine zukünftige
Realisierung hinzuarbeiten!

Da stimme ich dir zu!

Unter „Weltfrieden“ stelle ich mir
allerdings nicht diesen wirklich rein
utopischen Zustand vor, in dem Löw’ und
Lämmlein Seit’ an Seit’ friedlich weiden.
Weltfrieden, wie ich ihn verstehe, wird
so etwas wie eine Weltregierung, ein
Weltparlament und eine Weltpolizei
benötigen.

Mag sein, aber die USA, die angeblich schon darauf hinaus will eine Weltpolizei, zu sein, halte ich für sehr fragwürdig. Der UNO bzw. dem Völkerbund (Vorgänger)wollte Einstein diesen Status geben, aber auch hier gibt es erhebliche Bedenken. (siehe Kosovo!)
Ich denke, daß Frieden (nur) hauptsächlich durch starke Unterstützung der NGOs herbeizuführen sein wird. Politik ist meiner Meinung nach zu sehr belastet. Staatsgewalt wird zu leicht mißbraucht!

Die Menschen sind prinzipiell
friedensfähig. Es bedarf bestimmter
kultureller Rahmensetzungen, um einen
Menschen zu einem konfliktfähigen und
ausgleichsbereiten Individuum zu machen.
Wer Frieden will, muß diese
Voraussetzungen schaffen, und ich habe
keine Vorstellung davon, wie lang es
dauern mag, bis wir einer Realisierung
nahekommen. Das Beispiel Europa zeigt,
daß - gegeben ein weitgehend akzeptiertes
Regelwerk, ein relativ hoher Wohlstand,
usw. - langfristiger Frieden möglich ist,
und das zwischen Völkern / Staaten, die
sich auf das blutigste bekriegt haben.

In diesem Zusammenhang vielleicht von
Interesse: Das Manifest III der
Internationalen Humanistischen Akademie
gibt es hier
(http://www.humanismus.de/hvd/selbst/hsv/Manifest%203…)
als pdf-Datei.

Mit verhalten optimistischem Gruß
Michael

Danke für den Tip.
Gruß Johannes

Danke für deine nette Nachricht! Ich denke, daß Frieden schaffen nicht umsonst ist.
Schließlich will man ja, daß auch noch seine Nachkommen auf dieser Erde leben können, wenn man denn welche hat.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hi johannes, hi andere diskutierende!

ich bin nur ein kleiner mensch und kurzsichtig. ich möchte in meinem leben gerne viel von der welt sehen, aber ich bin zu klein, um die ganze welt zu sehen, zu klein, um in die ferne zukunft zu sehen.
das wort „weltfrieden“ ist zu groß für mich. dazu kann ich ncihts sagen.
aber ich bin mir sicher, dass jedes lächeln, jedes bisschen wärme, offenheit, sanftmut, freundlichkeit in der welt seinen wert hat - und seine wirkung. wenn ich der fremden auf der straße nur zwei minuten freundliche hilfe geschenkt habe, dem bruder ein lachen und der mutter eine teetasse geschenkt habe, dem freund offen zugehört und ehrlich und vorsichtig geantwortet habe, so mag das einen tag später vergessen sein - aber es WAR, und das kann niemand ändern.
ich sehe es wie einen wert, der angibt, wie glücklich das leben eines jeden menschen verlaufen ist. und jedes lächeln hebt den wert, und jedes fehlende lächeln senkt den wert.
je glücklicher ein mensch ist, desto besser kann er/sie auch anderen freude schenken, wenn er/sie sich bemüht [von wem stammt die aussage: freude ist die einzige sache auf der welt, die nicht weniger, sondern mehr wird, wenn man sie teilt?].
gier, Hass, Streitlust, krieg kommen am ehesten bei menschen vor, deren „glückswert“ sehr niedrig ist.

ich versuche, lächeln zu schenken in der hoffnung, dass sie nicht versiegen, sondern weitergeschenkt werden und gedeihen.

ich bin nur ein kleiner mensch und kurzsichtig. ich möchte in meinem leben gerne viel von der welt sehen, aber ich bin zu klein, um die ganze welt zu sehen, zu klein, um in die ferne zukunft zu sehen.
das wort „weltfrieden“ ist zu groß für mich. dazu kann ich ncihts sagen.

aber das lächeln im gesicht meiner mitmenschen, das sehe ich. und ich sehe, dass es nicht schlecht ist, sondern gut.
jonas

Hallo Ihr Friedenschaffenden

Meine persönliche Meinung ist, daß Weltfrieden aus menschlicher Kraft niemals erreicht werden wird, aber…

Das Thema lässt sich sehr differenziert angehen. Die erste Frage wäre „Was ist Weltfrieden“??

Ist Weltfrieden so etwas wie Abwesenheit von heissem Krieg? Dann lebt Nordirland oder der Kosovo im Frieden. Aber wehe, wenn die englische Schutzmacht oder die Nato abzieht, … Ist das Frieden?

Ist Weltfrieden so etwas wie keine Absicht zu haben, waffenmäßig aufeinander loszugehen? Dann lebt das westliche Europa mit den USA im Frieden. Aber wehe, wirtschaftliche Vorteile oder die Chance, ganz groß etwas zu verdienen, stehen auf dem Spiel… Ist das Frieden?

Ist Weltfrieden so etwas wie das miteinander leben, das zusammen arbeiten und gegenseitig abhängig sein? Dann leben die Menschen in Deutschland miteinander in Frieden. Aber wehe, es kommt der Verdacht auf, jemand hat auf Grund seiner Zugehörigkeit zu einer Religion, Hautfarbe, Region oder Partei einen Vor- oder Nachteil… Ist das Frieden?

So lässt sich die Reihe immer weiter fortsetzen bis hin in das ganz persönliche Verhalten des einzelnen in seinem kleinen Umfeld und es wird klar, daß Frieden mit Menschen, so wie sie eben sind, nicht möglich ist.

Gruß
Thomas

Hi Johannes

Danke für deine nette Nachricht! Ich
denke, daß Frieden schaffen nicht umsonst
ist.

Eben.

Schließlich will man ja, daß auch noch
seine Nachkommen auf dieser Erde leben
können, wenn man denn welche hat.

Wenn ich mir manchmal die Nachrichten anschaue, stellt sich mir eher die Frage, ob auch noch die Erde da ist, wenn man Nachkommen hat.

Mit grüblerischem Gruß, Micha

Hi Martin

Ich denke kaum, dass es einen einzigen
wahren Glauben gibt. Wie sollte der den
auch aussehen?

Eben.
Und doch führen diverse Völker im Namen des „wahren Glaubens“ Kriege.
Morden und meucheln wild um sich - und das ganze nur, um alle anderen von ihrem wahren Glauben zu überzeugen.

Meiner Meinung nach, sind diese Taten keine Frage des Glaubens, sondern ein Streben nach Macht.

Fanatismus ist meiner Meinung nach die gefährlichste Motivation, etwas erreichen zu wollen.

Der ideale Glaube müsste irgendwie so
aussehen, dass er Friedfertigkeit
fordert, aber man sich wehren darf, wenn
Gefahr droht. Und er sollte so freizügig
sein, dass die Menschen nicht darunter
leiden, aber auch nicht zu freizügig, um
die soziale Struktur nicht zu gefährden.

Jo - klingt gut.

Und idealerweise müssten alle
dazugehören.
Das ist wohl kaum möglich.

Genau.
Das ist eben das, was ich für unmöglich halte.

Sowas wird wohl nicht funktionieren.
Denn dazu müßte man sich erst einmal auf eine Form der Religion einigen.
Und hast Du es schon mal erlebt, daß sich sooooo viele Menschen auf eine Sache einigen können?

Und deswegen wird es wohl auch weiterhin keinen Weltfrieden geben.

Und außerdem hängt viel zu viel Geld vom Krieg und von Krisensituationen ab.

Zweifelnde Grüße, Micha

Hi Micha,

Wenn Du mit Deiner Gesinnung Frieden bei
Deinen Nachbarn und Deiner Arbeitsstelle
bzw. Umwelt stiftest, ist es bestimmt
nicht umsonst.

Dir ist aber sicherlich folgender Spruch
bekannt?
„Es kann der liebste nicht in Frieden
leben, wenn es der böse Nachbar nicht
will“

Doch, er kann. Allerdings nur wenn er aus der Liebe Jesu heraus vergibt. Das ist die einzige richtige Reaktion gegen Hass.

>Wenn die Wurzel aber nur Humanismus
>und nicht der von innen kommende
Friede >von Jesus Christus ist, hat
dieser Friede >nur eine menschliche
Frucht,die natürlich >gut ist, aber
ich weiss nicht ob sie zu >dem führt
der der FRIEDE ist, Jesus.
Ich finde Humanismus aber immer noch
_wesentlich_ besser, als das zusehen.
Und dieser entsteht doch sehr oft wohl
auch aus Nächstenliebe, oder? *hm*

Stimmt, es ist besser zu helfen als zuzusehen. Aber das Beste für das höchste eintauschen?

Es ist doch nicht die Frage WARUM etwas
in dieser Richtung getan wird, sonder DAS
etwas getan wird.
Und - btw - den Menschen, denen
humanitäre Hilfe geleistet wird, ist es
wahrscheinlich schnurzwurstegal, aus
welchem Grunde.
Die haben nämlich sehr viel
unmittelbarere Probleme. Hunger, Durst,
Krankheiten etc.

Klar, bloß löst es den Zweifel nicht und gibt einen nicht die Kraft es zu machen, wenn einen die Antriebskraft und Motivation dazu fehlen. Und das ist ja das Problem-Humanismus kann nur auf die menschlichen Quellen zurückgreifen. Und da kann man schnell ausgebrannt sein und sich dann fragen…bringt es etwas. Natürlich ist das noch besser als gar nichts zu tun. Sicher. Aber es sollte aus Glauben geschehen.

Und noch etwas - diesen Menschen ist
möglicherweise Jesus noch nicht mal ein
Begriff, da sie nämlich einem anderen
Glauben anhängen.

Liebe verschwendet sich, egal was andere Glauben.

>Dann habe ich auch oft beobachtet,
dass >gerade menschen die Frieden in
der >gesellschaft haben wollen, eine
Wurzel der >Rebellion in sich haben.
Und? Wo liegt das Problem?

Jemand der rebelliscxh ist, verändert nur dort hin wo er innerlich selber steht: Zur Rebellion.

>Aber wenn du schon Zweifel an Deinen
>Bemühungen hast, würde ich mich auch
>fragen ob das weiter Sinn macht.
Da stimme ich Dir allerdings zu. :smile:
Das muß wohl jeder für sich selber
entscheiden.

Natürlich.

Der größte Feind des Weltfriedens ist
wohl Fanatismus - und da der religiöse.
Jedes Jahr schlachten sich tausende
religiöse Fanatiker gegenseitig ab, um
sich gegenseitig vom wahren Glauben zu
überzeugen.
Und es stört sie nicht einmal, wenn es
auch Unschuldige erwischt.

Jedes Jahr gehen 100.000e in die Hölle. Und trösten sich dann noch damit gute Werke getan zu haben. Der Humanismus verschließt ihnen den Schrei nach Gnade der eigentlich aus ihren Herzen kommen müßte. Selstgerechtigkeit schützt mich nicht davor als ein sünder dazustehen.

Gibt es überhaupt einen wahren Glauben?
Und wenn ja - unter welchem Namen?
Welcher Religion?

natürlich, wenn es die Lüge gibt, dann muß es auch die wahrheit geben. Und die ist Jesus in Person. Lebend nicht am Kreuz.

Gruß, Micha

Gruß Christian

Hallo Ihr Friedenschaffenden

Meine persönliche Meinung ist, daß
Weltfrieden aus menschlicher Kraft
niemals erreicht werden wird, aber…

Stimmt, denn jeder Mensch ist in seinem Denken frei!

Das Thema lässt sich sehr differenziert
angehen. Die erste Frage wäre „Was ist
Weltfrieden“??

Ist Weltfrieden so etwas wie Abwesenheit
von heissem Krieg? Dann lebt Nordirland
oder der Kosovo im Frieden. Aber wehe,
wenn die englische Schutzmacht oder die
Nato abzieht, … Ist das Frieden?

Ist Weltfrieden so etwas wie keine
Absicht zu haben, waffenmäßig aufeinander
loszugehen? Dann lebt das westliche
Europa mit den USA im Frieden. Aber wehe,
wirtschaftliche Vorteile oder die Chance,
ganz groß etwas zu verdienen, stehen auf
dem Spiel… Ist das Frieden?

Ist Weltfrieden so etwas wie das
miteinander leben, das zusammen arbeiten
und gegenseitig abhängig sein? Dann leben
die Menschen in Deutschland miteinander
in Frieden. Aber wehe, es kommt der
Verdacht auf, jemand hat auf Grund seiner
Zugehörigkeit zu einer Religion,
Hautfarbe, Region oder Partei einen Vor-
oder Nachteil… Ist das Frieden?

So lässt sich die Reihe immer weiter
fortsetzen bis hin in das ganz
persönliche Verhalten des einzelnen in
seinem kleinen Umfeld und es wird klar,
daß Frieden mit Menschen, so wie sie eben
sind, nicht möglich ist.

Gruß
Thomas

Ein sehr interessanter Beitrag, der im Ganzen wohl die Frage mit JA beantwortet.

Frieden ist nicht Alles, aber ohne Frieden wäre Alles nichts! (Zitat und Vortrag von Egon Bahr)
Mit diesem Zitat käme man wohl zum gleichen
Ergebnis.

Hallo Ihr Friedenschaffenden

hallo johannes!

Meine persönliche Meinung ist, daß
Weltfrieden aus menschlicher Kraft
niemals erreicht werden wird, aber…

Stimmt, denn jeder Mensch ist in seinem
Denken frei!

ähm, das hab ich bereits nciht verstanden, den kommentar…?

Das Thema lässt sich sehr differenziert
angehen. Die erste Frage wäre „Was ist
Weltfrieden“??
[thomas’ text zur frage, was frieden ist]

Ein sehr interessanter Beitrag, der im
Ganzen wohl die Frage mit JA beantwortet.

(zu thomas und jedem anderen, der möchte :wink:also gibt es keinen frieden? sachsen liegt mit niedersachsen im krieg, und berlin bekämpft münchen? du schlägst deine ehefrau und bombardierst deine kinder? beraubst deine freunde und mordest deinen opa? ich glaube, es gibt frieden! zugegeben, es fällt mir schwer zu sagen, wie er aussieht… aber er ist mir definitiv lieber als krieg.

Frieden ist nicht Alles, aber ohne
Frieden wäre Alles nichts! (Zitat und
Vortrag von Egon Bahr)
Mit diesem Zitat käme man wohl zum
gleichen
Ergebnis.

¿wie das? es gibt keinen frieden, und alles ist ncihts, das ist egon bahrs aussage?
es wird immer partikularinteressen geben (ich will das eine, du was anderes). frieden heißt nicht, dass wir alle dasselbe wollen und uns nie streiten. sondern frieden bezieht sich auf die art und weise, wie wir miteinander trotz dieser gegensätze umgehen!!! ich kann dan garten meines nachbarn mit seinen tollen apfelbäumen bewundern, aber wenn ich ihn erschieße und sein haus besetze, ist das ein anderer umgang, als wenn ich ihn mal in meinen garten mit kirschbäumen einlade und er dafür mich einlädt. ich kann mich mit meinem partner streiten: wohin wir in urlaub fahren, wie man kinder richtig erzieht, was es zu mittag gibt und wer kocht. aber wenn ich unsachlich streite, beleidige, unversöhnlich und nicht kompromissbereit bin… ich muss den lebensweg von anarchisten nicht für gut und richtig halten, ich darf sie dafür aber auch nciht verurteilen. ich muss nicht mit den leuten übereinstimmen, die dafür sind, jedes volk sollte in seinem land und nirgendwo anders (jedenfalls nciht bei uns) leben, aber ich muss sie auch nciht schlagen und treten. diese leute können ihre auffassung äußern und versuchen argumentativ zu begründen, aber wenn sie mit schweren stiefeln und messern auf ausländer losgehen, gehen sie auf dem kriegspfad, nicht auf dem weg des friedens…

viele grüße
jonas

Hi Johannes,

lass bloß nicht nach in Deinen Friedensbemühungen!
Ich sage zwar nicht zu Soldaten: Desertiert! (wegen der Gerichtskosten, die ich nicht zahlen kann), aber ich sage zu allen Kindern meiner Freunde und Bekannten: Überlegt, ob Zivildienst nicht nützlicher ist, als Kriegführen zu lernen.
Rudolf Scharping hab ich eine E-Mail geschickt, um gegen die Bombardierungen in Jugoslawien zu protestieren, die der Zivilbevölkerung mehr schaden als Milosevic (keine Antwort), Regine Hildebrandt habe ich gefragt, ob sie ihre eigenen Söhne in den Krieg schicken würde und ob sie als Medizinerin die Vernichtung von Leben gutheisst (ihr Büro hat mir eine sehr verschwommene Antwort geschickt, Kernsatz: „Niemand weiss, was richtig oder falsch ist“). Sechs Jahre lang habe ich im Südjemen als Dolmetscher mitzuhelfen versucht, ein Volk in die Neuzeit zu führen (wenigstens haben einige angefangen nachzudenken).
Ich meine, der Beitrag eines Einzelnen ist immer nur klein, aber man darf nicht aufgeben.

Gruß, Helmut

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]