Wenig ausgelastet auf Arbeit, was tun?

Hi,

ich habe vor einem Jahr meine Ausbildung abgeschlossen und wurde übernommen. Mein Gehalt ist vom Umsatz abhängig und ich komme auch ganz gut damit hin. Da ich relativ wenig auf Arbeit zu tun habe, was mir natürlich den Stress ersparrt, ergibt sich für mich folgende Möglichkeit: anstatt 40 Std. nur 35/30 Std. zu arbeiten oder mich um mehr Arbeiten bemühen, was den Stress natürlich steigert, allerdings sicher auch das Gehalt.

Da ich wenig Berufserfahrung habe, möchte ich hier gern ein paar Ratschläge einholen. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Nookie

Deine Entscheidung!
Wie so vieles im Leben würde ich auch das hier mit einem klaren „Das hängt davon ab…“ beantworten. :smiley:

Niemand kann Dir sagen, ob der Stresslevel, den Du mit mehr Arbeit hättest, für Dich persönlich zu viel ist.
Auch kann Dir hier kaum jemand beantworten, wie es mit der Arbeitsplatzsicherheit in genau Deinem Unternehmen aussieht, wenn Du kürzer trittst.

Generell ist die Tendenz, dass Stellen, welche wenig ausgelastet sind, am ehesten von Sparmaßnahmen (Streichung) betroffen sind.

Wenn Du einfach Deinen Job machen willst und das mit 30h/Woche schaffst, dann sei glücklich, dass Du mehr Freizeit hast, aber dann mußt Du Dich nicht wundern, wenn Du in 5 Jahren immer noch keine Beförderung bekommst, da die meisten Chefs einfach erwarten, dass sich Mitarbeiter, welche Lust auf Karriere haben, aktiv ihre Zeit ausfüllen und sich in ihrer „freien Zeit“ um die kontinuierliche Verbesserung ihrer Arbeit bemühen (frei nach „spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“).

Ich kann Dir sagen wie es bei mir läuft, aber eine generelle Regel kannst Du daraus nicht auslegen, nur einen Hinweis zum Nachdenken. Andere Unternehmen - und andere Chefs - ticken anders.

Meine eigenen Mitarbeiter werden in der ersten Zeit normalerweise wenig belastet. Ich bemühe mich, ihnen nicht mehr Aufgaben zu geben, als sie in 50% ihrer Zeit schaffen sollten.
Dabei werden Mitarbeiter ohne dass sie es wissen in 3 Kategorien eingeteilt:

  1. Behaupten, dass ihre Arbeit zu viel und zu schwer sei und meckern am besten noch, daß sie einfach so ins kalte Wasser geschmissen werden. --> Werden schnellstmöglichst versetzt oder gekündigt, da sie ineffektiv sind.

  2. Machen ihr Geschäft, mehr oder minder ordentlich und fühlen sich ausgelastet. --> Arbeitsbelastung und Anforderungen an die Arbeit steigen in angemessenem Tempo, bis man sie als vollproduktive Kraft bezeichnen kann.

  3. Kommen ständig gerannt und wollen mehr zu tun, da die Aufgaben sie nicht genug fordern und sie mal wieder schon früher fertig sind. --> High Potentials: verantwortungsvolle Aufgaben, Gehaltssteigerung, möglicherweise Coaching für Führungs-Positionen.

Gruß,
Michael

Hallo,

das hab ich selbst schonmal erlebt, allerdings hat mich weniger der fehlende Stress gestört, sondern vielmahr die Tatsache, dass ich nichts lerne.

Bei mir war es so, dass es leicht zu verbergen war.
Ich habe die Zeit dazu genutzt, mich am Arbeitsplatz weiterzubilden.
Natürlich hatten die Inhalte eine gewisse Nähe zum Job.

Mit der tagsüber nicht verbrauchten Energie habe ich mich abends in aller Ruhe wegbeworben.

Gruss,
TR

Hallo Michael,

ich muss sagen das ist genau die richtige Einstellung/Vorgehensweise, finde ich sehr gut.

Lg :smile: