Weniger Kohle => Anspruch auf Kündigung?

Annahme:
Erzieher „Maier“ arbeitet in einem Kindergraten.
Weniger Kinder = weniger Anmeldungen= weniger Arbeit
=> allen werden die Stunden gekürzt (unterschiedlich).
z.B. Maier von 37 auf knapp unter 30.
Er erklärt, dass er davon nicht mehr leben kann und bittet um Kündigung.
Der AG will ihn behalten - nicht zuletzt weil Maier gut ist - und verweist auf mögliche Besserung in der Zukunft (evtl in einem Jahr, aber ohne Gewähr).

  1. Kann Maier eine Kündigung verlangen, um wenigstens Anspruch auf Arbeitslosengeld (?) zu haben?
  2. Wie weit kann eine derartige Reduktion gehen, ohne einer Kündigung gleichzukommen?
  3. Was wäre wenn Maier den Spiess umdreht und seine Stunden minimiert, um den AG so zu einer Kündigung zu bewegen?

Grüße an alle Arbeitsrechtler :smile:
Timsy

=> allen werden die Stunden gekürzt (unterschiedlich).

Auf welche Art und Weise? Sowas geht nicht einseitig. Entweder geht das nur mit Zustimmung des AN oder per …
Änderungskündigung … und darin wäre - bei Nichtannahme der Bedingungen - die Kündigung durch den AG sozusagen ‚‚automatisch‘‘ mit enthalten.

Wie weit kann eine derartige Reduktion gehen, ohne einer
Kündigung gleichzukommen?

Soweit wie sie der AN akzeptiert.

Was wäre wenn Maier den Spiess umdreht und seine Stunden
minimiert, um den AG so zu einer Kündigung zu bewegen?

Damit führt sich der AN doch selbst ad absurdum. Einerseits will er die Reduzierzung nicht und andererseits will er sogar eine noch krassere Reduzierung? Damit beraubt er sich ja seiner Argumentation gegen die Reduzierung.

Danke Xolophos für deine Antwort!

=> allen werden die Stunden gekürzt (unterschiedlich).

Auf welche Art und Weise? Sowas geht nicht einseitig. Entweder
geht das nur mit Zustimmung des AN oder per …
Änderungskündigung … und darin wäre - bei Nichtannahme der
Bedingungen - die Kündigung durch den AG sozusagen
‚‚automatisch‘‘ mit enthalten.

Das denke ich eigentlich auch, war aber nicht sicher; ansonsten trüge ja der AN einen nicht unerheblichen Teil des „unternehmerischen Risikos“ bei „schlechter Auftragslage“.

Was wäre wenn Maier den Spiess umdreht und seine Stunden
minimiert, um den AG so zu einer Kündigung zu bewegen?

Damit führt sich der AN doch selbst ad absurdum. Einerseits
will er die Reduzierzung nicht und andererseits will er sogar
eine noch krassere Reduzierung? Damit beraubt er sich ja
seiner Argumentation gegen die Reduzierung.

Natürlich will er nicht die „noch krassere Reduzierung“, sondern mit „minimiert“ hatte ich gemeint, Maier könne ja im Extremfall dem AG 1Wochenstunde als Gegenangebot machen. Dann hätte Maier genügend Restarbeitszeit für einen Fulltime - Job, und das ist ja das, was er will.
Das „Spielchen“ ist aber nicht mehr erforderlich - s.o.

-)

Dankeschön nochmal für die schnelle Antwort!