Wenn BIP steigt, steigt auch die Lebensqualität?

Hallo,

ich habe mal eine Frage, wenn das Bruttoinlandsprodukt steigt, steigt dann auch die Lebensqualität?

Wenn das BIP steigt, dann gibt es doch z.B. auch weniger Arbeitslose…
Aber was kann denn dagegen sprechen? Einerseits steigt sie ja, aber ich kann mir auch vorstellen, dass etwas dagegen spricht.

Kann mir jemand Beispiele nennen?

Vielen Dank

Gruß Jan

Hallo,
nun ja grundsätzlich stimmt das. Nur wenn der Staat alles einsackt, bleibt für die anderen weniger. Das verfügbare Einkommen ist meiner Meinung nach der bessere Indikator dafür, ob die Lebensqualität steigt oder nicht (lassen wir mal Spar- und Entspareffekte dabei außen vor).

Andreas

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Hallo Jan,

BIP alleine reicht nicht.

Besser, Du nimmst das verfuegbare Einkommen (Netto-Lohn) - und gleichst das ganze noch mit der Inflationsrate ab.
(bringt ja nix, wenn Brutto-Lohn um 2% steigt, und Inflation um 20%).
Tipp: Schau mal beim Statistischen Bundesamt auf deren website. Da findest Du vieles an Zahlenmaterial hierzu.

Gruss
G

Hi,

ich habe mal eine Frage, wenn das Bruttoinlandsprodukt steigt,
steigt dann auch die Lebensqualität?

am besten wäre es, wenn Du erst einmal sagen würdest, was Du unter Lebensqualität verstehst. Meinen Vorrednern möchte ich im übrigen die Lektüre dieser Seite empfehlen: http://www.destatis.de/presse/deutsch/abisz/bip.htm

Gruß,
Christian

Hallo,
Wenn das BIP um 0,5% im Jahresvergleich steigt dann fühlst Du dich statistisch um 0.5% besser bzw. ist Deine Lebensqualität um 0,5% gestiegen !!! (rein statistisch)
Irgendein kluger Kopf (war wahrscheinlich sogar Politiker) hat einmal gesagt: Trau nur einer Statistik die du selbst gefällscht hast.
Gruß
Soamist

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Korr: gefälscht

gefällscht hast.

Das BIP ist ein Maß für die gesamtwirtschaftliche Produktionsaktivität.

Ebenfalls liefert es Anhaltspunkte für die Lebensqualität, ist jedoch kein exaktes Maß, da folgendes u.a. nicht beachtet wird:

  • Schattenwirtschaft
  • öffentliche Güter
  • Freizeitpräferenz

Gerne wird auch das BIP USA mit dem BIP in Deutschland verglichen - der direkte Vergleich würde bedeuten, dass die Lebensqualität in den USA besser wäre als in Europa.

Dabei wird auch nicht bedacht, dass u.a.:

  • In D weniger gearbeitet wird als in der USA --> größere Präferenz für Freizeit
  • Erhöhung des BIP in den USA durch Faktoren, die in Europa nicht vorhanden sind, jedoch nicht zur Erhöhung der Lebensqualität führen (wie höhere Ausgaben für Heiz/Klimakosten, Bewertung der Universitätsausbildung mit Marktpreisen, etc.)

Es ist ein komplexes Thema, das ich versucht habe, dir ein wenig näher zu bringen, Megasäufer Jan… :wink:

Hallo,

Gegenbeispiel:

Ein Großunfall auf der Autbahn, mehrere LKW und PKW - diese müssen ersetzt werden, der Boden wird durch Öl verschmutzt usw. Rechnerisch steigt nun durch die wirtschaftlichen Aktionen das BIP. Die Lebensqualität der Betroffenen hat sich jedoch drastisch verschlechtert.

Das klassische BIP ist schon lange keine anerkannter Indikator mehr für Lebensqualität.

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Das klassische BIP ist schon lange keine anerkannter Indikator
mehr für Lebensqualität.

Wann war es das jemals? Und: Gibt es auch andere BIP als „das klassische“?

Gruß,
Christian

Hallo,

nun für viele Politiker zählt oftmals nur das BIP-Wachstum (z. B. Herr Bush achtet wor allem auf harte Zahlen und interessiert sich einen Sch… für Verteilung, Umwelt usw.)

Ja, gibt es. Z. B. unter Berücksichtigung der Umweltschäden.

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Das klassische BIP ist schon lange keine anerkannter Indikator
mehr für Lebensqualität.

Wann war es das jemals? Und: Gibt es auch andere BIP als „das
klassische“?

Gruß,
Christian

nun für viele Politiker zählt oftmals nur das BIP-Wachstum (z.
B. Herr Bush achtet wor allem auf harte Zahlen und
interessiert sich einen Sch… für Verteilung, Umwelt usw.)

Mal abgesehen davon, daß die meisten Politiker wohl keinen Schimmer haben dürften, um was es sich beim BIP genau handelt, interessiert sich Herr Bush durchaus für die Verteilung des BIP. Im Prinzip ist die gesamte Steuergesetzgebung der letzten 5 Jahre genau darauf ausgerichtet.

Ja, gibt es. Z. B. unter Berücksichtigung der Umweltschäden.

Hm, wie werden die denn ermittelt, bewertet und letztendlich berücksichtigt? Da hätte ich doch gerne mal eine Beispielrechnung.

Gruß,
Christian