hallo trina,
hass ist eines der destruktivsten gefühl die es gibt. total selbstzerstörerisch. man bestraft damit nicht die gehasste person, nur sich selbst. ausserdem entbindet man sich mit dem hassgefühl der eigenverantwortung und überspielt die eigene ohnmacht.
das bringt mich zu der frage: was im leben hast du selbst erlebt, was du in dem verhalten der frau wiedergesehen hast? - was hast du nie verarbeitet, was sich voll auf diese frau überträgt? auf den hast du dich nie getraut wütend zu sein, so dass ein anderer mensch mit derart überzogenen gefühlen beschenkt wird? wo hast du dich nie wehren oder abgrenzen könne, so dass du stellvertretend für deine kinder alle negativen gefühle in dir vereinst?
bist du dir ausserdem darüber im klaren welch schlechtes erbe du deinen kindern mit diesem hass mitgibst? wer hasst, hasst einen teil in sich selbst. wer verachtet ebenfalls. es wird dir aber sich klar sein, das diese art negativste gefühle keine gute umgangsweise mit sich selbst sind und auch wenn du deinen kindern von dem allem nichts sagen solltest, so spüren sie diese negative seite auch so. das alles hindert am verarbeiten, schürt schuldgefühle bei sich selbst - bringt also etwas nie zu einem abschluss und daran verbittert man nur selbst.
und diese vorgehensweise gibst du an deine kinder weiter - sie lernen von dir auf diese weise mit menschen umzugehen die sie ablehnen. - und du kannst weder abschätzen noch berechnen ob sie nicht eines tages schon so fühlen wenn jemand z.b nicht so ist wie sie ihn haben wollen.
was dich betrifft, so scheinst du nicht gelernt zu haben mit deiner eigenen ohnmacht und frustration fertigzuwerden und vielleicht hast du damals auch keine wege gefunden dich und deine kinder vor dieser frau zu schützen. - es können auch andere dinge sein, ich will da nichts unterstellen - definitiv ist aber bei hass immer ein anteil dabei, der sich gegen sich selbst richtet - auch wenn es scheinbar nur das gegenüber ist, welches man hasst.
du kannst diese extreme gefühlsrichtung nur mit etwas anderem austauschen wenn du dich mit den wahren hintergründen für deine gefühle befasst. da muss es um wesentlich mehr gehen als dir klar ist und wie schon erwähnt, auch um alte verdrängte dinge, mit denen die person nichts zu tun hat. du steckst in einem gefängnis und du bist auch hier wieder die einzige person, die einerseits verantwortlich für ihr gefühl ist und auch für veränderungen dessen (mal von der weitergabe an deine kinder nicht gesprochen)
es gibt freilich noch viele andere möglichkeiten warum man jemanden hasst - ich will dich nicht mit beispielen langweilen oder gar schockieren.
du wirst diesen hass nur abbauen und wandeln können, wenn du bereit bist in deinen eigenen abgründe zu schauen und dich zu erinnern.
da es sich hier ja um sehr schlechte erfahrungen und intensivste gefühle handeln müsste, würde ich mir einen profi suchen, der dich begleitet und dir hilft, diese bereiche zu ergründen - vorausgesetzt, du willst das überhaupt. als stellt sich die frage, willst du so weiterleben? dafür bist du ja uach verantwortlich - zu entscheiden wohin dein weg geht - für die gefühle der frau gegenüber bist auch nur du verantwortlich und nicht diese frau - was auch immer sie getan hat.
es mag ein langer weg sein, zu begreifen, wie wenig das gegenüber oftmal letztlich wirklich mit unseren gefühlen zu tun hat, da als erwachsener eben doch bei allem das innere kind entscheidet oder aber mitentscheidet, wie wir auf was reagieren. - das aber ist unsere entscheidung und mit verarbeitung (sprich: sich dem alten stellen und es neu durchleben, aus sicht des erwachsenen sehen, dem kind von damals respekt zollen für seine gefühle und vieles mehr)kann man sich von den geistern der vergangenheit verabschieden. dann musst du niemanden mehr hassen - vor allem nicht - wenn er offensichtlich sehr krank ist und du sicher noch andere wege gehabt hättest mit alldem umzugehen. - das wichtigste ist aber deine zukunft.
entscheide dich - es ist deine wahl!
ansonsten wirst du stets menschen brauchen die du hassen kannst, damit du dich dir selbst nicht stellen musst.
natürlich ist das alles wesentlich komplexer als ich es beschreiben kann und vieles bleibt unerwähnt.
woraus sich bei dir alles der hass zusammensetzt, kann ich nicht sagen.
angst, schuldgefühle, trauer, frust, neid… die liste ist in ihren möglichkeiten beliebig fortführbar. das gefühl etwas nicht bekommen zu haben was „einem zusteht“ oder das es einem weggenommen wurde, ist aus meiner sicht zumindest ein grosser bereich der eine rolle spielt.
evtl schaust du dich mal im netz um. ich habe keine genauen infor zum speziellen gefühlsbündel des hasses - nur diesen link hier:
http://www.palverlag.de/Psychotipps.html - da könntest du die aus deiner sicht möglichen einzelteile anschauen.
wie auch immer nun die sache ist - ich wünsche dir den willen zur veränderung - vor allem um deiner kinder willen und deren prägung,
also deren umgang mit ihren gefühlen in ihrer zukunft.
LG
nina