… dann ist das ungefähr von so viel Sachkenntnis geprägt, als wenn Banker, Handelskammermenschen und Politiker über Existenzgründungen reden. Entsprechend vorsichtig sollte der Existenzgründer auch bei „Beratungen“ durch solche Leute sein. Es sind nämlich in aller Regel warm gebettete Angestellte oder Beamte, die ihr Geld bekommen, weil der Monat zu Ende ist und nicht deshalb, weil sie einen Gewinn erwirtschafteten. Selbst Spitzenmanager großer Gesellschaften sind letztlich Angestellte ohne persönliches Risiko. Sie sind niemals dem rauhen Wind ausgesetzt, den ein Gründer täglich zu spüren bekommt.
Weil ich selbst über nun fast 2 Jahrzehnte durch buchstäblich alle Höhen und Tiefen eines Selbständigen gegangen bin, weiß ich, wie schwer es ist, wirklich kompetenten Rat zu bekommen. Nach meiner Erfahrung bekommt man die wirklich wertvollen Tipps niemals von professionellen Beratern gegen Honorar, sondern nur kostenlos von anderen Selbständigen. Deshalb empfehle ich jedem, der mit dem Gedanken spielt, sich selbständig zu machen, folgende 4 Maßnahmen:
Alles zu Papier zu bringen, was das eigene Vorhaben betrifft, von den Finanzen bis zum Rückhalt durch den Lebenspartner/die Lebenspartnerin. Sozusagen ein brainstorming mit sich selbst zu veranstalten.
Buchhaltungskursus an der VHS belegen. Der Steuerberater ist niemals ein Ersatz für eigene Kenntnisse.
Was auch immer man tut und läßt, mache man es nur aufgrund eigener Überzeugung und Sachkenntnis und schicke alle professionellen Berater in eine möglichst weit entfernt gelegene Wüste.
Nun hoffe ich auf Antworten und Kommentare von Selbständigen, die wissen, wovon sie reden.
von daher sollte niemand meinen, dass man dort alles glaubt, was man verkündet!
Lieber Wolfgang,
ich will und kann Dir (schon gar nicht aus eigener Erfahrung!) widersprechen - dennoch bin ich bei Verallgemeinerung, besonders bei Verteufelung von Natur aus skeptisch: M. E. werden etliche, die selbständig sind oder werden wollen, kaum um eine „Beratung“ von Spezialisten herumkommen.
Ich kenne (das ist kein Witz) einige (deutsche) Unternehmer, die ihre Buchführung und schon gar nicht Personlleitung allein regeln könnten . . .
…sagt er nicht unbedingt was er meint…
Lieber Wolfgang,
als erstes einmal möchte ich als „Neuling“ in diesem Brett einen Dank und große Anerkennung all denen aussprechen die sich hier engagieren. Vor einem Jahr hätte ich Euren Rat dringend gebraucht und gerne angenommen. Was ich vor allem gut finde ist, daß völlig unterschiedliche „Ratgeber“ Auskünfte geben.
Genau da liegt m.E. der Punkt. Nicht alles glauben aber auch nicht alles verteufeln was Euch gesagt wird. Aus meiner Erfahrung kann ich nur raten, alle Informations- möglichkeiten zu nutzen an die Ihr rankommt und dann zu versuchen das gesammelte Wissen auszuwerten.
Alles zu Papier zu bringen, was das
eigene Vorhaben betrifft, von den
Finanzen bis zum Rückhalt durch den
Lebenspartner/die Lebenspartnerin.
Sozusagen ein brainstorming mit sich
selbst zu veranstalten.
und dieses auch den Banken und Steuerberatern vorlegen!!! Die wissen nämlich oft gar nicht was Ihr alles könnt wenn Ihr´s nur mündlich vorbringt und nicht explizit untermauert.
Buchhaltungskursus an der VHS belegen.
Der Steuerberater ist niemals ein Ersatz
für eigene Kenntnisse.
Super Idee. Hab ich schonmal erwähnt - viele wissen gar nicht daß sie schon Pleite sind weil sie keine Ahnung bzw. keine Buchhaltung haben.
Was auch immer man tut und läßt, mache
man es nur aufgrund eigener Überzeugung
und Sachkenntnis
Genau!
und schicke alle
professionellen Berater in eine möglichst
weit entfernt gelegene Wüste.
NEIN. Aber betrachtet deren Aussagen
kritisch und holt Euch ggf. andere Meinungen dazu. Außerdem würde ich nie im voraus für eine solche Beratung bezahlen!