Wenn dir Arbeit futsch ist gibts Arbeitslosengeld

… aber nicht für alle.

Freiberufliche bekommen den Regelsatz von 283 € (abzüglich der Mite und Krankenkasse) von der Sie dann Strom, Porto, Papier, Kartoffeln, Telefon etc. bezahlen müssen.
Meist haben Sie dann noch Schulden von Ihrer verzweifelten Tat Ihr Ding doch noch durchzuboxen.
Ist das fair ?

Dazu kommt noch das ein Sozialhilfeempfänger, weniger Rechte hat.
Z.B. gibts für den keine Ich-AG und vieles andere auch nicht.

Gruß Baddi

Hallo!

Selbständige fallen in das Netz, das sie sich zuvor selbst geschaffen hatten. Wurde nichts geschaffen oder geht alles in einem Insolvenzverfahren verloren, bleibt nur die Sozialhilfe.

Die Sozialhilfe sichert nur das Notwendigste. Das Sozialamt ist nicht dazu da, z. B. Unternehmensgründungen zu finanzieren, ist überhaupt die ganz ungeeignete Ansprechstelle für derartige Ansinnen. In solcher Situation hilft die Suche nach einem Arbeitsplatz. Oder man tut sich mit einem Partner zusammen und bringt seine Fähigkeiten in eine gemeinsame Aktivität ein. Realistisch geplant muß die Sache sein. Träumereien mit hohen Anlaufkosten sind nicht möglich.

Du erwähnst die Ich-AG. Der sehr geringe Förderbetrag für den Gründer reicht nur für wenig mehr als die Sozialversicherung, wobei der Gründer während des Bezugs von Förderung sozialversicherungspflichtig ist. Was also willst Du damit? Als Bezieher von Sozialhilfe bist Du zumindest krankenversichert. Außerdem wird das Dach über dem Kopf bezahlt und der Kühlschrank ist gefüllt. Herz, was willst Du mehr!? Du kannst in aller Seelenruhe an einem schlüssigen Unternehmenskonzept arbeiten, kannst bis zum letzten i-Tüpfelchen alles vorbereiten (komme mir bitte nicht mit den Kosten für Papier), kannst Dir einen geeigneten Partner für das Geschäft suchen… Es geht!

Gruß
Wolfgang

Hallo!

Selbständige fallen in das Netz, das sie sich zuvor selbst
geschaffen hatten. Wurde nichts geschaffen oder geht alles in
einem Insolvenzverfahren verloren, bleibt nur die Sozialhilfe.

Aber warum verbietet einem das Sozalamt schon den Versuch wieder selbständig zu werden ?
Von mir aus auch ohne Förderung.
Die sägen doch am eigenen Ast ?

Gruß
Sebastian

Aber warum verbietet einem das Sozalamt schon den Versuch
wieder selbständig zu werden ?
Von mir aus auch ohne Förderung.
Die sägen doch am eigenen Ast ?

Hallo Sebastian,

wenn Du zu Hause sitzt und an der Vorbereitung Deiner Selbständigkeit arbeitest oder Kontakte knüpfst, kann und wird Dir das Sozialamt nichts verbieten. Solange Du keinem Gelderwerb nachgehst, interessiert es kein Amt, was Du den lieben langen Tag treibst.

Vom Tun und Lassen der Sozialämter verstehe ich zwar nichts, aber sogar arbeiten, Rechnungen schreiben und Geldeingang realisieren wird möglich sein, sofern Du akzeptierst, daß die Sozialhilfe entsprechend gekürzt wird. Das kann auch nicht anders sein, denn schließlich zahlt das Sozialamt nur an Leute, deren eigenes Einkommen zur Lebensführung nicht reicht.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Du schlägst fast täglich jemanden hier vor, sich selbständig zu machen, oder in die Arbeit zu gehen, auf den ersten Blick nicht schlecht!
Auch habe ich manchen Beitrag gerne gelesen und zur Kenntnis genommen!
Aber langsam bringst mich mit Deinen Vorschlägen auf die Palme.

Ich schlage Dir mal wirklich vor, einen Eintageskurs bei der IHK für Existensgründer zu besuchen auch wenn Du diesen Verein hasst, sie wissen doch wo es lang geht, zumal sie täglich Existensgründer auf den Weg helfen wollen, müssen. Egal, wie auch immer, sie machen einen guten Job in dieser Richtung.
Nimm Dir mal die Zeit, dann wirst Du nie wieder solche „Empfehlungen“ total neben der Realität vorschlagen.

Oder man tut sich mit einem Partner
zusammen und bringt seine Fähigkeiten in eine gemeinsame
Aktivität ein. Realistisch geplant muß die Sache sein.
Träumereien mit hohen Anlaufkosten sind nicht möglich.

Du kannst in aller Seelenruhe an einem schlüssigen
Unternehmenskonzept arbeiten, kannst bis zum letzten
i-Tüpfelchen alles vorbereiten (komme mir bitte nicht mit den
Kosten für Papier), kannst Dir einen geeigneten Partner für
das Geschäft suchen… Es geht!

Obriges schlägst Du dem Verfasser des Eingangstitels wirklich ernsthaft vor?
Dann mache ihm doch mal ein tragfähiges Existensgründerkonzept, dass wenigstens überhaupt zur einer Geschäfts-Kontoreröffnung führt und mindestens die Anlaufzeit von ca. einem Jahr standhält.

Du wirst schon bei einigen Details gewaltig scheitern und nicht zum gewünschten Ergebnis kommen können, egal was Du machst, ausser Geld zaubern zu können.

Ich frage mich nur, wie Du dem Banker oder irgend einer anderen Fachstelle nur die nachfolgenden Punkte aus dem Existenzgründerkonzept wahrheitsgemäss durchbringen willst?
Er braucht das Existensgründerkonzept, denn ohne Hilfe, egal von welcher Stelle und Art, wird er nichts erreichen können.

Finanzierung:
Eigenmittel der Gründer
Anteile Fremdmittel

Anhang: Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang: Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan

Das sind nur vier Punkte aus der Empfehlung des BMI zu der Erstellung eines Ggründungskonzeptes.
Diese Punkte verlangen und sehen sich Banker, IHK, HWK, usw. sehr genau an.
Sein Sozialamt wird wohl auch einen neugierigen Blick darauf werfen wollen und wehe er hatte noch was.

Gewinn und Verlustrechnung kannst ja noch hinbekommen.
Wie machst Du das bei einem Sozialhilfeempfänger mit dem Eigenkapital und dem Fremdkapital?
Allein an diesem Punkt fallen allen Deine wohlgemeinten Vorschläge so tief, tiefer geht es nicht mehr.
Wenn er einen Partner findet, was will der denn sehen?
€ und nichts anderes!
Oder vielleicht eine solch geniale Idee, die die halbe Welt umkrempelt, z.B. Microsoft oder McDonalds, dann braucht er kein Eigenkapital. Aber hat er sowas in der Hinterhand?

Nichts mehr mit eigenem Laden aufmachen ohne vorher 'ne Bank zu öffnen (Ironie).
Ihm bleibt nur noch der nicht legale Weg um an Geld zu kommen und das über einen längeren Zeitraum.
Tut mir leid, aber so ist es nun einmal, denn wie will er Kapital sammeln? Legal?
Klar geht, als Vorstandsmitglied bei einer Grossfirma!
Aber nicht wenn er in diesen Etagen, die heute über Sozialhilfeempfänger oder Arbeitnehmer willkürlich entscheiden, abends Staubsauger schwingen muss.
Davon bleibt nichts übrig.

Der Gründer kann kein Eigenkapital vorweisen.

Der Gründer kann kein Fremdkapital vorweisen.

Bekommen wird er keines, denn im Plan steht bei den obrigen Punkten der Finanzierung überall 0,00€.
Dann noch den Punkt, wo er gefragt wird, wie er seinen jetzigen Lebensbedarf deckt und der ist genial für eine Existensgründung.

Ja ich weiss, es gibt genügend Fördermittel, für alles mögliche.
Nur bekommt er die nicht, denn die setzen alle mindestens 15-20% Eigenkapital voraus und die hat er nun mal nicht und stehen nicht jedem zu, der einen zweiten Anlauf starten will.

Bleibt noch das Microdarlehen (BtA), aber das entscheidet ja der ortsübliche Banker. Der wiederum beurteilt es nur dann positiv wenn die Sicherheiten vorhanden sind, auch wenn der Staat 80% Haftung übernimmt.
Welcher Banker gibt heute noch sein ok für einen Kredit wo absolut nichts im Hintergrund vorhanden ist?
Ich kennen keinen, gut ich suche auch keine Bank für diesen Fall.

Hast Du keine Teuros zur freien Verfügung, kannst Du

  1. keine Ware einkaufen oder eine Dienstleistung anbieten,
  2. nicht die notwendigsten Nebenkosten aufbringen,
  3. nicht Deinen eigenen Unterhalt finanzieren,
    und so geht die Falle weiter, je nach genauer Betrachtungsweise, mal mehr oder weniger teuflisch.

Also ich weiss keinen tragfähigen Rat, auch wenn ich mich bemühen würde.

Hier steht eine verdammt schwierige Lage vor der Haustür, ich wünsche mir sowas jedenfalls nicht.

Ich wünsche Dir ein schönes WE

Gerd

Hallo Wolfgang

Vom Tun und Lassen der Sozialämter verstehe ich zwar nichts,
aber sogar arbeiten, Rechnungen schreiben und Geldeingang
realisieren wird möglich sein, sofern Du akzeptierst, daß die
Sozialhilfe entsprechend gekürzt wird. Das kann auch nicht
anders sein, denn schließlich zahlt das Sozialamt nur an
Leute, deren eigenes Einkommen zur Lebensführung nicht reicht.

Das sollte man denken. Dachte ich. Ich Gutgläubiger.
Das Sozalamt verbot mir jedoch jegliche freiberfl. Aktivität. Auch die Werbung !
Was ist ein Webentwickler beispielsweise ohne Webseite ? Ein gar nichts !!!
Ich musste die Webseite für ein paar Groschen an den nächstbietenden verkaufen.
Ich musste denen Unterschreiben das ich diesen nicht mehr besitze !
Das kannst du mir glauben. Ist wirklich so.
Ich musste mein Firmenkonte auflösen… Und ich musste alles Unterschreiben, jeden kleinsten Schritt der Auflösung.
Damit haben Sie mir die neue Chance kaputt gemacht. Ganz kaputt.
Idioten ! Aber ehrlich.
Und die ganzen Starteriden gelten immer nur für Leute mit Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld.

Gruß
Baddi

Hallo Gerd,

Du sprichst von Banken, IHK usw. . Also: Wer sich selbständig machen will, braucht EIGENE kaufmännische Kenntnisse. Buchführungskursus muß sein. Ein Geschäftskonto ist gut, muß aber zunächst nicht sein. Das vorhandene Privatkonto tuts am Anfang. Einen Kredit halte ich in vielen Fällen für inakzeptabel, es sei denn, große Investitionen sind unumgänglich. Für eine Tätigkeit wie Web-Design o. ä. sind Bankmittel eher Gift. Wozu mit Bankern absabbeln? Wozu überhaupt mit allen möglichen Stellen die Zeit vertun? Man braucht ein Geschäftskonzept, aber nicht für Banker oder andere Dritte, sondern ausschließlich für den Eigengebrauch, für die eigene Klarheit. Man braucht an Eigenkapital genug, um den Lebensunterhalt eine Weile zu finanzieren. Dieses Geld sollte nicht aus Krediten kommen. Egal woher das Geld kommt - und wenn es eine Weile Taxifahren ist. Ich bekomme einen dicken Hals, wenn ich in Zusammenhang mit Web-Design das Wort Fremdkapital höre. Laß die Banken aus dem Spiel!

Unternehmenskonzept: Darin sind u. a. Gedanken zur Zielgruppe zu Papier gebracht und ein Weg, die Zielgruppe möglichst effizient zu erreichen. Es langt nicht, nur eine Webseite ins Netz zu stellen, um dann auf Aufträge zu warten. Man muß die Leute schon direkt ansprechen. Selbstverständlich versteht man auch etwas von der Tätigkeit der Zielgruppe. Sonst kann man sie schließlich nicht ansprechen. Dabei darf man den Kunden nicht mit Kauderwelsch beeindrucken wollen. Den interessiert das alles überhaupt nicht, möchte nur das Angebot seiner Tischlerei dargestellt haben. Dann hat man innerhalb weniger Tage, allenfalls binnen Monatsfrist seine ersten Aufträge.

Auf einem anderen Gebiet, auf dem sich viele Leute selbständig machen möchten, nämlich PC im Büro, sehe ich überall die Riesenlücken. Andererseits wird der Handwerksmeister von den Branchenstümpern überall vor den Kopf gestoßen, weil es kaum einer schafft, ihn nur in die Lage zu versetzen, seine Rechnungen einfacher als auf der Schreibmaschine zu schreiben. Nein, der Meister hat keine Zeit für einen 14-tägigen Kurs. Die Windows-Version geht ihm auch am A*** vorbei. Er will sich an den Bildschirm setzen und loslegen. Die paar Leute, die es schaffen, Theologie-Studenten und gestandenen Glasermeistern den PC benutzungsfertig einzurichten, verdienen ordentlich und haben keinen Auftragsmangel.

Solche Überlegungen gehören ins Unternehmenskonzept. Außer Nachdenken kostet es nichts, braucht keinen Kredit, keine Berater, keine IHK, nichts.

Dann macht man Akquise in seiner Zielgruppe und schon läufts. Das werden einige Zeit kleine Brötchen sein. Jeder Cent will umgedreht werden, bevor man ihn ausgibt. Man muß unbedingt akqurieren und notfalls eine Weile zusätzlich einen Nebenjob machen. Auch das alte Auto muß noch längere Zeit seinen Dienst tun. Zum Repräsentieren mit dem BMW ist kein Geld da. Überhaupt sind Dauerverpflichtungen wie Leasingraten und Kreditstotterei zu vermeiden. Das Geld muß in die Kasse, aber möglichst wenig heraus. Und Stacheldraht in den Taschen. Sodann sorgt man im Laufe der Zeit für eine ordentliche Arbeits- und Büroausstattung, wie es die Einnahmen gestatten.

So gehts, auch wenn das alles für längere Zeit mit dem Klischee des Selbständigen wenig zu tun hat. Kein Luxus, kein repräsentatives City-Büro, keine zig tausend Euro teuren Büromöbel, aber viel Arbeit und ein ordentliches Unternehmenskonzept.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

unumgänglich. Für eine Tätigkeit wie Web-Design o. ä. sind
Bankmittel eher Gift.

Web-Design ist zwar nicht Web-Entwickler, aber tut ja nix zur Sache.

für die eigene Klarheit. Man braucht an Eigenkapital genug, um
den Lebensunterhalt eine Weile zu finanzieren.

Eben das sag ich ja.

Dieses Geld
sollte nicht aus Krediten kommen. Egal woher das Geld kommt -
und wenn es eine Weile Taxifahren ist.

OK. Hast ja auch recht, wenns klappt. Vielleicht klappts so ja.
Man muss natürlich auch einen Taxischein haben und ein Taxiunternehmen das einen nimmt.

an den Bildschirm setzen und loslegen. Die paar Leute, die es
schaffen, Theologie-Studenten und gestandenen Glasermeistern
den PC benutzungsfertig einzurichten, verdienen ordentlich und
haben keinen Auftragsmangel.

Interessant. Immer gut was neues zu hören.

Solche Überlegungen gehören ins Unternehmenskonzept. Außer
Nachdenken kostet es nichts, braucht keinen Kredit, keine
Berater, keine IHK, nichts.

akqurieren und notfalls eine Weile zusätzlich einen Nebenjob
machen.

Auch das alte Auto muß noch längere Zeit seinen Dienst
tun.

Soz.empf. haben kein Auto.
Müsste dann erst gekauft werden. Aber man kann ja auch mit dem Fahrrad zu Firmen fahren, wenn man in einer Stadt wohnt.

So gehts, auch wenn das alles für längere Zeit mit dem
Klischee des Selbständigen wenig zu tun hat.

D.h. also dann ganz hin zu einem Job an der Kasse oder so (Lidl, wenn mal frei ist). Und dann halt immer wenn man noch Zeit hat sich um die Selbständikeit kümmern.

Ich muss zugeben, das es nicht besonder attraktiv ist, aber es doch vielleicht irgendwann so geht.
Übrigens ich habe so etwas ähnliches bereits angefangen.
Bisher sinds halt nur 150 € mehr als vorher monatlich (da habe ich in meinem Bundesland noch Glück, bei anderen ists weniger), den Rest kriegt natürlich das Amt.
Dann sind noch rund 100 € Schuldenrückzahlung monatlich.
Aber hast schon recht. Hast ja nicht gesagt es sei ein Zuckerschlecken. Es ist nicht immer leicht, weiterzukämpfen aber es muss gehen.

Gruß
Sebastian

Übrigens ich habe so etwas ähnliches bereits angefangen.
Bisher sinds halt nur 150 € mehr als vorher monatlich (da habe
ich in meinem Bundesland noch Glück, bei anderen ists
weniger), den Rest kriegt natürlich das Amt.

Hab vergessen zu sagen, das es halt leider, wie gesagt, laut Amt nicht erlaubt ist eine Homepage zu besitzen.
Kann man dann also erst machen, wenn man davon unanbhängig ist.
Ich verstehe die Regel nicht und ich find diese auch widersinnig.
Vermutlch glauben die einem sonst nicht das man keine andere Einnahmen hat, und da sorgen Sie halt so dafür das es auch wirklich nicht so einfach, welche zu kriegen.
Dumm.

Da müsste man echt was neu Regeln. Gesetzgebung ist gefragt.

Gruß
Sebastian

Dann sind noch rund 100 € Schuldenrückzahlung monatlich.

Hallo Sebastian,

es paßt zwar nicht in dieses Brett, es soll auch nur ein Denkanstoß sein: Sozialhilfe, Schulden - da hat man materiell nicht mehr viel zu verlieren. Wenn es eine Chance gibt, die Schulden absehbar zu bezahlen, ist es gut. Wenn es diese Chance aber nicht gibt, man womöglich von der Laune von Bankern abhängig ist, kann eine Insolvenz die Erlösung von der Zahlerei sein. Während des Inso-Verfahrens, das bis zur Restschuldbefreiung 6 Jahre dauert, kann man ohne weiteres selbständig arbeiten und einen Verdienst für einen angemessenen Lebensunterhalt für sich in Anspruch nehmen. Wenn es die neue selbständige Tätigkeit hergibt, muß man sich natürlich ordentlich kleiden und braucht ein Fahrzeug. Alles muß im angemessenen und eher bescheidenen Rahmen bleiben, aber die Schulden ist man absehbar per Restschuldbefreiung los. Das kann die deutlich bessere Methode gegenüber der Abhängigkeit vom Sozialamt sein.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

ich lass nicht locker, in diesem Fall ist absolut nichts mehr vorhanden, hier geht nichts mit Selbstständigkeit nach Deinem Muster.
Es ist einfach kein Kapital mehr vorhanden, so lese ich das jedenfalls.
Auch ohne BMW und teuren Büroeinrichtungen zu haben, kommt er nicht weiter. Wie will er denn finanziell die Zeit vom Auftragseingang bis zur Auslieferung überbrücken?
Hierzu ist nun mal ein Mindestkapital erforderlich.
Miete, Strom -was ein PC täglich an Strom verbratet, brauche ich Dir ja nicht vorrechnen- und ein wenig zum Essen muss trotzdem in der Anfangsphase finanziert werden oder sehe ich das falsch?

Und zu Deinem immmer wieder vorgeschlagenem Buchhaltungskurs, auch der kostet Geld und das muss am Anfang nun wirklich nicht sein.
Eine Einnahme- und Überschussrechnung mit einfach zu bedienendem Programm macht es am Anfang locker, gibt es kostenlos im Internet. Hierzu sind wohl kaum grössere Buchhaltungskenntnisse notwendig und die leider und nervende monatliche Umsatz-Steuervoranmeldung -auch für Kleinstbetriebe- druckt es brav aus.

Gruss

Gerd

… in diesem Fall ist absolut nichts mehr vorhanden…

Hallo Gerd,

der Lebensunterhalt für die erste Zeit muß irgendwoher kommen, durch Jobben, Sparen, Oma anpumpen …denk’ Dir etwas aus. Anders gehts nicht. Dabei ist noch gut dran, wer mit einem PC sein Brot verdienen kann. In vielen Bereichen geht es nicht ohne Mindestausstattung an Werkzeugen, Maschinen. Das kann die realistische Chance auf vorheriges Ansparen entweder zunichte machen oder die Zeit sehr lang werden lassen. Wenn es aber nur um die die Mittel für Wohnung und Lebensunterhalt für einen begrenzten Zeitraum geht, sollte das Ansparen innerhalb überschaubarer Zeit möglich sein.

Während dieser Zeit kann man neben allerlei Vorbereitungen, insbesondere Erstellung eines Konzepts, z. B. den Buchhaltungskursus absolvieren. Diese Kenntnisse helfen, den Überblick zu behalten, man weiß genau, wo das Geld bleibt und bekommt eine Vorstellung davon, wie sich die Bewertung von Inventurbeständen auswirkt, was Abschreibung ist usw. Keine Software kann die Kenntnisse ersetzen. Ohne Buchführungskenntnisse fabriziert man trotz bester Software mit einiger Wahrscheinlichkeit ziemlich unbrauchbares Zeug in der Buchhaltung. Man braucht die Kenntnisse, um bei Briefen vom Finanzamt nicht nur Bahnhof zu verstehen, um jederzeit einen Finanzstatus erstellen zu können, eigentlich überall und beinahe täglich. Ein VHS-Kursus kostet etwa 100 Euro. Es wäre das falsche Ende, daran zu sparen.

Gruß
Wolfgang