Wenn ein Mensch

…weder die Fähigkeit noch die Bereitschaft hat sich in andere Menschen hineinzuversetzen,eiskalt lügt wenn es ihm nützt,kein Reue oder Schuldgefühle hat und Menschen verachtet die sich an „soziale Normen“ halten.

Spricht man dann von einem Soziopathen oder von soziopathischen Zügen?
Mir ist der Unterschied nicht ganz klar.
Unter „Zügen“ verstehe ich wenn das ein oder andere zutrifft aber dann hätten in dem Fall ja unzählige Leute dieses Problem.
Ich frage mich ob ein Soziop. dazu in der Lage ist dies zu erkenen.Nicht vom psycholog. Fachbegriff her sondern eben das das soziale Verhalten so extrem gestört ist.

Habe definitiv jemanden im Bekanntenkreis.Auf diverse Punkte angesprochen und sogar oft „auf frischer Tat“ ertappt kam immer die gleiche Reaktion:,Stimmt nicht!" Um dann später im Umlauf zu bringen das es genau Umgekehrt abgelaufen ist.Diese Person hätte mich angesprochen und zur Rede gestellt usw.

Sind Soziop. denn noch nicht einmal in der Lage zuzugeben das sie so sind wie sie sind?Das wär für mich der Beweiss das wenigstens ein Tropfen menschliches Blut in den Adern der von mir beschriebenen Person fliesst

zu den obigen dingen kann ich nichts beitragen.

aber du schreibst:

Sind Soziop. denn noch nicht einmal in der Lage zuzugeben das
sie so sind wie sie sind?Das wär für mich der Beweiss das
wenigstens ein Tropfen menschliches Blut in den Adern der von
mir beschriebenen Person fliesst.

jeder mensch hat seine blinden flecken. seine selbstwahrnehmung ist hier eine andere oder sein selbstschutz lässt nur seine darstellung zu.
menschen die z.b unter einem wahn leiden ergeht es auf ihre weise ja
ähnlich denke ich mal.

an sich aber: gibt ein mensch etwas zu - gesteht er sich schwäche ein - wenn ein mensch das am wenigsten ertragen kann - wird er sicher nichts zugeben. -
ausserdem kommt das eingestehen von schwächen nicht nur dem eingestehen von fehlern gleich, da gehts auch um eigenverantwortung und handlungsbedarf, der ja vorhanden wäre in dem moment, wo man zugibt, fehler gemacht zu haben oder seiten an sich zu haben, die anderen schaden.

jeder mensch hat diese seite - auch du. das maß und das thema bestimmen nur darüber, ob es auffällt und wenn in welchem maße und ob daraus ein schaden für 3 entsteht.

sich eine schwäche nicht eingestehen zu können ist die eigentliche schwäche, dessen ist sich die person aber nicht bewusst, zumal es hier ja um den erhalt seiner anschauung und damit seiner selbst geht.

was du dir erhoffst würde aus seiner sicht wohl bedeuten, das seine welt sich aus den angeln hebt mit solch einer einsicht. und als weitere folge würde dann eine veränderung anstehen - die grösste angst bei ihm und jedem anderen mit ähnlichem ausgeprägtem problem.

aus seiner sicht macht er es genau richtig und er hätte nichts davon wenn du in ihm mit einem eingeständnis etwas menschliches siehst.
das würde nur dir dienen (evtl, auch da bin ich nicht sicher), aber um dich gehts ihm ja nicht.

nach dem motto: wenn du schon ein schwein bist, dann gestehe es dir ein, dann komme ich damit besser klar… daran glaube ich jedenfalls nicht. es hilft letztlich nichts, macht nichts schöner oder einfacher für dich.

wenn er eine störung hat gehört das nichteingestehen dazu und man kann kaum verlangen - hier muss aber ein bruch sein.

hoffe, ich hab mich halbwegs gut ausgedrückt, sonst hagelt es wieder einsprüche und zurechtweisungen hier*g

liebe grüsse
nina

Frägst Du nach der korrekten Anwendung eines Fachbegriffs oder nach persönlichen Meinungen ?

Das Problem bei „Gestörten“ ist ja oft, daß sie ihre Störung nicht erkennen. Das macht es ja gerade so schwierig mit solchen Menschen.

Gruß
Moriarty

Hallo Xenia,

Spricht man dann von einem Soziopathen oder von
soziopathischen Zügen?
Mir ist der Unterschied nicht ganz klar.

nur kurz dazu: Psychische Störungen werden dann diagnostiziert, wenn eine Liste von Kriterien erfüllt ist. Wenn die Kriterien nicht vollständig erfüllt sind (z.B. wenn 5 von 8 Kriterien erfüllt sein müßten, es sind aber nur 3 von 8 erfüllt), der Kliniker aber dennoch meint, daß das Verhalten in die Richtung der Störung weist, dann spricht mancher Kliniker gern von „Zügen“. Das ist besonders bei Persönlichkeitsstörungen wie in Deinem Beispiel der Fall.

Grüße,

Oliver Walter