Wenn Kinder zu wenig Liebe bekommen

…dann ist die Persönlichkeitsentwicklung gestört, was zu der Ausbildung spezifischer psychischer Störungen führt.

Diese sind bestimmt unter einem Syndrom zusammengefasst, das diese „Erkrankung“ bezeichnet.

Ich wollte mich jetzt über dieses Thema informieren und finde nicht die passenden Informationen. Soetwas muss doch schon wissenschaftlich beschrieben worden sein.

Wer weiss wie das Der/Die-hat-als-Kind-zu-wenig-Liebe-bekommen-Syndrom richtig heißt oder kann anders weiterhelfen?

Ich hab echt schon lange gesucht, aber zu meinem Syndrom findet keine Suchmaschine das richtige.

Hi Fabio,

ich bin ja keine Fachfrau (zumindest keine psychologische *g*), insofern mag es gut sein, daß es so einen zusammenfassenden Begriff gibt, ich ihn aber einfach nicht kenne.

Ich glaube aber, daß das „hat-als-Kind-zu-wenig-Liebe-bekommen“ Syndrom, wie Du es nennst, sich einfach in unendlicher Vielschichtigkeit äußern kann.

Der Eine entwickelt vielleicht starke Abwehrmechanismen, wird agressiv. Ein/e Andere® zieht sich in sich selbst zurück. Depressionen, Magersucht, Drogenkonsum - als das kann (ich wiederhole kann daran liegen, daß der/diejenige zu wenig Liebe bekommen hat.

Es gibt aber auch Menschen, die als Kinder zu wenig Liebe hatten und doch gesunde, lebensfähige Wesen werden.

Ich vermute also, daß es ungemein schwieig ist, das von Dir geschilderte Syndrom sicher abzugrenzen.

Aber vielleicht kann Dir noch jemand anders weiterhelfen. :smile:
Liebe Grüße,
Nike

Ich glaube aber, daß das
„hat-als-Kind-zu-wenig-Liebe-bekommen“ Syndrom, wie Du es
nennst, sich einfach in unendlicher Vielschichtigkeit äußern
kann.

Das denke ich auch, aber ich kann mir nur gar nicht vorstellen, dass die Auswirkungen von Liebesentzug in der Kindheit noch nicht ganz speziell und ausführlich utersucht und beschrieben wurden.

Und dann sollte es auch diese zusammenfassende Benennung als Syndrom geben.

Danke schonmal fürs mitdenken.

Gruß, Fabio

Hallo Fabio,

es gibt das sog. „Kaspar-Hauser-Syndrom“,

google mal danach.

Viel Erfolg
Ullrich Sander

Hallo Fabio
In Ergänzung zu Nike (deren Ausführungen ich wie fast immer gut finde):
Auch der ZEITPUNKT, besser: ZEITRAUM, (modern: das ZEITFENSTER), in welchem die Liebe/Begeisterung fehlt, ist ja wichtig. Von hier aus können wir die verschiedenen Störungen besser verstehen.
Wenn im ersten halben Lebensjahr dem Säugling keine Begeisterung, kein Interesse, keine Liebe entgegen gebracht wird von der Hauptbezugsperson (meist Mutter), wenn der sogenannte GLANZ IM AUGE DER MUTTER bei wohlwollender Betrachtung ihres Kindes ausbleibt oder deutlich zu gering ist, erleidet der kleine Mensch eine FRÜHE STÖRUNG, die vom Fachpersonal :wink: später als
a)schizoide
b)narzisstische
c)borderline-Störung
erkannt werden kann.
In späteren Entwicklungsphasen können weitere Störungen erworben werden.
Gruß,
Branden

hallo Fabio,

welches Etikett man draufklebt( welchen Namen man gibt für eine Störung) ist vielleicht nicht immer so wichtig, außer für Fachleute. Aber das Gebiet ist so riesig, und die größten Probleme entstehen in den frühesten Jahren ( wie Branden schon schrieb). - Wenn Du genaueres dazu wissen möchtest, würde ich Dir zum Lesen empfehlen von Christiane Olivier „Jokastes Kinder“ und, in Maßen, die Bücher von Alice Miller, z.B.„Das Drama des begabten Kindes“ ( allerdings, kennt man eins ihrer Bücher, ist das auch schon ziemlich das Wesentliche, aber das eine öffnet einem wirklich über vieles die Augen). Gruß, I.

Vorsicht mit Selbstdiagnosen
Hi Fabio,

da hast du schon recht. An sich ist der Mensch von Natur aus neurotisch und vieles hat mit der Kindheit zu tun…

Ich will hier aber nicht mit irgendwelchen Begrifflichkeiten um mich werfen, die evtl. gar nicht auf dich zutreffen. Man kann sich auch einreden, dass irgendein krankhaftes Verhaltensmuster aus dem psychologischen Wörterbuch o.ä. auf einen zutrifft. Solche Selbstdiagnosen können jedoch voll daneben gehen und für mehr Schlecht als Recht sorgen.

Zu sagen, was genau los ist, oder einen Therapeuten aufzusuchen um mit ihm darüber zu reden ist besser. Die Kasse zahlt das… also Letzteres. :o) Und das wäre auf jeden Fall auch obligatorisch bei Verdacht jeglicher Hinsicht.

Viele Grüsse,

Hilmar

Dankeschön!