Wenn man eine Mücke zerquetscht,

die vorher einen HIV-Infizierten gestochen hat, besteht da eine Gefahr oder nicht??

Hallo,

die letzten Artikel, die ich dazu gelesen habe, verneinen diese Theorie.

Auch die einfach Logik spricht dagegen: wenn dieser Infektionsweg einfach wäre, müssten ganz viele Kinder im südlichen Afrika selbständig HIV-infiziert werden. Es ist aber so, dass die allermeisten HIV-positive Kinder bereits mit dem Virus geboren wurden. Dann gibt es sozusagen ein „Loch“ in der statistischen Verteilung (d.h. viele Kinder, die bei der Geburt HIV-positiv sind, sterben und weniger Kinder sind infiziert und dann steigt mit zunehmendem Alter (d.h. in der Pubertät und danach, wenn die Infektion auf sexuellem Weg passiert) wieder an.

Gruß
Elke

ich kann mich dem anschließen. eine infektion über mücken wird als unmöglich eingestuft. zudem kommt hinzu, dass der mensch eine
!offene! wunde braucht, durch die das virus eindringen kann (kleinere wunden bilden innerhalb kürzester zeit eine schorfschicht, die ebenfalls eine infektion verhindert). gesunde haut lässt eine infektion generell nicht zu. die wunde müsste sich also auch an der stelle befinden, mit der die mücke zerquetscht wird und ganz frisch sein. ich nehme an, dass dies allein schon nicht zutrifft?

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Hi

die wunde müsste sich also auch an der stelle befinden, mit der die
mücke zerquetscht wird und ganz frisch sein. ich nehme an,
dass dies allein schon nicht zutrifft?

Nun, die Mücke macht ja ne kleine Wunde und pumpt allda sogar Gerinnungshemmer rein.

Gruß S

aber in diesem fall ging es nicht um den stich, oder? es ging ums zerquetschen… dabei entstecht keinerlei wunde. der mückenstich an sich stellt wirklich eine kleine wunde dar. die menge an viren, die durch die winzige wunde eintreten kann, ist jedoch viel zu gering um eine infektion zu verursachen. HIV ist (zum glück) ein schwer übertragbares virus. die menge der viren ist dabei entscheident (ebenso wie der körperliche zustand des menschen).

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Exakt, selbst wenn die Mücke erfolgreich gestochen hat ist das Infektionsrisiko verschwindend gering. Falls der gestochene zusätzlich unter erfolgreicher antiretroviraler Therapie (HIV-Therapie) steht, nahezu ausgeschlossen.

Es grüßt Galenos!