Wenn man überhaupt nicht mehr schlafen kann...?

Hallo,

ich mache mir inzwischen ziemlich große Sorgen um eine Freundin, die seit Monaten nicht mehr schlafen kann.

Mitte letzten Jahres sind ihre beiden Babies geboren und seit dem schläft sie eigentlich überhaupt nicht mehr. In der Schwangerschaft war sie ständig müde während sie aber davor schon immer Schlafprobleme hatte, ob es wegen Prüfungen, der Firma, dem nicht erfüllten Kinderwunsch war, egal…

Es liegt auch nicht mehr direkt an den Babies, denn die schlafen seit längerem durch und sie hat große Unterstützung während des Tages.

Inzwischen ist es so, daß sie am Morgen schon Angst vor dem Abend hat, denn sie weiß ja, daß sie nicht einschlafen kann. Schlaftabletten wirken für den Moment, aber selbst dann wacht sie mitten in der Nacht auf, und dann geht nichts mehr. Alle möglichen Hausrezepte hat sie bereits ausprobiert und wie gesagt, sie möchte nicht abhängig von Tabletten werden. In eine Gruppentherapie geht sie seit Jahren, allerdings möchte ich hier kritisch anmerken, indem sie nun weiß, daß ihre Eltern „an allem schuld sind“ (salopp gesagt), geht es ihr auch nicht besser und schlafen kann sie trotzdem nicht.

Sie leidet unter ständiger Anspannung, ihr Magen krampft sich zusammen (und bleibt in diesem Zustand), sie führt gedanklich Dialoge mit sich selbst und ist einfach nicht mehr in der Lage zu entspannen. (Mit autogenem Training hat sie es übrigens auch schon versucht und ist noch dabei)

Und, wie gesagt, die Kinder „stören“ nicht in der Nacht, sie hat die Möglichkeit alleine und ungestöhrt in einem großen Bett zu schlafen.

Wer weiß hier noch einen Rat?
Ich nehme die Sache ernster als irgendwelche körperlichen Beschwerden, denn erstens ist es klar, daß psychologische Gründe dahinter versteckt sind und zweitens landet sie bald in der Psychatrie, wenn sie das Schlafproblem nicht in den Griff bekommt. (Schließlich ist Schlafentzug eine bekannte Foltermethode)

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß eine Lösung? Einen Lösungsansatz? An wen kann man sich wenden? Ich möchte ihr auch nicht sagen, geh solange zu einem Arzt bis Du mal einen findest, der Dir helfen kann. Und sie hat gute Ärzte, aber auch die…?!

Vielen Dank für evtl. Ratschläge und sorry, daß es so lang geworden ist.

Gruß,
Christiane

Hallo Christiane,
es klingt zwar komisch, aber sie soll es mal mit umgekehrtere Pschologie versuchen.
Ich kann manchmal auch nicht einschlafen, so wie jeder Mensch, dem am nächsten Tag etwas essentielles bevorsteht.
Ich liege dann im Bett und denke die ganze Zeit nicht an das bevorstehende, sondern in meinem Kopf ist nur eine Satz:
„Ich darf nicht einschlafen!..Ich darf nicht einschlafen!..Ich darf nicht…“ und schwupps bin ich weg.
Ich kann hier nur für mich sprechen, aber einen Versuch wäre es ja mal wert.

Gruß,
Sebastian

Hallo Sebastian,

ich werde ihr auf jeden Fall alles weitergeben, was hier an Ratschlägen kommt:wink:)

Danke!

Allerdings, wenn Du meine bescheidene Meinung hören willst, ich glaub über dieses Stadium ist sie (leider) längst hinaus, daß dies noch was helfen könnte. Aber man sollte ja nichts unversucht lassen!

Gruß,
Christiane

nicht auf die leichte Schulter nehmen
Hallo Christiane,

als mein erstes Kind auf der Welt war, hatte ich anfangs die Befürchtung, wenn ich schlafe, dass mir ein Unwohlsein vom Baby entgehen könnte. So habe ich die Vermutung, dass Deine Freundin aus einem ähnlichen Grund Probleme mit dem Einschlafen hat.
Außerdem kosten Schwangerschaft und Geburt viel Kraft (Vitamin- und Mineralienmangel), so dass ohnehin die Nerven nicht zum besten bestellt sind, und die Müdigkeits- und Schlafmechnismen nicht mehr funktionieren.
Ich würde an der Stelle Deiner Freundin zum Beispiel an einem Yoga-Kurs für Mutter und Kind machen - kann ich echt empfehlen, hat gut getan und Spaß gemacht. Vielleicht lernt sie da ein paar Entspannungsübungen. Oder einen ähnlichen Kurs besuchen.
Durch´s Stillen habe ich kaum eine Nacht durchgeschlafen, und mir tagsüber den Schlaf nachgeholt, mit Baby auf dem Bauch und nur ein paar Minuten (ich war eine fürchterliche Glucke :wink:)).
Wenn Deine Freundin auch tagsüber nicht schlafen kann, dann soll sie es auch nicht anstreben, aber sich auf jeden Fall die Zeit zum relaxen nehmen, angenehme Musik hören, ein wenig Augen zu machen, an nichts denken - das ist besser als gar keine Entspannung.
Mir half abends noch der Schlaf- und Nerventee aus der Apotheke, eine Wärmflasche an den Füßen und irgendwas Nettes zum Lesen, statt liegen gebliebenen Haushalt machen oder ewig Fernsehschauen, weil ich nicht ins Bett wollte.
Ansonsten würde ich an ihrer Stelle den Schlafmangel so ernst nehmen, dass ich auch einen Hausarzt dazu befragen würde. Ich kenne jemanden, die durch Nervosität und Schlafmangel massive Darmbeschwerden (z.B. Dauerdurchfall) hatte, und immer häufiger an Infektionen erkrankte.

Auf jeden Fall, denke ich, wird es höchste Zeit für Deine Freundin dagegen Maßnahmen zu ergreifen, und auf jeden Fall sollte sie eine Fachkraft dazu befragen, und sich vorallem untersuchen lassen.

viele Grüße
Claudia

Hi Sebastian!

Ich kann manchmal auch nicht einschlafen, so wie jeder Mensch,
dem am nächsten Tag etwas essentielles bevorsteht.
Ich liege dann im Bett und denke die ganze Zeit nicht an das
bevorstehende, sondern in meinem Kopf ist nur eine Satz:
„Ich darf nicht einschlafen!..Ich darf nicht
einschlafen!..Ich darf nicht…“ und schwupps bin ich weg.
Ich kann hier nur für mich sprechen, aber einen Versuch wäre
es ja mal wert.

Ich habe mal gehört, dass das deswegen funktioniert, weil unser Unterbewusstsein kein ‚Nein‘ kennt. Wenn du also sagst: Nicht einschlafen", so kommt im Unterbewusstsein an: „Einschlafen!“
Und das tut man dann auch.

Gruß Bezzi

P.S.: Die Tatsache, dass das nur klappt, wenn man es verneint halte ich für Einbildung.

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Hallo Bezzi,

Ich habe mal gehört, dass das deswegen funktioniert, weil
unser Unterbewusstsein kein ‚Nein‘ kennt. Wenn du also sagst:
Nicht einschlafen", so kommt im Unterbewusstsein an:
„Einschlafen!“
Und das tut man dann auch.

ich habe noch nie darueber nachgedacht, aber es klingt verdammt logisch. In Zukunft werde ich umdenken muessen um mich zu lenken. - Also keine verneinenden Gedanken mehr, wie z.B. „ich will weniger rauchen…“
Danke fuer Deinen Beitrag.
Gruss, Marcus

Hallo,
irgendwie ein generelles Problem - wenn man auf etwas
extrem fixiert ist, klappt es nicht. Wie man so jmd.
hilft ? Evtl. durch Einreden das sein Problem eigent-
lich keins ist. Sie schläft vermutlich deshalb nicht,
weil sie es als absolut notwendig ansieht.
Ist sie berufstätig, ansonsten kann sie doch tagsüber
ein Nickerchen halten. Nimmt sie momentan wieder die
Pille ? Die hormonelle Situation während der Schwanger-
schaft begünstigt das Schlafen. Eine sinnvolle Alterna-
tive zu in der BRD zulässigen Schlafmitteln ist Melatonin.
Evtl. kann sie damit den Teufelskreis durchbrechen.

Gruss
Enno

Auch Hallo!

Ich habe meine Vorredner nun nicht gelesen, sondern schreibe einfach mal:
Schlaftabletten sind keine Lösung, sondern ein Holzhammer. Niemand sollte die Öllampe am Auto zerschlagen, wenn sie blinkt, sondern Öl nachfüllen.
Eine „Gruppentherapie“, an deren Ende herauskommt, daß die Eltern schuld sind, ist, gelinde gesagt, Scheiße!
Man sollte eine Umgebung schaffen, in der sie schlafen kann.
Das fängt an bei gelüfteten Räumen, Ordnung, Klarheit.
Dieses sollte sie sich nun verinnerlichen.
Autogenes Training ist ne gute Idee, aber nicht gut genug.
Energien, die derart aus der Bahn sind, lassen sich nicht so einfach einrenken.
Nun möchtest Du bestimmt auch noch was nützliches von mir hören:
Tai-Chi ist eine sehr gute Energiearbeit. Es wäre empfehlenswert. Ansonsten böte sich noch Aikido an, eine harmonisierende Kampfkunst aus Japan.
Die Chakrenarbeit aus dem Ayurveda ist auch keine schlechte Idee. Auch Akupunktur und Shiatsu schaffen einen energetischen Ausgleich, um Körper und Seele zu harmonisieren.
Für mehr mail mich einfach an.

Lieber Gruß,

Marcus

Lieber Marcus,

vielen Dank für Deine Ratschläge!

Schlaftabletten sind keine Lösung, sondern ein Holzhammer.

Klar, hat sie schon vor der ersten Einnahme eingesehen, allerdings war es nach Monaten des Nichtschlafens einfach mal ein Griff zum Holzhammer eben… Nur ist dieser erzwungene Schlaf ja auch kein gesunder Schlaf!?

Eine „Gruppentherapie“, an deren Ende herauskommt, daß die
Eltern schuld sind, ist, gelinde gesagt, Scheiße!

War vielleicht etwas salopp ausgedrückt, aber da sie seit Jahren in Therapie ist, ist dies eben auch keine Hilfe. (Nicht im allg., aber eben genau diese Therapie)

Autogenes Training ist ne gute Idee, aber nicht gut genug.

Das Problem ist, daß sie (verständlicherweise) ziemlich ungeduldig ist. Autogenes Training scheint eine längerfristige Sache zu sein, die man erst „lernen“ muß und sich so Schritt für Schritt rantastet. Sie ist nach den ersten Stunden jetzt schon total genervt davon, da sie natürlich auf den Effekt wartet und so kann’s eben auch nichts werden…

Tai-Chi ist eine sehr gute Energiearbeit. Es wäre
empfehlenswert. Ansonsten böte sich noch Aikido an, eine
harmonisierende Kampfkunst aus Japan.
Die Chakrenarbeit aus dem Ayurveda ist auch keine schlechte
Idee. Auch Akupunktur und Shiatsu schaffen einen energetischen
Ausgleich, um Körper und Seele zu harmonisieren.

Danke für die ganzen Tips. Ich hoffe, sie ist „offen“ für so etwas. Allerdings ist sie so fertig, daß sie mittlerweile offen für fast alles scheint. Auch die o.g. Dinge sind alles längerfristige Sachen an die man sich nicht eben mal schnell herantasten kann, aber eine schnelle Lösung scheint es auch nicht zu geben.

Für mehr mail mich einfach an.

Mach ich, vielleicht kann sie das auch selbst tun, wenn sie noch Fragen zu oben hat und sich fest für etwas entscheidet. Momentan weiß sie noch von meiner Anfrage hier nichts.

Viele Grüße,
Christiane

Hallo Enno,

Sie schläft vermutlich deshalb nicht,
weil sie es als absolut notwendig ansieht.
Ist sie berufstätig, ansonsten kann sie doch tagsüber
ein Nickerchen halten.

Nein, sie ist in Mutterschutz.
Aber nochmal genauer zur Erläuterung: es ist wirklich so, sie schläft einfach überhaupt nicht mehr! Also, nicht daß sie denkt „ich muß unbedingt schlafen damit ich morgen fit am Arbeitsplatz bin“, nein, sie möchte einfach nur schlafen des Schlafens wegen, weil sie eben einfach überhaupt nicht mehr einschlafen kann. Das Nickerchen am Tag klappt auch nicht, denn sonst könnte sie ja die Nacht zum Tag machen und umgekehrt, was vielleicht nicht schön ist, aber erstmal ihr Schlafproblem lösen würde.

;Nimmt sie momentan wieder die

Pille ?

Nö, verträgt sie nicht.

Die hormonelle Situation während der Schwanger-
schaft begünstigt das Schlafen.

Ja:wink:) Das war die einzige Zeit wo sie supergut geschlafen hat…

Eine sinnvolle Alterna-
tive zu in der BRD zulässigen Schlafmitteln ist Melatonin.
Evtl. kann sie damit den Teufelskreis durchbrechen.

Werde ich ihr auf jeden Fall so weitergeben.

Viele Grüße,
Christiane

Liebe Claudia,

auch Dir vielen Dank für die Ratschläge:wink:)

So habe ich die Vermutung, dass Deine
Freundin aus einem ähnlichen Grund Probleme mit dem
Einschlafen hat.

Kann gut sein. Obwohl die beiden gut versorgt sind, aber ihre Sorgen sind ja nicht rational.

Außerdem kosten Schwangerschaft und Geburt viel Kraft

und erst bei Zwillingen!

Ich würde an der Stelle Deiner Freundin zum Beispiel an einem
Yoga-Kurs für Mutter und Kind machen - kann ich echt
empfehlen, hat gut getan und Spaß gemacht.

Hmm, ist bei Zwillingen auch wieder schwierig, aber da sie jemand für die Betreuung hat, könnte sie es mit nur einem der beiden machen.

Durch´s Stillen habe ich kaum eine Nacht durchgeschlafen, und
mir tagsüber den Schlaf nachgeholt, mit Baby auf dem Bauch und
nur ein paar Minuten (ich war eine fürchterliche Glucke :wink:)).

Eine Glucke ist sie auch (sofern man dies mit 2 Kindern sein kann:wink:), stillen tut sie seit einiger Zeit nicht mehr, aber ich denke dies war wohl der endgültige Auslöser für ihre absolute Schlaflosigkeit. Also wegen des Stillens der beiden Babies konnte sie erst Monate gar nicht schlafen, jetzt stillt sie nicht mehr, braucht sich auch nicht nachts um die Babies kümmern, aber der Schlaf kommt trotzdem nicht. Jetzt macht sie sich deswegen so viel Sorgen, daß er auch nicht kommen wird, denn es ist nun ein Teufelskreis.

Wenn Deine Freundin auch tagsüber nicht schlafen kann, dann
soll sie es auch nicht anstreben,

Tut sie nicht, aber sie hat morgens schon ein Horror vor dem Einschlafen am Abend - kein gesundes Gefühl.

Mir half abends noch der Schlaf- und Nerventee aus der
Apotheke, eine Wärmflasche an den Füßen und irgendwas Nettes
zum Lesen, statt liegen gebliebenen Haushalt machen oder ewig
Fernsehschauen, weil ich nicht ins Bett wollte.

Hat sie alles versucht, nicht geholfen. Und da sie von Bier immer sehr müde wird, hat sie irgendwann auch mal ein halbes Bier getrunken, was eine relativ gute Wirkung hatte, aber das ist genauso wie mit den Schlaftabletten - wenn sie das mit dem Bier weitermacht, wird sie eben davon abhängig;-((

Ansonsten würde ich an ihrer Stelle den Schlafmangel so ernst
nehmen, dass ich auch einen Hausarzt dazu befragen würde.

Hat sie leider auch schon gemacht, wie schon berichtet, sie kennt gute Ärzte (ansonsten gute Ärzte…), aber auch diese können ihr nicht helfen.

kenne jemanden, die durch Nervosität und Schlafmangel massive
Darmbeschwerden (z.B. Dauerdurchfall) hatte, und immer
häufiger an Infektionen erkrankte.

Diese Beschwerden hat sie meines Erachtens (noch) nicht, aber da sie bald endgültig (durch den Schlafmangel) durchdreht, dauert’s nicht mehr lange und sie wird ein Fall für den Psychater. Ich mach mir wirlich sehr, sehr große Sorgen!

Liebe Grüße,
Christiane

Schlafproblem - organischer Defekt - Schlaflabor
Hallo,

ich mache mir inzwischen ziemlich große Sorgen um eine
Freundin, die seit Monaten nicht mehr schlafen kann.
Inzwischen ist es so, daß sie am Morgen schon Angst vor dem
Abend hat, denn sie weiß ja, daß sie nicht einschlafen kann.

Mir ist nicht ganz klar, ob Deine Freundin dabei unter Müdigkeit leidet oder „nur“ unter dem Frust, nicht Schlafen zu können.

Ich habe von einem Mann gehört, der ein Jahr lang nicht (!) schlafen konnte, aber eben auch keine Müdigkeit empfand. Ursache war wohl eine Infektion im Gehirn, die den Rythmus „abgeschaltet“ hat.

Andere Ursache ist der Melatoninhaushalt (jemand sprach es indirekt an). Vor allem ältere Menschen erzeugen (?) weniger Melatonin und schlafen deutlich weniger Stunden. Eine Melatoningabe über - wenn ich mich recht entsinne - 3-4 Wochen brachte den Haushalt wieder in Schwung, die Schlafdauer erhöhte sich.

Die Störung, die Du beschreibst, erscheint mir jedenfalls so schwer, daß die herkömmlichen Tips („schlaf Dich mal aus“) wohl keine Chance haben. Das beziehe ich auch auf die esoterisch angehauchten Empfehlungen ("Energie"kur oder so). Angenommen, es sei eine ordentliche (Angst-)Neurose (heißt neuerdings nicht mehr so), dann ist auch eine gezielte Therapie nötig (Verhaltenstherapie?).

Obwohl Nichtmediziner, würde ich jedoch vermuten, daß es sich hier mal um eine organische Störung handelt und mich an ein Schlaflabor wenden.

Tschuess Sven.

Hallo Sven,

Mir ist nicht ganz klar, ob Deine Freundin dabei unter
Müdigkeit leidet oder „nur“ unter dem Frust, nicht Schlafen zu
können.

Hmm, nicht nur Müdigkeit, sie ist total fertig, fahrig, nervös, eben übermüdet… (na ja, genauer müßte sie es jetzt erklären)

Ursache war wohl eine Infektion im Gehirn, die den Rythmus
„abgeschaltet“ hat.

So etwas will ich nicht hoffen, aber ich denke es ist eher etwas anderes.

Andere Ursache ist der Melatoninhaushalt (jemand sprach es
indirekt an). Vor allem ältere Menschen erzeugen (?) weniger
Melatonin und schlafen deutlich weniger Stunden. Eine
Melatoningabe über - wenn ich mich recht entsinne - 3-4 Wochen
brachte den Haushalt wieder in Schwung, die Schlafdauer
erhöhte sich.

Man müßte es mal versuchen, allerdings denke ich auch hier nicht, daß die Ursache direkt der Melatoninhaushalt ist.

Die Störung, die Du beschreibst, erscheint mir jedenfalls so
schwer, daß die herkömmlichen Tips („schlaf Dich mal aus“)
wohl keine Chance haben.

Richtig! Denn sie versucht seit sie kein „Stillstress“ mit den Kindern mehr hat ständig sich „auszuschlafen“. Ohne Erfolg!

esoterisch angehauchten Empfehlungen ("Energie"kur oder so).

Hm, auch ich bin da etwas kritisch und nicht unbedingt offen für alles. Aber ich vermute es hat bestimmt was mit ihrer Psyche zu tun und vielleicht wirkt eine der vielen „entspannenden“ Möglichkeiten. Das Problem ist, alles muß erstmal einige Zeit wirken, Tai Chi kann man nicht von heut auf morgen (können wahrscheinlich erst nach 10-20 Jahren), ebenso Autogenes Training oder Yoga oder…

Angenommen, es sei eine ordentliche (Angst-)Neurose (heißt
neuerdings nicht mehr so), dann ist auch eine gezielte
Therapie nötig (Verhaltenstherapie?).

Genau dies vermute/befürchte ich. Man mag es nennen wie man will, sie setzt sich selbst unter Druck, weiß aber nicht warum, verkrampft, setzt sich unter Stress… Es war schon früher so, aber z. B. bei Prüfungsstress ist’s ja immer so, daß wenn dann mal endlich die Prüfungen vorbei sind, dann kommt auch der Schlaf wieder. Oder bei irgendwelchen Ereignissen, Vorführungen, Ansprachen in der Firma - ist’s gelaufen, ist auch der Druck vorbei. Aber nun? „Kinder“ sind eben nie vorbei (im Gegenteil, hat gerad erst angefangen), aber dies kann auch nicht die einzige Ursache sein.

Obwohl Nichtmediziner, würde ich jedoch vermuten, daß es sich
hier mal um eine organische Störung handelt und mich an ein
Schlaflabor wenden.

Ich glaub es weniger, aber wie gesagt, weiß es auch nicht besser. Wie ich sie kenne würde sie es sich wünschen, daß es organisch bedingt wäre. Organe kann man manchmal oder fast immer besser heilen als die Psyche…

Vielen Dank nochmal für Deine Ratschläge.

Tschüss,
Christiane

Hallo!

Hier ein Link über eine Untersuchung, die Entspannungstechniken mit kognitiver Verhaltenstherapie verglich.

http://www.surfmed.de/surfmed-redaktionstool/main_1…

Vielleicht hilft auch das Stichwort Insomnie für Google.

Ein Kollege erzählte übrigens von einer Bekannten mit ähnlichen Problemen, nachdem sie ihren Mann während eines Krebsleidens pflegte.

Tschuess, Sven.