Mitnichten. Es geht darum, die Autonomie und Freiheit des Klienten anzuerkennen. Denn wie soll sich jemand für das Leben entscheiden , wenn man ihm nicht die Wahlmöglichkeit lässt?
Dieser Fehler wird auch oft in Beziehungen gemacht: Man hofft, den Partner dorthinzu bringen, wo man ihn haben möchte, indem man seine Wahlmöglichkeiten einschränkt. Was man erreicht (falls man überhaupt etwas erreicht), ist aber allenfalls Katzengold, weil sich keine menschliche Freiheit auf Dauer einschränken lässt.
Wenn Du die Postings des Fragestellers liest, wirst Du festellen, daß seine Depressionen um ein starkes Gefühl von Unfreiheit kreisen - und es ihm gut ging, als er sich frei gefühlt hat. Ihm in dieser Situation auch noch die Entscheidungsfreiheit zum Selbstmord abzusprechen, wäre da wohl eher kontraproduktiv.
hast du schon mal darüber nachgedacht um eine Zeit weg zu gehen aus deiner gewohnten Umgebung? Etwas neues zu entdecken? Neue Arbeit, neue Umgebung, neue Gedanken und Ansichten?
Naja ich wollte mich mit Tabletten umbringen o. vorm Zug springen u. hatte viele Gedanken, die auf einmal durch mein Kopf rasselten, auch sehr schlimme wie anderen Menschen Schaden zuzufügen…Aber ich habe auch in der Situation wo mir alles unerreichbar geschienen hat, darüber nachgedacht, dass wenn ich mich vorm Zug schmeiße auch andere Personen ins Leid stürze wie dem Zugführer etc…In der Klinik hatte ich mich schon nach Sachen umgesehen wie ich mich umbringen könnte, aber habs gelassen, weil ich mich an das Personal anvertraut habe u. schauen wollte, was es tatsächlich bringt.
Ich muss aber auch sagen, dass es nur für paar Tage war, an denen ich mich richtig gut gefühlt habe, danach ist wieder das meiste verflogen. Ich wollte dort schon unbedingt so früh wie möglich raus, als ich wirklich zum ersten mal so ein richtigen Willen gespürt habe, der mich voran bringt. Das es mir wirklich gut ging in der Klinik für paar Tage, hatte ich auch nicht wirklich denen zu verdanken, sondern eher mir u. paar aus meiner Familie…
Hallo Hassan,
Ich war früher ganz oft in der gleichen situation wie Du!
Immer im ständigen Selbstmitleid immer auf der Suche nach geborgenheit, unzufieden mit der Vergangenheit und der Gegenwart.
Höre auf zu suchen Versuche nicht das ganze Leid der Welt auf Deine Schultern zu laden, nimm die Dinge die Du nicht ändern kannst so wie sie sind. Stecke Deine Ziele nicht zu hoch dann ist auch die Entäuschung nicht so groß, wenn es nicht so funktioniert, wie Du Dir das vorstellst. Aber wie schon in einer früheren Antwort festgestellt Du bist nicht alleine!! Ich habe auch gerne ein offenes Ohr für Dich!
LG Sven
Hallo,
Nur kurz zur ambulanten hilfe, aus eigener Erfahrung weiss Ich das es nur all zu schnell mit tabletten versucht wird,dies unterdrückt jedoch nur die Gefühle dringt aber nicht zum Kern des Problems vor.