Wenns ums Geld geht - Sparkasse!

Hallo Bankfachleute.
Letzte Woche hatte ich gleich drei mal Sparkassenerlebnisse.

  1. Ein junger Mann, jetzt erwerbstätig, möchte einen Dispokredit zum Giro auf der Sparkasse. Kann er bekommen, muß aber im Gegenzug einen Bausparvertrag abschließen. Selbst der Hinweis, daß er schon einen „dicken“ habe hilft nicht. Erst abschließen, dann Dispo.
  2. Ein Unternehmer. Die komplette Finanzierung bei Sparkasse. Obwohl es ihm nicht sonderlich gut geht, braucht er neues Geld für Investitionen. Bekommt er auch. Gleich drei mal. Aber immer Tilgungsaussetzung gegen eine neue Lebensversicherung. Merken die Sparkässler denn nicht, daß sie selbst Ihrem Kunden den Teppich unter den Füßen wegziehen?
  3. Eine Dame hat nicht unbedeutend Geld bei der Sparkasse. Zu über 1% Zins!!! Keinen Sparkässler interessiert das. Nun haben wir eine neue Strategie vereinbart. Als die Kundin am Schalter die fertigen Überweisungen abliefern will, folgt nun ein halbstündiges Aufklärungsgespräch. Unter sechs(!) Augen. Mit dem Ergebnis: Wenn ihr das Geld wichtig und wertvoll ist und sicher sein soll, dann MUSS es auf der Sparkasse bleiben. Das Risiko ist riesengroß (außerhalb dieses Hauses).

Zählt wirklich NUR noch der Umsatz am Schalter???
„Wenns ums Geld geht - Sparkasse“, das klingt doch so gut.
Dabei hat die Sparkasse doch sooo einen Vertrauensbonus in der Meinung der Öffenlichkeit.

Viele Grüße
Boris

Hi,

Hallo Bankfachleute.

Sparkassen sind keine Banken.

Zählt wirklich NUR noch der Umsatz am Schalter???

Was denn sonst? Auch die Sparkassen müssen sehen, wo sie bleiben, und viele haben das inzwischen begriffen. Dies hat nicht zuletzt damit zu tun, daß zum 19.7.2005 die Gewährträgerhaftung ausläuft, d.h. im Pleitefall nicht mehr automatisch der Gewährträger (Kreis, Stadt) einspringen muß. Damit erhöhen sich die Kosten der Sparkasten erheblich, weil sie zukünftig für die eigenen Risiken auch Risikokosten zu tragen haben.

Während früher Kredite zu Preisen verliehen haben, die den Banken die Tränen in die Augen trieben, müssen die Sparkassen zukünftig nach marktwirtschaftlichen Kriterien arbeiten, was gewisse Verhaltensänderungen nach sich zieht.

Gruß,
Christian

Hallo,

Sparkassen sind keine Banken.

Was sind sie denn dann? Kreditinstitute?

Zählt wirklich NUR noch der Umsatz am Schalter???

Klar, das zählt aber bei jeder Bank würde ich sagen. Die einen machen es etwas plumper, die anderen feiner.

Was denn sonst? Auch die Sparkassen müssen sehen, wo sie
bleiben, und viele haben das inzwischen begriffen. Dies hat
nicht zuletzt damit zu tun, daß zum 19.7.2005 die
Gewährträgerhaftung ausläuft, d.h. im Pleitefall nicht mehr
automatisch der Gewährträger (Kreis, Stadt) einspringen muß.
Damit erhöhen sich die Kosten der Sparkasten erheblich, weil
sie zukünftig für die eigenen Risiken auch Risikokosten zu
tragen haben.

Das war schon längst überfällig. Mit gerechtem Wettbewerb hatte das nämlich bisher nichts zu tun. Und wenn die Sprkassen jetzt eine Imagekampagne der Art „Gut für Deutschland“ starten, dann sollten sie mal harte Fakten nennen, warum sie so gut sind. Leider bleibt das in den Anzeigen zimelich schwammig.

Während früher Kredite zu Preisen verliehen haben, die den
Banken die Tränen in die Augen trieben, müssen die Sparkassen
zukünftig nach marktwirtschaftlichen Kriterien arbeiten, was
gewisse Verhaltensänderungen nach sich zieht.

Deshlab sollten sie trotzdem fair bleiben und keine Produkte verkaufen, die unsinnig sind.

Übrigens wurde ich kürzlich sehr nett in der Sparkasse beraten, obgleich ich kein Kunde dort bin und sichtbar auch keiner werden wollte. Aber das lag wohl ander netten jungen Dame dort.

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Hi,

Sparkassen sind keine Banken.

Was sind sie denn dann? Kreditinstitute?

genau.

automatisch der Gewährträger (Kreis, Stadt) einspringen muß.
Damit erhöhen sich die Kosten der Sparkasten erheblich, weil
sie zukünftig für die eigenen Risiken auch Risikokosten zu
tragen haben.

Das war schon längst überfällig.

Mein Reden seit Jahren.

Mit gerechtem Wettbewerb
hatte das nämlich bisher nichts zu tun. Und wenn die Sprkassen
jetzt eine Imagekampagne der Art „Gut für Deutschland“
starten, dann sollten sie mal harte Fakten nennen, warum sie
so gut sind. Leider bleibt das in den Anzeigen zimelich
schwammig.

Äh, entweder sehe ich andere Werbung als Du, oder wir haben abweichende Auffassungen. Ich jedenfalls finde jede Werbung irgendwie ziemlich schwammig.

Während früher Kredite zu Preisen verliehen haben, die den
Banken die Tränen in die Augen trieben, müssen die Sparkassen
zukünftig nach marktwirtschaftlichen Kriterien arbeiten, was
gewisse Verhaltensänderungen nach sich zieht.

Deshlab sollten sie trotzdem fair bleiben und keine Produkte
verkaufen, die unsinnig sind.

Man muß sie ja nicht kaufen. 60% des Krempels, der in Supermärkten verkauft wird, ist unsinnig. Da wird doch niemand dem Ladenbetreiber die Schuld für geben.

Übrigens wurde ich kürzlich sehr nett in der Sparkasse
beraten, obgleich ich kein Kunde dort bin und sichtbar auch
keiner werden wollte. Aber das lag wohl ander netten jungen
Dame dort.

Daß Du kein Kunde werden wolltest? :wink:

Gruß,
Christian

Hallo miteinander,

Man muß sie ja nicht kaufen. 60% des Krempels, der in
Supermärkten verkauft wird, ist unsinnig. Da wird doch niemand
dem Ladenbetreiber die Schuld für geben.

Muß man nicht???

  1. Der Jüngling. Er und Eltern schon immer Sparkasse. Nun Dispo-Wunsch – Bausparen Bedingung – Also Bausparen, wenn auch nutzlos.

  2. Der Unternehmer. Die Sparkasse weiß, daß er, wenn sie alle Sicherheiten schon hat, keine andere Wahl hat. Aber deswegen dem eigenen Kunden die Beine wegziehen??? Wegen einmaligem Umsatz am Schalter?

  3. Die Oma. Ihr von den Damen und Herren Kundenberater(-innen) so einen Unsinn zu erzählen, obwohl die ja nicht mal wissen konnten, wie die geplanten Anlagen aussehen?

So viel Unfairness, von einer Bank, komprimiert in einer Woche, war mir zuvor noch nicht begegnet. Und das von einem Kreditinstitut, welches mit Volksverbundenheit fast schon identisch sein will!

Eben schade, daß sich die privaten sooo aus der Fläche zurückziehen. Das ist das Ergebnis, wenn die dann das Fast-Monopol ausüben. Aber statistisch haben wir ja noch viel zu viele Banken … Zu viel ruinösen Wettbewerb.

Mir sollte das ja fast egal sein. Mein Geschäft beflügelts. Aber die Leute tun mir Leid. Ganz besonders der Unternehmer.

Grüße
Boris

Unfairer Beitrag
Dieser Beitrag ist total unsachlich, und gehört meiner Meinung nach entfernt.
Es kann gewiss nicht dein Ernst sein, dass wir eine Diskussion über die Sachverhalte führen, die so in der Weise wohl eh nur Halbwahrheiten darstellen. Keiner von uns war dabei, auch Du nicht, Boris. Überleg mal, ob du nicht irgendwelche Fakten hineininterpretierst, die gar nicht so passiert sind ? Man kann das was einem erzählt wird immer so interpretieren wie man gerne es hätte, oder dass es einem die vorhandene Meinung bestärkt. Und Deine Aufgabe als Berater sollte es sein, mit dem Kunden den Sachverhalt sachlich durchzugehen. Auch wenn es sich um die Konkurrenz handelt. Nimm einfach mal Dein Beispiel Nummer 3. Worüber soll denn hier diskutiert werden ? Dass eine Bank versucht, Ihre Kunden zu halten ? Warum die Dame Ihr Geld nicht unter 1% angelegt hat ? Wie kommt es wohl dazu, dass ein Berater auf besondere Risiken in dieser Deutlichkeit hinweist ? Hat die Dame vielleicht gesagt worin sie investieren wird, und das Gespräch war gar nicht so unbegründet ? (Ich meine es kommt nicht oft vor, dass man so ein Gespräch unter sechs (!) Augen führt, das wird schon seinen Grund gehabt haben).

Genauso könnte ich behaupten, dass alle freien Berater nur Mist bauen. Das mach ich bewusst nicht, weil es nicht so ist. Ich kann Dir aber genauso Vorfälle berichten, die Kunden von mir passiert sind - da stellen sich einem die Haare zu Berge. Es gibt überall gute und schlechte Berater. Aber das in so einem Forum auf diese Weise zu tun, hat nichts mit einer sachlichen Diskussion zu tun.
Also bitte, denkt einfach drüber nach, bevor Ihr hier irgendwelche unqualifizierten Beiträge von euch lasst, die keinem weiterhelfen.

Stephan

Sehr geehrter Herr Vermögensberater,

ihr Artikel ist meiner Meinung nach völlig überzogen. Er zeugt nicht von Professionalität. Es ist einfach über die Marktführer in Deutschland zu richten, weil nur den großen und guten Instituten kann mann vom Kuchen ein paar Krümel nehmen.
Ihre Argumente die Sie hier anbringen möchten treffen absolut nicht zu. Am meinsten stört mich der Ansatz, daß nur noch der Umsatz zählt.
Ich denke Sie leben bestimmt nicht aus der Hand in der Tasche. Genau solche vielleicht sogar ungelernten Anfänger machen den Ruf der Branche zunichte und die wirklichen Experten müssen dafür Leben, die Kunden aufzuklären und Sie von solch unseriösen Anbieter zu warnen. Sicherlich wissen solche Finanzberater ihren Provisionssatz besser als den Badarf ihrer einzelnen Kunden. Da brauch man sich nicht wundern wieso manche Kunden unter sechs Augen aufgeklärt werden müssen, das liegt doch auf der Hand. Und wenn sie gehen, dann haben die Banken und Sparkassen es wenigsten versucht und niemand kann nachher mit erhobenem Fingern kommen und behaupten er wäre nicht hinreichend auf das Risiko aufmerksam gemacht worden.

Zum Thema Sparkasse und Unternehmen im Bezug auf die Großbanken, kann ich nur sagen, wenn es die kleinen Vobas und Sparkssen vor Ort nicht geben würde, wäre viele mittelständigen Betriebe schon vorher in die Insolvenz gesteuert worden. Aber nicht von den kleinen Instituten, sondern weil die sauberen Herren der Großbanken ihnen die Kredite nicht mehr prolongieren wollten. Dann mussten es die Vobas und Sparkassen übernehmen und das volle Risiko tragen. Erst wenn es den Unternehmen wieder besser geht werden die die Großbanken wieder aktiv. So was nennt man dann Rosienpicker. Ohne die Sparkassen in Deutschland bricht der Mittelstand vollig weg, darum sind sie „gut für Deutschland“. Aber die meisten werden das dann erst merken wenn es mal wieder fünf nach acht ist und den Herren Akcermann und Co. folgen, die ja jetzt über ihre Fehler in der Vergangenheit spürbar Aufklärung erfahren und feststellen, dass der Rückzug aus dem Retail-Banking ihren Genicktschuss im Internationalen Wettbewerb darstellt.

Liebe Grüße,

Hans

Dieser Beitrag ist total unsachlich, und gehört meiner Meinung
nach entfernt.

Nein, das Gegenteil dürfte zutreffen.
Den Beitrag sehe ich symptomatisch für die Situation der gesamten Branche großer Filialbanken.
Seitdem die Direktbanken an Boden gewinnen und wohl auch aus anderen Gründen sind die Filialbanken einem großem Kostendruck ausgestzt, den sie nicht selten hart am Rande der Legalität auf die Kunden abwälzen.
Meine eigene Familie, Bekannte usw waren teilweise seit Jahrzehnten Kunde bei DB, HVB usw. Bis vor ca 5Jahren war die Beratung sehr gut, die Banken haben sich ernthaft für die Interessen der Kunden eingesetzt.
Inzwischen hat der Wind um 180Grad gedreht. Die alte Riege der Betreuer ist überwiegend in den Ruhestand abgeschoben worden. Das über lange Jahre aufgebaute Vertrauen ist inzwischen leider mehrfach übel enttäuscht worden.
Einfach nur aufzuschreien und mit dem Finger auf andere zu zeigen ist da bestimmt nicht angebracht…
Paul

Hallo,

Zum Thema Sparkasse und Unternehmen im Bezug auf die
Großbanken, kann ich nur sagen, wenn es die kleinen Vobas und
Sparkssen vor Ort nicht geben würde, wäre viele
mittelständigen Betriebe schon vorher in die Insolvenz
gesteuert worden. Aber nicht von den kleinen Instituten,
sondern weil die sauberen Herren der Großbanken ihnen die
Kredite nicht mehr prolongieren wollten. Dann mussten es die
Vobas und Sparkassen übernehmen und das volle Risiko tragen.

umgekehrt wird ein Schuh daraus. Die meisten Unternehmen haben in den Anfängen Sparkassen und genossenschaftliche als Kreditgeber. Wenn denen dann die Linien zu groß werden, oder der Kunde eine namhafte Bank auf dem Briefbogen haben will, dann geht man zu einer anderen Bank, besorgt sich da die Kredite und beläßt ansonsten das übrige Geschäft bei den Sparkassen und gen. Banken.

Wenn sich dann die Lage des Unternehmens verschlechtert und für die Bank die Risikokosten steigen, so daß sich der Kredit allein nicht mehr rechnet, wird Zusatzgeschäft eingefordert und/oder der kredit eingedampft.

Die Sparkassen mit ihren Dumpingzinssätzen haben - was die Kreditversorgung angeht - tatsächlich viel zu der Lage der Unternehmen beigetragen. In Deutschland liegen die Margen aufgrund der Konkurrenzsituation und der Kampfsätze der Sparkassen bei rd. 1/3 von dem, was im Ausland erzielt werden kann. Kredit ist daher ein unattraktives Produkt, von dem allein man nicht leben kann - und vor allem dessen Risiko durch die Margen nicht bzw. nur teilweise gedeckt wird. Dies ist nicht zuletzt die Ursache für die Bankenkrise, die wir in Deutschland seit rd. 3 Jahren erleben, die aber vorher schon latent vorhanden war.

Entspannung wird es erst geben, wenn die Sparkassen ab Mitte des Jahres gezwungen sind, markt- und risikogerechte Zinssätze zu nehmen, und die Konsolidierung der deutschen Bankenlandschaft endlich mal in die Gänge kommt.

nach acht ist und den Herren Akcermann und Co. folgen, die ja
jetzt über ihre Fehler in der Vergangenheit spürbar Aufklärung
erfahren und feststellen, dass der Rückzug aus dem
Retail-Banking ihren Genicktschuss im Internationalen
Wettbewerb darstellt.

Gerade die Deutsche Bank wird das nicht feststellen, weil sie als einzige deutsche Bank die Internationalisierung vollzogen hat und inzwischen 80% der Erträge im Ausland erwirtschaftet. Der Standort Deutschland, der immer noch hoffnungslos „overbanked“ ist, kann der DB egal sein.

Gruß,
Christian

Den Beitrag sehe ich symptomatisch für die Situation der
gesamten Branche großer Filialbanken.

Und genau das sind die Sparkassen eben nicht, sie sind eben keine große Filialbank ! Durch die Struktur des Zusammenschlusses vieler kleinerer Institute und dem Ausdruck des Regionalprinzips (jede Sparkasse hat Ihr Geschäftsgebiet und agiert individuell innerhalb der Bedürfnisse dieses Gebietes). Die Kundenstruktur und auch die Kundenbedürfnisse im schwäbischen ländlichen Raum sind anders als die in Hamburg. Deswegen gibt es in beiden Räumen die Sparkasse, aber eben nur in Hamburg die Deutsche Bank.

Seitdem die Direktbanken an Boden gewinnen und wohl auch aus
anderen Gründen sind die Filialbanken einem großem Kostendruck
ausgestzt, den sie nicht selten hart am Rande der Legalität
auf die Kunden abwälzen.

Der Kostendruck ist da, da stimme ich Ihnen zu. Aber den hat die Direktbank genauso. Die Kosten die eingespart werden, dadurch dass weniger Filialen vorgehalten werden, gleichen die fehlenden Erträge aus, die adurch entstehen, dass verschiedene Dienstleistungen nicht bepreist werden und die Konditionen bewusst über die Marktpreise zu drücken.
Letztlich kochen alle mit Wasser, und unterm Strich zählt was übrig bleibt - der Gewinn, den den eine Bank dringend braucht um zu bestehen. Und da stehen die Direktbanken eben nicht unbedingt alle besser da.
Und um nochmals den Vergleich zu den Sparkassen zu ziehen, der Kostendruck einer Großbank ist deutlich höher, als der einer regionalen Sparkasse.

Inzwischen hat der Wind um 180Grad gedreht. Die alte Riege der
Betreuer ist überwiegend in den Ruhestand abgeschoben worden.
Das über lange Jahre aufgebaute Vertrauen ist inzwischen
leider mehrfach übel enttäuscht worden.

Das ist ein Umstand der keinesfalls gut ist. Da gibt es auch gar nichts zu beschönigen. Das ist Ihr Empfinden, und darüber sollten sich auf jeden Fall die betreffenden Berater/Banken Gedanken machen. Aber trotzdem kann man das wohl nicht verallgemeinern. Eine Direktbank bietet Ihnen hierzu meines Erachtens keine Alternative.

Einfach nur aufzuschreien und mit dem Finger auf andere zu
zeigen ist da bestimmt nicht angebracht…

Dieser Meinung bin ich auch.
Für sachliche Diskussionen bin ich offen, es gibt verschiedene Standpunkte, die auch zulässig sein müssen.
Nur die Art und Weise, wie dies zu Beginn dieses Beitrags (nicht von Ihrer Seite) geschehen ist, ist genau das Gegenteil. Das war in meinen Augen „mit dem Finger auf andere zeigen“, ohne dass darüber in irgendeiner Weise diskutiert werden kann.

Freundliche Grüße

Stephan

Hallo Stephan,

Dieser Beitrag ist total unsachlich, und gehört meiner Meinung
nach entfernt.

Aha, gelöscht. Windige Berater und Strukturvertriebe aller Art (deren Freund ich bestimmt nicht bin!!!), können madig gemacht werden. Aber keine Kritik an einer z. B. bitte. Sparkasse!

Es kann gewiss nicht dein Ernst sein, dass wir eine Diskussion
über die Sachverhalte führen, die so in der Weise wohl eh nur
Halbwahrheiten darstellen. Keiner von uns war dabei, auch Du
nicht, Boris.

Es sind Fakten! Die Kreditverträge liegen auf meinem Tisch. Und der Unternehmer ist bestimmt nicht zur Sparkasse gegangen und hat dort Kredit und Lebensversicherung bestellt. Im Kombipack.
Der Jüngling. Zuerst ging er wegen Girokonto zur Kasse. Und kam heim mit Giro- und Bausparkonto. Die Mutter (meine Kundin) zusammen mit Sohnemann zur Kasse und hat Bauspar gekippt. Nun der Sohn allein zur Kasse wegen Dispo und kommt heim mit Dispo und Bauspar. Das war Bedingung hat er gemeint. Mutter ist nun nicht noch einmal hingegangen…
Und die Oma spricht mich auf der Straße an. Zufall. „Ach wissen Sie was ich auf der Kasse erlebt habe?“ Und hat gelacht dabei und mir erzählt. „…Konnte ja nicht mitreden. Aber als denen wohl die Luft ausgegangen war hab ich dann gefragt, ob ich nun die Überweisungen abgeben könnte“. Was gibts da hineinzuinterpretieren? Ich hab doch nichts dagegen, Kunden halten zu wollen. Aber die Bahauptung NUR AUF DER KASSE IST DAS GELD SICHER! geht etwas weit.

Überleg mal, ob du nicht irgendwelche Fakten
hineininterpretierst, die gar nicht so passiert sind ? Man
kann das was einem erzählt wird immer so interpretieren wie
man gerne es hätte, oder dass es einem die vorhandene Meinung
bestärkt. Und Deine Aufgabe als Berater sollte es sein, mit
dem Kunden den Sachverhalt sachlich durchzugehen.

Hab ich getan. Und für den Unternehmer such ich noch eine neue Hausbank. Und hier sind wir an der Wurzel des Übels. Vor Ort ist ja mittlerweise außer den beiden keiner mehr präsent.

Auch wenn es
sich um die Konkurrenz handelt. Nimm einfach mal Dein Beispiel
Nummer 3. Worüber soll denn hier diskutiert werden ? Dass eine
Bank versucht, Ihre Kunden zu halten ? Warum die Dame Ihr Geld
nicht unter 1% angelegt hat ? Wie kommt es wohl dazu, dass ein
Berater auf besondere Risiken in dieser Deutlichkeit hinweist
? Hat die Dame vielleicht gesagt worin sie investieren wird,
und das Gespräch war gar nicht so unbegründet ? (Ich meine es
kommt nicht oft vor, dass man so ein Gespräch unter sechs (!)
Augen führt, das wird schon seinen Grund gehabt haben).

Genauso könnte ich behaupten, dass alle freien Berater nur
Mist bauen.

Das alle Sparkassen nur Mist bauen hab ich nicht gesagt und wollt ich nicht gemeint haben. Ich meine die Auswüchse, die sich zeigen, wenn vor Ort sich Monopole entwickeln. Nur kann das bei der DeuBa beispielsweise nicht passieren. Die ist nirgends präsent ohne Konkurrenz :wink:
Aber dann gibts noch die sogenannten Verbraucherschützer, die Schwarzen Listen im Internet, die Ratgebersendungen der Rundfunkanstalten. Dort wird doch permanent propagiert, in Geldsachen die Bank oder Sparkasse zu befragen. Der Sicherheit wegen. Aber auch dort wird sooo viel Mist fabriziert. Aber man redet nicht darüber!
Schau mal ins Anlageschutzarchiv. Eine Auflistung Böser Firmen mit bösen Absichten. Oft (und mehrheitlich) begründet. Manchmal aber echt unseriös. Warum steht da kein Großinstitut drin???
Da gibts ein Institut (den Namen lass ich jetzt weg), die haben vor Jahren einen Branchenfonds mit Telekommunikationswerten wie frische Brötchen verkauft. Genuß ohne Risiko! Und der ging auch weg wie frische Brötchen. Und bis heute meldet sich kein Berater mehr beim Kunden. Liegen noch sooo oft mit 50-75% Verlust in den Depots. Und kein Verbraucherschützer oder Fernsehmoderator oder Schwarze Liste schehrt sich darum. Mußt eben groß genug sein.
Ein anderes Institut, nur kleiner (Namen lassen wir auch weg), hat ein ganzes Register voll Schlechtigkeiten. ALLE Kunden haben bisher gut verdient, aber angekreidet werden die angeblich unsittlichen Gebühren …

Das mach ich bewusst nicht, weil es nicht so ist.
Ich kann Dir aber genauso Vorfälle berichten, die Kunden von
mir passiert sind - da stellen sich einem die Haare zu Berge.
Es gibt überall gute und schlechte Berater. Aber das in so
einem Forum auf diese Weise zu tun, hat nichts mit einer
sachlichen Diskussion zu tun.
Also bitte, denkt einfach drüber nach, bevor Ihr hier
irgendwelche unqualifizierten Beiträge von euch lasst, die
keinem weiterhelfen.

Stephan

Sollte also kein Angriff auf die Sparkasse sein. Aber mancher hat wohl einen Heiligenschein, der nicht verdient ist.

Boris

Aber keine Kritik an einer z. B. bitte. Sparkasse!

Sachliche Kritik gerne. Ich bitte sogar darum.

Es sind Fakten! Die Kreditverträge liegen auf meinem Tisch.
Und der Unternehmer ist bestimmt nicht zur Sparkasse gegangen
und hat dort Kredit und Lebensversicherung bestellt. Im
Kombipack.

Kreditvergabe bei Unternehmen ist umfangreich. Wir kennen die Verhältnisse nicht. Und ohne Einblick in die gesamten Verhältnisse lässt sich keine Beurteilung vornehmen. Du glaubst doch nicht dass eine Bank einen Kredit an einen Unternehmer vergibt, nur damit Sie ne Versicherung verkauft ? Zumal, wie du beschrieben hast, seine Verhältnisse eh nicht die besten sind, und die Bank damit rechnen muss, dass die Forderung ausfällt oder dass zumindest die Chance hoch ist. Also wenn eine Kreditvergabe erfolgt, dann erfolgt auch eine Kreditprüfung. Das wird nicht nebenher am Schalter gemacht. Man kann jetzt über die Kreditprüfung diskutieren, aber wie gesagt, dazu fehlen die Fakten.

Hab ich getan. Und für den Unternehmer such ich noch eine neue
Hausbank. Und hier sind wir an der Wurzel des Übels. Vor Ort
ist ja mittlerweise außer den beiden keiner mehr präsent.

Also wenn er schon bei 2 Banken Probleme hat, dann wird das vielleicht seinen Grund haben ?

Das alle Sparkassen nur Mist bauen hab ich nicht gesagt und
wollt ich nicht gemeint haben.

So kam das aber rüber ! Die Überschrift reicht doch aus, um das auszusagen.

Ich meine die Auswüchse, die
sich zeigen, wenn vor Ort sich Monopole entwickeln. Nur kann
das bei der DeuBa beispielsweise nicht passieren. Die ist
nirgends präsent ohne Konkurrenz :wink:

Es gibt doch Konkurrenz. Du hast vorher über 2 Banken vor Ort geschrieben ? Die Anforderungen (Sicherheiten) an einen Kredit richten sich nicht nch der Konkurrenzsituation im Ort des Kreditnehmers sondern nach seiner Bonität.

Aber dann gibts noch die sogenannten Verbraucherschützer, die
Schwarzen Listen im Internet, die Ratgebersendungen der
Rundfunkanstalten.

Ja, viele (nicht alle!) sogenannte Experten, die irgendetwas berichten um Ihr Programm zu füllen.

Dort wird doch permanent propagiert, in
Geldsachen die Bank oder Sparkasse zu befragen. Der Sicherheit
wegen. Aber auch dort wird sooo viel Mist fabriziert. Aber man
redet nicht darüber!
Schau mal ins Anlageschutzarchiv. Eine Auflistung Böser Firmen
mit bösen Absichten. Oft (und mehrheitlich) begründet.
Manchmal aber echt unseriös. Warum steht da kein Großinstitut
drin???

Na, weil dort eben nur unseriöse Geschäftemacher drinstehen. Deswegen sind Großbanken(und auch Sparkassen) da eben nicht drin. Weil die halt nicht unseriös sind. Das ist ja der Sinn eines solchen Anlegerschutzes. (?)
Mist bauen bedeutet nicht, dass man unseriös ist. Mist bauen ist menschlich, auch bei Banken. Betrug führt dazu, dass man in diese Liste kommt.

Da gibts ein Institut (den Namen lass ich jetzt weg), die
haben vor Jahren einen Branchenfonds mit
Telekommunikationswerten wie frische Brötchen verkauft. Genuß
ohne Risiko! Und der ging auch weg wie frische Brötchen. Und
bis heute meldet sich kein Berater mehr beim Kunden. Liegen
noch sooo oft mit 50-75% Verlust in den Depots. Und kein
Verbraucherschützer oder Fernsehmoderator oder Schwarze Liste
schehrt sich darum. Mußt eben groß genug sein.

Das ist mir jetzt wieder zu pauschal. Ein Fonds mit Aktien ist risikoreich, und das hat keine Bank als „Genuss ohne Risiko“ verkauft. Das ist doch Schwachsinn. Über das Risiko darüber hat das Institut seine Kunden aufgeklärt, und das Gespräch darüber wurde auch dokumentiert, und das hat der Kunde auch unterschrieben. Das kannst Du jetzt einfach mal so hinnehmen. Das machst Du genauso, wenn du deinen Kunden etwas risikobehaftetes verkaufst. (Hoffe ich)
Und wie die Kurs-Erwartungen „vor Jahren“ seitens der Kunden und auch Banken waren weisst du vermutlich auch, wenn du schon in dem geschäft tätig warst.
Also warum sollte sich hier ein Verbraucherschützer darum „scheren“ ? Weil ein Investment, welches der Kunde getätigt hat nicht den erwarteten Erfolg gebracht hat ? Oder weil die Bank nicht hellsehen kann ? Und was hat das Ganze mit der Größe zu tun ?

Deine Argumentation ist sehr einseitig. Ist meine Meinung.

Gruß Stephan

Meiner Meinung nach triff der Artikel von Herrn Schwendele zu.
Ich kann mich dem nur anschließen. Die Diskussion die hier geführt wird steht auf einem Fundament, dass nicht richtig interpretiert wurde.

Die Situation die hier beschrieben wird mit dem „Jüngling“ und seinem
Dispo mit BSV kann stimmen. Dazu sollte man aber das Beratungsgespräch
mit erlebt haben. Ich interpetiere die Situation so. Der Kunde möchte einen Dispo bekommen hat aber absolut keinen Eigenmittel und die Sparkasse soll ihm einen KKK geben. Ich kenne die gesamten Faktoren die zu diesen Abschlüssen führten nicht. Aber aus meiner Erfahrung würde ich das so sehen.
Der Kunde hat keine Eigenmittel und verlangt einen Dispo. Die Sparkasse soll voll ins Risiko. Macht sie ja auch. Sicherheiten gibt es keine. Hier die Verbundpartner ins Boot zu nehmen ist absolut richtig aus Sicht der Spk und des Kunden. Die Sparkasse mindert ihr Risiko und der Kunde kann über Schaffung von Eigenmitteln später eine
Rückführung machen. Wieso sollen die Sparkassen ins Risko, wenn der Kunde bei den anderen Banken einen Tritt in den Hintern bekommt und noch belächelt wird. Das was hier gemacht wird ist Geschäft und zwar zwischen Partnern. Die Spk. erlangt eine Riskominimierung und der Kunde spart sich was an, vielleicht hat er das früher nicht getan und darum ist diese Situation entstanden. Man sollte einfach immer beide Seite betrachten bevor man Behauptungen an den Tag bringt, die weder Hand noch Fuß haben.
Und zu der Aussage, das Geld ist sicher auf der Kasse kann ich nur sagen, ja. Wie bei jeder Bank in Deutschland. Entweder sind 30% des haftenden EK pro Kundenobligo bei Privatbanken abgesichert, weit mehr als der Gesetzgeber es vorschreibt (20.000.-) und die Sparkassen haben sich durch den Angriff der Großbanken wegen ihrer Anstaltslast und Gewährträgerhaftung eine neue Konzeption einfallen lassen, die im Plattfond Modell der EU verankert ist. Darüber hinaus besitzen sie einen regionalen Stützungfond der den Geschäftbetrieb bei Schieflage aufrecht erhält. Das Geld ist also absolut sicher bei den Sparkassen!!!

Gruß,
Hans