An wen geht das geld,wenn eine person beleidigt wurde und der richter den schuldigen verurteilt hat, zu einer Geldstrafe??
An wen geht das geld,wenn eine person beleidigt wurde und der
richter den schuldigen verurteilt hat, zu einer Geldstrafe??
bei zwei privaten personen an die person, die beleidigt wurde, also das opfer
wie es aber z.b. bei beleidigungen von polizisten aussieht weiß ich nicht, könnte mir denken die dienststelle
na ja
Also ich denke die Strafe (!) geht an die Staatskasse und der etwaige Schadenersatz an die beleidigte Person. Und wenn die beleidigte Perosn ein Polizist ist, die Dienststelle auf keinen Fall.
Christian
Bei einem Urteil, das auf eine Geldstrafe lautet, muss IMMER an die Staatskasse gezahlt werden. Es gibt keinen „privaten“ Begünstigten. (Ggf. kommt Stundung, Ratenzahlung oder Umwandlung in eine Arbitsauflage in Betracht, was aber die Staatsanwaltschaft als Vollstreckungsbehörde - in Erwachsenensachen - regelt.)
Anders, wenn der Geschädigte einen „Adhäsionsantrag“ gestellt hat, dann bekommt er einen vollstreckbaren Titel über seinen Schaden gegen den Angeklagten. Dies entspricht einem Zivilurteil, das neben dem Strafurteil ergeht, nur in ein und demselben Verfahren.
Und nochmal anders, wenn das Verfahren gem. § 153a StPO eingestellt wird. Hier gibt es kein Urteil. Das Verfahren kann aber gegen die Erfüllung einer Auflage eingestellt werden. Hier sind Zahlungen an Geschädigte recht häufig. Das ist aber keine „Geldstrafe“ im eigentlichen Sinn, sondern eine „Auflage“, die der Beschuldigte erfüllen muss, damit das Verfahren endgültig eingestellt wird.
Grüße
53/12
Die Geldstrafe an sich geht an die Stadt/Land.
Wenn aber ein Schadensersatz zu zahlen ist, dann bekommt es der ‚Geschädigte‘.
MfG TheJough
Nennt man das denn Geldstrafe wenn der beschuldigte zu straftaten verurteilt worden ist,mit den sätzen: Zu der angelegenheit z.b. 30 tagessätze a 10 euro usw.??
Mir ist nur unverständlich warum der Staat geld bekommen sollte für eine Beileidigung,die ein Bürger bekommen hat???Vor allem wenn der jenige für Schuldig befunden wurde, gehen ja auch die kosten für die Verhandlung auf den Beschuldigten,daher ist mir unverständlich warum der Staat dann das geld bekommen sollte für die Beschuldigung???Sorry das ich es nicht verstehe!!!
Lg
Erklärung…
Nennt man das denn Geldstrafe wenn der beschuldigte zu
straftaten verurteilt worden ist,mit den sätzen: Zu der
angelegenheit z.b. 30 tagessätze a 10 euro usw.??
Ja. Wenn ein Ausspruch besteht mit Tagessätzen, dann handelt es sich um eine Geldstrafe, die entweder mit Urteil oder Strafbefehl ausgesprochen (oder seltener: nachträglicher Gesamtstrafenbeschluss) worden ist.
Mir ist nur unverständlich warum der Staat geld bekommen
sollte für eine Beileidigung,die ein Bürger bekommen hat??
Es geht ja nicht darum, dass der Staat Einnahmen generieren will. Der Strafprozess ist ohnehin nicht wirtschaftlich zu betrachten, da er meistens sehr viel mehr kostet, als der Verurteilte tatsächlich zahlt.
Es geht bei der Geldstrafe um eine empfindliche Einbuße, die den Verurteilten als Strafe treffen soll. Es geht um den Strafanspruch des Staates. Es geht um die Bestrafung des Täters, damit er eine solche Tat nicht wieder tut (Spezialprävention), und es geht um ein Zeichen an alle Bürger, dass der Staat es nicht duldet, wenn der eine den anderen - in unserem Beispiel - Beleidigt und dadurch eine Straftat begeht (soweit Strafantrag vorhanden, da hier absolutes Antragsdelikt). Klar wird dies vielleicht bei Freiheitsstrafen. Diese könnte auch bei Beleidigung verhängt werden. Und davon hat der Beleidigte auch nicht wirklich was.
Der Geschädigte hat einen eigenen zivilrechtlichen Anspruch gegen einen Straftäter - nämlich auf Schadensersatz. Dazu muss man aber durch die Tat einen Schaden erlitten haben, der bei Beleidigungen oft nur immateriell ist. Hier kann ein Schmerzensgeldanspruch entstehen, dieser wird aber nur schwerlich geltend zu machen sein.