Wer bezahlt die Differenz?

Hallo Zusammen,
habe mir gerade vorgestellt, ich habe ein Eigenheim und Stress mit dem Nachbarn, der wohl auch Stress mit Anderen haben wird. Notgedrungen verkaufe ich mein Eigenheim und muss! dann auch noch angeben, mit was für netten Menschen man es in der Umgebung zu tun hat…

http://www.welt.de/data/2005/09/26/780760.html

Das dies den Kaufpreis bzw. Verkaufspreis drückt ist ja logisch, wer bezahlt denn in so einem Fall die Differenz, zu dem VK den ich erzielt hätte wenn es den Nachbarn nicht gegeben hätte?
PP= persönliches Pech?
Danke und Gruß
Plö

Hallo,

die Antwort wäre ganz einfach - PP Persönliches Pech.

Allerdings frage ich mich wieso man soetwas beim Verkauf einer Immobilie mit angeben müssen sollte?

Gruß

Phoebe

Hallo Phoebe,

Allerdings frage ich mich wieso man soetwas beim Verkauf einer
Immobilie mit angeben müssen sollte?

Weil das OLG Frankfurt das in dem im Ausgangsposting verlinkten Artikel so richterlich entschieden hat.
Einen solchen Nachbarn sehen die Richter (und nicht nur die) eben als schwerwiegenden Mangel an der Immobilie an. Und wer einen Mangel wissentlich verschweigt ist dafür haftbar (sprich: Preisminderung bzw. Rücktritt vom Kauf).

Grüße von
Tinchen

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[ot] Schmerzempfinden
Hi Tinchen,

wer einen Mangel wissentlich verschweigt ist dafür haftbar

da dürfen wir uns ja zukünftig auf herrliche Auseinandersetzungen freuen, wenn es darauf ankommt, in welcher Form so ein Mangel mitgeteilt werden muss: Reicht es, dass ich „etwas schwieriger Nachbar“ murmele? Wenn ich den Nachbarn aber als Störenfried bezeichne, könnte ich mir eine Verleumdungsklage einfangen. Und dann erst im Nachhinein, wenn ein Anwalt mir vor Gericht vorhält, dass ich nichts oder zu wenig gesagt hätte - wer will denn meine Leidensfähigkeit beurteilen? Das ist fast so schön wie die Frage, wie weh es mir tut, wenn ich mir auf den Daumen haue.

Gruß Ralf

Hallo!

Ein mir bekannter, aber natürlich rein fiktiver Fall geht von ebendiesem Szenario aus.
Nur die Grundfragen lagen anders, nämlich:
1.) „weshalb sollte ich einen monetären Verlust dadurch erleiden, dass mein Nachbar sich nicht benehmen kann?“
2.) „weshalb sollte ICH ausziehen, wenn der Nachbar eigentlich das Problem ist, auch für andere Nachbarn“.

Die Nachbarschaft hat sich in diesem, fiktiven, Fall dazu entschieden, dem Störenfried gehörig Feuer unter dem Hintern zu machen.
Das Problem könnte sich somit durch Wegzug des störenden Nachbarn und eigentlichen Verursachers oder durch dessen Herzinfarkt lösen…

Grüße,

Mathias