huhu,
des öfteren hört man Sätze wie z.B.:
„Wer etwas besitzt, dem kann man es streitig machen.“
„Wer hat, dem wird gegeben.“
„Wer liebt, dem wachsen Flügel.“
„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.“
„Wer das nicht versteht, dem ist nicht zu helfen.“
usw.
Aber ist das überhaupt korrektes Deutsch?
ja
Oder müßte es - auch
wenn es „holpriger“ klingt - nicht eher so heißen:
„Dem, der etwas besitzt, kann man es streitig machen.“
„Dem, der hat, wird gegeben.“
„Dem, der liebt, wachsen Flügel.“
„Dem, der einmal lügt, glaubt man nicht.“
„Dem, der das nicht versteht, ist nicht zu helfen.“
wieso willst du dir Fußfesseln anlegen?
kürzeres Beispiel:
„Wer Geld hat, ist reich.“ Dieser Satz drückt eine unpersönliche Situation aus.
Man kann auch sagen: „Wer Geld hat, der ist reich.“ Jetzt hast du ein Demonstrativpronomen (der) eingebaut und zeigst somit auf den, der reich ist bzw. untermauerst den Relativsatz noch einmal - also nur der, der Geld hat, ist halt reich.
Beide Sätze sind aber korrekt. Du beginnst mit einem unpersönlichen Wort (wer, also irgendwer/einer) und kannst diesen noch beliebig genau bestimmen.
Was man im Deutschen nicht machen kann, ist, das unpersönlichere erst dann zu nennen, wenn man schon auf etwas gezeigt hat und schon persönlicher war.
Bsp.: Der, wer Geld hat, ist reich.
Es gibt also eine Rangfolge.
Wenn du gleichrangige Pronomen hast, kannst du beide Varianten wählen.
„Der, der Geld hat, ist reich.“ oder „Der Geld hat, der ist reich.“
Das kannst du mit anderen Pronomen beliebig ausprobieren.
„Er, der Geld hat, haut auf den Putz.“ oder „(Irgend-)Wer, der Geld hat, haut auf den Putz.“
Es geht nicht: „Der Geld hat, er ist reich.“ oder „Er, wer Geld hat, ist reich.“
mfg:smile:
rené