Hallo,
Käufer und Verkäufer schließen per Email ein Geschäft über 2 Tickets ab, die per Nachnahme bezahlt werden sollen. Der Termin des Konzerts ist in 2 Wochen. Der Verkäufer geht bis zum Termin des Konzerts davon aus, dass die Tickets bezahlt wurden, da die Post sich für die Überweisung oft Zeit lässt und der Käufer sich auch nicht meldet.
Einem Tag nach dem Konzert kommt von der Post die Retoure mit dem Vermerk „nicht abgeholt“. Der Käufer beteuert nie einen Zettel im Briefkasten gehabt zu haben und sich deswegen woanders zu einem höheren Preis 2 Tickets beschafft zu haben.
Wer haftet für den Schaden, da die Tickets jetzt wertlos sind?
Vielen Dank für Antworten!
Hallo angelamerkel,
grds. liegt eine Holschuld des Käufers vor. Vereinbart er eine Lieferung, geht in dem geschilderten Fall das Risiko nach Einlieferung der Ware auf ihn als Empfänger über.
Er kann daher allenfalls von der Post Entschädigung verlangen. Die Erfolgsaussichten scheinen hier allerings gering, da ein nachweislicher Zustellversuch unternommen wurde. Außerdem hätte er die erwartete Sendung selbst nachverfolgen können, bevor ein Schaden entsteht.
Der Verk. hat seinen Vertrag mit Einlieferung erfüllt und IMHO Anspruch auf Zahlung und Abnahme der inzwischen wertlosen Tickets.
HTH
MfG imager
Hallo,
Die Erfolgsaussichten scheinen hier allerings gering, da ein
nachweislicher Zustellversuch unternommen wurde.
wie soll sich dieser Zustellversuch nachweisen lassen?
Gruß, Niels
Die Erfolgsaussichten scheinen hier allerings gering, da ein
nachweislicher Zustellversuch unternommen wurde.
wie soll sich dieser Zustellversuch nachweisen lassen?
Diese Sendungen werden von der DP streng dokumentiert. Über den Status kann man sich unter www.deutschepost.de/briefstatus jederzeit informieren.
Der Käufer hätte die erforderliche Sendungsnummer ja beim Absender mal nachfragen können.
Eine Sendungsnummer gibt es bei Nachnahme nicht, allerdings ist der Zustellnachweis auf der Retoure mit Unterschrift nachgewiesen.
Diese Sendungen werden von der DP streng dokumentiert.
Bei der Zustellung beruht diese Dokumentation aber einzig und allein auf der Aussage des DHL-Fahrers bzw des Postboten. Über deren Zuverlässigkeit könnte man Bücher zu schreiben.
Über
den Status kann man sich unter www.deutschepost.de/briefstatus
jederzeit informieren.
Nur muss dieser Zustand nicht mit der Realität übereinstimmen (zumindest was die Zustellung anbetrifft).
Bei uns sollte letzte Woche ein Paket kommen. Wir waren zu Hause. Keine laute Musik, kein Staubsauger etc. Aus der Sendungsverfolgung ging hervor, dass es sich „in Zustellung“ befindet. Um 10 Uhr stand dan drin „Zustellversuch gescheitert“, ein Kärtchen lag im Briefkasten. Ich habe sofort die Klingel ausprobiert: funktioniert.
Meine Vermutung: Der Fahrer war es gewohnt, bei uns eher niemanden anzutreffen, füllt schon mal das Kärtchen aus und wirft das einfach in den Briefkasten. Damit spart er sich das rausholen des Pakets.
Gruß, Niels
Meine Vermutung: Der Fahrer war es gewohnt, bei uns eher
niemanden anzutreffen, füllt schon mal das Kärtchen aus und
wirft das einfach in den Briefkasten. Damit spart er sich das
rausholen des Pakets.
Jo, das kenne ich auch. Einmal habe ich sogar den Postboten kommen gesehen, als ich zur Tür kam, war er schon wieder auf dem Weg Auto. In den Briefkasten geschaut - da lag eine „rote Karte“. Als ich mich wieder umwandte, „brauste“ er gerade davon …
Ich habe die Vermutung, daß es für die Boten einfacher / schneller ist alle Benachrichtigungen zu schreiben als
- Paket rausholen
- klingeln
- warten
- in 80%(?) dann doch eine Benachrichtigung schreiben müssen.
Gruss Conrad