Wer hat auch LWS-Beschwerden und kann weiterhelfen

Hallo,
ich habe folgende Diagnosen:

  • Pseudoradikuläres Lendenwirbelsyndrom bei muskulärer Dysbalance
  • Rezidivierendes Halswirbelsäulensyndrom mit leichten bis mäßigen degenerativen Veränderungen und leichten Funktionsstörungen.
  • AC-Gelenkarthrose rechts mit belastungsabhängigen leichten Funktionsstörungen des rechten Schultergelenkes.
  • Schmerzchronifizierung Stadium III nach Gerbershagen mit Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung.
    Wer kann mir diese Diagnosen näher erläutern? Wer kann mir weiterhelfen?
    Suche Gleichgesinnte zum Austausch von Erfahrungen, Problemen, etc.

Hallo,

Diagnosen:

  • Pseudoradikuläres Lendenwirbelsyndrom bei muskulärer Dysbalance
  1. ein scheinbar die Nervenwurzel betreffendes Problem in der Lendenwirbelsäule, wobei die Muskeln nicht mehr im Gleichgewicht sind.
    Hier ist unklar, ob es ein physisches oder seelisches Problem sein soll.
  • Rezidivierendes Halswirbelsäulensyndrom mit leichten bis
    mäßigen degenerativen Veränderungen und leichten Funktionsstörungen.
  1. sich wiederholendes HWS-Krankheitsbild, degenerativ = mit Abnutzungserscheinungen, und leichter Behinderung. Also ein physisches Problem.
  • AC-Gelenkarthrose rechts mit belastungsabhängigen leichten
    Funktionsstörungen des rechten Schultergelenkes.
  1. rechtes Schultergelenk durch Arthrose im Gelenk, wobei Arthrose eine Schädigung des Knorpels im Gelenk bedeuten kann. Normale Belastung nicht mehr gegeben. Physisches Problem.
  • Schmerzchronifizierung Stadium III nach Gerbershagen mit
    Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung.
  1. chronisch, also dauerhafte Schmerzen, III = stark, nach Gerbershagen = ein Meßverfahren, somatoforme = wirkliche Ursache nicht bekannt, Verdacht auf seelischen Konflikt als Ursache.

Hier wird kein ORT der Schmerzen angegeben. Soll daher seelischen Ursprungs sein, was aber oft einfach gesagt wird, weil die Ursache nicht gefunden werden kann obwohl eine vorliegt.

Zur Abklärung empfiehlt sich eine Untersuchung im Magnet-Resonanz-Thomographen (kein CT da hier die Röntgenstrahlenbelastung extrem hoch ist).

Für alle drei gilt, daß seelische Konflikte zu Streß und damit zu Muskelverspannungen führen können, sie entstehen aber auch durch das physische Krankheitsbild selbst. Verspannungen drücken auf Nerven und verschlimmern die Schmerzen.

Wer kann mir weiterhelfen?

Nachdem ich eine Jahrzehnte lange Odyssee durch verschiedenste Orthopädie-Praxen und eine OP über mich ergehen ließ, fand ich letztlich eine weit bessere Lösung: die Osteopathie, die ja nun auch endlich in Deutschland anerkannt wurde. Hier deren Webseite: http://www.osteopathie.de. Anzumerken ist, daß die Osteopathie seit über 10 Jahren in England und Frankreich ein eigenständiger medizinischer Facharztberuf ist, und in den USA schon vor etwa 100 Jahren mit Dr. Still Einzug hielt, später erweitert von Dr. Sutherland und Dr. Upledger.

Es gibt hier verschiedene Teilbereiche: die viszerale Therapie, die sich auf die Organe konzentriert, von der viele ebenso wie bei der Cranio-Sakral-Therapie weiterhin, trotz aller Heilerfolge, behaupten sie sei Unsinn. Als Nutznießerin und Anwenderin, weiß ich als Heilpraktikerin, das dem nicht so ist.

Wirklich faszinierend und hochwirksam beim Bewegungsapparat ist aber der Zweig Muscle-Energie, bei dem der Patient nicht eingerenkt wird, sondern vom Therapeuten in eine spezielle Position gebracht und gehalten wird, und dann mit eigener Muskelkraft mit Widerstand gegen diese Position, z.B. den verrutschen Wirbel an die richtige Stelle zieht. Dazu gibt es selbstverständlich zahlreiche unterschiedliche Positionen, eben so viele wie verschiedene Stellen und Positionen der Fehlpositionen von Bandscheiben und Wirbeln. Die Cranio-Sakral-Therapie ergänzt die Muscle-Energy weiter.

Dieses Verfahren ist meiner Erfahrung (und nicht nur meiner) nach erheblich wirksamer, nachhaltiger und sanfter als die Chiropraxis und das „rabiate“ Einrenken. Chiropraxis ist für den Halsbereich nicht zu empfehlen, weil die Gefahr einer Schädigung der Nerven hier besonders groß ist. Fachliteratur von Still, Upledger und Sutherland gibt es zahlreich, inzwischen vieles auch in deutsch.

Bei der o.g. Webseite können auch Osteopathen mit Kassenzulassung erfragt werden. Physiotherapeuten mit Kassenzulassung und dieser Zusatzausbildung gibt es schon sehr lange, doch sie praktizierten bislang „verdeckt“ Osteopathie, jetzt dürfen sie es endlich auch offen tun.

Bei einem solchen Physiotherapeuten wurde ich vor einigen Jahren endlich meine chronischen migränartigen Kopf- und auch Rückenschmerzen los, die Orthopäden wollten unbedingt operieren. Es ging aber auch ohne OP.

Der Link zu Osteopathenadressen steht auf der Seite http://www.osteopathie.de ganz oben an zweiter Stelle.
Hier der Link zur allgemeinen Therapeutensuche:
http://osteopathie.de/service-therape

Man kann die Therapeuten dann im Netz einzeln finden, oft steht dabei ob Kassenzulassung oder privat, ggfs. muß man anrufen und fragen. Wer einen aufgeschlossenen Hausarzt hat, kann auch diesen Fragen - so fand ich den Physiotherapeuten, der Osteopathie praktiziert.

Ähnlich verhält es sich mit der ganzheitlichen Zahnmedizin: GZM - http://www.gzm.org.

Gruß,
Cantate