Wer hat Erfahrungen mit Jugendämtern gemacht ?

Ich bin ganz verzweifeft ,habe 2 Kleine Kinder die sich derzeit in einer Pflegebereitschafft befinden ,grund der Pflegebereitschafft ist das ich tage lang sehr traurig war ,Familienhelfer haben mitbekommen das es mir nicht gut ging ,und haben sich sofort in verbindung mit dem Jugendamt gesezt . Das Jugendamt sagte mir ich bekomme meine Kinder wieder wenn es mir besser geht ,nun heist es es liegt eine Depressive Verstimmung bei mir vor so das es
auswirkung auf die Pyhsischeentwicklung eines Kindes hat somit ist nach ansicht des Jugendamtes eine Kindeswohlgefährdung nicht auszuschliessen . Was kann ich tun damit ich meine Kinder wieder bekomme ? Ich bedanke mich schon mal im vorraus .G. Prinzessen

Hallo Prinzessen,

die Jugendämter stecken in der Klemme: Es wird von ihnen erwartet, dass sie früh genug eingreifen und trotzdem ansonsten zurückhaltend sind.

Wenn bei Ihnen wirklich eine Depression vorliegen sollte - das kann weder durch das Jugendamt, noch durch Sie selbst diagnostiziert werden, sondern nur durch einen Facharzt mit Erfahrung -, dann ist es tatsächlich besser, wenn die Kinder für die Zeit ihrer Genesung von jemand anderem zumindest versorgt werden. Eine leichte bis mittelschwere Depression ist aber sicherlich kein Grund, dass Kinder dauerhaft in einer Pflegefamilie untergebracht werden müssen.

Wichtig sind aus meiner Sicht - zum Wohl Ihrer Kinder aber auch, damit es Ihnen selbst möglichst schnell wieder besser geht:

  • Suchen Sie unbedingt möglichst schnell ärztlichen Rat. Hier ist ein Hausarzt meist überfordert. Besser ist, Sie gehen zu einem Facharzt für Psychiatrie oder zu einem Psychiater. Nur hier kann wirklich festgestellt werden, ob überhaupt eine Depression vorliegt. Sie müssen keine Angst haben: Depressionen lassen sich heutzutage sehr gut behandeln.

  • Zeigen Sie dem Jugendamt, dass Sie das Problem erkannt haben. Bitten Sie dort um Hilfe (Familienhilfe, Haushaltshilfe) für die Zeit, bis es Ihnen wieder besser geht.

  • Suchen Sie auch selbst Leute, die Sie unterstützen können: Freund eoder Verwandte, die mit Ihnen etwas unternehmen und Ihnen bei der Pflege der Kinder helfen können und Sie dabei unterstützen, den Haushalt in Ordnung zu halten.

Wichtig ist, das Jugendamt nicht als Feind zu betrachten: Man ist dort daran interessiert, dass nichts passiert. Und man ist dort verpflichtet, alles zu unternehmen, was nötig ist, um Kinde rin der Ursprungsfamilie groß werden zu lassen.

Wenn Sie zu diesem Themenkomplex noch Fragen haben sollten, dürfen Sie sich gerne noch einmal melden.

Herzliche Grüße,

Matthias.

Hallo Matthias,
Vielen Dank für die schnelle Nachricht!
Ich versuche meine Situation einmal zubeschreiben:
ich habe seit 3Jahren einen Gesetzlichen Betreuer, als er von der Schwangerschafft mitbekam meldete er sich aufgrund meiner schlechten Kindheit an das Jugendamt ,3tage nach meiner ersten Geburt meines Kindes karmen zu mir 8 Personen nachhause (Jugendamt)Familienhelferinen etc.Man sagte mir ich brauche dringend Hilfe bei der Erziehung meiner Kinder .Da ich dies Verweigerte nahm man mir das Sorgerecht meines ersten Kindes weg,danach nahm ich die Hilfe wiederwillig an weil das Jugendamt mir Drohte sie nehmen mir meine Kinder weg wenn ich nicht mitarbeite und einsehe das tatsächlicher Hilfebedarf besteht .Nun wurde ein Gutachten zu Erziehungsfähigkeit erstellt :Negative weil die Gutachterin mir sagte:wenn du nicht aus deiner Vergangenheit erzählst würde es sich negative auf das Sorgerecht auswirken .Ich hatte das Gefühl diesem Druck nicht mehr stand zu halten (Weinkrämpfe)nach geraumer zeit wandte sich die Familienhelferin an das Jugendamt,das Jugendamt frage mich ob ich mit einer vorrüber gehenden Pflegbereitschafft einverstanden wäre ,Ich gab mein Einveständniss weil man mir sagte :ich bekomme sie wieder wenn es mir besser geht .Nun glauben das erstellte Gutachten und nahm mir auch seit kurzem auch das Sorgecht von meinem zweiten Kind weg ,die entscheidung ob meine Kinder zurückkommen wurde noch nicht entschieden ,aber das Jugenamt hat jetzt schon gesagt:das sie sich schon nach einer langjährigen Pflegefamilie umschaun .Ich bin der meinung das das so hochgehaltene Jugenamt eindeutig zuweit geht .Und versteh nicht warum mir das leben mit meine 2Kindern von allen seiten so schwer gemacht wird .Doch ich der diesen Leidensweg hinter sich hat ,werde Tag für Tag von Jugendamtsakten und Diagnosennummern und Gutachten Verfolgt,bis in alle Ewigkeit.Aber kann man mir wegen einer Vergangenheit und eines erstellten Gutachten mir ganz die Kinder weg nehmen ? Liebe Grüsse Prinzessen

Das tut mir erst einmal leid für Sie, aber die Jugendämter müssen in so einem Fall wegen einer möglichen Gefährdung des Kindswohls eben schnell reagieren.
Wer hat denn die „depresive Verstimmung“ diagnostiziert? Wenn das nicht von einem Fachmann gemacht wurde, würde ich so schnell wie irgendmöglich einen Psychotherapeuten oder Psychiater aufsuchen, um eine genaue Abklärung und Diagnostik durchführen zu lassen. Erst dann steht es nämlich wirklich fest, ob es sich wirklich um eine Depression handelt. Vielleicht kann ja auch schon hier Entwarnung gegeben werden. Dann wäre die Grundlage für die Herausnahme der Kinder hinfällig. Sollte sich die Diagnose aber bestätigen - und hierbei sollten Sie der Versuchung der Schönfärberei auf alle Fälle widerstehen - , dann eröffnen sich damit entsprechende Behandlungsmöglichkeiten mit Medikamenten oder Psychotherapie, am Besten noch in Kombination miteinander. Wenn diese Behandlung zu einem Erfolg führt und auch durch die entsprechenden Fachleute objektiv bescheinigt wird, dann werden Sie Ihre Kinder auch vom Jugenamt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wiederbekommen, da dann ja auch die Ursache für die Herausnahme entfallen ist. Daher sollten Sie also nicht zögern und entsprechende Fachleute so schenll wie möglich aufsuchen - zu Ihrem Wohl und dem Ihrer Kinder.

Dipl.-Psych. Thomas Hünerfauth

Hallo Prinzessin,
um dir deine Frage richtig beantworten zu können, fehlen noch hintergrundinfo´s. Das Jugendamt muss soweit ich weiss erstmal einen gerichtlichen Beschluss haben um die Kinder von dir weg zu holen. Eine depressive Verstimmung kann verschiedene Auswirkungen haben, allerdings denke ich du wirst deshalb in Behandlung sein. Nur weil man traurig ist, werden einem die Kinder nicht weggenommen. Ich würde dir empfehlen schnellstens einen Anwalt für Familienrecht einzuschalten, der kennt sich damit aus und weiss genau was zu tun ist, damit du deine Kinder wiederbekommst. Ich hoffe es geht dir bald besser und du bekommst deine Kinder bald wieder. LG

DA MUSS JA SICHERLICH SCHON VON VORNEREIN WAS VORGEFALLEN GEWESEN SEIN - WENN SCHON FAMILIENHELFER ANWESEND WAREN. DER ANFANG WÄRE SICHERLICH MIT EINER ENTSPRECHENDER THERAPIE GUT. BZW. HAT DAS JUGENDAMT SIE SICHERLICH DARAUF HINGEWIESEN.