Wer hilft?

Hallo zusammen,
Ich weiß gerade echt nicht mehr weiter…

Zur Vorgeschichte :

Mein Mann hat sich Ende 2003 eine Eigentumswohnung gekauft. Wir waren zu dem Zeitpunkt noch nicht verheiratet…

2006 kam unser Sohn auf die Welt.
Ende 2007 hatte ich einen sehr schweren Verkehrsunfall mit Folgen.
Ich bin mit 50% GdB und mittlerweile 2 Kindern, trotz Ehemann so gut wie Alleinerziehend.
Jetzt ist es uns passiert, dass ich trotz Hashimoto-Thyreoiditis und Vorraussagungen aller Ärzte doch schwanger geworden bin.
Also, Kind Nr. 3 ist unterwegs…

Wir leben nunmehr seit 12 Jahren in dieser Eigentumswohnung.
Mein Mann ist Handwerker und wir machen alles selbst und haben alles selbst gemacht. Je nach Zeit und Geld…

Die Wohnung in dieser Zeit nur grob fertig geworden.
Kinder und der Unfall haben mich sehr viele Jahre zurückgeworfen…
Mein Mann ist nur arbeiten. Er geht morgens um 6:30 Uhr aus dem Haus und kommt sehr oft erst mitten in der Nacht nach Hause. Manchmal auch früher. Aber meist sind die Kinder bereits im Bett.

Ich kann aktuell nicht schwer heben, habe Schmerzen im Rücken, kann nicht lange stehen, nicht knien nicht hocken, nicht ewig sitzen… Und und und
Das alles ist nicht Schwangerschaftsbedingt, sondern kommt von der Behinderung.

Dadurch, dass nicht alles fertig ist, kann ich auch nicht alles verräumen, was hier so rumsteht.
D.h. Das Schlafzimmer steht voll mit Kartons, dessen Inhalt überwiegend ins Wohnzimmer gehört. Der Wohnzimmerschrank ist aber seit 8 Jahren eine Baustelle. (Wir haben ein Fachwerk freigemacht und darin einen Schrank gebaut)

Mein Mann ist so gut wie nie zu Hause und kann deshalb nicht alles fertig stellen…

Dann kommt dazu, dass die Kinder auch totales Chaos haben und machen. ( sie haben es leider nicht anders lernen können. Wenn die ganze Bude eine Baustelle ist, nehmen die Kinder sich genau das als Vorbild) .

Ich versuche jeden verdammten Tag, irgendetwas zu schaffen.
Zusätzlich zum alltäglichen Wahnsinn!

Ich kann aber einfach nicht mehr… Und es wird mit den Monaten die noch kommen auch nicht einfacher. Der Bauch wird wachsen und ich brauche öfter eine Pause.

Ich kann mir zusätzliche Handwerker natürlich nicht leisten… Freunde gibt es nicht, die helfen könnten.

Gibt es denn Behörden, die in so einer Not unterstützen?
Jugendamt?
Haushaltshilfe?

Wir streiten uns sehr oft deswegen.
Er ist der Meinung, ich bin zu Hause… Ich muss mich um alles kümmern.
Er kümmert sich schließlich um das finanzielle.

Klar, einer muss arbeiten gehen,wenn der andere berentet ist durch die Behinderung… Das verstehe ich ja alles…
Aber auch wenn er 300 Stunden im Monat arbeitet, darf er seine Familie nicht vergessen.

Ich habe schon über ausziehen nachgedacht, aber eine bezahlbare Wohnung mit bald 3 Kindern (4 Schlafzimmern) ist nicht zu finden.
Zumal ich nur eine Rente bekomme und nie mehr das verdienen kann bzw. keine 8 Stunden am Stück arbeiten kann.

Ich möchte das alles irgendwie regeln und auf die Reihe bekommen.
Schaffe es aber nicht alleine…
Wir haben noch 6 Monate um alles umzuräumen und das 3. Kinderzimmer herzurichten.
Platz dafür haben wir in der Wohnung.

Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll!
So alleine!

Mein Mann ist keine große Hilfe!
Der denkt nur an seine Arbeit!
Was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist…

Ich weiß nicht wen ich um Hilfe bitten kann?!
Habt ihr eine Idee?

Wenn Dein Mann 60h die Woche arbeitet UND Du eine Rente beziehst, liegt Euer Einkommen vermutlich für Aufstockung etc. zu hoch.

Was Du anscheinend brauchst ist kein Handwerker, sondern eine Hilfskraft, und die gibt es (egal ob schwarz oder legal) schon für 10-30 Euro die Stunde. Nehmt also mal 1000€ in die Hand (statt Urlaub etc.*) und bringt die Bude in einen wohnbaren Zustand.

Es ist völlig in Ordnung, wenn der Mann lieber arbeitet statt zuhaus zu malochen (aus welchen Gründen auch immer), nur muss das dann (bei 2-3 Kindern) jemand für Geld tun.

*) Urlaub: Ist jetzt vielleicht schon zu spät (bzw. zu früh) aber nimm auf jeden Fall Mutter-Kind-Kur in Anspruch, gerne auch Dein Mann mit den beiden Ältern und Du bleibst mit Deinem Säugling allein daheim.

Ja, da hast Du recht.
Wir bekommen keine Aufstockung, weil wir über dem Satz liegen…

Urlaub ist dieses Jahr nicht drin,weil wir einiges besorgen müssen fürs Baby.
Habe letztes Jahr, alles erfolgreich verkauft.
Haben mit Nachwuchs nicht mehr gerechnet.

Er hat einen 10-12 Stunden Job täglich.
Den Rest hilft er Freunden, die auch umbauen. Und da er vom Fach ist,ist er der erste der um Hilfe gebeten wird…

Ist ja alles auch halb so wild… Fühle mich nur komplett alleine gelassen mit allem.
Und bin gerade etwas überfordert.

Ich denke nicht dass Ämter hier helfen. Dazu müsste erst das Eigentum verfespert werden.
Das ganze höhrt sich für mich wie so ein Typischer Fall von diesen Hilfssendungenan. Helfer mit Herz, Bauretter, Schöner Wohnen,…
Melde Dich doch mal bei denen.

Da habe ich auch schon drüber nachgedacht…

Aber das ganze MUSS dann öffentlich passieren!
Und ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist?!

Aber danke für den Tipp

Hi,

Diese Aussagen beißen sich aber!
Wie stehen denn diese „Freunde“ jetzt in dieser schweren Zeit zu euch? Deiner Beschreibung nach benötigt ihr auf jeden Fall Untersützung. Ich möchte nicht negativ klingen, aber es liest sich so als ob dein Mann seine Arbeit mitunter auch als Ausrede verwendet.

Macht zum Anfang mal eine Prioritätenliste zusammen:

  • Was muss getan werden
  • wer steht zur Verfügung
  • wie viel Geld steht dafür zur Verfügung
  • wie viel Zeit
  • welche Arbeitskraft (Personen)

usw…

Eine schriftliche Niederlegung eine „TO - DO“ Liste hilft bereits etwas weiter, da die Wünsche, Vorstellungen und Möglichkeiten in einem Rahmen festgehalten werden können, man kann sich darauf berufen und muss nicht immer alles „im Kopf“ tragen. Dieses entlastet auch geistig.

Wünsche dir / euch alles Gute.

LG

Wenn Du Dir über den Widerspruch im klaren bist, wirst Du merken, dass Ihr ein Beziehungsproblem habt.

Ein Teufelskreis: Bei Euch ist Chaos, darum geht er lieber arbeiten, darum wächst das Chaos, darum geht er … Und vermutlich versteht er nicht, warum Du das alles neben Behinderung und 2 Kindern nicht auf die Reihe kriegst. … Das bisschen Haushalt …

Eine Trennung wäre für Ihn wohl ein Schuss vor den Bug. Dass es Euch danach besser geht ist nicht wahrscheinlich. Trotzdem: Überzeuge ihn, dass Du es nicht leisten kannst, setze ihm ein Ultimatum: Die Wohnung oder ich.

Warum eine Babyausstattung beim dritten Kind jetzt nennenswert ins Geld geht, hinterfrage ich jetzt mal lieber nicht. Aber auch da solltet ihr Eure Prioritäten hinterfragen. Ein einfaches Bett und ein gebrauchter Kinderwagen in einem ordentlichen Heim ist mehr Wert, als ein halber Babymarkt im Chaos drappiert.-

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Mit Freunde gibt es nicht meinte ich, dass ich keine habe die mich unterstützen könnten.

Er hat Kumpels, die aber selbst zu beschäftigt sind um uns zu helfen.

Natürlich holen wir alles gebraucht fürs Baby!!!
Aber selbst gebraucht bekommt man nichts geschenkt…
Die Kinder wachsen so schnell aus den Sachen raus. Da ist es reine Verschwendung Alles neu zu kaufen.

Was ihr braucht ist intensive psychiatrische Betreuung.

Hier geht es nicht um Geld, wenn man 12 Jahre lang eine Wohnung nicht fertig bekommt.

Dein Mann geht auch nicht arbeiten, er flüchtet lediglich aus dem Haus, weil er es selber nicht erträgt.

Die Kinder leben offenbar in einem Chaos, das wird sich dann auch in der Schule auswirken.

Das Sozialamt ist für Dich die erste Anlaufstelle. Die kümmern sich dann für Dich um den Rest. Ein Irrtum ist, dass das Sozialamt dafür da ist Geld zu bezahlen. Das tun sie zwar auch aber vor allem helfen Sie das Chaos in der Familie aufzulösen.

PS:
Wenn dein Mann sich für die Finanzen zuständig hält, hätte er mit dem Geld mal Handwerker in den letzten 12 Jahren bezahlen können.

Ja, die Aussagen beißen sich…
ICH habe keine Freunde, die mich unterstützen könnten.
Er hat Kumpels, die selber Familie haben und zu beschäftigt sind.

Aber mein Mann nimmt auch ungerne Hilfe an.
Er möchte Alles alleine schaffen und übersieht dabei, dass ich es bin die ALLES ALLEINE macht.

Eine To Do Liste wäre eine Option!

Danke für den Tipp

Ich dachte auch immer, dass das Sozialamt „nur“ für sozial und finanziell schwache Menschen tätig wird…
Aber da könnte ich mal anfragen.
Danke für den Tipp

Die automatische Vorschau ist hier grauselig, aber sieh mal unter Wikipedia

Dann hast du leider zwei Probleme. Dein Mann (und sein EGO) und dein oben beschriebenes Problem. :unamused:

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Ganz genau! Das ist das Problem…

Das gibt doch aber auch zu denken. Wo sind denn all die, denen er mal geholfen hat?

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Was sagt denn eigentlich dein Mann zu dem allem?

Die haben gerade selber Baustelle und kümmern sich darum…
Und er möchte nicht, dass ich da um Hilfe bitte

Er sagt immer :…„was soll ICH denn noch alles machen?!“
Er kümmert sich ja, laut seiner Aussage,um alles was finanziell nötig ist!

Und wenn ich dann sage:…" Ich schaffe es aber nicht alleine! Ich brauche Hilfe!!!"

Dann kommt nur,… " tja, hättest Du mal von Anfang an Ordnung gehalten, hättest Du das Problem jetzt nicht! "

Er vergisst aber dabei, dass das alles UNSERES und nicht nur meins ist!

Ich habe ihm auch schon mehrfach gesagt, dass ich jeden Monat gerne auf 500€ verzichte (ist finanziell möglich), das er aber dann dafür mehr für die Familie da ist!

Nee,das würde nicht gehen… Das will er nicht!

Ok, ich sehe, dein Mann will nichts ändern. Aber du könntest eventuell 500 € entbehren. Wäre dir nicht sogar geholfen, wenn du einen Teil davon in eine Haushaltshilfe investierst?

Ich fürchte, das wird deinem Mann auch nicht gefallen. Aber DIR wäre geholfen und vielleicht kämen dann auch endlich die dringend nötigen klärenden Gespräche zwischen dir uns deinem Mann zustande.

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Servus,

das ist (wie kürzlich hier diskutiert) ein ziemlich sicherer Weg in die Pleite, weil bei den sehr wenigen „auserwählten“ Kandidaten der Wert der erhaltenen Leistungen als erhaltenes Honorar einkommensteuerpflichtig ist.

Schöne Grüße

MM