Wer ist ein Nichtchrist?
Das, lieber Harald,
interessant erscheint mir jedoch, dass die ersten Christen
sich nicht selber so nannten, sondern von anderen als Christen
bezeichnet wurden. (Apg.11,26)
verwundert nicht, da solche - zunächst diskriminiernd gemeinte - Fremdbezeichnungen sehr oft von den so Bezeichnenten als Ehrentitel übernommen werden.
Die „Geusen“ wären ein Beispiel dafür, ebenso das „Nigga“, das einige Rapper inzwischen als Selbstbezeichnung wählten.
Ebenso sind Völker- und Stammesbezeichnungen sehr oft von Nachbarn gebildet worden. Apatschen, Germanen, Eskimos sind Beispiele dafür.
Ich würde also vorschlagen, dass jeder, der sich als Christ
bezeichnen möchte, zwei oder drei Zeugen benennt, die das auch
bestätigen. 
Meinzwegen. Ich hoffe aber, dass ich keine Zeugen auftreiben muss für mein Nichtchristsein!
Gruß
Fritz
Ich hoffe aber, dass ich keine Zeugen auftreiben
muss für mein Nichtchristsein!
Dafür, lieber Fritz, wird es sicher dutzende Zeugen geben. 
Gruss Harald
2 „Gefällt mir“
Dafür, lieber Fritz, wird es sicher dutzende Zeugen geben. 
Da bin ich aber beruhigt!
Fritz
2 „Gefällt mir“
Mir will aber scheinen, dass es, seit dem Tod jenes Jesus,
keine Christen, die diesen Namen wirklich zu Recht tragen,
mehr gab.
Gruß Fritz, der definitiv kein Christ ist.
Hallo Fritz,
Ich meine hier zu erkennen, dass Du Kriterien hast, nach denen sich jemand Christ nennen darf, denn aus der Aussage, dass niemand seit JC selbst diesen Namen zu Recht trägt, leitet sich ab, dass niemand diese Kriterien erfüllt.
Und darum geht es in der Fragestellung: Die Kriterien zu ermitteln nach denen sich jemand Christ nennen darf und wann nicht.
Mir hat Deine Antwort allerdings sehr geholfen, denn ich sage auch oft: Der darf sich nicht Christ nennen, ohne zu wissen was er erfüllen müßte damit er es darf.
Nachdenklich
M.
(die kein bekennender Christ ist)
Hallo Karin,
ich unterscheide da zwischen den „formalrechtlichen Voraussetzungen“ die die Kirche aufstellt, und dem was in den Köpfen der menschen als christliche Lebenseinstellung kursiert.
ersteres wird im Katechismus der r.k. Kirche definiert (so etwas gibt es sicher auch für andere Religion) zweiteres wird je nach Mensch ausgelegt.
Beispiel für Widersprüche wären, dass einige Generationen vor unserer Zeit ungetauften Kindern (die gleich bei der Geburt gestorben sind) die Bestattung auf geweihtem Boden verweigert wurde. Dies wird von jedem Menschen mit „gefühlsmäßig christlicher Einstellung“ wohl als ungerecht empfunden.
In Dantes „Göttlicher Komödie“ befinden sich jene Menschen, die vor Christi Geburt lebten im ersten Höllenkreis, wenn sie vom Verhalten her christlich lebten, aber mangels Taufe durfte ihnen kein Zutritt zum Elysium gewährt werden.
Nachdem man aber Gottes Wille ja nicht nachvollziehen kann (immerwiederkehrende Diskussionen um den freien Willen bei Katastrophen u. a. zeigen dies), also nachdem man seinen Willen nicht nachvollziehen kann, werden die von Menschen aufgestellten Regeln im Endeffekt nicht darüber entscheiden wer Erlösung nach dem Tod erfährt.
M.
(die die Hoffnung auf ihre Erlösung aufgegeben hat, denn: Die klimatischen Bedingungen der Hölle mögen zwar nicht die besten sein, aber die Gesellschaft wäre sicher interessant).
Hallo,
wer „darf“ sich eigentlich einen „Christen“ nennen?
LG, Karin
Hi, Morrighan!
Ich meine hier zu erkennen, dass Du Kriterien hast, nach denen
sich jemand Christ nennen darf, denn aus der Aussage, dass
niemand seit JC selbst diesen Namen zu Recht trägt, leitet
sich ab, dass niemand diese Kriterien erfüllt.
Jesu von Nazareth, später Christus genannt, hat vorgelebt, was er als richtige Lebenshaltung erkannt hatte und dies verkündete er auch.
Ich sehe nicht, dass - wenige Heilige wie etwa Franziskus von Assisi ausgenommen, und dessen erneutes wirklich christliches Vorbild wurde so schnell wie möglich korrumpiert - es wirkliche Nachfolger dieser Lehre und Lebenshaltung gibt.
Oder kennst du welche?
Gruß Fritz
1 „Gefällt mir“
Hi,
Mutter Theresa fällt mir noch ein.
Worauf es mir ankommt ist, dass wir (vielleicht aber auch nur ich?) sehr schnell ein Urteil fällen wer kein Christ sein kann, ohne unsere Kriterien zu kennen.
Allerdings ist das, was (angeblich) von Jesus als christliche Ethik begründet wurde, bereits vor Christus von Philosophen gedacht, wahrscheinlich auch gelebt und niedergeschrieben worden.
Und ich bin der Meinung, dass es sicher Menschen gibt, die nach dieser Auffassung leben, nur fehlt ihnen der Mentor, der ihre Taten niederschreibt so etwas wie ein „Sensationsreporter“ der ihre Taten publiziert.
Bezüglich Jesus unterscheide ich zwischen den Dingen, die wir kennen: dem glorifizierten Bild des Jesus im Neuen Testament, und dem was wir nicht kennen, nämlich wie er tatsächlich gelebt hat.
Und für mich ist ein Kriterium der Menschlichkeit Unvollkommenheit bei mir und anderen zu akzeptieren. Und Menschlichkeit wäre auch ein Kriterium (nicht das ausschließliche) um Christ sein zu können. Wenn ich dem vollkommenen Bild eines Jesus oder eines anderen Heiligen entsprechen müsste um mich Christ nennen zu dürfen, verzichte ich.
Das wäre etwa so, als würde man behaupten außer dem Dalai Lama gäbe es keinen Buddhisten.
Oder so.
lg
M.
sich mit Fug und Recht Christ nennen darf. Andererseits ist
aber auch jeder, der getauft ist, Christ - selbst, wenn er
nicht glaubt.
Markus 16,16: Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt (mein Zusatz: egal ob getauft oder nicht), der wird verdammt werden…
Gruß,
Jan
1 „Gefällt mir“
Hallo, tigger,
dann zähl sie doch bitte auf!
Fritz