Nehmen wir mal Folgendes an:
Eine 12. Schulklasse fährt auf Studienfahrt nach Kroatien. Dort wird drei Schülern eine „gelbe Karte“ gezeigt, weil Scherben einer kaputten Bierflasche in einen Pool gefallen sind, welche aber sofort vollständig entfernt wurden. Zu sagen ist hier, dass der Alkoholkonsum, auch am Pool, vom Lehrer erlaubt wurde. Begründet wird diese „gelbe Karte“ mit dem bisherigen Auffallen auf anderen Klassenfahrten, auf der einer der Schüler (der Betroffene) gar nicht waren, da er dort noch nicht in dieser Klasse war.
Zwei Tage später gehen mehrere Schüler in eine Bar und trinken dort Cocktails - auch das wurde erlaubt. Wieder bei den Bungalows angekommen, aber immer noch draußen, unterhalten sich die Schüler. Von den Gesprächen der Schüler ist einer der Lehrer aufgewacht, woraufhin der aus dem Fenster brüllt: „Ihr Arschlöcher, verschwindet sofort.“
Dies wurde als Grund herangezogen, zwei der Schüler nach Hause zu schicken.
Man solle am nächsten Tag mit der Klasse die Fahrt nach Venedig besuchen und von dort aus alleine zu einem Flugplatz weit außerhalb von Venedig kommen.
Die Flugkosten wurden vom Lehrer per Kreditkarte ausgelegt.
Nun verlangt ebendieser den Geldbetrag zurück. Einer der Schüler bezahlt, weil er sich als schuldig bekennt, der andere wiederum sieht sich als unschuldig an.
Alle anwesenden Schüler können bezeugen, dass der unschuldige nichts gemacht hat, außer unter den vielen anwesenden Schülern gewesen zu sein.
Vor der Studienfahrt kündigte der Lehrer an, alle Chancen zu nutzen, jemanden nach Hause zu schicken, weil er dann 30 Jahre Ruhe auf solchen Fahrten hätte. So etwas spricht sich schließlich rum.
Hat der Schüler die Chance die Kosten nicht erstatten zu müssen?
stellt sich die Frage, wie alt die Schüler sind und ob die Rückflugskosten 2x angefallen sind (d.h. ob der eigentlich geplante Rückflug storniert wurde).
Grundsätzlich haben die Lehrer erst mal das Recht, Schüler wieder nach Hause zu schicken, sofern die Lehrer nicht länger die Verantwortung für sie übernehmen können.
Die Schüler alleine zum Flughafen zu schicken ist meines Erachtens grob fahrlässig. Allerdings ist ja nichts passiert und bleibt daher wohl folgenlos.
Wenn die Kosten extrem hoch sind, würde ich einen Anwalt damit bemühen, um ehrlich zu sein.
also wenn ein Schüler während einer Fahrt durch den Lehrer ausgeschlossen wurde, dann ist dies ein sehr scharfes Schwert, welches gezogen wurde.
Hier ist erst einmal die Notwendigkeit und die Angemessenheit zu klären. Da muss und sollte auf jeden Fall der Lehrer gehört werden. Aber auch die Schulleitung sollte mit einbezogen werden.
Was die Kosten betrifft, na ja hängt vom vorhergehenden Punkt ab und es stellt sich auch die Frage, inwieweit man mit dem Zug nach Hause fahren hätten können.
Aber Deine Frage ist so gestellt, als wenn es Dir nur um die Kosten geht. Das Dir aber bei einem Fehlverhalten des Lehrers auch ein Schaden entstanden ist, darüber hast Du noch gar nicht nachgedacht. Das erweckt den Eindruck, als wenn Dir schon klar ist, das Du einen Bock geschossen hast.
Was sagen eigentlich Deine Eltern dazu, wenn Du vorzeitig von einer Fahrt zurückkehrst?
Danke erst einmal für die Antworten.
Der Lehrer ist der Meinung, dass seine Entscheidung hart aber notwendig gewesen sei.
Ich hingegen bin der Meinung, dass es vollkommen überzogen war, selbst für die zweite Person, welche wirklich etwas gemacht hat.
Ein weiterer Punkt ist, dass der Lehrer eiskalt lügt und Dinge behauptet die niemals geschehen sind.
Hierfür ein Beispiel: Er behauptet wir waren total besoffen und haben uns übergeben. Das entspricht absolut nicht der Wahrheit und kann auch von mehreren Mitschülern bestätigt werden.
Außerdem behauptet er, dass wir ca. eine Stunde sehr laut waren. Fakt ist aber, dass wir uns höchstens 10 Minuten dort aufgehalten haben. Auch das kann von mehreren Mitschülern bezeugt werden.
Die Rückreise wäre normalerweise mit dem Bus erfolgt.
Flugkosten sind in Höhe von knapp 170€ angefallen, was fast der Hälfte der Gesamtkosten für die Fahrt entspricht.
Von dieser Fahrt fehlten mir auch noch 2 Tage.
der Schulleiter musste über die Gründe des Lehrers schmunzeln. Er hat gesagt, dass es im Ermessen des Lehrers liegt, diese zu beurteilen. Verschiedene Lehrer würden die Situation anders einschätzen.
Meine Eltern finden es ebenso lächerlich, aber viel schlimmer finden sie, dass er Sachen erfindet um das Ganze dramatischer zu machen.
Die Schüler haben sich mit den Lehrern beraten (alle außer die, die dabei waren). Dabei wurden Strafen genannt wie zum Beispiel die Bungalows der anderen ein wenig aufzuräumen. Zwei Lehrer der drei waren damit einverstanden, nur derjenige nicht, der bereits vorher angekündigt hat jede Chance zu nutzen jemanden nach Hause zu schicken. Dieser ist mein Klassenlehrer und gesagt hat er das ein paar Tage vor Abfahrt vor der ganzen Klasse.
Alleine mit einer solchen Einstellung auf Klassenfahrt zu fahren ist ein Unding.
Ich könnte vielleicht verstehen, dass ich nach Hause geschickt wurde, wenn ich etwas gemacht hätte. Da ich aber NICHTS gemacht habe, finde ich das sehr sehr ungerecht. Vor allem, weil diejenigen, die am lautesten waren noch da geblieben sind.
lies mal „Kunst des Krieges“ von Sunzi: „Du schlägst zweien vor den Augen aller den Kopf ab und disziplinierst damit die gesamte Gruppe“. Das ist, was Dein Lehrer angewandt hat (funktioniert übrigens auch in der Politik und ist der Grund, warum Terrorismus so effektiv ist).
An Deiner Stelle würde ich die Sache auf sich beruhen lassen. Saufen kannst Du auch außerhalb des Klassenausflugs und im Endeffekt ist’s dem Lehrer vermutlich wurst, weil er eh verbeamtet ist und durch Deinen Aufstand nichts zu fürchten hat.
Letztlich Recht sprechen können nur Gerichte und wenn Du’s schwarz auf weiß haben willst, musst Du eben ein solches bemühen.
Viele Grüße und nie vergessen: Auch die Schulzeit geht mal vorbei - und leichter wird’s dann nicht…
Das Ding ist: Ich habe nicht gesoffen!
Wir zwei sind diejenigen, die er am wenigstens leiden kann.
Es waren mehr als 10 Schüler dabei. Wer aber bestraft wurde, war allen vorher schon klar.
Wir sprechen hier von fast 200€, die ich als Schüler selber bezahlen soll/muss.
Und für etwas, das ich nicht gemacht habe ist das recht viel.
Die Betonung liegt hier darauf, dass ich wirkliche NICHTS gemacht habe.
Ja, nicht einmal betrunken war ich.
Mir wurde Unrecht getan und nur weil er Lehrer ist, hat er jetzt einen riesen Vorteil oder wie soll ich das verstehen?
Er kann sein Amt doch nicht in der Art ausnutzen, nur um in seiner Lehrerlaufbahn auf Klassenfahrten seine Ruhe zu haben, wie er es vorher gesagt hat.