Wer kennt da was?

Hallo Seelen,

Mir geht’s um eine Methode mit der ich wirksam meine Emotionen besänftigen und in die Harmonie bringen kann.
Ich fühle mich in dieser Welt oft alleine und emotional so was von unterfordert und unausgelastet.
Bei mir tritt in letzter Zeit immer heftiger ein starker Schub von Agressionen auf.
Also gestern war ja für mich ja wirklich ein Tag voller Aktivität.
Zuerst war ich bei meiner Therapeutin,danach beim Jui-Ji-tsu und danach beim Spanischstammtisch.
Da bin ich echt gut in Kontakt gekommen und habe Gespräche geführt.
Das war anregend.
Aber dann heute.
Heute morgen war ich joggen.war gut.
Dann hab ich Musik gehört.war gut.
Dann bin ich in die Natur gegangen und habe mir Steine angeschaut und
habe gemerkt,wie wunderbar ich mich in solche Dinge vertiefen kann.
Und dann mach ich mich wieder mit dem Auto auf den Heimweg und plötzlich kündigt sich wieder diese Wut,dieser Zorn an.
Ich fühle mich allein gelassen und frage mich,warum andere so ganz gewöhnlich wie wenn das das Normalste von der Welt wäre,eine Freundin um sich haben,Freunde und was weiß ich.Natürlich ist das auch nicht immer so rosig bei denen.Aber wenn man so ein Talent wie ich hat,sich in die reinzusteigern.
Also jedenfalls halte ich mich in solchen Momenten für gefährlich für die Straße,weil ich Gedanken habe auf die Autos aufzufahren,mit ihnen zu kollidieren.
Also mein Gemütsverfassung ist ziemlich unausgeglichen,wechselhaft und unberechenbar.Ich weiß nicht wohin mich das noch führt.

Also habt ihr vielleicht irgendwelche Möglichkeiten,wie man seine Emotionen besser kontrolliert und wieder in Einklang bringt.
Also die Geschichte dient nur zur Veranschaulichung.Um dem Fisch etwas Fleisch zu geben.
Ich suche einfach nach Methoden,wie ich meine Emotionen besänftigen kann.
Ganz handfeste praktische Typs,die auch ein Mensch umsetzen kann,der manchmal ziemlich introvertiert und in sich gekehrt ist.
Ich setz mich mit den Menschen auseinander,nur den richtigen Zugang hab ich da noch nicht gefunden.Mir fehlt auch die Distanz,das sachliche Abhaken.So kann ich mit Menschen nicht umgehen.
Am liebsten wär mir ja ich könnte jemand aus meinem eigenen Holz schnitzen,dann wüßte ich wenigstens,das ich mich auf den verlassen könnte.

Also jedenfalls das war’s wiedermal
aus meiner Phase des Weltschmerzes

Hi Matthew!

Kannst du solche Gefühle nicht mit dem Therapeuten aufarbeiten?
Ist nicht böse gemeint - sondern eine Frage.

LG
Siân

Mir geht’s um eine Methode mit der ich wirksam meine Emotionen
besänftigen und in die Harmonie bringen kann.

Meine unvermeidliche blöde, plakative aber imho
auch treffende Antwort:

„Finde einen Sinn in Deinem Tun.“

Ist der Sinn nicht zu finden (wie bei vielen
anderen Leuten auch), dann hilft oft Kamerad-
schaft oder Freundschaft, die „an sich“ schon
einen gewissen Sinn (für den anderen …)
mit sich bringt.

Und wenn das alles nicht geht, wenn der „Leidensdruck“
anwächst, dann kannst Du Dich immer noch mit einem
psychologischen Berater „anfreunden“.

Am liebsten wär mir ja ich könnte jemand aus meinem eigenen
Holz schnitzen,dann wüßte ich wenigstens,das ich mich auf den
verlassen könnte.

Sieh es positiv. Jeder kann nur den Schmerz haben,
den er auch erträgt. Vielleicht sind Deine Schmerzen
nur die Wehen einer „Geburt“ von etwas Neuem, etwas
das irgendwann aus Dir kommt.

:wink:

Euer CMБ

Antwort

Hi Matthew!

Kannst du solche Gefühle nicht mit dem Therapeuten
aufarbeiten?

Nein,weil die hat nicht genügend Zeit.Außerdem ist das hier ein Jammerbrett.Und ich hab einfach Lust zu jammern.
Basta.

Ist nicht böse gemeint - sondern eine Frage.

Und eine Psychogruppe wär mir eh viel lieber als ein einzelner Therapeut.Aber das muß ich dann selber zahlen.Und eine Psychogruppe ohne Moderator,Therapeut,ist wohl etwas schwierig.
Ich suche Methoden,wie man mit so einer Sache umgehen könnte,vielleicht kennt ihr da ja was.Ich will keine Interpretation dessen,was ich geschrieben habe.

LG
Siân

Hi!

Ich suche Methoden,wie man mit so einer Sache umgehen
könnte,vielleicht kennt ihr da ja was.

Nun,ich denke da zuerstmal über die/Deine Lebenseinstellung überhaupt nach.Wie siehst Du Dich und das Leben um Dich herum?
Und irgendwie finde ich es schwierig,in so’ner Weltschmerz-Situation ‚gute‘ Tipps zu geben bzw. zu bekommen…
Meistens fangen die dann an mit:Also,bei mir ist das soundso…
Deshalb mach ich da jetzt auch keine Ausnahme.

Irgendwie kommt mir das,was Du geschrieben hast,bekannt vor.
Ich hatte auch eine(ziemlich lange)Phase,in der ich nicht genau wusste,was ich von all dem(das Leben und alles was damit zusammenhängt) halten,geschweige denn,wie ich damit umgehen sollte.Und zu meiner Schande muß ich gestehen,ich bin auch ein kleiner ‚Aggressivo‘(Immer noch).Kopf-durch-die-Wand ohne Rücksicht auf Verluste…
Was hat sich geändert?
Die Sicht auf das Leben,würde ich sagen.
Die Einsicht,daß rein gar nichts selbstverständlich ist.Und das man selbst eben nicht der Mittelpunkt der Welt ist.
Und dann hab ich mich gefragt,was ich vom Leben will.
Ständig im Wettbewerb mit anderen stehen?Mir selbst ständig Druck machen?Immer besser sein?
Worauf kommt’s im Leben an?
Ich hab da ‚ne ganz schlichte Antwort gefunden(für mich!).
Ich will einfach nur ein guter Mensch sein.Mich im Spiegel ertragen können,wenn ich hineinseh‘.
Mit meinen Entscheidungen(auch Fehlentscheidungen)leben können.Und das kann ich.

Und überhaupt,immer dran arbeiten,alles aus ner anderen Perspektive zu betrachten.Auf die Reizsituationen im Alltag nicht immer wie ein Pittbull zu reagieren.Sondern viel,viel,viel gelassener werden.

Und so geh ich auch mit den Menschen um mich herum um.

Naja,soweit meine Gedanken zu Deinen Fragen…Ich würd Dir ja noch was vom Dalai Lama und dem Buddhismus erzählen.Aber ich musste mir heute schon sagen lassen,ich hätte wohl eine Überdosis Laberwasser gehabt(vielleicht nicht ganz unwahr).Deshalb will ich es jetzt auch nicht übertreiben:wink:

Also,einen entspannten Abend noch!
Isi

Hallo Isi,

ja genau darauf läufts hinaus.Dieser Zorn wirkt wie Gift und umso mehr sich ansammelt,umso größer wird der Zustand der Tollwut.
Und zum Dalai Lama lese ich im Moment gerade ein Buch,da treffen sich Vertreter von Wissenschaft und buddhistische Mönche,die über den Umgang mit destruktiven Emotionen,also Zorn,Wut und Haß und diese ganzen Unterordnungen diskutieren und Lösungansätze suchen.
Ich suche den inneren Frieden.Ja.Und da komm ich auch hin.Ob mit einer Schar von Freunden und Freundin oder ohne.
Gelassenheit,Ruhe und nicht immer diese aufbrausende Art.Obwohl ich die ja wirklich selbst reizvoll finde.Aber sie ist nicht gut für`s Herz.Leidenschaft ja,aber nicht mit dieser schrecklichen Komponente von Zorn,Haß und maschinenartigem Gepolter.
Ich weiß das,nur umsetzen das ist schwierig,wenn man so empfänglich ist wie ich und alles durch einem hindurchrauscht.

Trotz allem danke für deine Geschichte

Grüße nach Moskau
Danke für deine Worte,

damit kann ich was anfangen und sie haben einen tröstenden Effekt.

Grüße auch Putin,diesen Kriminellen

Hallo Matthew,

Mir geht’s um eine Methode mit der ich wirksam meine Emotionen besänftigen und in die Harmonie bringen kann.

Indem du sie akzeptierst, auch die unangenehmen Emotionen. Achtung ich sagte akzeptieren, aber nicht ausleben.

Bei mir tritt in letzter Zeit immer heftiger ein starker Schub von Agressionen auf.

Was machst du, wenn du sie hast? Versuchst du, sie zu unterdrücken, oder zu blockieren?

Also jedenfalls halte ich mich in solchen Momenten für gefährlich für die Straße, weil ich Gedanken habe auf die Autos aufzufahren,mit ihnen zu kollidieren.

Da bist du nicht der einzige, man braucht nur die Autofahrer auf dr Straße beobachten und kriegt mit, wann die betreffenden Fahrer in dieser Lage sind.

Also habt ihr vielleicht irgendwelche Möglichkeiten,wie man seine Emotionen besser kontrolliert

Zuviel Kontrolle führt entweder zu Selbstzerstörung oder Amoklauf.

Am liebsten wär mir ja ich könnte jemand aus meinem eigenen Holz schnitzen,dann wüßte ich wenigstens,das ich mich auf den verlassen könnte.

Du bist du, und die anderen sind die anderen. Das einzige, was du tun kannst, an dir selbst zu arbeiten und dich ganz zu akzeptieren, mit deinen Stärken und deinen Schwächen. Denn den perfekten Menschen gibt es nicht.

Gruß
Monika,
die auch nicht mitsich ganz zufrieden ist.