Meine Frau ist Hartz 4 Empfängerin und 59j jung,sie ist den ganzen Tag zuhause .Sie schläft fast den ganzen Tag.Sie ist Lustlos etwas zu machen (Haushalt Untenehmungen, und und. Wer kann mir da einen Tip geben wie ich mich als Ehemann verhalten soll und an welcher Stelle ich mich da wennden soll. Im Voraus vielen Dank
[MOD Volker] Stichworte korrigiert
Hallo,
leider ist das einzige Symptom, das Du nennen kannst die Müdigkeit und Lustlosigkeit.
Jetzt sind das zunächst einmal sehr unspezifische Symptome. An „Krankheiten“ kann hier von der Depression bis hin zur Anämie (Mangel an rotem Blutfarbstoff, dem „Sauerstoffbinder im Blut“ alles dahinter stecken. Und zwischen diesen Erkrankungen stehen sicher noch hunderte weitere Differentialdiagnosen.
Ich denke, ein Gespräch ist der erste Schritt. Vielleicht empfindet sie ihren „Zustand“ auch als lähmend und einschränkend, vielleicht spürt Sie auch eine Änderung der Situation. Dann kannst Du sie an diesem Punkt „abholen“ und unterstützen, in dem Du ihr anbietest sie zum Arzt zu begleiten. Vielleicht hat Sie sich selbst schon Gedanken zu der Situation gemacht, vielleicht kann Sie sich selbst diese Lustlosigkeit erklären.
Versuche mögliche Vorwürfe aus einem solchen Gespräch herauszuhalten. Da rutscht man schnell hinein, ohne es vielleicht böse zu meinen. Man möchte ja nur helfen, den anderen doch aus seinem Schneckenhaus locken. Gerade, wenn eine Depression dahinter stecken sollte, kann Sie selbst nicht aus ihrer Haut…
Ich hoffe, ich konnte ein oder zwei Anstöße geben… aber eine Diagnose aus der Ferne wird leider nicht möglich sein.
Viele Grüße,
(B)Engel
Moin joekkel,
ich bin kein Mediziner, Deine Beschreibung passt aber zu einer Depression. Da ist ein Psychiater der Ansprechpartner, als erste Stufe der HA/die HÄ, der/die evtl. auch ein Antidepressivum verschreibt.
Ein Medikament sollte aber m.M.n. nur als „Krücke“ oder Hilfe dienen, es muss darüberhinaus eine Therapie stattfinden.
Das Problem ist, dass Deine Frau mit zum Arzt/zur Ärztin muss, damit ein Gespräch beführt werden können.
Alles Gute für euch!
LG Volker
Einen vorsichtigen Verdacht in Richtung Depression in den Raum werfen und den Tipp zu geben, das über den Hausarzt anzuleiern, ist sicher nicht verkehrt. Aber wie kommst du zu dem Schluss, dass ein Antidepressivum angesagt ist? Selbst mit der anempfohlenen Therapie halte ich das für einen falsche Erwartungen und Einstellungen weckenden Rat, zumal nicht jede Depression, sollte es tatsächlich eine sein, medikamentös behandelt wird und werden muss.
Hi joekkel,
bin zwar kein Psychologe, aber die Symptome (Antriebslosigkeit, den ganzen Tag im Bett bleiben…) klingen sehr nach einer Depression. Sie war ja auch mal tablettenabhängig, wenn man davon clean wird, kommt es auch oft zu Depressionen.
Was Du als ihr Mann machen kannst, kann ich dir leider nicht sagen. Vielleicht solltest Du sie dazu bringen, zum Arzt zu gehen, der kann dann sicher sagen, ob sie wirklich depressiv ist.
Liebe Grüße
Rohy
Hallo Janina,
ich schrieb ja, " evtl. ein Antidepressivum verschreibt". Nein, es muss nicht ein Medikament sein, aber es kann eine Hilfe sein, ersteinmal wieder einen Rhythmus zu finden, wieder schlafen zu können usw.
Ich kenne Fälle, in denen es sehr geholfen hat. Depressionen werden oft
nicht erkannt. Der Patient sagt, „ich bin nicht gut drauf.“
LG Volker
3 „Gefällt mir“
Nein, es muss nicht ein Medikament sein, aber es
kann eine Hilfe sein, ersteinmal wieder einen Rhythmus zu
finden, wieder schlafen zu können usw.
Du hast das nicht richtig verstanden, daher noch einmal im Klartext: Es gibt Depressionen, die medikamentös behandelt werden, es gibt aber auch Depressionen, da ist eine medikamentöse Therapie nicht angezeigt. Ein nicht angezeigtes Medikament ist schädlich. Psychogene Depressionen werden nur ausnahmsweise medikamentös behandelt. Sollte die Depression, immer in der Annahme, das es eine ist, physische Ursache haben, sind Psychopharmaka ebenfalls meist nicht angesagt.
So, wie du das darstellst, liest sich das ja beinahe so, als ob man es ja mit den netten Pillchen mal probieren könnt, weil:
Ich kenne Fälle, in denen es sehr geholfen hat.
und das ist ja so herzlich bequem. Genau diese Einstellung ist aber nicht förderlich.
Depressionen werden oft nicht erkannt.
Das stimmt, hat aber gar nichts mit der angesprochenen Medikamentenproblematik zu tun.
Die Möglichkeit einer Depression wurde schon angesprochen. Unabhängig davon (bin kein Mediziner) würde ich versuchen, möglichst gemeinsam feste Regelungen einzuführen. Aufstehen immer um XX:YY, gemeinsames Frühstück, Körperliche Betätigung zu festen Zeiten bei jedem Wetter, abends mit festen Zeiten ins Bett, egal welches Fernsehprogramm gerade läuft. So viel wie möglich öffentliche Veranstaltungen wahrnehmen, es gibt davon viele ohne Eintrittsgeld.
Udo Becker