Wer kennt die Schnee Rente ?

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich nun schon lange mit meiner bisher nicht berauschenden anstehenden Rente. Nun kommt mir unser Berater und hat mir eine „Schnee Rente“ vorgestellt. Im Grunde ist das wohl das, was immer unter dem Namen fremdfinanzierte Rente läuft. Die Zahlen sehen super aus. Aber ich dachte immer, dass nach der Steuerreform so etwas nicht mehr geht. Also die Frage: KEnnt jemand das System der Schnee Rente ?
Wäre über hilfreiche Aussagen dankbar. Bitte keine Werbung für anderes. Wer dies kennt, den bitte ich um Hilfe.
MFG Dirk

Hallo Dirk,

über die steuerliche Seite bin ich nicht auf dem Laufenden.

Ich kann Dir nur empfehlen, sehr konservativ an die Tilgung per Investmentfonds heranzugehen.
Diese Konzepte waren Ende der 90er ein Renner. Das Eigenkapital wurde dann zum Teil in zu offensive Produkte investiert und es entstand oft für den Anleger eine Nachschußpflicht.
Also nicht gierig werden :wink:

Gruß Schorsch

Hallo!

Also wir (meine Frau und ich) haben mal so eine Schnee Rente „SKR“ gemacht und das auch unseren Kunden empfohlen. Ist schon einige Jahre her. Wir hatten das in Fremdwährung finanziert und haben zwischenzeitlich einen schönen Währungsgewinn eingestrichen. Allerdings ist das mit Fremdwährung wohl nicht jedermanns Sache, aber man kann ja auch in DM (pardon Euro) finanzieren. :smile:

Steuerlich hat das alles super funktioniert. Ist also aus unserer Sicht wirklich seriös. Wir sind ganz zufrieden.

Die Zusatzrente kostet im Ergebnis nahezu nichts, leider ist die inzwischen etwas niedriger als gedacht, weil die Überschußanteile von der Versicherung gesenkt wurden. Aber wie sagt der Volksmund: dem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Ob das System heute noch funktioniert, weiß ich nicht. Aber wenn die Schnee Gruppe das immer noch anbietet, wird es wohl ok sein. Damals war die Beratung jedenfalls korrekt.

Gruß,

Arnold

Hallo Dirk,

das funktioniert immer noch.

Allerdings hat sich das Konzept der Schnee Rente (eigentlich SCHNEE-KOMPAKT-RENTE oder SCHNEE-KOMFORT-RENTE, kurz SKR) in den letzten Jahren etwas geändert. Früher konnte man die Kosten sofort steuerlich absetzen und musste die Gewinne später versteuern. Heute muß man die Kosten direkt mit den Gewinnen verrechnen. Im Ergebnis bekommt man dann eine (fast) steuerfreie Rente. Das Ergebnis ist prima. Man kann sich so seine Rente hübsch aufbessern, ohne gleich von den Kosten aufgefressen zu werden.

Also: auch heute noch ergibt es Sinn über die Rente nachzudenken und etwas zu unternehmen.

Mit besten Grüßen

Sören Schnee (der von der Schnee Gruppe)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Jaja, so ist das mit den Sachen, die nicht so einfach zu durchschauen sind. Im Zweifelsfall sollte man manchmal besser die Finger davon lassen.
Mir wurde vor langer Zeit deutlich davon abgeraten.
Ein Grund war, dass die dahinter stehende Versicherung nicht so viel eingebracht haben soll, dass letztendlich nachgeschossen werden musste. Und aufgrund der fehlenden Gewinne könnte das FA dem Gedanken verfallen, hier nur ein Steuersparmodell zu sehen, was unter Umständen zur Rückzahlung der Steuervorteile führen kann.
Gut, das muss nicht stimmen, sicher weiß Herr Schnee hier Gegenteiliges zu berichten.
Was bleibt ist die Ungewissheit, ob denn tatsächlich alles so eintritt wie gewollt und geplant. Da könnte man ansonsten eine richtig lustige Bruchlandung erleben.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten Tag und vielen Dank für die Antwort.
Ich freue mich, auf einen echten „Kunden“ zu stoßen. Antworten von Initiatoren sind zwar nett… aber jemand der die Rente besitzt ist mir doch lieber.

Daher noch einmal eine direkte Frage an Sie Herr Plumpe: Alle Antworten beziehen sich bisher auf die Frage „langt die Rendite um das Darlehen zu tilgen ?“.

„Mein“ Angebote sieht vor, dass ich einen richtig fetten Überschuss am Ende habe unter der Voraussetzung das die prospektierte Rendite eintrifft. Sollte aber nur eine Rendite von 5% eintreten, dann ist das Darlehen aufgelöst und ich hätte dann die Rente trotzdem frei. Ich habe natürlich auch Angebote von „herkömmlichen“ Renten vorliegen. Sollte dieses „5%-Szenario“ eintreten, würde zwar der Überschuss weg sein, aber ich hätte trotzdem nur rund 55% des Angebotes einer herkömmliche Rentenversicherung (habe 3 vorliegen, geben sich alle nichts) bezahlt. Das ist für mich fair und überschaubar. Aber was meinen Sie mit Fremdwährung ? Ist da ein Hebel zu holen ? Franken, Dollar, Pfund oder Yen ?

Und was für mich auch wichtig ist: Wie ist die Abwicklung mit dieser Firma ? Darlehensbeantragung, Versicherungen, Nachbetreuung etc. Haben Sie da bisher ein gutes Gefühl, oder raten Sie lieber ab ?

Ich danke Ihnen noch einmal vorab.

D. Thomesen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Also: auch heute noch ergibt es Sinn über die Rente
nachzudenken und etwas zu unternehmen.

Jaja, so ist das mit den Sachen, die nicht so einfach zu
durchschauen sind. Im Zweifelsfall sollte man manchmal besser
die Finger davon lassen.

Es ist natürlich schade, wenn der Durchblick fehlt. Bauernschläue nach dem Motto „was ich nicht kenne, das esse ich nicht“ mag zwar manchmal hilfreich sein, aber in der Finanzwelt ist es das nicht.

Einfach abzuraten, nur weil man etwas nicht kennt, verhindert jede Innovation. Ich bin jedenfalls gespannt wieviel Rente bei Ihnen mit der „Sparbuch-Methode“ rauskommen wird.

Mir wurde vor langer Zeit deutlich davon abgeraten.
Ein Grund war, dass die dahinter stehende Versicherung nicht
so viel eingebracht haben soll, dass letztendlich
nachgeschossen werden musste. Und aufgrund der fehlenden

Es ist zutreffend, daß Versicherungen manchmal nicht das leisten, was sie versprochen haben. Nur leider trifft das auch den ganz normalen Menschen, der sich eine Rente anspart. Solche Veränderungen haben rein gar nichts mit dem Konzept der bankfinanzierten Rente zu tun.

Der Vorteil wird durch die Gestaltung erreicht, nicht durch besondere Versicherungen.

Unsere aktuellen Konzepte sind so ausgelegt, daß sich auch bei einer sehr viel niedrigeren Verzinsung noch eine Darlehenstilgung erreichen lässt. Die Rente bleibt trotzdem. Unter dem Strich kann man sich die Rente für den halben Preis aufbauen. Zugegeben: die Rentenhöhe kann etwas schwanken, aber das gilt auch für Menschen, die den vollen Preis bezahlt haben.

Gewinne könnte das FA dem Gedanken verfallen, hier nur ein
Steuersparmodell zu sehen, was unter Umständen zur Rückzahlung
der Steuervorteile führen kann.

Falsch. Maßgeblich für die Werbungskosten ist die Gewinnerzielungsabsicht und nicht die Gewinnerzielung. Außerdem werden bei den heutigen Konzepten die Kosten mit den Gewinnen verrechnet. Wollte das Finanzamt die Kosten mangels Gewinnerzielungsabsicht streichen, dann wären die Gewinne wegen „Liebhaberei“ ebenfalls steuerlich nicht zu berücksichtigen. Im Ergebnis nahezu kein Unterschied.

BITTE erst schlau machen und dann schreiben. Halbwissen ist wenig hilfreich in diesem Forum.

Gut, das muss nicht stimmen, sicher weiß Herr Schnee hier
Gegenteiliges zu berichten.

Ich muß mir wohl den Vorwurf der einseitigen Sicht machen lassen. Klar. Auf der anderen Seite weiß ich aber wovon ich rede. Bei Ihnen kommt die Argumentation „aus dem Bauch“.

Was bleibt ist die Ungewissheit, ob denn tatsächlich alles so
eintritt wie gewollt und geplant. Da könnte man ansonsten eine
richtig lustige Bruchlandung erleben.

Genau. Am besten man macht gar nichts, dann kann man auch keine Bruchlandung erleben. Das erzählen Sie mal einem Unternehmer oder einem Selbständigen. Die leben jeden Tag damit, daß es eine Bruchlandung geben könnte. Am besten auch nicht aus dem Haus gehen, dann kann einem kein Ziegel auf den Kopf fallen.

Bei der bankfinazierten Rente wird das Geld ohne Verlustrisiko angelegt. Das ist doch wohl ein nicht zu unterschätzendes Argument. Aktien, die viele haben, erscheinen mir da weit weniger beständig.

Mit freundlichem Gruß,

S. Schnee

Daher noch einmal eine direkte Frage an Sie Herr Plumpe: Alle
Antworten beziehen sich bisher auf die Frage „langt die
Rendite um das Darlehen zu tilgen ?“.

Das kann ich auch nicht beantworten. Bei mir hat es jedenfalls gelangt und durch den Währungsgewinn war sogar noch ordentlich was übrig.

„Mein“ Angebote sieht vor, dass ich einen richtig fetten
Überschuss am Ende habe unter der Voraussetzung das die
prospektierte Rendite eintrifft. Sollte aber nur eine Rendite
von 5% eintreten, dann ist das Darlehen aufgelöst und ich
hätte dann die Rente trotzdem frei. Ich habe natürlich auch
Angebote von „herkömmlichen“ Renten vorliegen. Sollte dieses
„5%-Szenario“ eintreten, würde zwar der Überschuss weg sein,
aber ich hätte trotzdem nur rund 55% des Angebotes einer
herkömmliche Rentenversicherung (habe 3 vorliegen, geben sich
alle nichts) bezahlt. Das ist für mich fair und überschaubar.
Aber was meinen Sie mit Fremdwährung ? Ist da ein Hebel zu
holen ? Franken, Dollar, Pfund oder Yen ?

Zu Ihrem Angebot kann ich gar nichts sagen. Das kenne ich nicht. Wie schon gesagt: ich habe das schon vor Jahren gemacht. Und ein Währungsexperte bin ich auch nicht. Könnte ich die Kurse vorhersagen, dann müsste ich wohl nicht mehr arbeiten. :smile:

Ich kann nur sagen, dass ich damals von der Schnee Gruppe gut beraten worden bin. Vielleicht sollte man denen eine Chance geben, man muss ja nicht gleich unterschreiben. :smile:

Und was für mich auch wichtig ist: Wie ist die Abwicklung mit
dieser Firma ? Darlehensbeantragung, Versicherungen,
Nachbetreuung etc. Haben Sie da bisher ein gutes Gefühl, oder
raten Sie lieber ab ?

Die Abwicklung war damals ohne Probleme. War eine Menge papierkram, aber das muss man ja nur einmal machen. Dann habe ich jahrelang nichts gehört, bis ein Schreiben kam, wonach ich einen Währungsgewinn habe. Das ging dann alles flott über die Bühne und seitdem ist wieder tote Hose.

Ob das gut oder schlecht ist, mag jeder selbst beurteilen. Ich jedenfalls hatte auch nicht das Bedrürfnis ständig mit Anrufen oder Werbung bombardiert zu werden. Die haben sich gemeldet als es um meinen Vorteil ging und das hatte cih nicht erwartet. Insoweit also alles in Ordnung.

Ich danke Ihnen noch einmal vorab.

Wenn es denn hilft…

Arnold

Es ist natürlich schade, wenn der Durchblick fehlt.
Bauernschläue nach dem Motto „was ich nicht kenne, das esse
ich nicht“ mag zwar manchmal hilfreich sein, aber in der
Finanzwelt ist es das nicht.

Ist ja nicht schlimm, was nicht zu kennen. Aber ich habe eben Bedenken, etwas abzuschließen, wo es einfach zu viele Unbekannte gibt.
Mir wird nicht wohl, ein Darlehen aufzunehmen und dessen Tilgung einem Produkt zu überlassen, von dessen Ertragsstärke ich nicht überzeugt bin.

Einfach abzuraten, nur weil man etwas nicht kennt, verhindert
jede Innovation. Ich bin jedenfalls gespannt wieviel Rente bei
Ihnen mit der „Sparbuch-Methode“ rauskommen wird.

Wieso Sparbuchmethode?

Es ist zutreffend, daß Versicherungen manchmal nicht das
leisten, was sie versprochen haben. Nur leider trifft das auch
den ganz normalen Menschen, der sich eine Rente anspart.
Solche Veränderungen haben rein gar nichts mit dem Konzept der
bankfinanzierten Rente zu tun.

Wenn am Ende möglicherweise nicht genug da ist, schon.

Falsch. Maßgeblich für die Werbungskosten ist die
Gewinnerzielungsabsicht und nicht die Gewinnerzielung.
Außerdem werden bei den heutigen Konzepten die Kosten mit den
Gewinnen verrechnet. Wollte das Finanzamt die Kosten mangels
Gewinnerzielungsabsicht streichen, dann wären die Gewinne
wegen „Liebhaberei“ ebenfalls steuerlich nicht zu
berücksichtigen. Im Ergebnis nahezu kein Unterschied.

BITTE erst schlau machen und dann schreiben. Halbwissen ist
wenig hilfreich in diesem Forum.

Ich bin kein Steuerberater, werde meinen auch nicht damit nerven. Aber wenn in einigen Jahren vom FA die Frage nach der Gewinnerzielungsabsicht kommt, könnte es doch komisch werden. Wie hoch sind denn die Zinsen für die Finanzierung? Und wie hoch sind die Erträge, die eine solche Versicherung in der heutigen Zeit so bringt?
Ich weiß nicht, wie eine Gewinnerzielungsabsicht plausibel dargestellt werden kann, wenn die Guthabenzinsen unter denen der Darlehenszinsen liegen. Mag sein, dass ich das falsch sehe. Aber das ist ja nicht schlimm, Sie können mich ja verbessern.

Bei Ihnen kommt die Argumentation „aus dem Bauch“.

Was manchmal gar nicht so schlecht ist :wink:

Genau. Am besten man macht gar nichts, dann kann man auch
keine Bruchlandung erleben.

Na das ist ja wohl ein klein wenig übertrieben, oder?

Bei der bankfinazierten Rente wird das Geld ohne Verlustrisiko
angelegt. Das ist doch wohl ein nicht zu unterschätzendes
Argument. Aktien, die viele haben, erscheinen mir da weit
weniger beständig.

Kein Verlustrisiko? Was ist denn, wenn die Versicherung weniger als erwartet bringt? Wenn es so wenig ist, dass dieses Darlehen nicht getilgt werden kann? Und bitte nicht über die Beständigkeit von Aktien diskutieren. Das würde den Rahmen sicher sprengen.

Mir wird nicht wohl, ein Darlehen aufzunehmen und dessen
Tilgung einem Produkt zu überlassen, von dessen Ertragsstärke
ich nicht überzeugt bin.

Also haben Sie vor dem Produkt „Versicherung“ Vorbehalte. Jeder hat natürlich seine eigenen Ansichten, aber Versicherungen gehören wohl mit zu den konservativsten Produkten. In Deutschland sparen Millionen Menschen Geld in Versicherungen an und alle müssen mit dem Risiko schwankender Erträge leben. Es gibt unzählige Leute, die die Darlehenstilgung ihres Hauses mit einer Versicherung erledigen möchten und da sagt niemand etwas dagegen.

Wieso Sparbuchmethode?

Na, so legt man sein Geld besonders sicher (und besonders ertragsarm) an… Was meinen Sie denn, was eine geeignete Anlage für konservative Menschen ist, wenn man Sparbuch und Versicherungen außen vor läßt?

Wenn am Ende möglicherweise nicht genug da ist, schon.

Der Häuslebauer hat das gleiche Problem. Ihre Bauchschmerzen liegen m.E. nicht bei der Versicherung. Sie wollen kein Darlehen aufnehmen, weil Sie kein Vertrauen in die Zukunft haben. Aber wer keine Risiken eingeht, der kann auch nichts gewinnen.

Ich denke Themen wie Arbeitslosigkeit sind viel gravierender als die Frage danach, ob eine Versicherung jetzt 0,5% mehr oder weniger Zinsen bringt. Nur der guten ordnung halber: dieses Jahr haben diverse Gesellschaften die Überschußanteile auch mal wieder erhöht (z.B. Axa).

Falsch. Maßgeblich für die Werbungskosten ist die
Gewinnerzielungsabsicht und nicht die Gewinnerzielung.

Ich bin kein Steuerberater, werde meinen auch nicht damit
nerven. Aber wenn in einigen Jahren vom FA die Frage nach der
Gewinnerzielungsabsicht kommt, könnte es doch komisch werden.

Warum? Die Frage kann nur heute beurteilt werden. Wollte man später eine Beurteilung rückwirkend vornehmen, dann müsste der Steuerpflichtige heute in die Zukunft gucken können um zu wissen, wie die Beurteilung ausfallen wird. Das kann man nun wirklich nicht erwarten. So geht das nicht.

HEUTE ist eine Überschußprognose (das Wort Prognose sagt schon: keine Garantie) vorzunehmen. Ist die positiv, sind die Kosten Werbungskosten. Aber wie ich schon sagte: darauf kommt es aktuell fast nicht mehr an.

Wie hoch sind denn die Zinsen für die Finanzierung? Und wie
hoch sind die Erträge, die eine solche Versicherung in der
heutigen Zeit so bringt?

Die Zinsen werden festgeschrieben und sind bekannt. Für die Erträge sind die Zahlen anzunehmen, die der Versicherer heute angibt. Einen anderen Anhaltspunkt gibt es nicht. Die Zahlen sind im übrigen vom BaFin genehmigt und man wird vom Finanzamt wohl nicht unterstellen, daß das BaFin keine Ahnung habe. Es dürfen nämlich nur Werte prognostiziert weden, die in der Vergangenheit erbracht werden konnten.

Ich weiß nicht, wie eine Gewinnerzielungsabsicht plausibel
dargestellt werden kann, wenn die Guthabenzinsen unter denen
der Darlehenszinsen liegen. Mag sein, dass ich das falsch
sehe. Aber das ist ja nicht schlimm, Sie können mich ja
verbessern.

Beispielsweise durch den Zinseszinseffekt. Durch den Zinseszins ergibt sich ein relativ hoher Ertrag. Im steuerlichen Bereich gilt aber das Nominalwertprinzip, danach werden nur die absoluten jährlichen Zahlen berücksichtigt. Das Thema ist etwas komplex, aber ein Totalüberschuß läßt sich oft auch dann prognostizieren, wenn die Habenzinsen unter den Kosten liegen.

Kein Verlustrisiko? Was ist denn, wenn die Versicherung
weniger als erwartet bringt? Wenn es so wenig ist, dass dieses
Darlehen nicht getilgt werden kann? Und bitte nicht über die
Beständigkeit von Aktien diskutieren. Das würde den Rahmen
sicher sprengen.

Das Geld, was ich als Darlehen aufnehme und in Versicherungen einzahle, bekomme ich von den Versicherungen in jedem Fall auch zurück. Es geht also nicht um Kapitalverlust, sondern nur um die Frage, wie hoch meine Erträge im Vergleich zu den Ausgaben sind. Und dabei sind dann steuerliche Themen (oft zu Gunsten) mit zu berücksichtigen.

Gruß,

S. Schnee

Also haben Sie vor dem Produkt „Versicherung“ Vorbehalte.

Yep. Was aber auch nicht schlimm ist.

In Deutschland sparen Millionen Menschen Geld in
Versicherungen an…

was nicht gleichbedeutend mit der Sinnhaftigkeit ist.

…und alle müssen mit dem Risiko schwankender
Erträge leben.

Müssen die tatsächlich? Oder haben die nie eine andere Alternative bekommen?

Es gibt unzählige Leute, die die
Darlehenstilgung ihres Hauses mit einer Versicherung erledigen
möchten und da sagt niemand etwas dagegen.

Doch, es ist Unsinn. Zumindest für Privatinvestoren. Bei Vermietung kann man da Vorteile sehen, wobei auch hier Einige ganz schön tief in die Tasche greifen mussten.

Na, so legt man sein Geld besonders sicher (und besonders
ertragsarm) an… Was meinen Sie denn, was eine geeignete
Anlage für konservative Menschen ist, wenn man Sparbuch und
Versicherungen außen vor läßt?

Wie macht es denn die Versicherung? Genau so kann es der Kleinanleger auch machen. Ein ganz normales Fondsdepot, mit der Auswahl der Assets kann eine konservative, dynamische oder spekulative Richtung bestimmt werden. Und zum großen Glück: man ist flexibel, zahlt nur das, was man in Anspruch nimmt und wenn es in Anspruch genommen wird.

Der Häuslebauer hat das gleiche Problem. Ihre Bauchschmerzen
liegen m.E. nicht bei der Versicherung. Sie wollen kein
Darlehen aufnehmen, weil Sie kein Vertrauen in die Zukunft
haben. Aber wer keine Risiken eingeht, der kann auch nichts
gewinnen.

Ich bin der letzte, der von Finanzierungen abrät. Wäre ja dann selbst ohne Einkommen.
Aber ich sehe das Problem in der Substanz. Wer Aktien auf Pump kauft, lebt gefährlich, kann aber auch richtig Gewinn einfahren. Vorausgesetzt, man wird nicht gierig und vergisst nicht, dass der Kreditgeber irgendwann sein Geld zurück haben möchte. Und dieser Termin ist fix, der Trend nicht.

Warum? Die Frage kann nur heute beurteilt werden. Wollte man
später eine Beurteilung rückwirkend vornehmen, dann müsste der
Steuerpflichtige heute in die Zukunft gucken können um zu
wissen, wie die Beurteilung ausfallen wird. Das kann man nun
wirklich nicht erwarten. So geht das nicht.

Keiner erwartet, dass man in die Zukunft schauen kann. Aber man sollte sich mit möglichen Gefahren auseinander setzen.

HEUTE ist eine Überschußprognose (das Wort Prognose sagt
schon: keine Garantie) vorzunehmen. Ist die positiv, sind die
Kosten Werbungskosten. Aber wie ich schon sagte: darauf kommt
es aktuell fast nicht mehr an.

Meine Bedenken: liegt der Zinssatz der Finanzierung über der derzeitigen Prognose, wird das FA mit Recht eine Gewinnerzielungsabsicht infrage stellen. Ohne diese Gewinnerzielungsabsicht aber besteht Gefahr, dass Werbungskosten zu normalen kosten werden, weil diese Gewinnerzielungsabsicht nun mal Merkmal eines Unternehmens ist.
Unterstellt das FA nun, dass die einzige Gewinnhoffnung in der Steuererstattung liegt, wird diese möglicherweise gestrichen. Und diese Gefahr lauert in der Zukunft und ist heute vielleicht noch gar nicht akut. Und das große Problem könnte eintreten, wenn der Sparer oder Kreditnehmer für einige Zeit nicht mehr kann. Der Depotsparer macht eben Pause, der Schneerentensparer hat möglicherweise ein Tilgungsproblem.

Die Zinsen werden festgeschrieben und sind bekannt. Für die
Erträge sind die Zahlen anzunehmen, die der Versicherer heute
angibt. Einen anderen Anhaltspunkt gibt es nicht. Die Zahlen
sind im übrigen vom BaFin genehmigt und man wird vom Finanzamt
wohl nicht unterstellen, daß das BaFin keine Ahnung habe. Es
dürfen nämlich nur Werte prognostiziert weden, die in der
Vergangenheit erbracht werden konnten.

Was genau hat die BaFin genehmigt? Gibt es darüber was zu lesen?
Die BaFin hat auch geschlossene Fonds genehmigt, deren Steuererstattungen aber dann rückwirkend gestrichen wurden. Nicht alle Genehmigungen der BaFin sind das, wonach sie aussehen.

Beispielsweise durch den Zinseszinseffekt. Durch den
Zinseszins ergibt sich ein relativ hoher Ertrag. Im
steuerlichen Bereich gilt aber das Nominalwertprinzip, danach
werden nur die absoluten jährlichen Zahlen berücksichtigt. Das
Thema ist etwas komplex, aber ein Totalüberschuß läßt sich oft
auch dann prognostizieren, wenn die Habenzinsen unter den
Kosten liegen.

Das eben muss man konkret nachrechnen. Gegen den Zinseszinseffekt sprechen die vielen Zinszahlungen, die für den Kredit aufzubringen waren. Kann sein, dass es gut geht. Was wenn nicht?

Das Geld, was ich als Darlehen aufnehme und in Versicherungen
einzahle, bekomme ich von den Versicherungen in jedem Fall
auch zurück. Es geht also nicht um Kapitalverlust, sondern nur
um die Frage, wie hoch meine Erträge im Vergleich zu den
Ausgaben sind. Und dabei sind dann steuerliche Themen (oft zu
Gunsten) mit zu berücksichtigen.

Das Problem ist nicht die Annahme, dass es oft gut geht, sondern die Variante, was passieren kann, wenn es eben nicht wie so oft gut geht.

Wie macht es denn die Versicherung? Genau so kann es der
Kleinanleger auch machen. Ein ganz normales Fondsdepot, mit
der Auswahl der Assets kann eine konservative, dynamische oder
spekulative Richtung bestimmt werden.

Aber ich sehe das Problem in der Substanz. Wer Aktien auf Pump
kauft, lebt gefährlich, kann aber auch richtig Gewinn
einfahren. Vorausgesetzt, man wird nicht gierig und vergisst
nicht, dass der Kreditgeber irgendwann sein Geld zurück haben
möchte. Und dieser Termin ist fix, der Trend nicht.

Prima. Sie empfehlen also Aktiendepots. Gern auch noch finanziert. Ich denke nicht, daß es weiter Sinn ergibt mit Ihnen über das Konzept der bankfinanzierten Rente zu diskutieren.

Meine Bedenken: liegt der Zinssatz der Finanzierung über der
derzeitigen Prognose, wird das FA mit Recht eine
Gewinnerzielungsabsicht infrage stellen. Ohne diese

Warum versuchen Sie eigentlich bei steuerlichen Themen zu diskutieren, bei denen Sie offenkundig nicht hinreichend informiert sind?

Unterstellt das FA nun, dass die einzige Gewinnhoffnung in der
Steuererstattung liegt, wird diese möglicherweise gestrichen.

Das wäre dann Gestaltungsmißbrauch nach § 42 AO. Das ist doch Unsinn.

Was genau hat die BaFin genehmigt? Gibt es darüber was zu
lesen?
Die BaFin hat auch geschlossene Fonds genehmigt, deren
Steuererstattungen aber dann rückwirkend gestrichen wurden.
Nicht alle Genehmigungen der BaFin sind das, wonach sie
aussehen.

Vergleichen Sie bitte nicht Äpfel mit Birnen.

Bei Fonds muß der Prospekt vollständig und richtig sein. Dann wird er genehmigt. Die wirtschaftlichen oder steuerlichen Inhalte werden nicht geprüft.

Bei Versicherungen wird geprüft, ob die Prognosen des Versicherers realistisch sind und in der Vergangenheit erbracht werden konnten, ansonsten darf der Tarif nicht verkauft werden.

Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Thema ist etwas komplex, aber ein Totalüberschuß läßt sich oft
auch dann prognostizieren, wenn die Habenzinsen unter den
Kosten liegen.

Das eben muss man konkret nachrechnen. Gegen den

Stimmt. Das muß man VORHER machen. Und genau so wird es gemacht, damit es hinterher keine Probleme geben kann.

Zinseszinseffekt sprechen die vielen Zinszahlungen, die für
den Kredit aufzubringen waren. Kann sein, dass es gut geht.
Was wenn nicht?

Ob es steuerlich gut geht, weiß man vorher (s.o.).

S.schnee

Prima. Sie empfehlen also Aktiendepots. Gern auch noch
finanziert. Ich denke nicht, daß es weiter Sinn ergibt mit
Ihnen über das Konzept der bankfinanzierten Rente zu
diskutieren.

Herr Schnee, warum lesen Sie denn nicht das, was ich geschrieben habe?
Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass mit einer Auswahl der Assetklassen eine Richtung bestimmt werden kann.
Und ein konservatives Depot besteht nicht aus Aktienfonds, sondern beinhaltet welche. Und wenn eine Aktienquote von höchstens 30% darin ist, kann man keineswegs von einem Aktiendepot reden.
Reden Sie auch so mit einem Kunden, der sich für Ihre Rente interessiert?

Warum versuchen Sie eigentlich bei steuerlichen Themen zu
diskutieren, bei denen Sie offenkundig nicht hinreichend
informiert sind?

Weil ich eben in diesem Konstrukt Nachteile bzw. Risiken sehe. Und wenn diese aus der Welt geschafft werden und ich davon überzeugt bin, so etwas vielleicht auch machen würde. Aber ich gehöre zu den Leuten, die verstehen wollen, was sie machen.

Das wäre dann Gestaltungsmißbrauch nach § 42 AO. Das ist doch
Unsinn.

Warum Unsinn? Diesen Paragraphen gäbe es nicht, wenn die Notwendigkeit dazu nicht vorhanden wäre.

Vergleichen Sie bitte nicht Äpfel mit Birnen.

Bei Fonds muß der Prospekt vollständig und richtig sein. Dann
wird er genehmigt. Die wirtschaftlichen oder steuerlichen
Inhalte werden nicht geprüft.

Bei Versicherungen wird geprüft, ob die Prognosen des
Versicherers realistisch sind und in der Vergangenheit
erbracht werden konnten, ansonsten darf der Tarif nicht
verkauft werden.

Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Ich habe nicht darauf angespielt, dass die Versicherung möglicherweise nicht korrekt wäre.
Mir geht es um die Gesamtkonstruktion. Soweit ich weiß, nehme ich einen Betrag X als Kredit auf, dieses Geld wird in eine Rentenversicherung gepackt, aus deren lebenslanger Rente zu Beginn die Zinsen des Darlehens und später die eigene Rente bezahlt werden. Der andere Teil wird in die Versicherung gepackt, mit deren Ergebnis am Ende der Kredit getilgt wird.
Und dieses Konstrukt lebt unter anderem davon, dass hier Steuervorteile aus der Zinsbelastung entstehen.
So war zumindest das Angebot, welches meinen Tisch vor einigen Jahren beehrte.
Wenn ich hier was falsch wiedergegeben habe, verbessern Sie mich bitte. Möglicherweise liege ich auch ganz falsch. Oder schicken Sie mir doch einfach ein Angebot zu, vielleicht werde ich dann schlauer.

Schade, dass der Herr Schnee auf kritische Fragen zur Schneerente keine Antwort mehr gibt. Na vielleicht waren sie ja zu kritisch.