Hallo fred76fred,
Verstehe ich nicht. Wenn Du 4.500 Euro Kosten hattest und
jedes Jahr ambulante Kosten bis 1000 Euro erstattet bekommst
und Operationen komplett, wieso hättest Du dann drauf gezahlt?
Leider gibt es auch Erkrankungen, die ohne OP einhergehen und dennoch teure Auswirkungen haben. (Beim zweiten Nachdenken hätte ich wahrscheinlich sogar noch mehr draufgezahlt - ich hab schon einiges vergessen gehabt, z.B. die anfängliche langwierige Demodexgeschichte.) Äußerst kostenintensiv war das letzte Jahr, allein da bin ich wohl an die 3000€ gekommen, über 2500€ im Sommer für eine bis heute nicht benannte Krankheit, die u.a. mit einer Tetraparese, also einer Lähmung aller vier Gliedmaßen einherging, dazu kommen die üblichen Impfungen, eine Nagelentzündung, eine Schnittverletzung, 2 nahtbedürftige Bissverletzungen (mit 20% Beteiligung weil älter als 5 Jahre). Ihr zweites Jahr bei mir brachte eine ähnliche -wenn auch nicht ganz so hohe - Tierarztrechnung mit sich, so kommt meine Kostenaufstellung leider locker zusammen.
Da die Versicherung aber nur 1000€ pro Jahr übernimmt, wäre ich auf dem Rest sitzen geblieben, falls die Versicherung Kunden wie mich, an denen sie zu wenig verdient, nicht schon längst gekündigt hätte.
Nochmal zum Vergleich anhand von „teurer“ Hündin:
ohne Versicherung:
4500€
mit Versicherung:
Beiträge in 4einhalb Jahren - 2160€
Eigenanteil trotz Versicherung - 2500€ (wenns überhaupt reicht)
tatsächlich gezahlte Summe - 4660€
Und jetzt der Grund, weshalb die Kassen werben:
der Vergleich mit meiner anderen Hündin:
angefallene Kosten in 2 Jahren:
2x Impfungen - je ca. 50€
3x Exspot - ca. 15€
eine unter die Haut gebohrte und entzündete Granne - ca. 100€
Summe gesamt: 215€ ohne Versicherung
mit Versicherung entfallen die 215€, dafür zahle ich meine 40€ (abgerundet) monatlichen Beitrag, macht also 960€. Die Versicherung dankt.
Beide Rechnungen zeigen mir: Im Regelfall bringt der Kunde Gewinn für die Kassen. Wäre es anders, gäbe es keine Tierkrankenversicherungen. Mit dem Geld, das Du dort hinträgst, werden die Angestellten bezahlt. Damit die das tun können, brauchen sie einen (deutlichen) Gewinn, müssen also mehr einnehmen (Beiträge) als sie ausgeben (Tierarztrechnungen). Wie Johnny schon schrieb, wird allerdings eine Kasse, die merkt, dass sie bei einem Kunden zuwenig Gewinn erzielt, diesen u.U. auch kündigen.
Ich hoffe, ich konnte es Dir verdeutlichen.
Gruß,
Anna
P.S.:
Bei den anderen Tarifen bekommt man die Chipkosten erstattet -
dass die sich überhaupt trauen, damit zu werben - ein Chip kostet um die 20€, also nichtmal einen halben Monatsbeitrag!! Das zahl ich doch lieber aus eigener Tasche und spende die restlichen 20€ an arbeitslose ehemalige Tierkrankenversicherungsangestellte.