„… Auf den Sportplätzen ist es wohl schon vorgekommen, daß uns einer mit seinem Nagel kratzte und, mit dem Kopfe vorprellend, uns einen Stoß versetzte; aber wir lassen uns da weder etwas merken noch sind wir verärgert oder begegnen dem Kameraden in Zukunft so, als wäre er ein wirklicher Gegner. Freilich nehmen wir uns nicht acht, aber nicht wie vor einem Feinde und nicht voller Argwohn, sondern indem wir ihm ein andernmal geschickt ausweichen. So wollen wir es auch in den übrigen Bereichen des Lebens halten und über vieles bei unseren Kampfgenossen (um im Bilde zu bleiben!) hinwegsehen. Man kann ja, wie gesagt, ausweichen und braucht nicht argwöhnisch zu sein oder einander gram. …“
Hallo Dany,
vom Stil her erinnert mich der Text sehr an den Autor Marcel Beyer („Flughunde“, „Spione“), den ich nur empfehlen kann.
Gruß
Chris