Seit Jahren bin ich auf der Suche nach dem Werk, aus dem folgender Auszug stammt. Wer kann mir Näheres dazu sagen?
Bale
„Mich dürstet“, haucht es fiebernd durch die Luft,
In diesem Höllenworte atmet, flammenzuckend
Entsetzenvollste Qual der letzten Leere.
„Heiß brennst du“,
Keucht der Staub zum Sand,
Auf dem er hart gebettet liegt,
„Verwünschter Wind des Zufalls, der mich trieb
Zu kantiger Gemeinsamkeit mit dir,
Dem Vorfahr längst vergessner Schwere,
Die ich einst wirbelnd überwunden habe.“
„Hast ‚überwunden’ du,
Und weiß gar nicht
Des Wortes unerbittliches Geheiß?
Sich selbst erheben,
Über das, was war,
Und also dauern!
Größer werden, mehr! –
Nicht leichter, um für Augenblicke
Zu scheinen, was nicht ist,
Wie du es tust, der Staub!“ –
Durch die Welt,
Ohne Reu’,
Getragen,- verweht, -
Hierhin, dorthin,
Gleichviel von wem. –
Das ist Genuß
Ist Leichtigkeit;
So überwand ich
Die Schwere.
Weil du das meinst,
Drum bist du Staub!
Ich aber habe überwunden
Gebirgesgröße, Felsenmasse,
Gewaltig, stolz getürmte Heimat. –
Spaltung hat sie zersplittert,
Zu unruhvollem Gestein,
Sich selbst zersplitternd.
Unter Frost und Hitze,
In wildestem Leid,
Ward ich zu – Sand!
Warf mich der Zerrüttung so dahin
Wie wertverlassne Wurzellosigkeit?
Spreu?
Spiel des Sturms?
Geschöpf des Unheils?
Überwinde!
Meistre den Sturm aus seiner Tücke,
Daß sie dich auferbaue wider Willen,
Werde gewaltig durch ihn, - den Sturm!