Wer kennt dieses Konzept?

http://www.n-gine.ag/

Ein Stickstoffmotor.
Sagt mir gar nichts. Wer weiß Rat?
Grüße
Raimund

Lieber Raimund

ich habe da meine Zweifel ob das viel Sinn macht.
Energie verbrauche ich in jedem Fall, ich muß ja erst mal kühlen.
Ob die Verdampfung und Expansion des Stickstoffs wirklich viel bringt ?
Ich habe meine Zweifel hinsichtlich :

  • Wirkungsgrad
  • Leistung i.S. von Motorleistung („PS“)
  • Reichweite
  • Reaktion auf Beschleunigung / Bremsen

Vielliecht weiß Kubi mehr - er ist der bessere Rechner.

Gruß
Bernd

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Hallo !

Jedes Jahr der gleiche Motor. Einmmal mit Luft, einmal mit Stickstoff angetrieben.
Die Trennung Stickstoff - Rest- Inhalt der Luft kostet bestimmt etwas. Dann die Speicherung durch Komprimierung und Sammeln in Druckbehältern.
Dazu wird zum Ausgleich eine gewaltige Steuerabgabe bezahlt werden müssen. Benzin und Diesel sind doch konkurrenzlos billig, wenn nicht die Steuerabgaben wären. Und die wird der Stadt auf jeden Antrieb draufgeben, auch wenn er Stickstoff heißt.

Nichts wird billiger sein als Benzin oder Diesel. Und wenn man einen Motor erfindet, aus dem hinten Geldstücke herausfallen, das Finanzministerium macht es wieder teuer.
gruß Max

Gruß max

Hallo Max,

Deiner Ansicht kann ich nur hundertprozentig zustimmen!

Neue Antriebstechnologien, ganz unabhängig wie effizient sie sind, werden dem Nutzer keine Ersparnis bringen. Das ist nun einmal so, leider. Das Gegenteil könnte eher der Fall sein.

Viele Grüße
Michael

Hallo Max,

allein das beschriebene Runterkühlen de Stickstoffs und Kühlhalten kostet ein Schweinegeld und hat bestimmt eine negative Engergiebilanz, die das Problem von der Straße ins Kraftwerk verlagert, eventuell die Lage sogar verschlechtert.

Nebenbei muss dann noch sichergestellt werden, dass nichts vom Stickstoff ins Wageninnere gelangt… heißt nicht umsonst Stickstoff.

Immer wenn ich solche Artikel lese, denke ich an die gute alte Firma TURBODYNE… und die sollte ein Mahnmal sein.

Gruß Ivo

Hallo,

im Prinzip ist das eine nette Möglichkeit, überschüssige Energie zu speichern. Leider ist die Speicherung flüchtig, d.h. der Stickstoff verdampft langsam. Man kann den Behälter nicht völlig dicht machen, da sonst der Druck zu stark steigen würde. Es muss immer etwas N2 verdampfen, um das Innere zu Kühlen. Je größer der Behälter ist, umso länger ist das Speichervermögen.

Die Erwärmung des N2 erfolgt über Umgebungswärme, im Bsp mit Wasser. Ich schätze, dass eine Erwärmung durch Luft nicht leistungsfähig genug wäre (es es wären zu große/schwere Kühl- äääh Wärmkörper nötig).

Ein Problem mit dem Eindringen von Stickstoff ins Fahrzeuginnere sehe ich nicht. Schließlich dringt ja auch nicht ständig Benzindampf ins Wageninnere.

Der Wirkungsgrad dürfte eher gering sein, da es sich um eine doppelte Wärmekraftmaschine handelt (1. Verflüssigung und 2. Arbeitsmotor) wobei die zweite Maschine nur noch mit Umgebungsenergie arbeitet.

Ich würde das Konzept nicht rundweg ablehnen. Wie gesagt: zur Speicherung überschüssiger Energie ist es vermutlich nicht schlechter als ein Pumpspeicherkraftwerk.

Gruss, Niels

Hi!

allein das beschriebene Runterkühlen de Stickstoffs und
Kühlhalten kostet ein Schweinegeld und hat bestimmt eine
negative Engergiebilanz, die das Problem von der Straße ins
Kraftwerk verlagert, eventuell die Lage sogar verschlechtert.

Gerade diese Verlagerung wäre äußerst sinnvoll im Hinblick auf die Schonung endlicher, fossiler Brennstoffe.
Natürlich müssten wir uns von unserer genrell technologiefeindlichen Haltung verabschieden und uns wieder mit Kernenergie beschäftigen. Etwas saubereres gibt es nun mal nicht, auch wenn die Entsorgungsprobleme noch 100 mal hergebetet werden. Unterirdische Lager sind absolut kein Problem, sieht man von den Erstkosten ab.

Nebenbei muss dann noch sichergestellt werden, dass nichts vom
Stickstoff ins Wageninnere gelangt… heißt nicht umsonst
Stickstoff.

Das ist kein Problem, Stickstoff wird in vielerlei Hinsicht eingesetzt und eine sichere Lagerung/Verpackung ist möglich.
Es geht m.E. hier eher noch um das Thema Platzsparen.

Immer wenn ich solche Artikel lese, denke ich an die gute alte
Firma TURBODYNE… und die sollte ein Mahnmal sein.

Was war da los?

Grüße,

Mathias

Hallo Matthias,

Gerade diese Verlagerung wäre äußerst sinnvoll im Hinblick auf
die Schonung endlicher, fossiler Brennstoffe.
Natürlich müssten wir uns von unserer genrell
technologiefeindlichen Haltung verabschieden und uns wieder
mit Kernenergie beschäftigen. Etwas saubereres gibt es nun mal
nicht, auch wenn die Entsorgungsprobleme noch 100 mal
hergebetet werden. Unterirdische Lager sind absolut kein
Problem, sieht man von den Erstkosten ab.

in der Sache stimme ich dir zu. Andererseits hat sich unsere Gesellschaft dazu entschlossen, diese Form der Energie nicht mehr zu produzieren. Also stehen wir hier vor Faken die geschaffen wurden. Und dass wird sich auch nicht ändern.

Es geht m.E. hier eher noch um das Thema Platzsparen.

Ok, stimme ich zu.

Immer wenn ich solche Artikel lese, denke ich an die gute alte
Firma TURBODYNE… und die sollte ein Mahnmal sein.

Was war da los?

War ein absoluter Highflyer, der ähnliche revolutionäre Techniken hatte. Daher war es auch ein Börsenhighflyer. Zwischenzeitlch sind die „delisted“ nachdem rauskam, dass sie weder eine funktionierende Technik noch irgenwelche Patente hatten.

Gruß Ivo

hi!

Gerade diese Verlagerung wäre äußerst sinnvoll im Hinblick auf
die Schonung endlicher, fossiler Brennstoffe.
Natürlich müssten wir uns von unserer genrell
technologiefeindlichen Haltung verabschieden und uns wieder
mit Kernenergie beschäftigen. Etwas saubereres gibt es nun mal
nicht, auch wenn die Entsorgungsprobleme noch 100 mal
hergebetet werden. Unterirdische Lager sind absolut kein
Problem, sieht man von den Erstkosten ab.

in der Sache stimme ich dir zu. Andererseits hat sich unsere
Gesellschaft dazu entschlossen, diese Form der Energie nicht
mehr zu produzieren. Also stehen wir hier vor Faken die
geschaffen wurden.

So weit gehe ich mit.

Und dass wird sich auch nicht ändern.

Hier gehe ich nicht mit.
In spätestens 10 Jahren werfen wir die Meiler wieder an. Jede Wette.

Es geht m.E. hier eher noch um das Thema Platzsparen.

Ok, stimme ich zu.

Immer wenn ich solche Artikel lese, denke ich an die gute alte
Firma TURBODYNE… und die sollte ein Mahnmal sein.

Was war da los?

War ein absoluter Highflyer, der ähnliche revolutionäre
Techniken hatte. Daher war es auch ein Börsenhighflyer.
Zwischenzeitlch sind die „delisted“ nachdem rauskam, dass sie
weder eine funktionierende Technik noch irgenwelche Patente
hatten.

Das hat sicherlich nicht generell etwas mit der Technologie zu tun, sondern mit Abzockern und dummen Bankern…

Grüße,

Mathias

Hi Mathias,

Hier gehe ich nicht mit.
In spätestens 10 Jahren werfen wir die Meiler wieder an. Jede
Wette.

Da halte ich dagegen. Die ganze AKW Kiste wurde viel zu schnell über den grünen Klee gelobt und war/ist noch lange nicht sicher genug.
Das unterirdische Lager sicher sind behauptet man leichtfertig, ohne es beweisen zu können. Das wird erst die Zeit zeigen. Nur halte ich bei so gefährlichem Müll, wie es Reaktorabfall nunmal ist, jedes bestehende Restrisiko für eindeutig zu gross. Ich bin bestimmt kein Grüner, aber gerade in diesem Bereich wird gehandelt, als gäbe es keine Generationen nach uns.
Gruss Sebastian

Hi!

Hier gehe ich nicht mit.
In spätestens 10 Jahren werfen wir die Meiler wieder an. Jede
Wette.

Da halte ich dagegen. Die ganze AKW Kiste wurde viel zu
schnell über den grünen Klee gelobt und war/ist noch lange
nicht sicher genug.

Das ist nur eine Frage der Bewertungsparameter.

Das unterirdische Lager sicher sind behauptet man
leichtfertig, ohne es beweisen zu können. Das wird erst die
Zeit zeigen. Nur halte ich bei so gefährlichem Müll, wie es
Reaktorabfall nunmal ist, jedes bestehende Restrisiko für
eindeutig zu gross.

Wir wissen, dass unterirdische Betonkonstruktionen Jahrhunderte halten.
Evtl. muss irgendwann einmal restauriert werden, Aber auch das wäre bereits mit heutiger Technik kein Problem.

Ich bin bestimmt kein Grüner, aber gerade
in diesem Bereich wird gehandelt, als gäbe es keine
Generationen nach uns.

Die Frage ist, ob dies im Falle von anderen Energieerzeugungsformen nicht ebenso ist.

Die große Frage bei der Endlagerung von Reaktor müll ist, ob wir nicht irgendwann wieder einen kulturellen Bruch erwarten müssen (wie z.B. zwischen Römerzeit und Frühmittelalter).
Höhlenmenschen hätten sicherlich Probleme, mit unserem alten Reaktormüll korrekt umzugehen.
Aber diese Frage ist wohl eher philosophischer Natur…

Grüße,

Mathias