Wer kennt ein 'Einrohrheizsystem'?

hallo,
ich wohne in einer Eigentumsanlage mit etwa 15 Parteien. Wir haben natürlich Zentralheizung und ich habe erst kürzlich erfahren, daß dieses eine sog. „Einrohranlage oder eine Einrohrsystem“ sei, also, damit ich mich richtig ausdrücke: Zu einem Heizkörper läuft nur EIN Rohr mit Warmwasser hin, läuft dort (je nach Stellung des Reglers) teilweise durch, und dann weiter zum nächsten Heizkörper. Wenn man also ein Rohr unterbricht, sind alle anderen Heizkörper in diesem Strang auch tot.

Wie gesagt, wir haben 15 Parteien auf drei Stockwerken, noch dazu verteilt auf zwei Häuser, so daß ich mir NICHT vorstellen kann, daß die alle in einem Kreislauf liegen. Es weiß aber auch niemand mehr, wie die verknüpft sind. Wen man auch fragt, der weicht aus oder schwadroniert.

Meine Idee ist nun, daß es doch unter unseren Spezialisten sicher jemanden geben wird, der sagt, "also normalerweise hat man das damals so und so gemacht: Jede Wohnung für sich, oder jede Etage für sich, oder oder.

Weiß hierzu jemand was zu sagen? Danke für jeden Tip Antal

Wir haben eins !

hallo,
ich wohne in einer Eigentumsanlage mit etwa 15 Parteien. Wir
haben natürlich Zentralheizung und ich habe erst kürzlich
erfahren, daß dieses eine sog. „Einrohranlage oder eine
Einrohrsystem“ sei, also, damit ich mich richtig ausdrücke: Zu
einem Heizkörper läuft nur EIN Rohr mit Warmwasser hin, läuft
dort (je nach Stellung des Reglers) teilweise durch, und dann
weiter zum nächsten Heizkörper. Wenn man also ein Rohr
unterbricht, sind alle anderen Heizkörper in diesem Strang
auch tot.

Das ist natürlich Blödsinn!

Ein Rohr geht am Heizkörper vorbei, eine Abzweigung durch den heizkörper. Geregelt wird alles durch ein Venturirohr und einem normalen Thermostatventil.

Wird das Thermostatventil zB auf 3 gestellt, läuft das Wasser durch den Heizkörper und durch die Venturidüse wird die Umgebung gedrosselt.

Bei mehr Parteien, hat jede Partei einen, vom Hauptstrang ausgehendes System.

Wäre das anders, wären die letzten Wohnungen kalt.

mfgConrad

durch den Heizkörper und durch die Venturidüse wird die
Umgebung gedrosselt.

Muß natürlich „Umgehung“ heißen.

Hi.

Bis auf die Anschlüsse der Heizkörper, unterscheiden sich Einrohrsysteme nicht von Zweirohrsystemen.
Der Versorgungsstrang (ganz normal Vor- und Rücklauf) für eine Hausseite, liegt entweder im Hausflur mit Revisionsklappe vor den Wohnungsabsperrungen oder in der Wohnung. Hier kann die Wohnungsabsperrung unter der Badewanne sitzen oder im Spind, frei oder hinter einer Klappe.
Jede Wohnung ist separat absperr- und regelbar.

Die Heizkörper hatten früher ein ganz normales Ventil im Vorlauf und eine ganz normale Anschlußverschraubung im Rücklauf. Der Rücklaufanschluß an der Einrohrleitung im Fußboden bestand aus einem Saug-T-Stück oder Ventury. Allerdings kenne ich Anlagen, die nur ein normales T-Stück im Rücklauf haben. Diese Anordnung brachte allen Heizkörpern den gleichen Wasserdurchsatz und war daher unbefriedigent.

Eine moderne Anlage hat heute den Vor- und Rücklaufanschluß am Spezialventil im Vorlaufanschluß des Heizkörpers. Der Wärmedurchsatz ist genau regelbar. Stellt man einen Heizkörper ab, heizen alle Anderen weiter.

Zu
einem Heizkörper läuft nur EIN Rohr mit Warmwasser hin, läuft
dort (je nach Stellung des Reglers) teilweise durch, und dann
weiter zum nächsten Heizkörper. Wenn man also ein Rohr
unterbricht, sind alle anderen Heizkörper in diesem Strang
auch tot.

Ja, wenn man die Leitung im Fußboden unterbricht.

Wie gesagt, wir haben 15 Parteien auf drei Stockwerken, noch
dazu verteilt auf zwei Häuser, so daß ich mir NICHT vorstellen
kann, daß die alle in einem Kreislauf liegen.

Nein, jede Wohnung ist separat angeschlossen und normalerweise auch absperrbar.

Grüße Vanic

Bis auf die Anschlüsse der Heizkörper, unterscheiden sich
Einrohrsysteme nicht von Zweirohrsystemen.
Der Versorgungsstrang (ganz normal Vor- und Rücklauf) für eine
Hausseite, liegt entweder im Hausflur mit Revisionsklappe vor
den Wohnungsabsperrungen oder in der Wohnung.

Ein Einrohrsystem hat nur ein Rohr.
Ein Rohr geht vom Brenner ab. Führt an sämtlichen Heizkörpern vorbei und kommt zurück zum Brenner.
Von diesem Rohr geht ein Rohr zum Heizkörper und wieder zu diesem Rohr zurück.

mfgConrad

Hab mich damit jetzt schon intensiver beschaftigt. Das Einrohrsystem ist das günstigste Heizverteilungssystem, hat aber den Nachteil, dass tatsächlich nicht nur geringfügige Wärmeverluste auftreten. Aus diesem Grund ist das Einrohrsystem auch gar nicht auslegbar für längere Strecken (genau länge muss ich erst nachschlagen, aber in unserem Haus kommen wir nicht einmal in einer Etage damit aus ~160qm). Wenn ihr also bei einem Mehrfamilienhaus ein Einrohrsystem habt, dann hat wahrscheinlich das Haus mehrere Einrohrsysteme, die aber nicht umgedingt immer für genau eine Wohnung sein müssen. Manchmal werden auch übereinander liegende Heizkörper miteinander verbunden. da ja der Verbrauch an den Heizkörpern gemessen wird und dann anteilig im Mietschlüssel umgelegt wird.

Du schreibst von einem Haus, dass nicht unserem entspricht und ich schreibe nicht von einem Mehrfamilienhaus.

Wir haben nun mal ein Einrohrsystem mit Venturiregelung. Warum sollte ich hier ein zweites rohr dazudichten?

mfgConrad

Hi

Ein Einrohrsystem hat nur ein Rohr.
Ein Rohr geht vom Brenner ab. Führt an sämtlichen Heizkörpern
vorbei und kommt zurück zum Brenner.

Das abgehende Rohr nennt man Vorlauf (Rohr 1).
Das zurückkommende Rohr nennt man Rücklauf (Rohr 2).
Heizungen haben das nun mal so an sich, daß sie mit einem Rohr nicht funktionieren. :smile:

Von diesem Rohr geht ein Rohr zum Heizkörper und

(ein zweites)

wieder zu
diesem Rohr zurück.

mfgConrad

Gruß Vanic :-o

Heizungen haben das nun mal so an sich, daß sie mit einem Rohr
nicht funktionieren. :smile:

Bei uns seit 30 Jahren.

Haaaaalt !!!
Ich habe sehr den Eidnruck, jeder redet hier an jedem vorbei: Ich ziehe daher meine Frage zurück.
Dankle für Eure Mühe.
Antal

Hallo !

Warum glaubst Du nicht einem Betreiber einer Einrohranlage? Warum läßt Du Dich verrückt machen von Leuten, die noch nie so etwas gesehen haben.

Noch einmal, in einfachen Worten :

Ein Rohr geht von der Heizng ab in die Räume. Läuft an jedem Heizkörper vorbei und kommt zurück zur Heizung.
Das ist ein geschlossener Kreislauf.

Von diesem Rohr geht jeweils an jedem Heizkörper ein Rohr zum Heizkörper. Durch das Thermostatventil. (Handregelventil).
Der Austritt aus dem Heizkörper geht wieder zurück in das gleiche Rohr. Dort, an dem T-Stück sitzt eine Venturidüse.

So geht es weiter zu sämtlichen Heizkörpern in diesem Einfamilienhaus. (Ringleitung).

Wird jetzt an einem Heizkörper das Thermostatventil geöffnet, fließt das Heizwasser aus der Ringleitung in den Heizkörper. Das Venturirohr läßt jetzt weniger aus der Ringleitung durch und mehr aus dem Heizkörper. Je weiter man das Thermostatventil öffnet, umso mehr schließt das Venturirohr.(Ringleitung).

So geht es weiter bis zum letzten Heizkörper.

Logischerweise hat der letzte Heizkörper eine geringere Heizwassertemp. als der erste. Jeder geöffnete Heizkörper gibt Wärme ab. Daher ist die Heizkörperberechnung eine andere, als bei Doppelrohranlagen. Die letzten Räume haben größere Heizkörper. Oder man konstruiert die Anlage so, dass die Letzten Heizkörper des Kreises in den Schlafzimmern, Flure und Hauswirtschaftsraum stehen.

Warum es Einrohranlagen gibt, kann ich Dir nicht sagen. Wir haben eine und merken keinen Unterschied.

mfgConrad

Hallo Conrad,

Warum es Einrohranlagen gibt, kann ich Dir nicht sagen.

Die Verrohrung ist etwas günstiger.

Wir
haben eine und merken keinen Unterschied.

Bei richtiger dimensionierung der Anlage sollte auch kein Unterschied zu bemerken sein, sie ist nur etwas diffizieler als bei einer „normalen“ Anlage. Aber leider es gibt genügend Beispiele für falsch dimensionierter Heizanlagen jeglichen Typs.

MfG Peter(TOO)

Hallo Antal,
lass Dich nicht verrückt machen - die beiden reden von zwei verschiedenen Systemen, welche einander sozusagen abgelöst haben. Wir haben zwei Häuser zuhause, bei denen beide Systeme verbaut sind.
Beim alten Haus geht eine Leitung durchs ganze Haus und versorgt alle Heizkörper, wobei das System ganz gut funktioniert, solange an den einzelnen Heizkörpern die Grundeinstellungen (bei der Firma voreingestellt) nicht verändert werden, da es sonst gut möglich ist, das einzelne Heizkörper überhaupt nicht mehr wärmen. Wenn das der Fall ist, muss das ganze System wieder aufeinander lt. Werksvorgaben abgestimmt werden.
Beim neuen Haus ist das neue System verbaut, wo eine Vor- und Rücklaufleitung durchs ganze Haus geht und bei jedem Heizkörper eine Abzweigung abgeht und diesen wärmt. Dadurch ist sichergestellt, dass alle Heizkörper die gleiche Temperatur erreichen können und durch die Wärmeverluste bei den einzelnen Heizkörpern das Wasser nicht bis zum letzten Heizkörper abkühlt.
Wenn Du noch nähere Informationen hierzu benötigst, informiere dich bei einem Heizungsbauer - dieser kennt die verschiedenen Systeme und Du kannst Dir sicher sein, dass die Infos in Ordnung sind.

MfG
Josy