Wer kennt JuraXX?

Der Markt im Rechtsberatungswesen kommt so langsam in Bewegung. Solche Angebote gibt es auch von anderen Anbietern.
Wenn es ihnen um eine „günstige“ Rechtsberatung geht, ohne weitere Schitte einleiten zu wollen, dann kann ggf. solch eine Online-Beratung für den Moment zufrieden stellen.

Warum aber nicht den Anwalt vor Ort persönlich kontaktieren? Erstberatungsgespräch kosten zwischen 30 und 180 EUR, je nach Komplexitätsgrad.

Vertrauen müssen Sie aber bei jeder Beratung, sei es nun vis á vis oder virtuell.

Oder wohin geht ihre Fragestellung?

Gruss, Markus Hübner

Hallo Christian,

Juraxx betreibt Kanzleien in den belebten Einkaufszonen größerer Städte (bis dato vor allem im Ruhrgebiet, die Zentrale sitzt in Dortmund). Diese Kanzleien sind peppig aufgemacht (vollverglast, klares, modernes Design in hellgrün, an den verglasten Außenfassaden große, gerasterte Portraits der beratenden Fachanwälte und Preislisten (!) für die Erstberatung, die im Idealfall ohne Terminabsprache erfolgen kann. Juraxx versteht sich als „Servicecenter“, die Eingangstür steht immer offen.

Angesprochen ist damit ganz klar die Laufkundschaft, die mögliche Berührungsängste vor Juristen in dunklen und ehrfurchtgebietenden Kanzleien hat bzw. vor dem für den Laien nicht einzuschätzenden finanziellen Aufwand, der mit Inanspruchnahme einer Rechtsberatung einhergehen könnte. Angesprochen sind auch diejenigen, die „schnell + günstig“ nicht automatisch mit „wert- & gehaltlos“ gleichsetzen.

Kritiker resp. Anwaltsvereine etc. sprechen von der „Aldisierung“ der Rechtsberatung, vom „Preisdumping“ (eine Erstberatung beginnt preislich ab 20€, Juraxx stand deswegen bereits vor Gericht) und mangelnder Seriosität. Man wird sehen, ob dieses Konzept sich durchsetzen kann.

Viele Grüße
Diana

ganz ganz polemisch und ausschließlcih subjektiv gesprochen, könnte man juraxxx als eine private abm-maßnahme bezeichnen, deren ziel die abschöpfung von möglichst vielen existenzgründerdarlehen und ich-ag zu schüssen ist, um diese in ausschließlich den gründern zugute kommenden mehrwert umzuwandeln. also ein durchaus legitimes unterfangen.

das unternehmen als solches geht kaum irgendein unternehmererisches risiko ein sondern schiebt anscheindend absolut alles auf ihre „mitarbeiter“, die in den meisten anderen branchen als „scheinselbstständige“ -(ich meine jetzt die landlüfige bedeutung und nicht die im sinne des SGB VII) bezeichnet werden würden. ansonnsten wären diese preise auch nicht zu halten. der hintergrund all des hippen getues und der marketing-strategie ist schlichtweg der, dass seit über zehn jahren zwischen 7.000 bis ca.10.000 neue volljuristen pro jahr auf einen vollkommen übersättigten anwaltsmarkt drängen, denen es aufgrund ihrer klassisch mittelständischen sozilisation innerlich schwer fällt, sich einfach zu sagen, dass mit der arbeit einfach mal alles sein zu lassen, und sich auf hartz 4 zu freuen und es lieber in kaufen nehmen, dass ihre angehörigen mit ca. 10.000 euro bis 15.000 euro für den anfangszuschuß, den man braucht um da einzusteigen, bürgen dürfen.

das zum background aus der sicht des kunden ist damit aber nicht gesagt, dass die leute, die dort arbeiten schlechter sein müssen als andere. vielleicht sogar eher im gegenteil. keine ahnung. kenne keinen. man sollte sich aber sowieso von gar keinem erstberatungs-gespräch zuviel erwarten. schon gar keine definitven ergebnisse oder auch nur fundierte prognosen. das ist auch nicht deren sinn, sondern sie haben in erster linie eine filter- bzw vertrauenanbahnungs-funktion so ähnlich wie die anamnese im krankenhaus oder probatorische sitzungen bei therapeuthen,usw… usw… bla, bla bla