Hallo,
Mindmaps können ein ganz gutes Werkzeug sein, Dinge zu strukturieren. D.h. Du fängst ein neues Projekt an, und jetzt fallen dir dazu 1000 Dinge ein. Zu einigen Bereichen fallen dir sofort konkrete Unterpunkte ein, zu anderen nur einige Detailprobleme. Wenn Du diese Dinge jetzt einfach in eine Liste schreibst, musst Du auch sofort eine Priorisierung vornehmen, und hast schnell nur noch den kleinen Teilbereich im Blickfeld, in dem Du dich gerade bewegst. Querverbindungen zu anderen Bereichen fallen Dir nicht so schnell auf.
Bei einer Mindmap kannst Du hingegen erst einmal alles „auf den Tisch werfen“ und dann einzelne Abhängigkeiten definieren. Hierüber ergibt sich dann nach einiger Zeit ganz von selbst eine Strukturvon Teilprojekten und in diesen zu bearbeitenden Problemstellungen. Gerade in Situationen, in denen man sich nicht an vorhandenen Strukturen orientieren kann, ist diese Vorgehensweise sehr hilfreich. Aber auch bei schon vorhandenen Strukturen ist sie gut geeignet um deren Anwendbarkeit (bzw. die Notwendigkeit der Anpassung im konkreten Fall) zu überprüfen.
Ich nutze Mindmaps auch gerne für die Konzeptionierung von Vorträgen und Reden, weil sie die einzelnen Gedankengänge und Ideen sehr schnell in einen logischen Ablauf bringen.
D.h. als reines Werkzeug finde ich Mindmaps durchaus brauchbar.
Eine vollkommen andere Frage ist die Auseinandersetzung mit Standards in der Gestaltung von Mindmaps (also welche Symbole wofür stehen sollen, warum man bestimmte Farben einsetzt, …) Dies macht dann Sinn, wenn man in wechselnden Arbeitsgruppen mit Mindmaps arebitet, damit Fremde einen schnelleren Zugriff auf die Struktur einer nicht von ihnen mit erarbeiteten Mindmap bekommen. Tatsächlich sind mir aber noch nie Kollegen begegnet, die auch nur annähernd in der praktischen Arbeit so agieren würden. Verbreiteter ist solches Methodenwissen bei ausgebildeten Moderatoren, …
Noch eine ganz andere Thematik ist dann die Beschäftigung mit den Hintergründen, warum Mindmaps so hilfreich sind. Damit mag sich gerne auseinandersetzen wer Spaß und Interesse daran hat, und bestimmte Prinzipien zur Religion hochstilisieren will, mein Fall ist das nicht. Mir reicht es aus, dass ich in Mindmaps ein brauchbares Werkzeug für viele Dinge gefunden habe, und nutze es einfach (ich mache mir auch nicht ständig einen Kopf darüber, was da mechanisch in meinem Automotor vorgeht, wenn ich mit dem Wagen zum Supermarkt fahre).
Gruß vom Wiz
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