Wer kennt sich mit Solarzellen aus?

hallo ich habe mal ein paar Fragen zu den Solarzellen

ich verbrauche täglich 6kw am Tag.

  • kann ich den Bedarf mit Solarzellen abdecken?
  • wenn ja, wieviel würde mich der ganze Spaß kosten? (mit Anlage etc.)
  • stimmt es, das diese Zellen bei guter Pflege nur 20 Jahre halten?

mfg j.lennie

ich verbrauche täglich 6kw am Tag.

Eher 6 kWh/Tag.

  • kann ich den Bedarf mit Solarzellen abdecken?

Theoretisch ja. Aber…

  • wenn ja, wieviel würde mich der ganze Spaß kosten? (mit
    Anlage etc.)

Soviel, daß die ganze Angelegenheit GÄNZLICH unwirtschaftlich ist. Und sich nicht mal in zig Jahren ammortisieren wird.
Von fehlender Versorgungssicherheit ganz zu schweigen.

Zu den Zellen kämen dann noch Kosten für Wechselrichter (ggf. grösser, als bei rein einspeisenden Anlagen), Ladeienrichtung und Akkus. Viele Akkus…

  • stimmt es, das diese Zellen bei guter Pflege nur 20 Jahre
    halten?

Die Zellen altern im Betrieb. Der Vorgang nennt sich Degradation. Mit Verlusten der Leistungsfähigkeit um etwa 1 % pro Jahr Betrieb ist zu rechnen.

Was jedoch bei Inselbetrieb viel stärker zu Buche schlagen dürfte, wären die Pufferakkus für die sonnenlose Zeit. Und die halten garantiert keine 20 Jahre.

Daß ein Wechselrichter 20 Jahre störungsfrei übersteht, ist eine gewaagte Aussage.

Es gibt sicherlich angenehmere Möglichkeiten, Geld zu vergeuden.

MfG

C.

Hi,
War ja nur eine Idee. Ich habe im Internet gelesen das die Herstellung mehr Energie verbraucht als die Solarzellen selbst unter optimalen Bedingungen jemals produzieren werden. Da frag ich mich doch warum manche Leute sich so etwas auf ihr Dach bauen *kopfschüttel*

danke dir
lennie

Ich habe im Internet gelesen das die
Herstellung mehr Energie verbraucht als die Solarzellen selbst
unter optimalen Bedingungen jemals produzieren werden.

Nun, das ist wiederum eine der im Internet kursierenden Märchen. Die Tatsache ist, daß die heutigen Solarzellen mehr Energie produzieren, als zu ihrer Herstellung benötigt wurde. Das Verhältnis von erzeugter zu verbrauchter Energie heisst Erntefator. Und dieser liegt (je nach Art der Zelle, Standort und Weltanschaung der Quelle) zwischen 4 und 20.

Da frag
ich mich doch warum manche Leute sich so etwas auf ihr Dach
bauen *kopfschüttel*

Weil die den Strom nicht selbst nutzen, sondern zu Mondpreisen in das öffentliche Netz einspeisen. Die übrigen Stromkunden dürfen es bezahlen.
Dank unseres Bundesministers für Umweltschutz und Reaktorsicherheit, der bei jeder sich bietender Gelegenheit seine profunde Unkenntnis der Energiefragen offenbart.

MfG

C.

Hi,
War ja nur eine Idee. Ich habe im Internet gelesen das die
Herstellung mehr Energie verbraucht als die Solarzellen selbst
unter optimalen Bedingungen jemals produzieren werden.

Das stimmt nicht mehr - war vo ca 15-20 Jahren aktuell.
Trotzdem rentieren sich derzeit Solarzellen v.a. nur für Inselsysteme mit geringen Leistungen.

Ein Bekannter von uns hat in seinem Kleingarten Solarzellen installiert - allein die Gebühr für dier Erlaubnis, sich ans öffentliche Netz anschließen zu dürfen (von den Kosten für den tatsächlichen Anschluß ganz zu schweigen) wäre teurer gekommen als die ganze Anlage.

LG
Stuffi

Hi!

Dank unseres Bundesministers für Umweltschutz und
Reaktorsicherheit, der bei jeder sich bietender Gelegenheit
seine profunde Unkenntnis der Energiefragen offenbart.

Bei uns in Österreich riet der unsägliche Bundeskanzler Bruno Kreisky den Menschen, sich lieber nass als elektrisch zu rasieren, um Energie zu sparen. Auwehauweh!

Bye
Hansi

gar nich so dumm der kreisky
Nassrasur ist sowieso stilvoller. Übrigens kann man, wenn man sich überhaupt nicht rasiert, auch noch das Wasser sparen.

Hallo,

Da frag
ich mich doch warum manche Leute sich so etwas auf ihr Dach
bauen *kopfschüttel*

Weil die den Strom nicht selbst nutzen, sondern zu Mondpreisen
in das öffentliche Netz einspeisen. Die übrigen Stromkunden
dürfen es bezahlen.

Wenn dem so ist, so ist doch eine gewisse Rentabilität doch gegeben.

Gruß

Dieter

Weil die den Strom nicht selbst nutzen, sondern zu Mondpreisen
in das öffentliche Netz einspeisen. Die übrigen Stromkunden
dürfen es bezahlen.

Wenn dem so ist, so ist doch eine gewisse Rentabilität doch
gegeben.

Dem ist leider so.
Weil die Leute die selbst im Haushalt verbrauchte kWh zu ca. 16 Cent beziehen, aber die solareingespeiste kWh mit bis zu ca. 60 Cent vergütet bekommen.

Das grosse Geschäft mach nicht der Betreiber. Dafür ist die Amortisationszeit zu lang. Das Geschäft machen Hersteller und Instalateure. Aber der Stromkunde bezahlts ja.

MfG

C.

Hallo,

Wenn dem so ist, so ist doch eine gewisse Rentabilität doch
gegeben.

Dem ist leider so.
Weil die Leute die selbst im Haushalt verbrauchte kWh zu ca.
16 Cent beziehen, aber die solareingespeiste kWh mit bis zu
ca. 60 Cent vergütet bekommen.

Das grosse Geschäft mach nicht der Betreiber. Dafür ist die
Amortisationszeit zu lang. Das Geschäft machen Hersteller und
Instalateure. Aber der Stromkunde bezahlts ja.

Und darauf fielen und fallen derart viele Leute rein? Ich sehe es hier in unserer Gegend: Fast an jedem zweiten Bauernhof sind riesige Anlagen auf den Dächern installiert.

Bekommt man für die Rückspeisung nur dann den Aufpreis, man Solaranlagen installiert sind? Andernfalls könnte man ja auch mittels ‚Energie-Reflexion‘ Geld machen. Das heißt, ich ziehe aus dem Netz Energie, speichere sie in irgeneiner Form kurzzeitig und führe sie wieder zurück – mit einem gewissen Verlust, aber wenn ich sehe, dass der Erstattungsbetrag weit über dem Verbrauchspreis liegt, dann müsste diese Anlage ja keinen unmachbar großen Wirkungsgrad aufweisen.

Gruß

Dieter

Erneuerbare-Energien-Gesetz
Moin

Das grosse Geschäft mach nicht der Betreiber. Dafür ist die
Amortisationszeit zu lang. Das Geschäft machen Hersteller und
Instalateure. Aber der Stromkunde bezahlts ja.

Und darauf fielen und fallen derart viele Leute rein?

So krass würde ich es nicht sagen :wink:
Wenn alles gut läuft, macht der Betreiber über die gesamte Lebensdauer der Anlage einen (moderaten) Plus.
Im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten über die gleiche (sehr lange) Laufzeit ist es aber nicht berauschend.

Tatsache sit aber, daß der (kleine) Gewinn des Betreibers und der (ordentliche) Gewinn des Herstellers und Instalateurs von den restlichen Stromkunden bezahlt werden.

Bekommt man für die Rückspeisung nur dann den Aufpreis, man
Solaranlagen installiert sind?

Die Vergütung für Einspeisung aus regenerativen Energiequellen richtet sich nach vielen Faktoren. Es gelten verschiedene Sätze abhängig von der Anlagenart (Wasser, Wind, Photovoltaik, Biogas, Brennstoffzelle ect.), Anlagengrösse, -montageart (bei Solar z.B. Dachmontage vs. Fasadenmontage), Datum der Erstinbetriebnahme und ein paar anderen.

Siehe Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG
und Photovoltaik-Vorschaltgesetz zum EEG.

Die Sätze habe ich schon mal in w-w-w zitiert, kann sie aber auf die Schnelle nicht wiederfinden.

Andernfalls könnte man ja auch
mittels ‚Energie-Reflexion‘ Geld machen.

Nun, es gibt einige technische Möglichkeiten des Stromdiebstahls. Du hast eine davon angesprochen.

MfG

C.