Nachtrag
Jedes gebrauchte Buch ist automatisch „Antiquariat“.
Ist das deine Definition? Klingt für mich nicht
standardsprachlich.
Habe grad erst gelesen, dass du Diplom-Bibliothekar bist. Vermutlich ist „Antiquariat“ dann spezieller Bibliothekaren-Jargon. Du solltest bedenken, dass die Mehrheit der Bevölkerung da etwas leicht anderes drunter versteht und den Begriff leicht anders verwendet — deren Verwendung bzw. Verständnis ist deswegen ja nicht falsch.
Gruß,
Ich lese leidenschaftlich gerne Bücher als Bücher und nicht als Computerdateien und auch nicht als Hörbücher.
Das Bücherlesen hat mich letzten Endes auch dazu getrieben Literaturwissenschaften zu studieren.
Was das Kaufen anbelangt: Ich kaufe mir Bücher meist gebraucht, da es geldmäßig einfach nicht rosig aussieht, meistens leihe ich sie mir allerdings in Bibliotheken aus. Hätte ich jedes Buch gekauft, dass ich gelesen hätte, uiuiui! Allerdings weiß ich, dass wenn ich irgendwann mal regelmäßig Geld verdiene eine Bücherkauf-Orgie stattfinden wird, ganz bestimmt. Es geht nichts über in einem Buchladen zu stöbern; das Googeln eines Buches ist einfach nicht dasselbe.
Was das seltenere Kaufen anbelangt: Es gibt tatsächlich Leute, die sich Bücher lieber kopieren als sie sich zu kaufen, da sie es nicht einsehen für die kleinen Reclambändchen soviel Geld zu berappen. Bücher sind definitv teuerer geworden.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Andre,
Du hast mir ja heute häufig geantwortet. Ich werde auf jede einzelne Nachricht zurückantworten.
Ich bin gelernter Dipl.-Bibliothekar und habe auch eine Zeitlang im Buchhandel gearbeitet. Auch wenn es in Laienohren ungewöhnlich klingen mag, so ist dies doch die im Buchwesen allgemeine Definition von „Antiquarisch“: Alles, was schon mal an einen Endkunden verkauft wurde.
Siehe auch:
http://www.google.de/search?hl=de&defl=de&q=define:A…
Auch wenn ich Bei vielen Deiner Einwände nicht so zielsicher kontern kann, hier bin ich eindeutig firm.
Viele Grüße - bis gleich
Alexander
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Hallo Alexander,
Alles, was schon mal an einen Endkunden verkauft wurde.
genau das ist aber bei der Sache der Haken: Ich habe über Amazon schon diverse - teilweise sogar noch eingescheißte - Bücher käuflich erworben, die nach allem Dafürhalten nie einen anderen Kunden als mich gesehen haben. Zu deutlich verringertem Preis, wie gesagt.
Wie die jeweiligen Marketplace-Verkäufer an diese Exemplare gekommen sind, mag ich ehrlicherweise nicht unbedingt ergründen … ;o)
Belesene Grüße
=^…^=
Hi,
nö. zumindest bei Amazon gibt es keine Versandkosten
angegliedert ist der Marketplace, und Bestellungen bei selbigem schlagen in der Regel mit €3 Versandkosten zu Buche (man verzeihe mir das Wortspiel). Wenn allerdings das so erworbene Buch nur noch ein Bruchteil des Originalpreises kostet, rechnet sich die Sache immer noch.
Von Seiten der Marketplace-Händler gibt es auch stets eine genaue Zustandsbeschreibung des Buches, und ich bin noch nie enttäuscht worden.
Darüber hinaus ist es mir als pekuniär Herausgeforderter persönlich wichtiger, überhaupt Bücher lesen zu können, als Erstleserin derselben zu sein. ;o)
Belesene Grüße
=^…^=
Hallo Son-ja,
ich kaufe nicht weniger, sondern billiger (s.u.).
Allerdings mag man einen direkten Zusammenhand zwischen dem Füllungsgrad meiner Regale und dem meines Portemonnaies vermuten … ;o)
Belesene Grüße
=^…^=
KamikazeKatze,
dann gibt es noch folgende Möglichkeit, die Du wahrscheinlich sogar über das IN recherchieren kannst:
Bringt ein Verlag eine Neuauflage heraus (z.B. bisher: 5. Auflage, jetzt 6., ergänzte Auflage), wird automatisch der sogenannte gebundene Ladenpreis = feste Ladenpreis für die 5. Auflage aufgehoben und das Buch gilt als antiquarisch und wird sozusagen als Restauflage „verramscht“ (Buchhändlerjargon, allerdings würde ein Buchhändler diesen Begriff NIE zu einem Fachfremden sagen, das würde seiner und des Buchhändler Ehre Abbruch tun. Du musst schon sehr gut mit einem Buchhändler befreundet sein, bevor er Dir zugibt, dass dieses Wort tatsächlich Fachjargon und üblich ist). Ich hoffe, ich ziehe mir damit nicht den dauerhaften Zorn der Buchhändlergilde auf mich…
somit kannst Du bei Erhalt des Buches sicher recherchieren, dass das Buch, welches Du in Händen hälst, eine alte Auflage ist.
Sollte dies auch nicht der Fall sein, dann nähern wir uns einem Gesetzesverstoß. Denn weitere Möglichkeiten fallen mir dann auch nicht mehr ein. Na, vielleicht noch ein heftiges Eselsohr (gibt’s aber bei eingeschweißten Büchern eigentlich nicht) oder ein verbundenes Exemplar (will sagen: die Seiten sind nicht fortlaufend im Buch, sondern eine Gruppe von Seiten taucht an ganz anderer Stelle im Buch auf, oder ist auf dem Kopf eingebunden „upside-down“).
viele Grüße und eine gute Nacht wünscht
Alexander
Amazon schon diverse - teilweise sogar noch eingescheißte -
na, eingeschissene Bücher, wenn das kein „antiquarisch“ rechtfertigt *schmunzel*
somit kannst Du bei Erhalt des Buches sicher recherchieren,
dass das Buch, welches Du in Händen hälst, eine alte Auflage
ist.
Klingt logisch, das mit dem Verramschen, ist aber nicht immer der Fall. Ich hab neulich ein Esperanto-Wörterbuch zum nicht mal halben Preis bei booklooker.com bestellt, das erst dieses Jahr (in der 1. Auflage) rausgekommen ist. Es ist auch kein preisreduziertes Mängelexemplar gewesen und auch sonst kein Fehldruck, sondern war sogar nocht eingeschweißt.
Wie das kommt, weiß ich nicht… ich denke aber nicht, dass es hier ein Gesetzesverstoß ist, weil der Anbieter privat war, wenn ich mich nicht irre…
Gruß,
Guten Morgen Alexander,
Amazon schon diverse - teilweise sogar noch eingescheißte -
na, eingeschissene Bücher, wenn das kein „antiquarisch“
rechtfertigt *schmunzel*
*kicher*
Manchmal sind allerdings auch funkelniegelnagelneue Bücher echt besch***** ;o)
Beste Grüße
=^…^=
PS: Soll ich Dir ein großes Geheimnis verraten? Ich habe ebenfalls schon im Buchhandel gearbeitet …
Hi Alexander
Kleiner Korrektur-Hinweis: In einer Bücherei kannst Du rein
gar nichts kaufen. Bücherei = Bibliothek -> Stelle zum
Ausleihen von Büchern und sonstigen Medien
Buchhandlung -> Ort um Bücher und ähnliche Medien zu
kaufen.
*merk*
SCNR
verstehe ich, wenn du Bibliothekar bist 
und dann verstehe ich auch, warum du was gegen on-line-Kauf hast.
Zu deiner Beruhigung: ich war eine zeitlang öfters in München und bin stets am Marienplatz in der Buchhandlung Hugendubel (huch: Werbung, man möge es mir verzeihen) für 2-3 Stunden versackt und nie mit leeren Hände herausgekommen 
Gäbe es eine ähnliche an meinem Wohnort, würde ich wahrscheinlich auch lieber dorthin gehen 
Gruss
ExNicki
Hallo ExNicki,
auch jede kleine Buchhandlung verdient unseren Besuch. Auch dort gibt es jede Menge zum Schmökern und zum Entdecken. Und heute haben auch die kleineren Buchhandlungen alle schon gemütliche Sitzecken, Sessel oder ähnliches.
Aber denke doch mal weiter und ruhig überspitzt:
jeder bestellt nur noch im Internet. Das Fachgeschäft am Ort macht dicht. Einfach weg. Es lohnt sich ja nicht mehr, weil ja niemand mehr etwas am Ort kauft. Dadurch wird die Stadt unatraktiver und verödet - es sind ja nicht nur Buchhandlungen betroffen, sondern jede Sorte von Läden, Lebensmittelgeschäfte vielleicht zu einem Teil ausgenommen. Als Folge hat die Stadt kaum noch Steuereinnahmen. Als Folge schließt sie zuerst alle freiwilligen Leistungen. Die Bücherei/Bibliothek, das Schwimmbad, den öffentlichen Nahverkehr, das Jugendzentrum, die Volkshochschule etc. Danach werden die Pflichtaufgaben (Müllabfuhr, Straßeninstandhaltung, Kanalisation etc.) auf ein absolutes gesetzlich vorgeschriebenes Mindesmaß reduziert. etc.etc. Willst Du in so einer Stadt leben? Also ich nicht. Unter „Lebensqualität“ stelle ich mir was anderes vor. Ich will vor Ort Geschäfte haben und nicht immer über IN bestellen oder in die nächste Großstadt fahren müssen. Das ist für mich ein wesentlicher Grund, so viel wie möglich am Ort zu kaufen. Möglichst in Innenstadt-nahen Läden, also nicht solche, die irgendwo auf der „grünen Wiese“ sind, wo man erst 2 oder noch mehr km mit dem Auto hinfahren muss. Obwohl der Lebensmitteldiscounter bei uns ca. 10 Fußminuten weg ist, machen wir die Einkäufe dort in der weit überwiegenden Mehrzahl zu Fuß (wenn man natürlich ohnehin im Auto gerade dran vorbei fährt, dann halten wir schon auch mal dort, aber das ist im Jahr vielleicht 3 oder 4 Mal).
Zu deiner Beruhigung: ich war eine zeitlang öfters in München
und bin stets am Marienplatz in der Buchhandlung Hugendubel
(huch: Werbung, man möge es mir verzeihen) für 2-3 Stunden
versackt und nie mit leeren Hände herausgekommen 
Gäbe es eine ähnliche an meinem Wohnort, würde ich
wahrscheinlich auch lieber dorthin gehen 
Viele liebe Grüße
(hoffentlich war das nicht zu sehr der „erhobene Zeigefinger“?*nachdenk*)
Alexander
Hallo KamikaKatze,
also, jetzt wo Du es schreibst, ist das irgendwie klar.
ich habe mir schon öfter bei Deinen Beiträgen gedacht, dass Du „irgendwas“ hast oder weißt, was ich bei Dir wiedererkenne. Allerdings konnte ich nie genau festmachen, was das sein könnte. Jetzt ist es logisch.
PS: Soll ich Dir ein großes Geheimnis verraten? Ich habe
ebenfalls schon im Buchhandel gearbeitet …
Liebe Grüße und eine schönen Abend wünscht
Alexander
Hallo André,
ich denke aber nicht, dass es
hier ein Gesetzesverstoß ist, weil der Anbieter privat war,
wenn ich mich nicht irre…
C’est ca! Genau das ist es! Der Verkäufer ist Privatmann. Also hat er es über den Buchhandel erworben, womit es (ausgepackt oder unausgepackt - spielt keine Rolle) automatisch „antiquarisch“ wird. Gründe? Kann es vielfältige geben: Er hat das Buch geschenkt bekommen, kann es aber gar nicht brauchen, er hat (bei Fachbüchern öfter mal) das Studium an den Nagel gehängt (in Bayern: „gehangen“) und hat jetzt keine Verwendung mehr dafür, er hat das gleiche Buch zum Geburtstag doppelt geschenkt bekommen, oder oder oder.
(OT: „ca“ mit dem Cedille unter dem c, wobei ich wieder mal nicht weiß, wie ich das hinbekomme. Bei WORD hätte ich die Sonderzeichentabelle und könnte es mir da dann raussuchen, aber hier??)
Viele Grüße und einen schönen Abend wünscht
Alexander
Hallo Alexander,
ich will jetzt nicht darauf eingehen, dass da wohl manche gleich Dutzende von Exemplaren ein und desselben Buches geschenkt bekommen haben … ;o)
Nur hierzu noch:
(OT: „ca“ mit dem Cedille unter dem c, wobei ich wieder mal
nicht weiß, wie ich das hinbekomme.
http://www.asciitable.com/
Beste Grüße
=^…^=
?
Zu deiner Beruhigung: ich war eine zeitlang öfters in München
und bin stets am Marienplatz in der Buchhandlung Hugendubel
(huch: Werbung, man möge es mir verzeihen) für 2-3 Stunden
versackt und nie mit leeren Hände herausgekommen 
Gäbe es eine ähnliche an meinem Wohnort, würde ich
wahrscheinlich auch lieber dorthin gehen 
Gruss
ExNicki
Da ich in München wohne, kenne ich die Verlockung. Es scheint kaum möglich zu sein ohne Buch zu gehen.
Ich vermute, dass es an der Größe der Buchhandlung liegt. Wohin man schaut, überall schmökert jemand versunken in Texten und Bildern …
Keine skeptischen Blicke beim Umblättern, eingeschweißte Bücher werden vom Personal geöffnet, niemand schaut erwartungsvoll über deine Schulter. Wenn man das Buch nicht kaufen möchte, legt man es eben zurück. Und versucht es mit einem anderen Buch.
In kleineren Buchgeschäften vermisse ich das. Vielleicht liegt es auch daran, dass man dort zu sehr von Diebstahl betroffen ist?
Auf jeden Fall empfinde ich es dort nicht so entspannend. So geht es mir aber generell in vielen kleineren Geschäften …