Wer muss marcumar auch sein leben lang nehmen?

hatte letztes jahr meine 2.lungenembolie,und soll jetzt marcumar mein ganzes leben lang nehmen:frowning:.wen geht es ähnlich?

Meinem Schwiegerpapa.

Hallo,

meine Mutter muss seit einigen Jahren Marcumar wegen ihrer Herzrythmusstörungen nehmen. Es gibt ihr sehr gut damit. Allerdings nimmt sie die regelmäßigen Messungen selber vor und kommt mit der Einstellung, wenn die Werte mal über oder under dem Sollwert sind, auch alleine sehr gut zurecht.

Marcumar ist für dich das, was Insulin für Diabetiker ist: überlebensnotwendig. Wie ein Diabetiker wirst auch du nicht nur regelmäßig das Medikament nehmen, du wirst auch immer wieder Blutwerte überprüfen (lassen) und die Medikation anpassen. Das kann man lernen, deshalb mach unbedingt eine oder auch mehrere gute Schulungen mit. Und lerne, soviel wie möglich in eigener Regie zu machen. Das wird dir Sicherheit geben und du wirst lernen, wie Stress, Erkrankungen oder manchmal auch Ernährung einen Einfluß haben.

Einige Nebenwirkugnen werden sein: längere Blutungen, wenn du dich verletzt, und manchmal kann es passieren, dass du aussiehst, als hättest du mit einen Bus geknutscht, wenn du dir irgendwo einen Bluterguss holst.

Schöner wäre, du brauchst es nicht. Aber deine gesundheiltiche Lage ist nunmal so, dass du dieses Medikament brauchst, um weitere Embolien, die irgendwann auch mal tötlich verlaufen können, zu verhindern oder wenigstens in ihrer Ausprägung zu lindern und deine Überlebenschancen zu bessern. Das muss man so krass sagen.

Irgendjemand unterschreibt hier immer mit „Dialyse ist lebbar“. Marcumar ist auch lebbar.

Barbara

Hallo !

Bei mehr als einer Lungenembolie in der Geschichte sollte schon eine lebenslange Blutverdünnung erfolgen; es sei denn, es gab bei den Embolien jeweils Ursachen, die vermeidbar sind (z.B. langes Sitzen bei Bus- oder Flugreisen). Möglicherweise liegt ja aber auch eine genetisch bedingte Störung im Gerinnungssystem vor, so dass es immer wieder zu Bildung von Blutgerinnseln kommt. Und da eine Lungenembolie mit dem Tod enden kann, wenn sie schwer genug ist, würde ich dann kein Risiko eingehen. Neben dem Marcumar gibt es heute allerdings auch schon Alternativen wie z.B. das Rivaroxaban. Allerdings muss man sagen, dass diese neuen Präparate neben Vorteilen (feste Dosis, keine Kontrolle der Gerinnungswerte mehr nötig) auch Nachteile haben. So kann die gerinnungshemmende Wirkung nicht so einfach wie beim Marcumar aufgehoben werden, was bei schweren Verletzungen und Blutungen ein echtes Problem werden kann. Sprich am besten mal mit dem Hausarzt, wenn Du Fragen oder Bedenken zum Marcumar hast.

Gruß Kai

Hallo,

vielen anderen gehts ähnlich.

Es gibt sehr sehr viele, die lebenslang M. einnehmen.

Was genau sind deine Fragen?

Grüße
miamei

danke dir für deine antwort.meine erste lungenembolie bekamm ich nach einer op,musste dann das marcumar für 6monate nehmen.bekam dann aber 1 jahr später wieder ne lungenemboli,diesmal ohne op,eine trombose bemerkte ich auch nicht.hatte zweimal glück die embolien ohne schaden zu überleben,nur meine herzklappe hat einen kleinen schlag abbekommen.ich weis das marcumar mich schütz würde mir aber wünschen es nicht mehr zu nehmen.ich bin jetzt 45,und muss es das ganze leben nehmen,was ja durchaus noch 30oder mehr jahre sein können.meine bedenken sind halt wie es mit langzeit wirkung aussieht.liebe grüsse heike

eigentlich nur wie es mit langzeitwirkung aussieht?NIMMST DU AUCH MARCUMAR?gruss heike