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Sammlung von Hintergrundberichten und Kommentaren zum Anschlag auf das World Trade Center und das Pentagon.
Grüße
Eckard.
Grausame Realität!
Ich bin traurig über unsere „Errungenschaften“ …
Sharon Crenson (AP)
Robert Shaler, Gerichtsmediziner der Stadt New York, erklärt, sein Büro warte noch auf spezielle Computerprogramme der Bundespolizei FBI, bevor man mit den DNS-Tests an den Tausenden von Leichenteilen beginnen könne. Die Pathologen sammeln unterdessen bereits Fingerabdrücke, Röntgenaufnahmen und zahnmedizinische Aufzeichnungen über die Vermissten, um die Opfer schneller und besser identifizieren zu können.
Eine weitere Verzögerung ergibt sich aus dem Umstand, dass die Trümmerberge mit Rücksicht auf eventuelle Überlebende oder Spuren der Attentäter nur ganz langsam und sorgfältig durchsucht werden. Wenn der Schwerpunkt sich erst einmal von Rettungs- zu reinen Bergungsarbeiten verlagere, werde sich die Zahl der Leichenteile, die jeden Tag zur Identifizierung eintreffen, verdoppeln und verdreifachen, schätzt Shaler. Sein Büro rechnet mit insgesamt eine Million Leichenteile, die untersucht werden müssen.
Bislang wurden 218 Leichen geborgen und 152 Opfer identifiziert. 5422 Menschen werden noch vermisst. Die New Yorker Gerichtsmediziner haben das hoch gesteckte Ziel, jedes einzelne geborgene Leichenteil zu identifizieren. Dass soll geschehen, indem Gegenstände der Vermissten, etwa Zahnbürsten oder Kämme, auf DNS-Spuren hin untersucht und mit den Leichenteilen verglichen werden. Wo dies nicht möglich ist, werden enge Verwandte um DNS-Test gebeten, um Ähnlichkeiten mit den Opfern festzustellen.
Dieser Prozess könnte ein Jahr oder noch länger dauern, erklärt Mitch Holland, Vizepräsident der Bode Technology Group, einem Genanalyse-Labor in Springfield. Skeptisch beurteilt er die Absicht der New Yorker Behörden, das gesamte aus den Trümmern geborgene biologische Material zu testen. «Das wird das gesamte System ins Stocken bringen», warnt Holland. «Wir empfehlen, mit dem anatomisch erkennbaren Material zu beginnen mit dem Ziel, jeden Vermissten zu identifizieren.» Danach könnten die kleineren Teile getestet werden, um sie zusammen mit den grösseren an die Angehörigen zurückzugeben.