Wer spricht die meisten Fremdsprachen (wie viele)?

Weiß einer, wer den Rekord hält, die meisten Sprachen fließend zu sprechen bzw. wie viele Sprachen derjenige spricht? Konnte im Internet zu diesem Thema nichts finden, aber vielleicht benutze ich auch immer nur die falschen Suchwörter :wink:

Direktlinks sind willkommen!

LG

Ein Glück, dass es nicht für alle dämlichen Fragen eine Antwort im Internet gibt.

Moin Gargas,

Ein Glück, dass es nicht für alle dämlichen Fragen eine
Antwort im Internet gibt.

ein schönes Beispiel, daß es keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten gibt.
Nichst für ungut.

Gandalf

6 „Gefällt mir“

Hallo Juno,

ich erinnere mich düster, daß bei Biolek in einer seiner Sendungen ein Niederländer 8oder wars ein Belgier
?) auftrat, der damals als derjenige galt, der die meisten Sprachen sprach.
Er unterhielt sich im Studio mit ettlichen Menschen verschiedener Nationen und alle bestätigten, daß er die jeweilige Sprache akzentfrei sprach. Er beherrschte so rund fünfzig Sprachen fließend, und noch einige Dutzend (wie er meinte) einigermaßen, zusammen waren es rund einundert.

Obs der Rekord ist - ?

Hilft vielleicht das Guinnes Buch weiter?

Gandalf

Hallo Gandalf,

auch nix für ungut - aber wer könnte sich bei einer solchen Frage als Schiedsrichter betätigen? Jemand, der zufällig die selben 20, 30 oder gar 40 Sprachen spricht? Oder müsste man die entsprechende Anzahl von Muttersprachlern zu Rate ziehen? Deswegen bleibe ich dabei: es gibt nicht nur dumme Antworten, sondern auch ebensolche Fragen.
Den von datafox verlinkten Artikel http://www.hispanicbusiness.com/forum/topic.asp?TOPI… halte ich übrigens für eine Internet-Ente, oder für ein Gerücht, oder für eine urban legend, wie Insider heute zu sagen pflegen.
Und weil es so schön zum Thema passt: ich hatte einen Prof, der unter anderem englische Phonetik unterrichtete. Der hat einen Studenten gefragt, nachdem dieser einen englischen Satz ausgesprochen hatte, ob er aus der Gegend von Bad Kreuznach käme.

Liebe Grüße

Pit

Old Shatterhand/Kara Ben Nemsi
Nach Aussage von Karl May:

„Ich spreche und schreibe: Französisch, englisch, italienisch, spanisch, griechisch, lateinisch, hebräisch, rumänisch, arabisch 6 Dialekte, persisch, kurdisch 2 Dialekte, chinesisch 2 Dialekte, malayisch, Namaqua, einige Sunda-Idiome, Suaheli, Hindostanisch, türkisch und die Indianersprachen der Sioux, Apachen, Komantschen, Snakes, Utahs, Kiowas nebst dem Ketschumany 3 südamerikanische Dialekte. Lappländisch will ich nicht miterzählen.“

Das sind über vierzig!

;-=

Gruß Fritz

Hallo!
Hier noch etwas aus Wikipedia (nicht, dass das glaubwürdig wäre, aber… naja… du weißt schon). Jedenfalls hatte ich mir einige der Artikel auch früher schon mal durchgelesen:

http://en.wikipedia.org/wiki/Emil_Krebs
Emil Krebs — 68 Sprachen perfekt, 120 insgesamt.

http://en.wikipedia.org/wiki/Harold_Williams_%28ling…
Harold Williams — 98 Sprachen und Dialekte. Der stand z.B. auch im Guinnesbuch der Rekorde und hier kann man wohl nicht von einem Internet-Hoax sprechen, da der Mann sein Können oft genug unter Beweis stellen konnte (siehe Artikel). Auf dieser Seite gibt’s noch mehr:
http://www.nzedge.com/heroes/williams.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Francis_Burton
Sir Richard Burton — 29 Sprachen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Caspar_Mezzofanti
Giuseppe Mezzofanti — 38 Sprachen und 50 Dialekte fließend. Die Seite bei „External Links“ weiter unten ist sehr interessant und gibt auch Auszüge aus seiner Biographie wieder.

http://en.wikipedia.org/wiki/John_Bowring
Sir John Bowring — konnte angeblich 200, davon 100 fließend.

Und zu guter Letzt noch unser alter Bekannter:
http://en.wikipedia.org/wiki/Ziad_Fazah
Ziad Fazah — naja… vielleicht bietet Wikipedia hier noch mehr Einsicht und ein paar nützlich(er)e Links.

Zusammenfassend kann man also vielleicht sagen, dass die Zahl der fließend gesprochenen Sprachen so in der Drehe zwischen 50 und 100 schwanken dürfte. Wobei ich bei den „Tests im Fernsehen mit Muttersprachlern“ vorsichtig wäre… in solchen Situationen redet man gerne mal einfach so ein bisschen Smalltalk und das ist generell einfacher als eine komplexe Konversation.

Liebe Grüße,

  • André

P.S.: Was mich interessieren würde: Gibt es einen Rekord, wieviele Schriftsysteme man problemlos lesen und schreiben kann? Würde mich mal interessieren… das ist was, wovon ich selbst ja nie genug kriegen kann. Bisher sind’s 21 — bietet jemand mehr? =)

MOD: Bezüge auf gelöschtes Posting entfernt.

Hallo André,

Emil Krebs — 68 Sprachen perfekt, 120 insgesamt.

Den Ausdruck „perfekt“ genieße ich mit Vorsicht, ich finde dass „sogar“ Einsprachige in ihrer Muttersprache nicht „perfekt“ sein können, für Fremdsprachen habe ich viel lieber den Ausdruck „fließend“, oder wenn jemand ganz gut ist: „auf muttersprachlichem Niveau“.

Wobei ich bei den „Tests im
Fernsehen mit Muttersprachlern“ vorsichtig wäre… in solchen
Situationen redet man gerne mal einfach so ein bisschen
Smalltalk und das ist generell einfacher als eine komplexe
Konversation.

Ganz einverstanden, wenn jemand „x“ „perfekt“ (auf muttersprachlichem Niveau und akzentfrei) spricht, müsste er/sie sich auf den verchiedenen Stilebenen problemlos bewegen können, und auch ein Mindestmaß an „Fachausdrücken“ die die Mehrzahl der Muttersprachler der entsprechenden Sprache kennt und gebraucht, verstehen und anwenden können (z.B. auf Deutsch „schleudern“ bzw. der „Schleudergang“ bei einer Waschmaschine).

P.S.: Was mich interessieren würde: Gibt es einen
Rekord, wieviele Schriftsysteme man problemlos lesen und
schreiben kann? Würde mich mal interessieren… das ist was,
wovon ich selbst ja nie genug kriegen kann. Bisher sind’s 21 —
bietet jemand mehr? =)

Meine Güte, was soll man dazu noch sagen? (Hehe, Alfa-Telefon Münster :wink: ) 21… klingt ja nach einer ganzen Menge… welche Schriften sind das denn, und wie viele deutsche Schriften sind darunter ?

Gruß Philipp

Hallo André und Philipp!

Das kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen:

Den Ausdruck „perfekt“ genieße ich mit Vorsicht, ich finde
dass „sogar“ Einsprachige in ihrer Muttersprache nicht
„perfekt“ sein können, für Fremdsprachen habe ich viel lieber
den Ausdruck „fließend“, oder wenn jemand ganz gut ist: „auf
muttersprachlichem Niveau“.

…siehe dazu:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Wobei ich bei den „Tests im
Fernsehen mit Muttersprachlern“ vorsichtig wäre… in solchen
Situationen redet man gerne mal einfach so ein bisschen
Smalltalk und das ist generell einfacher als eine komplexe
Konversation.

Ich habe zwar noch keine solche Sendung gesehen, aber ich kann es mir durchaus vorstellen, dass es so ist…

Schöne Grüsse,
Helena

Hallo André,

Emil Krebs — 68 Sprachen perfekt, 120 insgesamt.

Den Ausdruck „perfekt“ genieße ich mit Vorsicht, ich finde
dass „sogar“ Einsprachige in ihrer Muttersprache nicht
„perfekt“ sein können, für Fremdsprachen habe ich viel lieber
den Ausdruck „fließend“, oder wenn jemand ganz gut ist: „auf
muttersprachlichem Niveau“.

Ja, da hast du natürlich recht, ich wollte da auch keine große Kritik üben, da ich neulich von diesem Mann zum 1. Mal las (die anderen kannte ich zum Großteil vom Lesen). Aber wenn du schon sagst, dass auch Muttersprachler ihre Muttersprache nie perfekt sprechen, so kann man ja ruhig „wie ein Muttersprachler“ als „perfekt“ bezeichnen, da’s eben kaum besser geht. Naja… perfekt mag übertrieben sein, viele verwenden’s auch synonym mit „fließend“, würd ich meinen. Naja…

Wobei ich bei den „Tests im
Fernsehen mit Muttersprachlern“ vorsichtig wäre… in solchen
Situationen redet man gerne mal einfach so ein bisschen
Smalltalk und das ist generell einfacher als eine komplexe
Konversation.

Ganz einverstanden, wenn jemand „x“ „perfekt“ (auf
muttersprachlichem Niveau und akzentfrei) spricht, müsste
er/sie sich auf den verchiedenen Stilebenen problemlos bewegen
können, und auch ein Mindestmaß an „Fachausdrücken“ die die
Mehrzahl der Muttersprachler der entsprechenden Sprache kennt
und gebraucht, verstehen und anwenden können (z.B. auf Deutsch
„schleudern“ bzw. der „Schleudergang“ bei einer
Waschmaschine).

Sehr gutes Beispiel! Bei Fachausdrücken dachte ich beim Lesen grad erst an wissenschaftliche Ausdrücke, und die sind ja in vielen Sprachen lateinisch oder griechisch und einem daher eher bekannt. Aber „schleudern“ ist gut. =)

P.S.: Was mich interessieren würde: Gibt es einen
Rekord, wieviele Schriftsysteme man problemlos lesen und
schreiben kann? Würde mich mal interessieren… das ist was,
wovon ich selbst ja nie genug kriegen kann. Bisher sind’s 21 —
bietet jemand mehr? =)

Meine Güte, was soll man dazu noch sagen? (Hehe, Alfa-Telefon
Münster :wink: ) 21… klingt ja nach einer ganzen Menge… welche
Schriften sind das denn, und wie viele deutsche Schriften sind
darunter ?

Alfa-Telefon Münster sagt mir jetzt nix, muss ich sagen…
Deutsche Schriften sind’s nur eine („Lateinisch“), Sütterlin, diese deutsche Schulschreibschrift und normale Druckschrift kann ich zwar, aber würde sie nicht als eigene Schrift zählen. Auch hebräische Schreibschrift, die ich zumindest mal konnte (inzw. wieder verlernt) tät ich nicht extra zählen. Bisher sind’s:
Lateinisch, Kyrillisch, Griechisch, Arabisch, Hebräisch, Georgisch, Devanagari (=Hindi/Sanskrit), Tibetisch, Japanisch (Hiragana & Katakana, die hab ich als 2 gezählt), Gotisch, Irische Unzialschrift (heißt die so?), Stenographie (Gabelsberger glaube ich, bin aber viel langsamer als in normaler dt. Schrift), Hangul (=Koreanisch), Khmer, Thai, IPA (okay okay, das zu zählen ist vielleicht nicht legitim), Armenisch, Birmanisch, das „Standard Galactical Alphabet“ (aus den alten Commander-Keen-PC-Spielen), Tengwar (=Elbisch)…

Wenn man IPA oder Irisch nicht zählen möchte, weil’s nur geringfügig modifiziertes Lateinisch ist, könnte man mir eventuell noch zu Gute halten, dass ich vielleicht ca. 1000 Hanzi kenne (schreiben, lesen, Bedeutung kennen) und im Prinzip auch Koptisch, Laotisch und Gujarati lesen kann (mit etwas Mühe), da die Schriften dem Griechischen, Thai und der Devanagari sehr ähnlich sind. Bei Phönizisch müsst ich’s mal überprüfen, da dürfte ich theoretisch die meisten Zeichen auch kennen und können. Da ich früher auch mal ein bisschen Mittelägyptisch gelernt hab, kenne ich auch noch etliche Hieroglyphen, würde aber nicht sagen, dass ich das „kann“.
Klingonisch konnte ich auch mal… wäre eigentlich ein leichtes, das mal wieder aufzufrischen. :wink: Ich hatte geplant, als nächstes vielleicht Tamil mal zu lernen, also, nur die Schrift…

Da muss ich ja jetzt total wie der Angeber klingen, soll aber bitte nicht so rüberkommen, auch wenn ich trotzdem natürlich irgendwie stolz bin, so viele(?) zu können. :wink:
Hat aber v.A. auch praktischen Nutzen, da ich Wörterbücher sammle und da auch oft was nachschlage — da ist’s hilfreich, zu wissen, wie man was schreibt und ausspricht und wo man’s findet im Wörterbuch (grad bei sowas wie Arabisch oder Tibetisch ist’s echt blöd mit’m Finden, wenn man die Schrift gar nicht lesen kann. Und für geheime Nachrichten oder Notizen ist’s auch sehr praktisch.

ლიბე გრიუსე,

  • 안드레

Hallo André,

Sehr gutes Beispiel! Bei Fachausdrücken dachte ich beim Lesen
grad erst an wissenschaftliche Ausdrücke, und die sind ja in
vielen Sprachen lateinisch oder griechisch und einem daher
eher bekannt. Aber „schleudern“ ist gut. =)

Diese „wissenschaftlichen Ausdrücke“ sind meist ja nur für Wissenschaftler, ein Politologe kennt eben seine Wörter in den verschiedenen Sprachen, weil er es ja immerhin studiert hat und weiß was sich dahinter verbirgt. Aber auch jeder Deutschsprachige weiß was „schleudern“ ist, aber in einer Fremdsprache sind das die Ausdrücke die man oft „nur“ umschreibt, da man sie in keinem Sprachkurs lernt.

Und für geheime Nachrichten oder Notizen
ist’s auch sehr praktisch.

ლიბე
გრიუსე,

  • 안드레

Keine Ahnung was du da geschrieben hast, aber immerhin kann ich die erste Schrift als Hindi-Schrift identifizieren :wink:

Gruß

Philipp

P.S.: „Alfa-Telefon Münster“, so heißt die Einrichtung bei der man anrufen soll wenn man nicht richtig lesen und schreiben kann, kennst du nicht diese TV-Werbungen: „Über 4 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen uns schreiben - Alfa-Telefon Münster“ ?

Keine Ahnung was du da geschrieben hast, aber immerhin kann
ich die erste Schrift als Hindi-Schrift identifizieren :wink:

Nee, Irrtum. Das war Georgisch. :wink:
Hieß einfach nur „Liebe Grüße“ und drunter „- André“ auf Koreanisch. :>

P.S.: „Alfa-Telefon Münster“, so heißt die Einrichtung bei der
man anrufen soll wenn man nicht richtig lesen und schreiben
kann, kennst du nicht diese TV-Werbungen: „Über 4 Millionen
Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen uns
schreiben - Alfa-Telefon Münster“ ?

Ah, okay. Ja, ich erinnere mich, jetzt wo du’s sagst.

Grüße,

  • André