Hallo André,
Emil Krebs — 68 Sprachen perfekt, 120 insgesamt.
Den Ausdruck „perfekt“ genieße ich mit Vorsicht, ich finde
dass „sogar“ Einsprachige in ihrer Muttersprache nicht
„perfekt“ sein können, für Fremdsprachen habe ich viel lieber
den Ausdruck „fließend“, oder wenn jemand ganz gut ist: „auf
muttersprachlichem Niveau“.
Ja, da hast du natürlich recht, ich wollte da auch keine große Kritik üben, da ich neulich von diesem Mann zum 1. Mal las (die anderen kannte ich zum Großteil vom Lesen). Aber wenn du schon sagst, dass auch Muttersprachler ihre Muttersprache nie perfekt sprechen, so kann man ja ruhig „wie ein Muttersprachler“ als „perfekt“ bezeichnen, da’s eben kaum besser geht. Naja… perfekt mag übertrieben sein, viele verwenden’s auch synonym mit „fließend“, würd ich meinen. Naja…
Wobei ich bei den „Tests im
Fernsehen mit Muttersprachlern“ vorsichtig wäre… in solchen
Situationen redet man gerne mal einfach so ein bisschen
Smalltalk und das ist generell einfacher als eine komplexe
Konversation.
Ganz einverstanden, wenn jemand „x“ „perfekt“ (auf
muttersprachlichem Niveau und akzentfrei) spricht, müsste
er/sie sich auf den verchiedenen Stilebenen problemlos bewegen
können, und auch ein Mindestmaß an „Fachausdrücken“ die die
Mehrzahl der Muttersprachler der entsprechenden Sprache kennt
und gebraucht, verstehen und anwenden können (z.B. auf Deutsch
„schleudern“ bzw. der „Schleudergang“ bei einer
Waschmaschine).
Sehr gutes Beispiel! Bei Fachausdrücken dachte ich beim Lesen grad erst an wissenschaftliche Ausdrücke, und die sind ja in vielen Sprachen lateinisch oder griechisch und einem daher eher bekannt. Aber „schleudern“ ist gut. =)
P.S.: Was mich interessieren würde: Gibt es einen
Rekord, wieviele Schriftsysteme man problemlos lesen und
schreiben kann? Würde mich mal interessieren… das ist was,
wovon ich selbst ja nie genug kriegen kann. Bisher sind’s 21 —
bietet jemand mehr? =)
Meine Güte, was soll man dazu noch sagen? (Hehe, Alfa-Telefon
Münster
) 21… klingt ja nach einer ganzen Menge… welche
Schriften sind das denn, und wie viele deutsche Schriften sind
darunter ?
Alfa-Telefon Münster sagt mir jetzt nix, muss ich sagen…
Deutsche Schriften sind’s nur eine („Lateinisch“), Sütterlin, diese deutsche Schulschreibschrift und normale Druckschrift kann ich zwar, aber würde sie nicht als eigene Schrift zählen. Auch hebräische Schreibschrift, die ich zumindest mal konnte (inzw. wieder verlernt) tät ich nicht extra zählen. Bisher sind’s:
Lateinisch, Kyrillisch, Griechisch, Arabisch, Hebräisch, Georgisch, Devanagari (=Hindi/Sanskrit), Tibetisch, Japanisch (Hiragana & Katakana, die hab ich als 2 gezählt), Gotisch, Irische Unzialschrift (heißt die so?), Stenographie (Gabelsberger glaube ich, bin aber viel langsamer als in normaler dt. Schrift), Hangul (=Koreanisch), Khmer, Thai, IPA (okay okay, das zu zählen ist vielleicht nicht legitim), Armenisch, Birmanisch, das „Standard Galactical Alphabet“ (aus den alten Commander-Keen-PC-Spielen), Tengwar (=Elbisch)…
Wenn man IPA oder Irisch nicht zählen möchte, weil’s nur geringfügig modifiziertes Lateinisch ist, könnte man mir eventuell noch zu Gute halten, dass ich vielleicht ca. 1000 Hanzi kenne (schreiben, lesen, Bedeutung kennen) und im Prinzip auch Koptisch, Laotisch und Gujarati lesen kann (mit etwas Mühe), da die Schriften dem Griechischen, Thai und der Devanagari sehr ähnlich sind. Bei Phönizisch müsst ich’s mal überprüfen, da dürfte ich theoretisch die meisten Zeichen auch kennen und können. Da ich früher auch mal ein bisschen Mittelägyptisch gelernt hab, kenne ich auch noch etliche Hieroglyphen, würde aber nicht sagen, dass ich das „kann“.
Klingonisch konnte ich auch mal… wäre eigentlich ein leichtes, das mal wieder aufzufrischen.
Ich hatte geplant, als nächstes vielleicht Tamil mal zu lernen, also, nur die Schrift…
Da muss ich ja jetzt total wie der Angeber klingen, soll aber bitte nicht so rüberkommen, auch wenn ich trotzdem natürlich irgendwie stolz bin, so viele(?) zu können. 
Hat aber v.A. auch praktischen Nutzen, da ich Wörterbücher sammle und da auch oft was nachschlage — da ist’s hilfreich, zu wissen, wie man was schreibt und ausspricht und wo man’s findet im Wörterbuch (grad bei sowas wie Arabisch oder Tibetisch ist’s echt blöd mit’m Finden, wenn man die Schrift gar nicht lesen kann. Und für geheime Nachrichten oder Notizen ist’s auch sehr praktisch.
ლიბე გრიუსე,