Wer überset das pathologische anatomische Gutacht

Übersandt wurde bei Abort in der sonographischen 9.ssw 11*9*4,5cm messendes Abradat.

Histologisch sieht man Endometrium mit großzellig transformiertem SAtroma.Man sieht unreife Plazentazotten.Größere zellfreie zisternen in Kombination mit atypischen Trophoblastproliferaten liegen nicht vor.

Beurteilung:smiley:ezidua und unreifes Plazentagewebe bei intrauterinem Abort.
Kein Hinweis für bösartiges wachstum

Liebe Sternenmama79,

wenn es sich um Dich handeln sollte, ist das eine traurige Nachricht, die mir sehr leid tut und ich hoffe, dass Du wenn nicht einen Arzt dann doch zumindest einen Partner hast, der Dich in Deiner Trauer unterstützen kann.
Den path.-anat. Bericht sollte Dir natürlich Dein(e) betreuende(r) Gyn. erklären. Es handelt sich um die grobsichtige und feingewebliche Beschreibung dessen, was aus der Gyn. übersandt worden ist.
Feingeweblich sieht man Gebärmutterschleimhaut, die schwangerschaftstypisch aufgebaut ist. Fehlbildungen oder auf mögliches bösartiges Wachstum hinweisende Strukturen finden sich NICHT.
Bei der 9. SchwangerSchaftWoche (SSW) ist natürlich noch kein reifens Mutterkuchengewebe zu erwarten. Insofern war die Schwangerschaft (komplett) angelegt, keine Scheinschwangerschaft.
Einen Grund des Aborts ließ sich offensichtlich durch die feingewebliche Untersuchung nicht ausfindig machen.

Sollte das gehäuft vorkommen, kann ggfs. in Beratung mit dem Frauenarzt auch eine molekulare Ursache im Plazentagewebe erforscht werden.

Ich hoffe, dass hat erst einmal weitergeholfen.
MFG
Dag Dittert

Vielen lieben dank für die rasche Beantwortung meiner frage.ja leider habe ich mein baby verloren bevor es überhaupt Ne Chance hatte das leben zu genießen.allerdings geschah das schon vor 2Jahren.leider konnte ich mich bis zum heutigen Tag nicht damit auseinander setzen.vielleicht weil ich keine kinder mehr wollte :frowning: jedoch habe ich vor ein paar tagen erfahren dass ich wieder schwanger bin.leider erfüllt mich momentan eher schreckliche Angst anstatt Freude.

Hallo,
es tut mir leid, dass Sie eine Fehlgeburt hatten, vielleicht sogar mehrere. Das schmerzt und ich verstehe Ihren Wunsch nach Aufklärung.

Der vorliegende Befund wird Ihnen bei der Ursachenforschung leider nicht viel helfen - denn es ist ein typischer pathologischer Befund von Abortmaterial, aber meistens wird hier nur die Plazenta in Augenschein genommen. Der Grund hierfür liegt weniger in der Ursachenforschung für die Fehlgeburt (diese liegt in über 80 % daran, dass das Kind per Zufall eine ungünstige genetische Ausstattung hatte, die bei der Natur mit dem Leben nicht vereinbar war), sondern um zu klären, ob die nicht mehr schwangere Frau befürchten muss, dass die Plazenta bösartig verändert war oder sich noch bösartig verändern könnte. Es handelt sich hier um einen normalen Befund nach einer missglückten Frühschwangerschaft - wie gesagt, wenig hilfreich für den Wunsch vieler Frauen nach Fehlgeburt, die Ursache zu finden.

Das Kind selbst wurde offenbar nicht untersucht - bzw. hierfür liegen aktuell keine Befunde vor. Bei Frauen mit häufigeren Fehlgeburten wird man eine genetische Untersuchung vornehmen - fällt die normal aus, wird man nach Gründen für häufige Fehlgeburten bei der Mutter suchen. Ein fehlerhaftes genetisches Ergebnis ist das, was man bei einer Fehlgeburt eigentlich erwartet - im Falle häufiger Fehlgeburten wird man den genetischen Befund des Kindes mit denen der Eltern abgleichen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute bei der weiteren Spurensuche bzw. für kommende Schwangerschaften.
Viele Grüße,
Claudia Franke
www.kinderwunsch-coach.de