Wer-weiss-es?

Hallo Leute,

Hab ein Problem. Ich versteh einen Gewissen Sachverhalt nicht.
Es geht um Fehlermengenkosten am Beispiel eines Maschinensillstandes bei Fliessfertigung, entstanden durch fehlendes Material.

Gegeben:

  • Stoffkosten Autoradio 100 €
  • Herstellkosten Autoradio 135 €
  • kalk. Abschreibungen je Stück 12 €
  • Personalkosten (Lohn und Gehalt) je Stück 15 €
  • Tagesproduktion 2’000 Stück
  • 2-schicht-Betrieb mit 7 h je Schicht

Bei Stillstand von 2 h wird nun folgende Rechnung gemacht:

  • Fertigungsausfall von 286 Autoradios (2000/14*2)
  • Mitarbeiter können kurzfristig nicht anderwertig eingesetzt werden. daher Fehlermengenkosten = 286*(12+15) = 7’722 €

Nun meine Frage:
Wieso nimmt er die kalk. Abschreibungen?
Wie entstehen diese Kosten für kalk. Abschreibungen?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Ricky

Was hat das mit Logistik zu tun?

Gegeben:

  • Stoffkosten Autoradio 100 €
  • Herstellkosten Autoradio 135 €
  • kalk. Abschreibungen je Stück 12 €
  • Personalkosten (Lohn und Gehalt) je Stück 15 €
  • Tagesproduktion 2’000 Stück
  • 2-schicht-Betrieb mit 7 h je Schicht

Bei Stillstand von 2 h wird nun folgende Rechnung gemacht:

  • Fertigungsausfall von 286 Autoradios (2000/14*2)
  • Mitarbeiter können kurzfristig nicht anderwertig eingesetzt
    werden. daher Fehlermengenkosten = 286*(12+15) = 7’722 €

Hallo Ricky!

In der Kostenrechnung nimmt man kalkulatorische Abschreibungen z.B. auf Maschinen. Wenn die Maschinen der Fliessfertigung 2h nicht laufen, fallen die kalklatorischen Abschreibungen ja trotzdem an. Man spricht hier auch von Opportunitätskosten für gebundenes Kapital. Allerdings macht es dann wenig Sinn, die Abschreibungen auf die Stückzahl zu beziehen. Eigentlich verwendet man eher Maschinenstundensätze. Ein Radio benötigt 14/2000= 0,007 Stunden. Durch Dreisatz (0,007/1=12/x) ergibt sich ein Maschinenstundensatz von 1714 Euro. Bei 2 Stunden Ausfall also genau die 3428 (=12*286) Euro.

Ich hoffe, Dir genügt diese Antwort, sonst frag ruhig nochmal nach:wink:
Nic

es ist ein beispiel in unserem logistikbuch
hi nic
Ach so! Dann sind die 15 € fürs personal und die 12 € für die maschine? und so sieht man auch schön, dass es teurer ist einen mitarbeiter als eine maschine rumstehen zu lassen, net?
gruss ricky

Dann sind die 15 € fürs personal und die 12 € für die
maschine?

Ja, genau!

und so sieht man auch schön, dass es teurer ist einen mitarbeiter als eine maschine rumstehen zu lassen, net?

In der Realität ist es oft so. Zumindest kalkulatorisch. Denn Ausgaben hat man ja nur für die Mitarbeiter, während die Maschinen bereits da sind und wenn man sie nicht nutzt, entstehen ja keine Ausgaben (wenn man jetzt mal von möglichen Wartungsnotwendigkeiten absieht). Die kalkulatorischen Kosten dienen dazu, die Anschaffungs- bzw. Wiederbeschaffungskosten der Maschine auf die Radios aufzuteilen.

Viel Spaß dann noch bei Deinen weiteren Hausaufgaben :wink:
Nic