Hallo,
es gibt fast kein Produkt in der Finanzwelt, welches generell
„Schrott“ ist oder generell gut.Das ist richtig.
Irgendwelche Vor- und Nachteile gibts fast immer für
unterscheidliche Menschen.Auch richtig.
Wenn man mit den Nachteilen von Riester leben kann
(Vererbbarkeit, Auslandsproblematik, Besteuerung, etc.) warum
nicht?Weil es bessere Produkte gibt und die Nachteile zu einem
finanziellen Ruin führen können.Vernünftige Renditen sind auch hier erzielbar.
Auch hier wieder: Ja und nein ! Es gibt Einkommensklassen, da
sind vernünftige Renditen erzielbar. In den meisten Fällen
jedoch nicht. Und bedenkt man dann, dass keine Werte
geschaffen werden, sondern nur eine Rente, dann ist es
Quatsch.Sicherlich kommt der eine aufgrund der „Konditionen“ zu dem
Schluss, Riestern ist absoluter Schrott und man dies auch
begründen.Richtig.
Als Baustein oder Teil der eigenen Altersvorsorge schätze ich
dieses Produkt auf jeden Fall, aber getreu dem Motto „Nicht
alles auf ein Pferd setzen“ kann Riester bestimmt nicht
alleiniger Baustein der Altersvorsorge sein. Obwohl es
sicherlich bei vielen so ist.Und genau da ist das Problem. Finanzberater sprechen von
Streuung. Sind wir doch mal realistisch. Viele Haushalte
können sich ja nicht mal im ,jetzt" über Wasser halten. Aus
welchen Gründen auch immer schaffen es die meisten nicht mal
die grundlegenden Risiken abzudecken. Man kann doch froh sein
wenn sie überhaupt was fürs Alter weg legen. Und dann noch
streuen ? In der Theroie schön, in der Praxis (meist)
unmöglich.Also keine faulen Kompromisse, es muss eine Entscheidung her.
Und wenn diese auf die Riester-Rente fällt, der betrügt sich
selbst.Was passiert denn ? Ich spare mein ganzes Leben und erhalte
eine Rente. Was soll der Quatsch ? Bei einer vernünftigen
Fonds-Anlage habe ich ähnliche (oder höhere) Renditen, bin
flexibel, kann mir eine Rente auszahlen lassen und bei Tod den
Enkeln einen Hausbau mit der Einlage finanzieren.
Theoretisch richtig, nur haben Fondssparpläne in der Praxis eine noch kürzere Halbwertszeit als Rentenversicherungen. Ich weiß, du hast eigentlich Recht, aber es gibt nicht nur den Punkt der Rendite.
Das ist Vermögensaufbau. Die Riester-Rente zerbröselt entweder
bei der ersten Umplanung, der ersten finanziellen
Schwierigkeit oder bei Rentenbeginn.
Naja, ganz so dramatisch seh ich das nicht. Ich glaub der Mindestjahresbeitrag liegt bei 60€, das wird ja wohl jeder schaffen.
Man ist da durchaus flexibel.
Gruss
Markus
Kein schlechter Gedanke: Wenn ich nicht viel geld habe zum sparen für die Altersvorsorge, muss ich mir Anlagen aussuchen, die riskanter sind aber dafür eine höhere Rendite erwirtschaften, damit ich meinen Lebensstandard halbwegs halten kann. Oder was?
Wie gesagt, um einen gewissen Rahmen/Grundlage für die Altersvorsorge zu schaffen erscheint mir auch unter anderem die Riesterrente legitim. Natürlich muss da noch mehr passieren. Aber nach wie vor halte ich Riester für einen von vielen Bausteinen, die durchaus legitim sind. Nicht immer, aber öfter als selten.
So und mehr behaupte ich ja nicht.
Viele Grüße
Laber