mein Mann hat unruhige Beine schon seid Kindheit an. Lange konnte er damit leben, nun ist er in einer Fase da kann er so gut wie nicht schlafen. Seine Ärzte verschreiben -oder verschrieben ihm unter anderen --------viele Schlaftabletten. Oh , nein!
Letztes Medikament war gegen Depesion. ( Hat er kann ich nicht abstreiten )Er ist in einer Situation gekommen , die ich KEINEN Menschen wünsche ! Der Körper wollte schlafen . . . aber die Nerven zwangen ihn zum laufen .
hi,
hat er es schonmal mit yoga probiert? yoga ist gut für die nerven und die psyche und es gibt spezielle übungen für praktisch jedes leiden. ich bin leider keine spezialistin, aber mir hilft yoga sehr, wenn ich unruhig bin oder mein körper „kribbelt“.
liebe grüsse
coco
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Ich meine, es ist die Unbewußtheit des Körpers, die ihn nicht schlafen läßt. Das wird natürlich durch Medikamente wie Schlafmittel usw. noch verstärkt.
Das Heilmittel wäre den Körper versuchen bewußt zu halten. Das gelingt durch Bewegung wie Schwimmen, Laufen,
Radeln und dem gleichzeitigen Vermeiden von Genußmitteln, die nach unten ziehen, wie Alkohol, Nikotin. Das eine für die Muskulatur, das andere für die Nerven.
Das ist eine Roßkur, aber ich weiß, daß sie hilft.
gruß
rolf
Über das Restless Legs Syndrome
Ich bin mir nicht sicher, ob es sich tatsächlich bei dem Beschriebenen um das Resless-Legs-Syndrom handelt, da hier keiner eine Ferndiagnose machen kann. Aber die Beschreibung von Unruhe in den Beinen, die vor allem den Nachtschlaf stört, findet sich dort am ehesten wieder. Weitere Grundlagen derartiger Symptome könnten auch in Hirnschädigungen liegen. Ich empfehle Dir daher eine Abklärung der Symptome und der tatsächlichen Grunderkankungen mit dem Neurologen, wo Du auch die Medikamentenfragen klären solltest.
Für alle, die sich ein wenig zum Restless Legs Syndrome informieren möchten, schreibe ich mal die wichtigsten Fakten auf:
Das Resless Legs Syndrome ist eine Bezeichnung für Symptome die bei Polyneuropathien auftreten - eine Gruppe neurologischer Erkrankungen, die mit entzündlichen Nervenschädigungen zu tun haben. In vielen Fällen sind die Grundlagen bei nicht eingestellter Diabetis mellitus (30-40%) und jahrelangem chronischem Alkoholmissbrauch (ca. 40%) zu tun, aber auch andere Gründe wie Anämie, Nierenerkrankungen und Eisenmangel finden sich. Bekannte Auslösefaktoren sind unter anderem Koffein, Alkohol und Tabakgenuss.
Bei dieser Erkrankung stehen an beiden Beinen Missempfindungen bei Berührungen und auch spontan ohne Berührungen im Vordergrund, die von unangenehmem Kribbeln bis hin zu unerträglichen Schmerzen reichen. Der Patient versucht durch die Bewegungen diesen Missempfindungen zu entgehen. Weiter zeigte sich, dass vor allem bei Entspannung und in Ruhesituationen die Missempfindungen auftreten. Etwa 80% der Patienten betrifft weiter die so genannte „periodic limb movement disorder“, bei der im Schlaf etwa alle 10 bis 60 Sekunden unkontrolliert unwillkürliche Beibewegungen durchgeführt werden.
Es zeigte sich, dass in den meisten Fällen eine Behandlung der grundlegenden Erkrankungen wie die genannte Diabetis oder Anämie eine Symptomverbesserung erzielte. Weiter sind Auslösefaktoren wie Alkohol etc. zu verringern, auch Massagen, heisse oder kalte Bäder zeigten Wirkungen. Neben diesen eher als zusätzlich zu beschreibenden Massnahmen sind Medikamente wie dopaminerge Präparate, Opioide, Antikonvulsiva und Benzodiazepine oft Mittel der Wahl. Benzodiazepine wie die bei Dir beschriebenen Schlafmittel sind werden mittlerweile nur noch für milde bis mittelschwere Formen der Erkrankung eingeschränkt empfohlen - sie ermöglichen zwar Schlaf, aber nicht die völlige Kontrolle der Symptome, aber führen auch zu Müdigkeit am Tage, erhöhtem Risiko zu Atemstillstand im Schlaf und schneller Abhängigkeit. Desgleichen gilt für Opioide, die für schwere Formen der Erkrankungen verabreicht werden. Ähnliches gilt für die anderen Präparatgruppen - sie alle unterdrücken mehr oder weniger die Symptome, haben aber auch entsprechende Nebenwirkungen. Für jeden Patienten gilt eine neurologisch-medizinische Betreuung, die die Medikamentenwirkungen überprüft und einstellt - die Fragestellerin sollte sich daher mit Ihren Fragen besser an den betreuenden Neurologen wenden.
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