Wer weiß Rat? Mein Hund hat sich total verändert

Nach einer wochenlangen Leidenszeit mit meinem Hund Hermann, hoffe ich, hier Rat und Hilfe zu finden.
Hier kurz Hermanns Lebensgeschichte ( so weit ich es weiß ):
Vor ca. 7-8 Jahren Aufenthalt im Tierheim, vorher ausgesetzt.
Seit ca. 6 Jahren bei mir.( Mit viel Liebe und Arbeit habe ich es geschafft Vertrauen aufzubauen )
Ich habe mit ihm gearbeitet und ihn gefördert ( Agility, Dog Dance, Obedience ). Er arbeitete gern!
Am 23.12. erlitt ich einen Unfall und brach mir das Bein.
Ich wurde von zuhause abgeholt und ins Krankenhaus gebracht.
Der Hund wurde von meinen Kindern in die Box gesteckt und zu unserer Trainerin, bei der er erstmal bleiben sollte, gebracht. ( Kann mir vorstellen, dass der Hund sehr schockiert war. Er ist sehr stark auf mich fixiert ).
Als er dann wieder kam, ich eine ganz andere Körpersprache und bekloppte Stöcke in der Hand. Das war für ihn auch sehr schwierig. Ich machte kleine Übungen mit ihm, welche auch gut klappten.
Da ich im Haus jemanden pflege, der zu dieser Zeit auch schlimm krank wurde und zu dem der Hund auch ein gutes Verhältnis hat, fiel mir nicht auf ( respektive bemerkte ich Veränderungen beim Hund ) erst, nach dem der Pflegefall wieder genesen war.
Der Hund wollte nicht mehr so gern arbeiten, alles war mühsam, er war nicht mehr gierig aufs Futter und Leckerchen, fing an zu zittern, nicht nur aus Angst, sondern einfach auch so. Auch wenn man ihn berührte und beruhigte, er zittert und ist total verspannt. Auch sein übriges Verhalten hat ich total verändert: Kein Territorialverhalten, kein Interesse an heißen Hündinnen ( Hermann ist nicht kastriert ), nicht ist mehr über geblieben von meinem kleinen, aufmerksamen Terriermix.
Selbst wenn die Klingeln geht, es kommt kein Bellen, keine Freude bei Besuchen, nichts…Das Fressen ist zur Qual geworden ( habe immer naturnah ernährt ).
Dann fing die Odyssee bei Tierarzt an. Der Hund hatte Zahnsteinbefall. Das wollte ich weg machen lassen, weil ich dachte, er fühlt sich deswegen nicht wohl. Da machte der Tierarzt erst ein Blutbild, weil der Hund so schlapp war.
Dabei kam raus das, dass Blut eigentlich ganz okay war.
Er meinte aber es könnte besser sein und ich solle mal Trockenfutter füttern. Nichts änderte sich. Dann wurde die Schilddrüse untersucht-negativ. Borreliose -negativ. Röntgenaufnahme und Ultraschall ergaben dann Wasser in der Lunge ( aber alles wiederum nicht so dramatisch, dass es das Krankheitsbild her gab ). Er bekam Phyto Kardiosel zur Herzunterstützung und wurde entwässert. Nichts tat sich… Er zitterte streckenweise ganz fürchterlich und zog sich in Ecken zurück.
Nachdem ich mir alle Symptome aufgeschrieben habe, bin ich wieder zum TA. Der sagte: hört sich an wie Borreliose. Also bekam er Antibiotika.
Einen Tag nach Antibiotikavergabe ging es dem Hund besser. Ich frohlockte ( jeder weiß, von Euch, wie schlimm es ist, wenn man nicht weiß was los ist und dann auch noch so viel Geld ausgeben muss und immer noch nicht weißt was ist ). Gestern Nachmittag der Rückschlag: Er bekam wieder einen Zitteranfall und war wieder verspannt wie ein Flitzebogen.
Der TA meint, wenn die Therapie nicht anschlägt, müssen wir weiter suchen.
Das ist ein Fass ohne Boden! Wenn ich jetzt einen anderen TA konsultiere geht das Spiel von vorn los! Wenn es eine psychische Macke sein sollte, wird ja kein Mensch was finden.
Ich bin so ratlos und hoffe, dass ich hier von Euch Erfahrungen mit solchen Fällen erhalte und was Ihr gemacht habt. Danke für Eure Aufmerksamkeit!
Ich habe einige Erfahrungen mit Hunden ( 15 Jahre Deutsche Doggen gezüchtet ) und viel gelesen… auch Wissenschaftliches und keine pillepalle Hundebücher.
ABER: ICH WEIß NICHT WEITER…
PS: Übrigens gibt es auch Phasen, in denen der ganz entspannt, die Beinchen nach hinten einfach da liegt. Legt er sich aber auf die Seite geht das Gezittere los. Probleme bei der Muskulatur und am Skelett konnte ich nicht feststellen. Mindestens ein mal in der Woche wird der Hund von mir betastet und ich meine eine Massage, bei der ich jeden einzelnen Körperabschnitt vorsichtig betaste und eben massiere. Dabei geschieht nichts Auffälliges!

Hey!

Das tut mir wirklich schrecklich leid, ich kann mir gut vorstellen wie du im Moment mit deinem Hund leidest! Ich kenne mich leider nicht mit Hunden aus, habe aber mal von Bekannten mitbekommen, dass deren Hund wohl zu einem „Hundepsychologen“ geht und auch Antidepressiva bekäme. Vielleicht erkundigst du dich mal ob bei euch in der Nähe auch ein Hundepsychologe seinen Sitz hat. Ein Versuch wäre es denke ich Wert.

Ich wünsche euch beiden alles Gute!

Liebe Grüße

Hallo,

zumindest in einigen Teilen erinnert es mich an unseren Hund. Er hatte auch immer mal wieder Zitteranfälle bei denen er sich extrem verspannte, wenn ihn jemand anfassen oder gar hochnehmen wollte. Durch Abtasten wurde gar nichts festgestellt, aber bei der Röntgenaufnahme war deutlich zu erkennen, dass er im Nackenwirbelbereich eine Verengung hatte. Er wollte dadurch ungern fressen, da er ja den Kopf nach unten halten musste dazu. Auch ging das Liegen auf dem Bauch am besten, auf der Seite blieb er zwar kurz liegen ist aber nach ein paar Sekunden aufgestanden, hat es auf der anderen Seite versucht um dann eben doch wieder auf den Bauch zu liegen. Alleine der Gedanke dran, dass ihn jetzt jemand hochhebt oder so hat bei ihm zum Zittern geführt. Und der unglückliche Wurm vor dem vollen Futternapf :frowning:
Wir sind dazu übergegangen ein Geschirr für ihn zu benutzen um seinen Nacken und Halswirbel zu entlasten. Ausserdem hat er eine Zeitlang Schmerzmittel und was zur Muskelentspannung bekommen. Aber es gibt heute noch Tage in denen er sich ziemlich vorsichtig bewegt, vergleichbar mit jemanden der schon einen Hexenschuss hatte und dem es mal wieder im Kreuz klemmt (ohne dass es einem wirklich richtig „reinfährt“).

Versuch doch mal ob er besser frisst, wenn du seine Schüssel so stellst, dass er den Nacken nicht beugen muss.

Spontan hätte ich allerdings auch auf Borrelien getippt, aber wenn das schon ausgeschlossen wurde.

Ich wünsch dir alles Gute.

Ute

Danke Cantate! Ich werde Bachblüten probieren!
Gibt es bei Hunden auch Alzheimer??? Meiner weiß nicht mehr, dass er das Bällchen auch ins Maul nehmen kann!!!???

Hallo Ute,
Danke für Deinen Zuspruch!
Da sind schon einige Parallelen bei Deinem Hund und meinem, aber Diverses ist anders.
Wir haben ja schon eine Röntgenaufnahme gemacht. Da war nichts zu sehen. Der TA setzt sich aber heute Abend noch mal hin und schaut sich die Aufnahme noch mal genau an!
Borreliose kann ja immer noch sein, wenn nicht im Blut nachweisbar.
Auf das Antibiotikum hat er die ersten 2 Tage gut angesprochen, dann ging es wieder los.
Habe heute morgen wieder mit dem Tierarzt gesprochen. Er meint so eine Behandlung ( wenn es Borreliose ist ) dauert mindestens 14 Tag.
Ich versuche es aber jetzt auch mit Bachblüten.
Schaden kann es ja nicht. Mal sehen was passiert!
Schreibt mir weiter, ich bin für jede Info dankbar!!!

Danke für Deinen Tipp!
Ich versuche es jetzt mit Bachblüten. Wenn ich die konservative Therapie abgeschlossen habe und die Bachblüten auch nicht helfen, werde ich diesen Weg einschlagen müssen.